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Veröffentlicht am 11.10.2024

Goldstein

Goldstein
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... ist der 3. Fall von Kommissar Rath. Ich kenne beide Vorgängerbücher nicht, das ist aber zum Verständnis auch nicht wirklich notwenig.

Volker Kutscher hat sich zum Ziel gesetzt, Kriminalromane mit ...

... ist der 3. Fall von Kommissar Rath. Ich kenne beide Vorgängerbücher nicht, das ist aber zum Verständnis auch nicht wirklich notwenig.

Volker Kutscher hat sich zum Ziel gesetzt, Kriminalromane mit Zeitgeschichte zu verbinden. Leider ist das in meinen Augen nur bedingt gelungen. Mehrere - um nicht zu viele - Handlungsstränge am Anfang des Buches mit gleichzeitig langen Erklärungspassagen wechseln sich ab und verwirren. Nicht etwa, weil sie so spannend sind - sonderm im Gegenteil. Durch die ersten 200 Seiten musste ich mich regelrecht kämpfen und verlor schon fast die Lust, das Buch zu Ende zu lesen. Ab Mitte des Buches beginnen sich die einzelnen Handlungsstränge und auch Kriminalfälle mehr und mehr zu verbinden, das Buch gewinnt an Fahrt, die Spannung wird größer.

Das Ende lässt einiges offen für sicher geplante weitere Bücher. Ich selber werde sie eher nicht lesen, aber wer Zeitgeschichte mit ein wenig Krimi mag, der wird die Bücher sehr mögen.

Ein großes Lob an die Gestaltung des Covers, das finde ich sehr gut gelungen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Nicht der stärkste Teil

Im Labyrinth der Rache
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Francis Ackermann ist auf dem Weg nach Schottland. Zusammen mit seinem Bruder und Jesse. Sie sollen versuchen, die Tochter eines seiner gefährlichsten Feinde zu beschützen. Denn nur Ackermann, die Tochter ...

Francis Ackermann ist auf dem Weg nach Schottland. Zusammen mit seinem Bruder und Jesse. Sie sollen versuchen, die Tochter eines seiner gefährlichsten Feinde zu beschützen. Denn nur Ackermann, die Tochter und ein Tablet zusammen garantieren, dass alle Straffreiheit von den amerikanischen Behörden bekommen. Auf dem Tablet befindet sich nämlich eine Liste der größten und gefährlichsten Verbrecher der Welt. Daran sind aber nicht nur die Behörden interessiert, sondern die Verbrecher selbst. Und so beginnt eine Aktion, bei der jeder Schritt die größte Gefahr birgt.

Das Buch ist der Beginn einer neuen Reihe, auch wenn mit Francis Ackermann und einigen anderen Personen die vorherigen Reihen fortgeführt werden. Am Anfang musste ich mich erst eine Weile einlesen, denn nicht alles war mir sofort wieder präsent. Ansonsten ist es eigentlich wie üblich, Ackermann kämpft sich mit mehr oder weniger alten und neuen Ideen durch die Handlung. In diesem Fall ist diese nicht abgeschlossen, sondern hat einen ziemlichen fiesen Cliffhanger am Ende. Trotzdem empfand ich das Buch irgendwie nicht als das beste des Autors, zwischenrein hatte es einige Längen und ab und zu habe ich mich tatsächlich etwas gelangweilt. Und daher gibt es von mir nur eine mittelmäßige Bewertung.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Schwierig

Bruch: Durch finstere Zeiten
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Zwei Polizisten werden weit außerhalb ihres Reviers auf einer Landstraße erschossen. Bruch und Schauer sollen ermitteln. Die fast einzige Spur ist ein schwarzer Pick-Up, den Zeugen mehrfach gesehen haben ...

Zwei Polizisten werden weit außerhalb ihres Reviers auf einer Landstraße erschossen. Bruch und Schauer sollen ermitteln. Die fast einzige Spur ist ein schwarzer Pick-Up, den Zeugen mehrfach gesehen haben wollen. Über den Wagen und seinen Halter gelangen sie auf ein riesiges Waldgelände, das komplett vermüllt ist und einem Prepper gehört. Der allerdings hat viele Unterstützer und sich akribisch auf den Weltuntergang vorbereitet. Schnell legt sich der Chef von Bruch und Schauer fest, dass der Prepper der Täter ist. Doch die beiden haben ihre Zweifel…

Das Buch ist das dritte dieser Reihe. Ich empfand es als extrem schwierig. Bruch ist generell eine sehr düstere Person und in diesem Buch wird das noch mehr benutzt. Viele Sachen löst er einfach mit Intuition. Doch das war mir an manchen Stellen zu einfach. Ein Beispiel: das SEK stürmt das Gelände und Bruch ist der Einzige, der eine Sprengfalle vermutet. Das erscheint mir nicht realistisch. Ansonsten habe ich etwa bis zur Hälfte des Buches gebraucht, mich in die Geschichte hineinzufinden und flüssig zu lesen. Danach wurde es besser und auch noch richtig spannend. Trotzdem empfand ich dieses Buch als das bisher schwächste der Reihe.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Nur in Teilen gut

Du kennst sie
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Sophie ist Barkeeperin und hat in ihrem Beruf schon einiges erlebt. Als ein Kunde und guter Freund ihres Chefs sie mehr als bedrängt, bringt sie ihn um. Das ist der Anfang einer ganzen Reihe von weiteren ...

Sophie ist Barkeeperin und hat in ihrem Beruf schon einiges erlebt. Als ein Kunde und guter Freund ihres Chefs sie mehr als bedrängt, bringt sie ihn um. Das ist der Anfang einer ganzen Reihe von weiteren Morden. Nora ist Polizistin und als farbige Frau hat sie es in Virginias Polizei besonders schwer. Sie versucht, die Morde aufzuklären, und hat als einzige zumindest ansatzweise das richtige Gespür.

Das Buch beginnt richtig gut und zieht einen in einen Sog. interessant sind die Ausführungen zur Arbeit eines Barkeepers und auch, was besonders Frauen in der Gastronomie so alles über sich ergehen lassen müssen. So hat man für den ersten Mord von Sophie sogar Verständnis und die Frau bleibt sympathisch. Doch danach kippt es, weil die Motive nicht mehr nachvollziehbar sind. Auf der anderen Seite ist Nora, die so eine Art übersinnliche Erscheinungen hat. Das alles war für mich zu überzogen. Dazwischen gibt es unheimlich viele detaillierte Ausführungen über Insekten, den Verwesungszustand der Leichen und auch philosophische Anmerkungen. Dies zusammengenommen mindert die Spannung und macht das Buch am Ende leider für mich nur zu einem Durchschnitt

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Etwas verschenkt

Im Warten sind wir wundervoll
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Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Marburg. Die Amerikaner haben die Stadt befreit. Die Menschen versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Luise lernt den Soldaten Jo kennen. Mehr zufällig ...

Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Marburg. Die Amerikaner haben die Stadt befreit. Die Menschen versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Luise lernt den Soldaten Jo kennen. Mehr zufällig trifft sie ihn wieder, als sie in Marburg studiert. Sie verlieben sich ineinander und wollen heiraten. Doch die amerikanischen Gesetze stehen dagegen. Jo muss Deutschland verlassen und durch einen Fehler bei der Gesetzesänderung hat Luisa 1948 die Möglichkeit, nach New York zu fliegen und so zu heiraten. Dafür bleiben ihr nur wenige Tage und Jo ist nicht da, um sie abzuholen. Eine große Suche beginnt

Das Buch lässt sich relativ gut lesen. Dazu musste ich mich an den etwas eigenartigen, manchmal abgehackten Stiel gewöhnen. Doch dann kommt man zügig vorwärts. Leider wird in meinen Augen sehr viel Potenzial verschenken. Die parallelen Stränge in der Vergangenheit und Gegenwart machen es am Anfang schwer zu erkennen, um welche Geschichte es sich gerade handelt. Später ist es durch die Namen einfacher. Gerade Luises Geschichte ist sehr berührend und zeigt auf, welche Schwierigkeiten es damals gab. Dazu hätte es die in meinen Augen unheimlich kitschige Geschichte der Gegenwart gar nicht benötigt. Diese ist für mich so banal, dass sie auch die Geschichte der Vergangenheit irgendwie abwertet. Das ist wirklich schade. So bleibt das Buch für mich leider nur Durchschnitt.

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