Erzählungen
Sommerhaus, späterNeun Erzählungen enthält dieser Band. Alle so unterschiedlich und doch ist da dieser besondere Ton, der sich durch alle Texte zieht.
Mit einem Sprung steht man mitten im Leben der Protagonist*innen und ...
Neun Erzählungen enthält dieser Band. Alle so unterschiedlich und doch ist da dieser besondere Ton, der sich durch alle Texte zieht.
Mit einem Sprung steht man mitten im Leben der Protagonist*innen und begleitet sie für eine kurze Zeit, für eine Episode. Und doch wird so viel darin erzählt, dass man sich ein Bild machen kann z.B. vom Leben des alten Mr. Tompson, der im Washington-Jefferson-Hotel sein trauriges Dasein fristet. Da ist der Taxifahrer Stein, der lange ohne festen Wohnsitz ein verfallenes altes Landhaus kauft und dessen Traum sich doch nicht erfüllt. Oder der sich im Sommer aufs Land zurückziehende Koberling, dem er selbst und seine kleine Familie genug sind und der sich von plötzlich einnistenden Bekannten belästigt fühlt - oder doch nicht?
Immer gibt es eine kleine Störung, etwas, das die Personen aus ihrem Rhythmus bringt, sei es ein Ereignis oder das Zusammentreffen mit einer anderen Person.
Ich habe die Erzählungen sehr gerne gelesen, weil sie so abwechslungsreich und so - wie soll ich sagen - fein abgestimmt sind. Zarte, oft unterdrückte Stimmungen werden eingefangen und immer bleibt Platz, um sich eigene Gedanken zu den Figuren und ihren Geschichten zu machen.