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Veröffentlicht am 14.07.2025

Tolle Romantic Suspense für zwischendurch!

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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„The summer that broke us“ erschien als Auftaktband der Lifeguard-Dilogie von Lucia Sterling im Forever Verlag.

Inhalt
Alles ist anders, als Sutton für ihren Sommerjob als Lifeguard nach Malibu zurückkehrt. ...

„The summer that broke us“ erschien als Auftaktband der Lifeguard-Dilogie von Lucia Sterling im Forever Verlag.

Inhalt
Alles ist anders, als Sutton für ihren Sommerjob als Lifeguard nach Malibu zurückkehrt. Sie hat sich verändert, denn während sie früher als fröhliche „Partyqueen von Malibu“ bekannt war, möchte sie heute nur noch ihr dunkles Geheimnis vergessen. Als sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Layla aber feststellt, dass es ausgerechnet im gemeinsamen Apartment einen Wasserschaden gibt und sie daher gezwungen ist, zu Ben, Laylas Ex, zu ziehen. Noch dazu kommt, dass sie Ben nicht ausstehen kann und beide mehr verbindet als zunächst gedacht. Doch schon viel zu schnell, holt die beiden ihre Vergangenheit ein…

Meine Meinung
Cover
Mein erster Gedanke, als ich das Cover gesehen habe, war: „Wow, das ist ein Cover mit richtigen Urlaubs-Vibes“. Ich liebe die gesamte Gestaltung. Von Schriftart bis Farbgebung gefällt mir alles daran. Außerdem passt es exzellent zum Setting Malibu und die dunklen Kontraste repräsentieren den Suspense-Anteil sehr gut.

Schreibstil
Dass ich das Lesen von „The summer that broke us“ so genossen habe, liegt nicht zuletzt an Lucia Sterlings wundervollen Schreibstil. Er gab mir ein Gefühl von Echtheit und machte die gesamte Geschichte sehr authentisch. Gerade die wechselnden Erzählperspektiven aus Suttons und Bens Sicht halfen, beide gut verstehen zu können.
Sie schreibt angenehm und flüssig. Besonders mochte ich, wie locker sie schreibt und wie großartig ihr Humor verpackt wurde, sodass ich nicht nur einmal sehr laut lachen musste. Gleichzeitig konnten auch alle ihre spannenden Szenen mich fesseln, sie fand einfach immer die richtigen Worte.

Spannungsbogen
Bereits der Prolog hat mich gefesselt und ich musste einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Geschichte ist mit deutlich weniger als 400 Seiten im Vergleich zu anderen Büchern im Genre Romance / Suspense ziemlich kurz, dafür gab es aber keine langatmigen Stellen – perfekt also für Zwischendurch! Zwar habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt, man hätte meines Erachtens an der ein oder anderen Stelle aber trotzdem noch ein kleines bisschen die Spannung erhöhen können. Es gibt besonders gegen Ende der Geschichte auch einige Anspielungen auf den zweiten Band und ein großes Rätsel, das bis zum Schluss nicht aufgelöst wird, weshalb ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe bin, der sich um Layla drehen wird.

Figuren
Ich wusste nicht immer so recht, was ich von Sutton halten sollte. Meist fand ich sie sehr sympathisch und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen. Sie wirkte nahbar und ehrlich. Ihr Umgang mit Layla war aber manchmal etwas seltsam. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mit Layla gar nicht warmwurde. Trotzdem fand ich ihre Rolle authentisch und es gab auch eine gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichte, bei der mir allerdings etwas die Tiefe fehlte.
Ben war mir direkt sympathisch, das war viel einfacher als mit Sutton. In ihn konnte ich mich fast besser hineinversetzen als in sie. Bei ihm fand ich auch die Hintergrundgeschichte deutlich logischer, allerdings hat auch hier ein wenig die Tiefe gefühlt. Für die Anzahl an Seiten finde ich das aber in Ordnung.
Ein bisschen überrascht hat mich auch, dass die Tatsache, dass Ben Laylas Ex ist, kaum aufgegriffen wurde. Ich hatte erwartet, dass das lang und breit ausdiskutiert wird, bin aber ehrlich gesagt froh, dass uns dieses unnötige Drama in der Hinsicht weitestgehend erspart wurde.

Originalität und Umsetzung
Die Idee von „The summer that broke us“ hat mir sehr gefallen und bis auf die benannten kleineren Kritikpunkte hat mich auch die Umsetzung sehr überzeugt. Das Setting fand ich toll und auch gut beschrieben, sodass mir das Buch eine (überwiegend, immerhin gibt es noch den Suspense-Anteil) sehr angenehme Atmosphäre vermittelt hat.
Insgesamt fand ich alles sehr originell und gerade im Genre Romantic Suspense habe ich in diese Richtung noch nichts gelesen.

Fazit
Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gefallen. Sie überzeugt vor allem durch die sehr angenehmen Schreibstil, das wunderschöne Setting und die Spannung, auch wenn es bei letzterer für mich teils kleine Abstriche gibt. Die Figuren fand ich überwiegend gut ausgearbeitet. Wer also auf der Suche nach dem perfekten Romantic Suspense-Buch für den Sommer ist und bereit für Malibu, Rettungsschwimmer und Spannung ist, sollte sich „The summer that broke us“ nicht entgehen lassen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2024

Atmosphärischer Schreibstil, sehr viel Spannung und eine sehr sympathische Protagonistin

A thousand heartbeats - Der Ruf des Schicksals
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„A thousand heartbeats“ ist der neue Romantasy-Standalone der amerikanischen Bestsellerautorin Kiera Cass („Selection”). Er erschien am 27.09.2024 im ONE-Verlag und hat 656 Seiten.

Inhalt
Während Prinzessin ...

„A thousand heartbeats“ ist der neue Romantasy-Standalone der amerikanischen Bestsellerautorin Kiera Cass („Selection”). Er erschien am 27.09.2024 im ONE-Verlag und hat 656 Seiten.

Inhalt
Während Prinzessin Annika ein behütetes Leben im Schloss ihres Vaters lebt, muss sich Lennox, ein Krieger eines vergessenen, weit entfernten Königreichs, tagtäglich beweisen. Doch als sich Lennox wieder einmal auf eine Mission begibt, prallen Annikas und seine Welt aufeinander und sie spüren die Macht der wahren Liebe. Doch da ihre Völker verfeindet sind, wird ihre Liebe niemals eine Zukunft haben. Oder vielleicht doch?

Meine Meinung
Cover und Illustrationen
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Die rosafarbene bis violette Farbgebung ist wunderschön und sehr ansprechend für die Zielgruppe Jugendliche gestaltet. In der Mitte ist Prinzessin Annika zu sehen. Der Farbschnitt ist eine Weiterführung des Covers und gefällt mir ebenfalls sehr.
Es gibt kleine Illustrationen am Kapitelanfang zur jeweils passenden Erzählperspektive (Annika/Lennox), die die Kapitel wunderbar einleiten.

Schreibstil
Der fesselnde Schreibstil der Autorin Kiera Cass gefiel mir sehr. Sie wägte die Detailfülle perfekt ab, sodass es aus meiner Sicht nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Details gibt. Insgesamt war ihr Schreibstil sehr flüssig, auch wenn es zwischen den sehr kurzen Kapiteln, bei denen meist die Erzählperspektive gewechselt wurde, manchmal größere Sprünge entstehen. Dadurch, dass die Kapitel nur sehr kurz sind, mangelt es an manchen Stellen allerdings etwas an Tiefe.
Das Buch wurde mit einem eher altmodischen Wortschatz geschrieben. Dies verlieh der Geschichte aber die perfekte Stimmung eines Lebens auf einem Schloss, das nun einmal eher für eine vergangene Zeit steht.

Spannungsaufbau
Auch den Spannungsaufbau von „A thousand heartbeats“ mochte ich. Zwar entwickelte sich die Geschichte am Anfang nur sehr langsam, dafür konnte man so aber sehr gut die Figuren kennenlernen. Danach ging aber alles plötzlich sehr schnell. Zwar bin ich normalerweise eher ein Freund von langsameren Entwicklungen, hier störte mich das schnellere Tempo am Ende aber kaum. Anfangs war die Geschichte ein kleines bisschen zäh, aber dann gefiel sie mir sehr.

Figuren
Annika war mir durch ihre liebenswürdige, kluge Art von Anfang an sehr sympathisch. Allerdings war mir Annikas Figur etwas zu perfekt. Sie schien keine Schwächen zu haben, jeder im Volk verehrte sie, alle männlichen Figuren aus ihrem Umfeld verliebten sich in sie (mit Ausnahme ihres Bruders und ihres Vaters) und alles, was sie machte, machte sie ohne Fehler. Dadurch wirkt ihre Figur aber leider nicht so authentisch wie sie es mit ein paar Schwächen hätte sein können und ihr mangelt es etwas an Tiefe.
Meine Sympathie mit Lennox beanspruchte deutlich mehr Zeit. Sein Charakter als mehrfacher Mörder und Krieger war etwas schwierig. Auch den Zusammenhang seiner Morde mit Annika fand ich sehr unpassend im Hinblick auf ihre folgende Liebesgeschichte.
Die Gedanken und Gefühle der beiden waren größtenteils logisch. Besonders gefiel mir, dass Annika nicht die stereotypische, naive Prinzessin, die den ganzen Tag nur Handarbeit macht, ist. Sie hat ihren Kopf und hat einen starken Charakter.

Originalität und Umsetzung
Die originelle Idee von „A thousand heartbeats“ von einer Liebesgeschichte zwischen einer Prinzessin und einem Krieger, die aus verfeindeten Königreichen stammen, gefiel mir sehr. Auch die Umsetzung gelang gut, hatte allerdings ein paar Schwachstellen. Für mich war in dieser Geschichte quasi gar kein Worldbuilding vorhanden, was ich mir bei einem „Packenden und hochromantischen Fantasy-Standalone“ aber eindeutig gewünscht hätte. Es gab zwar eine fiktive Welt, allerdings hätte ich mir bei einem Fantasy-Buch (mehr) Fantasy-Elemente erhofft.

Lesespaß
Durch die originelle Idee, den fesselnden und atmosphärischen Schreibstil und die sympathische Protagonistin Annika bereitete mir das Lesen von „A thousand heartbeats“ sehr viel Spaß.

Fazit
Insgesamt war „A thousand heartbeats“ ein großartiges Buch. Ich empfehle das Buch jedem, der eine fiktive Geschichte in einer fiktiven Welt ohne weitere magische Elemente sucht. Der fesselnde und atmosphärische Schreibstil und die sympathische Protagonistin Annika machen „A thousand heartbeats“ zu einem wundervollen Buch, dem ich gerne 4 Sterne gebe!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.10.2024

Der Fantasyteil war super, aber der Liebesgeschichte fehlte es an Tiefe

Liga Lexis – Nachtschwarze Worte
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„Nachtschwarze Worte“ ist der erste Band der Liga Lexis-Reihe der deutschen Autorin Mo Enders aus dem Fischer-Sauerländer-Verlag.


Inhalt
Nachdem sie in ein Buch gezogen wurde und Unbekannte bei ihr zu ...

„Nachtschwarze Worte“ ist der erste Band der Liga Lexis-Reihe der deutschen Autorin Mo Enders aus dem Fischer-Sauerländer-Verlag.


Inhalt
Nachdem sie in ein Buch gezogen wurde und Unbekannte bei ihr zu Hause auftauchen, weiß die sechzehnjährige Waise Annie, dass etwas nicht stimmen kann. Sie erfährt daraufhin, dass sie eine Migra ist, halb Mensch, halb Buchfigur. Deswegen wird sie schon bald auf das Internat Bookford Manor gehen, um zu wissen, wie sie mit ihren Kräften umgehen muss. Dort wird ausgerechnet der unausstehliche Caspian de Vries als ihr Beobachter verpflichtet. Doch schon bald gehen merkwürdige Dinge in der Buchwelt vor sich und als auch noch Caspian verschwindet und Annie die Einzige ist, die ihn retten kann, geht das Abenteuer erst richtig los.


Meine Meinung
Cover und Illustrationen
Das Cover ist golden mit einer rennenden Silhouette in der Mitte. Es ist sehr hübsch und ansprechend, genau wie das Cover unter dem Schutzumschlag, welches ein wenig schlichter ist. Der Farbschnitt ist überwältigend schön, besonders die Details sind sehr auffällig. Alles in allem passen Cover und Farbschnitt sehr zu einem Jugend- beziehungsweise Fantasybuch. Illustrationen, die an das Cover erinnern, gibt es immer am Kapitelanfang.

Schreibstil
Der Schreibstil von Mo Enders ist flüssig, auch wenn ich hin und wieder über einzelne Wortwahlen stolpere. Die Detailfülle war sehr ausgewogen: genug Details, um sich die Situationen vorzustellen, aber nicht in Details zu versinken. Generell konnte mich Mo Enders angenehmer Schreibstil sehr fesseln. Besonders gefiel mir, dass sie innerhalb ihres Buches viele Klischees umdrehte. Im Buch war nicht nur Caspian, also die männliche Hauptfigur, der Starke, in so mancher Situation war Annie, die weibliche Protagonistin, die, die ihn rettete.


Spannungsaufbau
Der Prolog hat mich durch seine fesselnde und Spannung erzeugende Wirkung sehr neugierig auf das Buch gemacht. Leider hat sich noch nicht geklärt, wie der Prolog mit dem Rest des Buches zusammenhängt, aber hier hoffe ich noch auf Band 2 und 3.

Generell startete man schnell in die Geschichte und damit auch die Spannung des Buches. Für mich war das teilweise ein wenig zu schnell. Verschiede Schlüsselszenen haben mir gefehlt. In einem Kapitel kommt Annie gerade auf Bookford Manor an, im nächsten ist sie schon drei Wochen da, hat schon viel gelernt und beste Freunde gefunden. Ich hätte es interessant gefunden, diese Szenen mit Annie mitzuerleben und finde es schade, dass sie einfach übergangen wurden.

Als sich die Geschichte dem Ende zuneigte, überschlugen sich die Ereignisse. Aus vielen davon hätte man noch sehr viel mehr herausholen können, hier liefen viele spannende Situationen für mich viel zu glatt. Ganz am Ende wendete sich die ohnehin für mich nicht ganz nachvollziehbare Liebesgeschichte noch einmal komplett. Das erzeugte bei mir den Eindruck, als hätte man am Ende nach irgendeinem Cliffhanger gesucht, um die Spannung auf den nächsten Band zu erhöhen. Bei mir kam das Ganze leider etwas undurchdacht an.

Figuren
Annie ist eine sehr herzliche Migra und ich mochte sie und ihr Verhalten gegenüber anderen Figuren sofort. Zu ihr konnte ich sofort eine gewisse Sympathie aufbauen, was ich über Caspian leider nicht behaupten kann. Bei ihm brauchte es eine Weile, bis ich anfing ihn zu mögen. Er machte einen launischen, teilweise unreifen Eindruck. Ihm ist die Meinung seines Vaters wichtiger als alles andere, auch über seine große Liebe. In seine Gedanken und Gefühle konnte ich mich leider nicht so gut hineinversetzen. Hier hätte es mir geholfen, mehr Szenen aus seiner Perspektive lesen zu dürfen.

Unter anderem durch Caspians Charakter bekam die Liebesgeschichte für mich keine richtige Tiefe.

Annies Figur wirkt deutlich durchdachter als Caspians, besonders ihre Stärken und Schwächen wurden gut herausgearbeitet. Dadurch wirkt insbesondere ihre Figur sehr authentisch.

Themen
In diesem Buch werden die Bedeutungen von Freundschaft und Liebe thematisiert. Beide Themen wurde aber nur oberflächlich behandelt, da wie bereits erwähnt Schlüsselszenen der Freundschaftsgeschichte ausgelassen wurden und die Liebesgeschichte sehr von Caspians Stimmungsschwankungen abhing.

Originalität und Umsetzung
Die Fantasygeschichte und die Erschaffung der Welt der Migras ist eine großartige und kreative Idee, deren Umsetzung Mo Enders sehr gut gelang. Sie erschuf eine völlig neue Welt, die man als Bücherliebhaber einfach kennen und lieben muss. Die Buchmagie der Migras fand ich sehr spannend und ich hätte mir noch mehr Einblicke in den Unterricht auf Bookford Manor gewünscht, um noch mehr über diese Magie zu erfahren. Aber gut, die Autorin muss sich auch noch ein paar Überraschungen der Welt der Migras für Band 2 und 3 aufheben.

Die Liebesgeschichte wurde nicht so gut umgesetzt, aber auch hier hoffe ich noch auf eine Verbesserung in den nächsten Bänden.

Lesespaß
Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, Annie auf ihrem Weg durch die Buchwelt (im wahrsten Sinne des Wortes) zu begleiten. Der Lesespaß wurde ein wenig durch die kleinen Holpersteine im Schreibstil und die Liebesgeschichte sowie die Auslassung von Schlüsselszenen gedämpft, ansonsten freue ich mich schon sehr darauf, hoffentlich bald in Annies Welt zurückkehren zu dürfen.


Fazit
Mit „Liga Lexis“ hat Mo Enders eine völlig neue, kreative Buchwelt erschaffen, die einfach nur beeindruckt. Der gesamte Fantasyteil gefiel mir sehr gut, dafür mangelte es bei der Liebesgeschichte an der Tiefe. Mo Enders Schreibstil und der damit einhergehende Spannungsaufbau gefallen mir sehr gut. In die Protagonistin Annie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, bei Protagonist Caspian dauerte das ein wenig.

Ich freue mich schon sehr auf Band 2 und 3 und kann mit gutem Gewissen eine Leseempfehlung und eine Bewertung von 4 Sternen geben.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Freiheit für ihr Volk oder die Liebe ihres Lebens? Sie kann nur eines haben!

Immortal Longings
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„Immortal Longings“ ist der Auftaktband der neuen Fantasy-Trilogie der TikTok-Bestsellerautorin Chloe Gong. Bekannt wurde Gong durch ihre Secret Shanghai-Romane. Ihr neues Buch erschien am 28.09.2024 im ...

„Immortal Longings“ ist der Auftaktband der neuen Fantasy-Trilogie der TikTok-Bestsellerautorin Chloe Gong. Bekannt wurde Gong durch ihre Secret Shanghai-Romane. Ihr neues Buch erschien am 28.09.2024 im Klett Cotta-Verlag und umfasst 423 Seiten.

Inhalt
Prinzessin Calla Tuoleimi lebt seit fünf Jahren versteckt in den überfüllten Zwillingsstädten San und Er, da sie ihre Eltern ermordete, um San-Er von der tyrannischen Monarchie zu befreien. Einzig und allein ihr sehr zurückgezogen lebender Onkel, König Kasa, steht der Erreichung ihres Ziels noch im Weg. Bald bietet sich ihr jedoch eine Möglichkeit, auch ihn zu beseitigen: Sie bekommt unter falschem Namen die Möglichkeit, an den jährlichen Spielen von San-Er teilzunehmen, dafür allerdings 87 ihrer Mitbürger umbringen zu müssen, aber bei der Preisverleihung ihrem Onkel gegenüberstehen zu können.
Anton Makusa, ein junger Mann aus San-Er, nimmt ebenfalls an den Spielen teil. Er hofft, seine Schulden mit dem Preisgeld begleichen zu können. Um dem Finale schneller näher zu kommen, schlägt er Calla ein Bündnis vor. Schon bald entsteht zwischen den beiden aber ein wenig mehr als nur Verbündete auf Zeit. Das einzige Problem: Es kann nur einen Überlebenden der Spiele geben.

Meine Meinung
Cover und Illustrationen
Der edle schwarze Schutzumschlag des Hardcovers mit den vielen goldenen Akzenten passt sehr gut zum Genre, zur dunklen Stimmung des Buches sowie zu den starken Gegensätzen zwischen Reichtum und Armut in San-Er. Die goldenen Silhouetten zeigen Calla und Anton mit ihren Waffen in schwarzer Finsternis. Das Cover harmoniert zudem perfekt mit dem gelben Farbschnitt mit den schwarzen Details sowie dem farbig gestalteten Vor- und Nachsatz und macht „Immortal Longings“ damit zu einem kleinen Schmuckstück im Bücherregal.

Schreibstil
Chloe Gongs flüssiger, angenehmer, lockerer, aber fesselnder Schreibstil gefällt mir sehr. Die Situationen wurden bildlich und stimmig beschrieben, gerade richtig, um sich jede einzelne Szene im Kopf vorstellen zu können, aber dabei nicht abzuschweifen. Auch hält Gong so manche aufregende und unerwartete Wendung bereit. Die Geschichte wird aus Sicht eines neutralen Erzählers erzählt, was für diese Geschichte aus meiner Sicht die richtige Wahl war, da so Verwirrung beim Zuordnen der Szenen vermieden wurde.
Allerdings muss man dazusagen, dass in nahezu jedem Kapitel jemand ermordet wird und das immer auf eine sehr brutale Art und Weise mit dementsprechend blutiger Beschreibung. Des Weiteren wurden hin und wieder einige Schimpfwörter genutzt, die an diesen Stellen nicht unbedingt benötigt wurden.

Spannungsaufbau
Es wird relativ schnell Spannung aufgebaut und mit der ständigen Gefahr, in der Calla und Anton schon bald leben, ebbt diese Spannung nicht für eine Sekunde ab. Das macht es fast unmöglich, „Immortal Longings“ aus der Hand zu legen. Besonders nach dem wendungsreichen Ende freue ich mich schon auf Band 2.

Figuren
Prinzessin Calla war mir nicht unbedingt sympathisch, aber ihre Willensstärke und ihr Durchhaltevermögen sind durchaus beeindruckend. Sie ist rebellisch, aber ganz tief im Herzen ein gebrochener Mensch, der tiefe Gefühle nicht kennt und daher auch nicht an sich heranlässt. Jedoch missfiel es mir sehr, dass sie so viele Bürger San-Ers für den höheren Zweck, wie sie es nennt, umbringen musste.
Anton scheint ein wenig besessen von seiner Jugendliebe zu sein und auch er tötete viele Bürger sehr brutal. Ein paar weniger Leichen hätten die Spannung des Buches nur unwesentlich beeinträchtigt.
Moralisch gesehen befanden sich beide Protagonisten mehrfach in einer deutlichen Grauzone, ohne, dass das teilweise problematische Verhalten von den Figuren reflektiert wird. Ansonsten sind ihre Gedankengänge größtenteils nachvollziehbar, was sich von ihren Gefühlen leider nicht unbedingt behaupten lässt. Besonders Callas Gefühle wechseln sehr oft sehr schnell zwischen extremen Emotionen. Das führt leider an manchen Stellen zu einer mangelnden Authentizität.

Originalität und Umsetzung
Die Idee von „Immortal Longings“ gefällt mir sehr und ich finde, dass sie sehr gut umgesetzt wurde.
Im Hinblick auf die Originalität muss ich zugeben, dass mich „Immortal Longings“ im positiven Sinne sehr überrascht hat. Es ist kein standardisierter „Enemies to Lovers“-Fantasyroman oder „Die Tribute von Panem 2.0“, wie der erste Blick vielleicht vermuten lässt. Stattdessen hat Chloe Gong mit Anton und Calla eigensinnige, zielstrebige und nicht ganz moralisch korrekte Figuren in einer problembasierten, engen Stadt mit einer der Mission eines Königsmords erschaffen.

Struktur und Klappentext
Der Klappentext beschreibt die Geschichte von Calla und Anton sehr treffend. Es sei allerdings dazugesagt, dass es in dem Buch zwar einige wenige romantische Szenen gibt, es aber dennoch besser nur ins Fantasy-Genre als ins Romantasy-Genre eingeordnet werden sollte. Das Buch ist sehr gut strukturiert und die Überleitungen zwischen den einzelnen Kapiteln nachvollziehbar. Die passende Serifenschriftart und der durchschnittliche Zeilenabstand tragen sehr zur einfachen Lesbarkeit bei.

Lesespaß
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, „Immortal Longings“ zu lesen, da es durchweg spannend war und wenn man es am wenigsten erwartet, Chloe Gong die Geschichte mit einer aufregenden Wendung gleich nochmal aufmischt. Für mich war das Buch interessant, da man unter anderem in den Kopf einer vielschichtigen und vielleicht etwas verrückten Prinzessin eintauchen konnte. Jedoch muss man dazusagen, dass die Brutalität des Buches den Lesespaß teilweise gedämpft hat.

Fazit
Alles in allem ist „Immortal Longings“ ein sehr gelugener und unvorhersehbarer Fantasyroman. Wer auf der Suche nach einem Buch mit spannendem und fesselndem Plot ist und vor moralisch nicht ganz korrekten Figuren und viel Blut nicht zurückschreckt, sollte „Immortal Longings“ unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Spannende und geheimnisvolle Drachenfantasy mit schwacher Romance

These Ancient Flames 1: Awake
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„These Ancient Flames - Awake“ ist der Auftaktband der „These Ancient Flames“-Dilogie von Melanie Lane aus dem Loomlight-Verlag.

Inhalt

Mei ist Leibwächterin der Fürstenfamilie und würde alles für ihren ...

„These Ancient Flames - Awake“ ist der Auftaktband der „These Ancient Flames“-Dilogie von Melanie Lane aus dem Loomlight-Verlag.

Inhalt

Mei ist Leibwächterin der Fürstenfamilie und würde alles für ihren Kanton tun. Als sie von Raven, dem Fürstensohn des benachbarten Kantons, vor einer Kriegserklärung durch seinen Vaters gewarnt wird, bleibt den beiden nur ein Ausweg: sie müssen die seit Langem verschwundenen Drachen finden. Gemeinsam mit Raven, dessen Leibwächter Cole und ihrem besten Freund und schutzbefohlenen Fürstensohn Tao macht sie sich auf einen gefährlichen Weg, um den Frieden in Valtherra zu wahren. Auf ihrer Reise werden jedoch schon bald Loyalitäten und Vertrauen auf die Probe gestellt, insbesondere, als es zwischen Mei und Raven zu knistern beginnt…

Gestaltung

Mir gefällt das Cover mit seinen dunklen Farben sehr. Es wirkt mysteriös und gefährlich auf mich – zwei Adjektive, die perfekt zur Geschichte passen. Mit den goldenen Akzenten wirkt es gleichzeitig edel und ist ein echter Hingucker! Auch die Innenillustrationen sind wahnsinnig schön und lassen die Geschichte besonders lebendig wirken.

Schreibstil

Den Schreibstil von Melanie Lane mag ich sehr gern. Er ist äußerst angenehm, hat mich während des gesamten Buches gefesselt und erleichterte mir den Einstieg in die Geschichte sehr.



Figuren

Mei mochte ich von Anfang an. Sie ist eine dieser starken Protagonistinnen, die man sich direkt zum Vorbild nehmen möchte. Ich mag ihre Charakterstärke und ihre eigenwillige Art, auch wenn es manchmal etwas überspitzt wirkte. Ihre Freundschaft zu Tao fand ich das ganze Buch lang echt süß. Die Art und Weise wie die beiden mit einander umgehen, manchmal neckend, aber immer liebevoll, ist herzerwärmend.

Tao ist einer meiner liebsten Figuren der Geschichte. Zwar ist er manchmal etwas speziell (ganz besonders in seinem Kleidungsstil), trotzdem mochte ich ihn charakterlich sehr. Er mochte die Verbindung von Mei und Raven ganz und gar nicht, sagte Mei auch offen, was er über Raven denkt und ist im gleichen Moment für Mei da, auch wenn sie nicht auf seinen Rat hörte.

Raven, Raven, Raven. Ich wusste lange Zeit nicht wirklich, was ich von ihm halten soll. Ich mochte seine Art anfangs gar nicht, jetzt finde ich ihn allerdings sympathisch. Er hat einen schwierigen Charakter, aber wenn man damit kommt, ist er ein guter Freund.

Die Beziehung zwischen Mei und Raven fand ich etwas schwierig. Während ich die Fantasygeschichte absolut gefeiert habe, war das Hin und Her bei der Liebesgeschichte so gar nicht meins. Ich hatte mehr das Gefühl von vielleicht 18-jährigen Protagonisten zu lesen und nicht von 30-Jährigen. Das fand ich leider nicht gut umgesetzt.

Ansonsten mochte ich die Charaktere sehr gern und habe sie in mein Herz geschlossen.

Spannungsaufbau

Groß Vorgeplänkel gibt es nicht – der Leser wird quasi direkt in „These Ancient Flames - Awake“ hineinkatapultiert. Dadurch musste ich mich erst mit den Charakteren und der Fantasywelt zurechtfinden, war dafür aber direkt von Anfang an gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Hauptteil war leider an manchen Stellen nicht ganz so spannend war wie erhofft und die Autorin fokussierte sich für mein Empfinden zu viel auf die Romance, die nicht wirklich überzeugend sondern eher unpassend wirkte.

Dafür fand ich das Buch aber im Allgemeinen fesselnd, sodass ich nicht eine Sekunde überlegte, es zur Seite zu legen.



Originalität

Natürlich hat Melanie Lane mit „These Ancient Flames“ das Rad der Drachenfantasy nicht komplett neu erfunden. Die originelle Idee, dass die Drachen verschwunden sind, gefiel mir dafür sehr. Zudem wirkte das gesamte Magiesystem äußerst gut durchdacht und logisch auf mich. Es ist sehr kreativ und hat mich sofort neugierig gemacht.

Fazit

Insgesamt ist „These Ancient Flames - Awake“ ein sehr originelles Buch, das mit einem großartigen Schreibstil und einer fesselnden Atmosphäre überzeugt. Während mir die Drachenfantasy besonders gut gefallen hat, war die Romance leider nicht wirklich mein Fall, da sich die Figuren in der Hinsicht sehr unreif verhielten. Trotzdem mochte ich das Buch und vergebe 3,5/5 Sternen.