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Veröffentlicht am 08.10.2024

Tribute von Panem in "Erwachsen"

Immortal Longings
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Auch mich hat die Grundidee des Buches sehr an "Die Tribute von Panem" (und ähnliche Dystopien) erinnert. Allerdings haben wir hier kein Jugendbuch, sondern eins für Erwachsene und das ist jetzt leider ...

Auch mich hat die Grundidee des Buches sehr an "Die Tribute von Panem" (und ähnliche Dystopien) erinnert. Allerdings haben wir hier kein Jugendbuch, sondern eins für Erwachsene und das ist jetzt leider negativ gemeint.
So startet das Buch erstmal ziemlich langatmig, um dann sehr brutal zu werden und ... sich irgendwann in Logiklücken ... ach was, Löchern zu verlieren.
Die Idee der Zwillingsstadt San-Er, die ein reales Vorbild hat, gefällt mir sehr gut, allerdings nimmt die Beschreibung selbiger viel zu viel Raum ein. Manchmal wäre weniger Beschreibung mehr gewesen (vor allem mehr Raum für Handlung) und stattdessen noch eine Karte, dann wäre es nahe an perfekt gewesen.
Die Szenen voller Gewaltexzesse und die (zum Glück wenigen) spicy Szenen hätten es für meinen Geschmack auch nicht geben müssen. Andeuten hätte für das Fortschreiten der Story gereicht. Stattdessen mehr Handlung. Die hat nämlich echt gefehlt. Wahrscheinlich hätte man alles relevante auch auf einem Viertel der Seitenzahl erzählen können. Ok, es soll ja eine Trilogie werden, also kommt da hoffentlich noch was und das war einfach eine sehr ausführliche Einleitung... Potential ist auf jeden Fall vorhanden!
Was mich allerdings wirklich gestört hat, waren einige Logikfehler. So erkennt man z.B. springende/gesprungene Personen an der Augenfarbe. Jetzt der Versuch zu benennen, ohne zu spoliern: Warum aber hat dann eine der Hauptpersonen angeblich die gelben Augen des Königshauses, die so auffällig sind, dass man sie daran erkennt, wenn sie gar nicht diese Person ist, sondern nur eine gesprungene Person in diesem Körper?
Vielleicht kommt dazu ja noch eine Erklärung in den zwei Folgebänden. Potential sehe ich wirklich, es las sich auch nicht schlecht, aber bisher noch kein Highlight, da einige Schwachpunkte. Ich ordne es mal bei mittelmäßig ein, weil es sich ja eigentlich nur besser werden kann...

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Keine neue Geschichte

Pina Ponyhexe – Eine magische Freundschaft
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Pina Ponyhexe klingt erstmal wahnsinnig originell und besonders. Denn haben Hexen sonst nicht Katzen und/oder Raben als tierische Begleiter?
Schnell stellt sich aber heraus, dass das schon alles an neuen ...

Pina Ponyhexe klingt erstmal wahnsinnig originell und besonders. Denn haben Hexen sonst nicht Katzen und/oder Raben als tierische Begleiter?
Schnell stellt sich aber heraus, dass das schon alles an neuen und besonderen Ideen war.
Der Rest der Geschichte ist leider schon etwas zu oft erzählt worden. Da hilft es auch nicht, wenn ich mir sage, dass es eine Geschichte für Achtjährige ist und die haben noch nicht soviel gelesen und mögen das vielleicht gerne.

Achtung, ab hier sind Spoiler möglich!

Denn natürlich geht alles bei der Junghexenprüfung schief was schiefgehen kann und Pina besteht sie trotzdem. Natürlich ist das Pony total dickköpfig und will nichts mit der Hexe zu tun haben und natürlich werden sie dann doch allerbeste Freunde - ach was, Seelengefährten, darunter geht es nicht.
Sorry, aber das war mir alles ein bisschen zu dick aufgetragen und gewöhnlich.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Alles ein bisschen...

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi
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... aber nichts ganz.
Bei diesem Krimi hat sich der Autor viel Mühe gegeben, um es spannend zu machen und verschiedenste Fährten zu bedienen. Allerdings entsteht dadurch ein ziemlich überkonstruierter ...

... aber nichts ganz.
Bei diesem Krimi hat sich der Autor viel Mühe gegeben, um es spannend zu machen und verschiedenste Fährten zu bedienen. Allerdings entsteht dadurch ein ziemlich überkonstruierter Gesamteindruck.
So haben wir sowohl eine historische Fährte (also historisch-historisch, zurück in die Kriegsjahre und die Besetzung durch die deutschen Nazis), als auch einen alten Cold Case (der nur ein paar Jahre zurückliegt) und eben auch einen aktuellen Fall und alle hängen ein bisschen miteinander zusammen. Außerdem mussten die ganzen privaten Probleme der Ermittler:innen durchgekaut werden und ein bisschen Gesellschaftskritik verbaut werden ... Für meinen Geschmack fließt die Erzählung nicht, sondern stückelt sich aus Details zusammen, die eigentlich nur lose miteinander zusammenhängen.
Vielleicht ganz gut als Reihenauftakt, wenn man jetzt alle kennegelernt hat und sich beim nächsten Mal auf den Fall konzentriert, Potential wäre da.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

The Great Gatsby in feministisch

Ex-Wife
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Sagen wir es, wie es ist: Dieses Buch kommt 100 Jahre zu spät. Buchstäblich. Ich kann mir vorstellen, dass es seinerzeits ein Skandal war und die Autorin es nicht unter ihrem Namen veröffentlicht sehen ...

Sagen wir es, wie es ist: Dieses Buch kommt 100 Jahre zu spät. Buchstäblich. Ich kann mir vorstellen, dass es seinerzeits ein Skandal war und die Autorin es nicht unter ihrem Namen veröffentlicht sehen wollte, weswegen es ein anonymes Debüt war.
Heutzutage ist es halt nicht mehr skandalös, sondern man sieht in jeder Werbung für Badezimmeramaturen mehr (also mehr Drama, mehr nackte Haut, etc.). Ehen werden geschieden, Frauen haben Liebhaber und niemanden juckt es mehr. Feministinnen können sich freuen, was sie seit damals alles erreicht haben.
Fazit:
Es ist sicherlich ein guter Blick auf die damalige Zeit und es ist ein schöner Kontrapunkt zu den männlichen Klassikern, die sich damals durchgesetzt haben. Also eine schöne Lektüre für die Schule oder das Studium, um Inhalte zu vermitteln, aber kein Must Read für die Freizeit.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Trendthema Hollywood

Eve
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Seit Evelyn Hugo sieben Ehemänner hatte, ist das Hollywood während seines Golden Age ein Riesending... Und ich bin mir weder sicher, was ich von dem Trend im Allgemeinen, noch von diesem Buch im Besonderen ...

Seit Evelyn Hugo sieben Ehemänner hatte, ist das Hollywood während seines Golden Age ein Riesending... Und ich bin mir weder sicher, was ich von dem Trend im Allgemeinen, noch von diesem Buch im Besonderen halten soll.
Es ist nicht schlecht, aber das kann mir auch nur so vorkommen, weil ich es als Hörbuch konsumiert habe. Als leichte Unterhaltung nebenbei passt es gut, aber sowohl für einen richtigen Krimi als auch für einen gesellschaftskritischen Roman ist es eigentlich zu durchsichtig, zu mau, zu wenig.
Es ist ein Gaunerstück, bei dem jeder jeden zu besch*** sucht und am Ende triumphiert die hübsche, titelgebende Lady, die niemand auf dem Schirm hatte, weil sie eine Narbe im Gesicht hatte. So ganz erschließt sich mir die Botschaft des Buches nicht, es sei denn, ist das Offensichtlichste: Frauen sind nicht gleichzeitig schön und intelligent und wenn sie es doch sind, haben sie irgendeinen anderen Makel. Das wäre in unserer Zeit allerdings äußerst unangemessen.
Irgendwie verpufft das Potential des Romans ungenutzt.

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