Platzhalter für Profilbild

Alesia

Lesejury Star
online

Alesia ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alesia über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2024

Tödliche Party im Zeitschleifenformat

Death. Life. Repeat.
0

Spence hat einen wirklich miesen Freitag. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals, gefangen in einer Zeitschleife. Nicht nur, dass es der erste Todestag seiner Mutter ist und er verkatert in ...

Spence hat einen wirklich miesen Freitag. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals, gefangen in einer Zeitschleife. Nicht nur, dass es der erste Todestag seiner Mutter ist und er verkatert in seinem Auto aufwacht! Nein, sein bester Freund feiert abends eine exzessive Party, an deren Ende eine Mitschülerin tot ist.

Ich fand das Buch fesselnd und interessant. Natürlich wollte ich wissen, wie es Spence gelingt aus der Zeitschleife zu entkommen und seine Mitschülerin Clara Hart zu retten. Bei zwei Abschnitten dachte ich wirklich, dass er es geschafft hat, wurde dann aber überrascht, dass nochmal der gleiche Freitag beginnt. Besonders interessant fand ich, dass gewisse Dinge nicht gleich blieben, sondern sich beim Wiederholen ohne das Zutun des Protagonisten verschlimmerten. Der Schreibstil ist anfangs ungewöhnlich und irgendwie abgehackt. Er wird aber nach Tag 1 besser. Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Spence, dessen Charakter sich zum Positiven hin entwickelt. Spence und seine Freunde Anthony und Worm sind junge Männer, um die 18 und kurz vor dem Schulabschluss. Nicht, dass sie sich jedoch sonderlich um Schule kümmern würden. Partys, Alkohol, Drogen und Zocken sind eher ihr Ding. Ihre Mitschülerin sind für sie eigentlich nur Objekte, was auch bei ihren Gesprächen ganz deutlich wird. Erst ziemlich langsam wird Spence im Laufe des Buches bewusst, was für ein Mistkerl Anthony wirklich ist. Der Inhalt des Buches ist dabei mit den Thematiken Trauerbewältigung, Alkohol-und Drogenkonsum, toxischer Männlichkeit und Freundschaft, Missbrauch unter Zuhilfenahme Betäubungsmitteln, kein einfacher. Als Jugendbuch würde ich Death. Life. Repeat. Die ewigen Leben der Clara Hart von Louise Finch durchaus empfehlen, auch um über die oben angegebenen Inhalte zu sensibilisieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2024

Zwischen Depression und Schichtdienst

Pflegers Struggle
0

Pflegers Struggle, Erschöpfung, Burn-out, Depression: Was uns Pflegekräfte krank macht von Metin Dogru ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht des Autors, der selbst unter Depressionen leidet. Eine ...

Pflegers Struggle, Erschöpfung, Burn-out, Depression: Was uns Pflegekräfte krank macht von Metin Dogru ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht des Autors, der selbst unter Depressionen leidet. Eine Erkrankung, die bereits in seiner Ausbildungungszeit zum Gesundheits- und Krankenpfleger diagnostiziert wurde. Neben persönlichen Erlebnissen schildert der Autor hier auch einige Erfahrungen seiner Kolleginnen. Des weiteren geht Metin Dogru noch auf die Themen Burn- Out, Angststörungen und Drogenkonsum im Pflegeberuf ein. Hauptgründe für die psychischen Erkrankungen sind dabei Stress, Überlastung, Belastungen durch Schichtdienst, körperliche und mentale Belastung, mangelnde Anerkennung und vorallem auch Mobbing. Besonders anschaulich wird dargestellt, wie bereits Pflegekräfte in Ausbildung unter der jetzigen Situation leiden. Aufgelockert wird das ganze durch Anekdoten seiner TikTok-Figur Schwester Rabiata, die für mich leider nicht immer passend waren. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, locker und fesselnd, auch wenn sich manche Thematiken wiederholen. Pflegers Struggle ist ein Buch, das nochmal verdeutlicht, wie anstrengend und anspruchsvoll die Tätigkeit im Gesundheitssystem, insbesondere als Krankenpfleger bzw. Krankenpflegerinnen in Krankenhäusern ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2024

Circle of Life

Mukiza
0

Neugierig und etwas verschmitzt schaut der kleine Gorilla-Junge Mukiza auf dem Buchcover durch die Dschungelblätter. Ein niedliches Bild, das mich sofort für dieses Buch begeistert hat.
Mukiza, Die wahre ...

Neugierig und etwas verschmitzt schaut der kleine Gorilla-Junge Mukiza auf dem Buchcover durch die Dschungelblätter. Ein niedliches Bild, das mich sofort für dieses Buch begeistert hat.
Mukiza, Die wahre Geschichte eines Berggorillas von Hannes Jaenicke und Julius Brümmer ist ein wunderschöneres Kinderbuch, das in den Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda entführt. Wir begleiten die Abenteuer des kleinen Gorilla-Junge Mukiza von seiner Geburt bis ins Erwachsenenleben. Es sind schöne Momente für Mukiza, aber auch spannende und dramatische Erlebnisse. Mit der Geburt des eigenen Nachwuchs ist für mich in gewissen Sinne ein Kreislauf abgeschlossen. Die Zeichnungen im Buch finde ich einfach toll von der Farbe und der Authentizität her. Im Nachwort erfährt man noch mehr über den real existierenden Mukiza und die Berggorillahilfe. Besonders toll finde ich, dass von jedem verkaufen Buch ein Euro direkt an die Berggorillahilfe geht und man so den Schutz der Gorillas aktiv unterstützen kann.
Zwei kleine Kritikpunkte habe ich leider. Das angegebene Lesealter, ab 5 Jahren, ist für sensibele Kinder vielleicht etwas früh. Gerade den Tod des Vaters bei Unwetter empfand ich als sehr traurig. Aber auch die Gefahr durch Wilderer und der Kampf zwischen den Gorillamännchen und früheren Freunden ist dramatisch. Außerdem wirbt der Aufdruck mit " die wahre Geschichte eines Berggorillas ". Aus dem Nachwort wird ersichtlich, dass diese allerdings nur an das Leben des echten Mukiza angelehnt ist.
Trotzdem halte ich Mukiza, Die wahre Geschichte eines Berggorillas, für ein sinnvolles und wichtig Buch zum Verständnis und zum Schutz der verbliebenen Berggorillas.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2024

Auch Geister brauchen Hilfe

Die Geisterhelfer – Traue sich, wer kann!
0

Der zehnjährige Leo Helsing Krüger ist gar nicht so mutig, wie es sein Vorname vermuten lässt. Obwohl er in einem Sarg geboren wurde, fürchte er sich unheimlich vor der Dunkelheit. Dass er entdeckt, ...

Der zehnjährige Leo Helsing Krüger ist gar nicht so mutig, wie es sein Vorname vermuten lässt. Obwohl er in einem Sarg geboren wurde, fürchte er sich unheimlich vor der Dunkelheit. Dass er entdeckt, dass er Geister sehen kann, macht das Leben für ihn ebenfalls nicht leichter. Denn diese haben eine Aufgabe für ihn. Gemeinsam mit der etwas älteren Antiona, die nebenan wohnt und einen Faibel für Friedhöfe hat, wird er zu einem Geisterhelfer.

Auf dem Cover des Buches sieht man Antonia und Leo abends auf dem Friedhof und die drei schwebenden Geister Ferdinand, Agatha und Henry. Das Buchcover hat bei den Geistern und bei Teilen der Schrift einen Glow-in-the-Dark-Effekt, den ich unglaublich toll finde.

Am ehesten würde ich Die Geisterhelfer – Traue sich, wer kann! von Tina Blase als Kinderbuch mit Dedektiv- und Geistergeschichte einordnen, die humorvoll und eher wenig schaurig ist. Das angegebene Lesealter, ab 8 Jahren, passt auf jeden Fall. Besonders schön finde ich, dass es in diesem Buch auch um das überwinden von Ängsten geht. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Leo geschrieben. Ich fand den jungen Aussenseiter, mit seiner Angst im Dunkeln und den Schwierigkeiten Freunde zu finden sympathisch. Auch Antonia ist ungewöhnlich. Von den drei Geistern war ich etwas enttäuscht. Sie stellen sich als nicht ganz so nett heraus, wie ich anfangs vermutet habe. Die Geschichte an sich ist toll erzählt, nicht zu unheimlich und bietet Potenzial für eine Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2024

Der Himmel erwartet dich!

Game of Fear and Promise - Spannungsgeladene Dystopie ab 14 Jahren für alle Fans von "Squid Game" und "Tribute von Panem". Mit spektakulärer Metallicfolienveredelung auf dem Cover!
0

Lissa ist großer Fan des jährlich stattfindenden Todes-Sportspektakels "Die Wand". Als ihr Vater lebensbedrohlich erkrankt, macht sie sich auf den Weg in die inneren Bezirke von Memento City um Geld zu ...

Lissa ist großer Fan des jährlich stattfindenden Todes-Sportspektakels "Die Wand". Als ihr Vater lebensbedrohlich erkrankt, macht sie sich auf den Weg in die inneren Bezirke von Memento City um Geld zu erspielen. Dort wird ihr Traum war, selbst am Wettbewerb teilzunehmen und die Möglichkeit zu haben die zwei Kilometer hohe Wand zu erklimmen. Doch nur den Ersten erwartet sozialer Aufstieg und Reichtum. Für die meisten Teilnehmer wird es ein tiefer, tödlicher Fall.

Bei dem Buch Game of Fear and Promise von von S. B. B. Burner handelt es sich um eine Jugenddystopie, die vielleicht ein wenig an die Tribute von Panem erinnert, wobei hier die Teilnahme am Wettbewerb eher freiwillig ist und jeder der es bis ganz nach oben schafft, überlebt.

Das Cover zeigt eine grau-silbrig-glänzende Fläche mit goldener Schrift. Ich finde es sehr schön gestaltet. Es könnte den untersten Teil der Wand darstellen ( nach den ersten Meter wird Sie wohl rostbraun).

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. In der ersten Hälfte des Buches erhält man einen ganz guten Eindruck von Lissas Leben und die dystopische Welt in der Sie lebt. Außerdem gibt es Kapitel aus der Sicht von Deniel, einem Mitkandidaten der für ein anderes Team antritt. Spätestens mit Beginn des Wettbewerbs wird es richtig spannend. Die Wand fordert etliche Todesopfer und auch viele Teilnehmer agieren skuppellos, tödlich. Interessant ist hierbei auch die Reaktion des Publikum, die das ganze als amüsantes Spektakel feiern (aber Brot und Spiele waren ja bereits im alten Rom beliebt). Das Ende entwickelt sich dann nochmal in eine andere Richtung und war mir fast zu übereilt. Vielleicht hält sich der Autor so aber die Möglichkeit einer Fortsetzung offen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere