Platzhalter für Profilbild

rowansreadingrealm

aktives Lesejury-Mitglied
offline

rowansreadingrealm ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit rowansreadingrealm über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2025

Eins meiner Jahreshighlights in 2024!

The Kinder Poison
0

Genre: YA Fantasy// Tropes; Love triangle (ganz minimal gehalten), enemies to lovers, Royals, Betrayal, Single POV

"Alle guten Geschichten fangen mit schlechten Entscheidungen an.“
Stell dir vor, du willst ...

Genre: YA Fantasy// Tropes; Love triangle (ganz minimal gehalten), enemies to lovers, Royals, Betrayal, Single POV

"Alle guten Geschichten fangen mit schlechten Entscheidungen an.“
Stell dir vor, du willst nur ein kleines Abenteuer erleben: dich heimlich auf eine königliche Feier schleichen, gutes Essen genießen und ein wenig Drama aufschnappen. Doch plötzlich steckst du mitten in einem königlichen Machtkampf zwischen drei Erben – und in einem Wettrennen auf Leben und Tod, außschließlich deinem Tod. Genau das passiert Zahru in The Kinder Poison.
Das Buch war für mich Liebe auf den ersten Blick. Das lila Cover? Ein absoluter unvergesslicher Blickfang! Der Inhalt? Steht dem in nichts nach!! Eine orientalisch inspirierte Fantasywelt, eine fesselnde Handlung und ein Schreibstil, der sich leicht und mit Genuss wegsacken lässt. Besonders der sarkastische Tonfall hat mich direkt abgeholt.
Zahru als Protagonistin ist wunderbar vielschichtig. Sie ist eine leicht naive, aber dennoch lebensfrohe und realistische junge Frau mit schwachen magischen Fähigkeiten und das in einer Welt, in der Magie allgegenwärtig ist und über Macht entscheidet. Ihre Stärken und Schwächen machen sie zu einem authentischen und spannenden Charakter, dessen Entwicklung im Verlauf der Geschichte überzeugend dargestellt wird.
Auch die Nebencharaktere glänzen und stehen dem in nichts nach. Sie sind so unterschiedlich und dennoch perfekt aufeinander abgestimmt, dass sie die Handlung lebendich erscheinen lassen und für eine harmonische Gesamtkomposition sorgen.
Die Geschichte selbst besticht durch überraschende Wendungen, tiefgründige Botschaften, insbesondere die, dass Güte (Kindness) wirklich etwas bewirken kann, Intrigen, starken Figuren und eine aufregende Reise. Der gelungene Mix aus Humor und Ernsthaftigkeit, gepaart mit einer Prise Romantik, hat mich von Anfang bis Ende begeistert.
Und dann dieser Epilog! Ahhhhh! Ein fieser Cliffhanger, der mich augenblicklich dazu gebracht hat, die nächsten Bände auf Englisch zu lesen. Ich konnte einfach nicht warten, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Für alle, die Fantasy mit einer Portion Abenteuer, Humor und Herz lieben, ist dieses Buch ein absolutes Muss!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2024

YA Fantasy Highlight

Princess of Souls
0

Princess of Souls - Alexandra Christo

Bewertung: 5 Sterne
Genre: YA Fantasy
Tropes: Slow Burn, Retelling; Enemies to Lovers (eher mild)

Nachdem ich bereits „How to Kill a Kingdom“ von Alexandra Christo ...

Princess of Souls - Alexandra Christo

Bewertung: 5 Sterne
Genre: YA Fantasy
Tropes: Slow Burn, Retelling; Enemies to Lovers (eher mild)

Nachdem ich bereits „How to Kill a Kingdom“ von Alexandra Christo verschlungen habe, konnte ich mir diesen Roman nicht entgehen lassen. Die Autorin hat mich erneut komplett in ihren Bann gezogen.

Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in weniger als zwei Tagen verschlungen. Ohne Zweifel zählt es zu meinen liebsten Fantasy-Lektüren dieses Jahr. Der Schreibstil ist fließend und locker-witzig, gleichzeitig aber so lebendig und bildhaft, dass man das Gefühl hat, direkt in diese magische Welt hineingezogen zu werden. Das Setting ist dunkel und voller Geheimnisse, die Handlung packend und das Magiesystem ebenfalls mehr als nur spannend gestaltet.

Besonders toll fand ich die Perspektivwechsel zwischen den beiden Hauptfiguren. Die Gedanken und Handlungen sowohl aus der Sicht von Nox als auch von Selestra zu erleben ist ein großes Plus für die Geschichte. Nox ist charmant, selbstbewusst und leicht überheblich – und genau das macht ihn so unwiderstehlich. Selestra hingegen, mit ihrer einzigartigen Gabe, den Tod vorherzusehen und Seelen zu stehlen, brachte eine düstere und mysteriöse Note in die Geschichte. Die Dynamik zwischen den beiden war absolut mitreißend. Die Entwicklung von Feinden bzw. Unliebsamen dann zu Lovers inklusive Partners in Crime hat einfach nur Spaß gemacht beim Lesen.

Auch die Nebencharaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Sie bringen Humor und Leichtigkeit in die Geschichte und bieten eine perfekte Ergänzung zu den intensiven Momenten zwischen Nox und Selestra. Ich hätte mir ehrlich gesagt noch mehr von ihnen gewünscht.

Es soll zwar an das Märchen von Rapunzel angelehnt sein, aber das ist mir beim Lesen gar nicht so aufgefallen. So in Nachnein, fallen mir ein paar Dinge auf, die schon daran erinnern aber wenn jemand eine direkte Nacherzählung erwartet, wird er vermutlich enttäuscht sein. Achtung, kleiner Spoiler: Selestra verliert am Ende ihre Kräfte nicht wegen eines Mannes. Das ist im YA-Genre fast schon ein kleines Wunder.

Dieses Buch hat wirklich alles: tiefgehende Emotionen, witzige Dialoge, Spannung, Abenteuer, Macht, Magie, düstere Geheimnisse; Verlust, Hexen und natürlich auch Rache-Elemente. Alles wird auf so fesselnde Weise miteinander verknüpft, dass man sich kaum losreißen kann. Ein mysteriöses und düsteres YA Fantasy Standalone, welches ich nur empfehlen kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2024

Ein MUSS für alle!

Beklaute Frauen
0

5 Sterne

Leonie Schöler's 'Beklaute Frauen' ist ein wahrhaft fesselnder literarischer Leckerbissen und das über ein Sachbuch zu sagen heißt schon einiges.

Die Autorin wirft einen faszinierenden Blick ...

5 Sterne

Leonie Schöler's 'Beklaute Frauen' ist ein wahrhaft fesselnder literarischer Leckerbissen und das über ein Sachbuch zu sagen heißt schon einiges.

Die Autorin wirft einen faszinierenden Blick auf die oft übersehene Rolle von Frauen in der Geschichte. Durch geschickte Analyse und eine packende Erzählweise enthüllt sie die wahre Beteiligung der Frauen an historischen Ereignissen und ihren Einfluss auf die Gesellschaft. Schon von der Anleitung aus an hatte mich das Buch gepackt!

Schöler geht über das bloße Sammeln von Biografien hinaus und deckt systemische Strukturen auf, die dazu geführt haben, dass Frauen und ihre Leistungen oft unsichtbar gemacht wurden. Dabei gelingt es ihr, komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam zu präsentieren, ohne dabei an wissenschaftlicher Genauigkeit einzubüßen.

Das Buch regt zum Nachdenken über die aktuelle Stellung der Frau in der Gesellschaft an und zeigt auf, wie tiefgreifend patriarchale Strukturen auch heute noch wirken. Es werden so viele Beispiele genannt, es scheint kein Ende zu nehmen. Gut für das Buch, aber echt schlecht für unsere Gesellschaft. Teilwiese musste ich beim lesen Pausen machen, da es mich sehr emotional mitgenommen hatte.

Es ist sowohl für Leserinnen und Leser, die bereits mit dem Thema vertraut sind, als auch für Einsteigerinnen und Einsteiger eine bereichernde Lektüre. Durch die Vielfalt der behandlten Themen und die einnehmende Erzählweise ist "Beklaute Frauen" ein absolut lesenswertes Buch, das lange nach der Lektüre im Gedächtnis bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 05.10.2024

Ein überraschend fesselnder Thriller mit Tiefgang und feinen Nuancen

Lupus
0

Bewertung: 4.5 Sterne
Genre: Thriller
480 Seiten
„Lupus“ von Tibor Rode hat mich auf eine überraschende literarische Reise mitgenommen, die ich so nicht erwartet hatte. Obwohl ich normalerweise kein großer ...

Bewertung: 4.5 Sterne
Genre: Thriller
480 Seiten
„Lupus“ von Tibor Rode hat mich auf eine überraschende literarische Reise mitgenommen, die ich so nicht erwartet hatte. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von vielen Zeitsprüngen und wechselnden Perspektiven bin, hat Rode es geschafft, diese nahtlos in die Handlung einzubinden. Die Übergange zwischen den Zeitebenen und den verschiedenen Erzählperspektiven waren so geschickt gestaltet, dass sie die Geschichte in perfektem Fluss hielten, ohne, dass es sich irgendwie abgehackt oder unlogisch angefühlt hat. Dem geholfen hat der Schreibstil, welcher flüssig und klar ist und einen mühelos durch die Seiten gleiten lässt. Der Spannungsbogen bleibt konstant, und ich war immer neugierig, was als Nächstes passiert. Auch wenn ich mir nicht immer sicher war, wie realistisch die Ereignisse sind, wurde ich unweigerlich in den Bann gezogen.
Eine angenehme Überraschung war für mich die dezente Liebesgeschichte, die sich durch das Buch zieht. Sie verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe, ohne sie zu dominieren. Die beiden Hauptcharaktere sind absolut glaubwürdig skizziert und durchlaufen im Verlauf der Handlung eine nachvollziehbare und interessante Entwicklung. Besonders gut hat mir gefallen, wie Rode die verborgenen Geheimnisse nach und nach offenlegt. Im Laufe der Handlung fügen sich die verschiedenen Puzzleteile Stück für Stück zusammen, und das Endbild zum Schluss hat einen richtigen Aha!-Moment ausgelöst. Zum Ende hin empfand ich das Buch allerdings stellenweise etwas langatmig, was den ansonsten sehr gelungenen Gesamteindruck nur leicht trübt.
Die faszinierende Thematik rund um Wölfe, Wissenschaft, Jäger und Umweltbewusstsein zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Rode beleuchtet geschickt die Bedeutung von Zäunen, sowohl als physische als auch symbolische Grenzen, und setzt diese geschickt in Bezug zur Umwelt, zur Geschichte und zu politischen Systemen, ohne dabei belehrend oder aufdringlich zu wirken. Allerdings fand ich die wiederholte Kritik an der DDR stellenweise etwas zu überzogen. Es gibt definitiv Punkte, bei denen ich zustimme, aber andere waren etwas to much.
„Lupus“ war mein erstes Buch von Tibor Rode, aber definitiv nicht mein letztes. Es hat sich unerwartet als eines meiner Lese-Highlights im September herauskristallisiert, und ich freue mich schon darauf, weitere Werke dieses Autors zu entdecken.
Insgesamt ein spannendes, gut durchdachtes Werk, das sowohl auf inhaltlicher als auch auf stilistischer Ebene überzeugt – klare Leseempfehlung von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

Klein, warm und unerwartet tiefgehend

Die Glücksagenten
0

Perrine ist 50, gerade arbeitslos und verbringt ihre Tage irgendwie hoffnungslos und depressiv vor sich hin. Bis das Leben ihr durch ein paar Zufälle und die eigene Hilfsbereitschaft eine neue Richtung ...

Perrine ist 50, gerade arbeitslos und verbringt ihre Tage irgendwie hoffnungslos und depressiv vor sich hin. Bis das Leben ihr durch ein paar Zufälle und die eigene Hilfsbereitschaft eine neue Richtung zeigt und sogar eine Foxterrier Dame als Begleiterin schenkt. Und auf einmal ist der Alltag nicht mehr grau, sondern hat wieder Konturen, Farbe, Sinn. Langsam kehrt etwas zurück, das sie fast vergessen hatte: das Gefühl, dass der Tag einen Grund hat. Was als kleine persönliche Glücksmission beginnt mit kleinen guten Taten, ehrlichen Gesten, echten Begegnungen, wird nach und nach zu etwas viel Größerem.

Ich bin super schnell in das Geschriebene eingestiegen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Die Kapitel sind winzig. Man liest und liest und merkt gar nicht, wie die Seiten verschwinden, alles in einen konstanten Wohlfühl-Ton. Und dann, bähm, kam ein krasser Plottwist, den ich absolut nicht habe kommen sehen. Es gab auch eine offene Kinnlade und ein Tränchen von mir. Aber keine Sorge, es gibt ein gutes Ende.

Die Protagonistin ist bodenständig und eine Person, in die man sich super hineinversetzen kann. Natürlich habe ich mich sofort in den Hund Fanette verliebt. Aber auch die anderen Figuren tragen die Geschichte und machen sie zu etwas einzigartig-besonderen. Eine Szene hat mich jedoch kurz gestört, nämlich der Hund als Müllsammel-Assistent. Die Idee ist süß, aber ob ein Vierbeiner wirklich dreckige Plastikflaschen ins Maul nehmen sollte… da bin ich skeptisch.

Wer große Literatur sucht, sprachliche Virtuosität oder experimentelle Erzählstrukturen, wird hier nicht fündig. Das hier ist ruhige, warme Geschichte, die einen berührt. Das Buch redet einem nicht ein, dass positives Denken alles löst. Es bleibt geerdet. Es zeigt, dass echte Veränderung nicht aus großen Gesten kommt, sondern aus den kleinen Dingen, die man jeden Tag tun kann.

Mein Hauptkritikpunkt: Die Geschichte kommt aus einer sehr privilegierten Perspektive. Nicht jeder kann einfach seinen Tag dem Gutes-Tun widmen. Aber vielleicht ist das auch genau der Punkt. An all jene, die es könnten und es viel zu selten tun.

Diesen Roman lege ich jedem ans Herz. Nicht weil es die Welt erklärt, sondern weil es daran erinnert, wie viel ein ehrliches Kompliment, ein aufgehobenes Stück Müll, ein kleines Zeichen der Menschlichkeit bewegen kann. Würden wir alle jeden Tag auch nur ein bisschen mehr davon tun… die Welt wäre ein ganz anderer Ort.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere