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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Das Buch ist ein MUST-Read für alle, die das Reich der sieben Höfe lieben.

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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Tropes: Fated Mates, Morally Grey Hero, Trauma Bond, Found Family, Strangers to Lovers und smutty slow burn romance.

Darum geht es:

Saeris Fane stürzt sich selbst in absolutes Chaos, als sie die Ausrüstung ...

Tropes: Fated Mates, Morally Grey Hero, Trauma Bond, Found Family, Strangers to Lovers und smutty slow burn romance.

Darum geht es:

Saeris Fane stürzt sich selbst in absolutes Chaos, als sie die Ausrüstung eines Wachmanns klaut. Als ihr Bruder schließlich kurze Zeit später mit dem Diebesgut aufgegriffen wird, stellt Saeris sich freiweillig und landet im Palast der Königin. Sie kämpft mit dem Hauptann, als Grade noch rechtzeitig ein mysteriöser Fremder erscheint und sie in eine Welt reißt, die sie bisher nur aus Gruselgeschichten und alten Märchen kannte. Dort angekommen versucht Saeris auf dem schnellsten Weg zurück zu ihrem Bruder zu kommen. Doch um nachhause zu kommen, muss sie einem unverschämten Fae-Krieger bei seinen politischen Machtspielen helfen.

Meine Meinung:

Das Buch fängt spannend dystopisch an, aber irgendwann, mittendrin, ist es einfach nur noch wie heimkommen. Und genau das, hat dieses Buch so besonders für mich gemacht.

Die Charaktere und die Dynamik erinnern so stark an den Inner Circle von „Das Reich der sieben Höfe“, es ist wahnsinn. Gleichzeitig schafft es Callie Hart aber auch, nicht einfach nur einen billigen Abklatsch zu erschaffen. Am besten lässt es sich mit "Ein gewohntes Umfeld, dass du aus einem neuen Blickwinkel kennenlernst" beschreiben.

Der Schreibstil ist klar, verständlich, sehr greifbar und unglaublich atmosphärisch. Die Autorin verzichtet darauf Zwischen den Zeilen Botschaften zu verstecken und kommt direkt zur Sache – auch bei den Sex-Szenen. Kein Bild hätte mir den Penis von Kingfisher detaillierter beschreiben können. Das war … irritierend. Aber durch ihre Art zu schreiben, liest sich das Buch auch sehr schnell.

Für mich ist Quicksilver ein 5-Sterne Highlight, das mich überrascht, abgeholt und völlig für sich eingenommen hat.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Die perfekte Urlaubslektüre

One of the Girls
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Wenn ich nur ein einziges Buch für einen gemütlichen Tag am Strand oder für eine Auszeit am Pool empfehlen dürfte, wäre es One of the Girls.

Der einfache Schreibstil, die Dynamik zwischen den Figuren ...

Wenn ich nur ein einziges Buch für einen gemütlichen Tag am Strand oder für eine Auszeit am Pool empfehlen dürfte, wäre es One of the Girls.

Der einfache Schreibstil, die Dynamik zwischen den Figuren und die Story, die zwischen Vorhersehbarkeit und einem schockierten „hat sie nicht gemacht!!!“ schwankt, macht das Buch für mich zum absoluten Pageturner. Wenn ich sage, ich konnte es nicht aus der Hand legen, übertreibe ich nicht. Ich wollte morgens „nur mal kurz reinlesen“ und Schwupps waren alle Pläne für den Tag über Board geworfen, bis ich das Buch abends, nach einer absoluten Achterbahnfahrt der Gefühle beendet habe.

Das Buch fühlt sich an, wie ein typischer Mädelsfilm.

Die liebevoll-bissigen Kommentare, die unerschütterliche Loyalität und die kleinen Geheimnisse und Skandale innerhalb der Freundesgruppe sind wirklich gut durchdacht und geschrieben. Dadurch mach es die Autorin dem Leser denkbar einfach, Teil der Gruppe zu werden. Ich fiebere nicht nur mit, ich fühle mich fast schon persönlich hintergangen, wenn die nächste Ungereimtheit ans Licht kommt.

Und davon gibt es in diesem Thriller/Krimi einige.

Die Story wird recht schnell vorhersehbar, aber das ist völlig egal, denn man bleibt mit absoluter Spannung dabei. Gleichzeitig ist die Geschichte so kurzweilig; die Handlung geht so schnell voran, dass es das Gefühl bestärkt, dass das was man liest, nicht irgendwem passiert, sondern dir und deinen Freundinnen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Ganz anders als erwartet

Das Tagebuch der Anne Frank
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Wie bewertet man ein Tagebuch? Gibt es doch nichts persönlicheres, als diese Zeilen.

Und „Das Tagebuch der Anne Frank“ ist genau das: wahnsinnig persönlich.

Ich bin der Meinung, dass man dieses Buch ...

Wie bewertet man ein Tagebuch? Gibt es doch nichts persönlicheres, als diese Zeilen.

Und „Das Tagebuch der Anne Frank“ ist genau das: wahnsinnig persönlich.

Ich bin der Meinung, dass man dieses Buch einmal in seinem Leben gelesen haben sollte und da ich es nie in der Schule tat, habe ich es nun jetzt mit 29 Jahren nachgeholt.

Als Anne ihr Tagebuch geschrieben hat war sie zwischen 13-15 Jahre alt und ich bin wahnsinnig beeindruckt, wie selbstreflektiert dieses junge Mädchen bereits damals war. Für mich gibt es absolut keinen Zweifel, dass sie eine wahnsinnig beindruckende Persönlichkeit hatte und auch noch als erwachsene Frau, viele Menschen mit ebendieser berührt und inspiriert hätte. Sie schreibt, wie gerne sie Schriftstellerin gewesen wäre, wie gerne sie etwas erschaffen hätte, das überdauert. Wie schade, dass sie nie erfahren wird, dass sich ihre

Ich bin doppelt so alt wie sie damals, und erkenne mich in so vielen ihrer persönlichen Zeilen wider. Ich erkenne nicht nur meine jugendlichen Gedanken in ihren Notizen, sondern auch Dinge, die mich jetzt aktuell beschäftigen. Dinge, die mir jetzt grade erst über mich selbst bewusst werden.

Ich dachte früher immer das es in dem Buch um Krieg, Hunger und Verzweiflung geht, eingesperrt in irgendeinem dunklen Hinterhaus, eine chronologische Abfolge von Leid. Und natürlich spielen diese Themen auch eine Rolle aber nicht so, wie ich es gedacht hätte. Nicht ausschließlich. Nicht im Detail.

Mich beeindruckt, wie positiv Anne bleiben konnte. Wie viel Zeit sie sich genommen hat, um sich selbst und die Beziehung mit den anderen Personen, die im Hinterhaus gelebt haben zu hinterfragen und zu ergründen. Wie sie immer wieder Kraft in den kleinsten Dingen schöpft. Andere Mädchen in ihrem Alter wären eingegangen (ich wäre eingegangen) und sie hat sich immer wieder dazu gezwungen das Positive in ihrer Situation zu sehen. Obwohl sie in ihrem Tagebuch viel klagt, obwohl sie sich oft allein gelassen und missverstanden fühlt – sie hat sich immer wieder selbst aus dem Loch geholt. Und wenn selbst die junge Anne das kann, dann wir alle. Wenn selbst Anne, mitten im Krieg, im Exil das Gute in Kleinigkeiten sehen kann, im Nachthimmel, in den Blättern von Bäumen, im Rauschen des Windes, dann können wir das alle.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Ein Leben in Briefen und die Stille zwischen den Worten

Geh, wohin dein Herz dich trägt
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Nach einem Schlaganfall blick Olga auf ihr Leben zurück: auf eine Jugend voller Konvetionen, auf eine Ehe ohne Liebe, auf ihre erste große Leidenschaft, auf den Tod ihrer Tochter und auf all die Schuld ...

Nach einem Schlaganfall blick Olga auf ihr Leben zurück: auf eine Jugend voller Konvetionen, auf eine Ehe ohne Liebe, auf ihre erste große Leidenschaft, auf den Tod ihrer Tochter und auf all die Schuld und Sensucht, die bleibt. Olga notiert alles in Briefen. Briefe, die vielleicht irgendwann einmal ihre entfremdete Enkelin erhalten soll.

Das Buch ist als Briefroman geschrieben. Die einzelnen Kapitel sind demnach einzelne Briefe, die Olga über mehrere Tage verteilt, an ihre Enkelin Marta schreibt. Dadurch gibt es keine klassische Handlung. Nur Erinnerungen. Fragmente. Ein ganzes Leben in Papier gegossen.

Olga teilt neben ihren Erlebnissen auch oberflächliche Geschichten. Alles was sie irgendwie bewegt oder zum nachdenken gebracht hat. Sie schreibt über ihre Freuden, Ängste, Enttäuschungen und Sehnsüchte, aber auch darüber, was sie aus ihren Erlebnissen gelernt hat. Und das in einer unverwechselbaren Nüchternheit, wie es nur ein Mensch kann, der lange, lange Zeit hatte, um sich selbst zu reflektieren. Olga möchte mit Ihren Worten weder Mitleid, noch sich erklären oder belehrend wirken. Sie möchte einfach nur erzählen. Dadurch ist der Schreibstil gleichzeitig sehr einfach und dennoch wahnsinnig intensiv. Ich kann es kaum beschreiben aber Olga sagt, Dinge während sie sie gleichzeitig auch nicht sagt. Es passiert viel Zwischen den Zeilen, aber gleichzeitigt benennt Olga sie auch direkt. Es ist als würde man beim lesen, die Gestik und Mimik von Olga mit auffassen. Und kann so die Zeilen, auf einer viel tieferen Ebene nachempfinden.

Ich glaube, ich habe bei keinem Buch zuvor je so viel geweint.

Es ist intim, philosophisch, irgendwie spirituell. Es ist kurz, aber kommt voller Wucht. Durch die Briefe nimmt man nicht nur an einer Zeitreise in Olgas eigenes Leben teil, sondern sieht und fühlt, wie ihr Leben direkten Einfluss auf das Leben der Tochter und der Enkelin hatte. Sie schreibt von Dingen die sie erlebt hat und wie diese Erlebnisse ihre eigenes Handeln beeinflusst haben. Beim lesen hatte ich das Gefühl von Olgas Familie zu sein. Das Buch hat dadurch tatsächlich meinen Blick auf meine eigene Familie verändert, mich dazu gebracht, das Verhalten von meiner Familie mehr zu hinterfragen und nicht einfach alles zu verteufeln. Mir gezeigt, dass auch Eltern nicht perfekt sind. Dass sie Fehler machen, ihr eigenes Päckchent ragen und dass sie trotzdem ihr Bestes geben.

Das Buch ist perfekt für alle, die ein Buch zum nachdenken suchen. Ein Buch, das einen Rat gibt und zum reflektieren einlädt. Ein Buch für alle, die eigene Familien-Dynamiken hinterfragen wollen. Für alle, die verstehen wollen, dass das Leben kein Gleichgewicht kennt. Dass jede Handlung - sei sie noch so klein - Einfluss und Auswirkungen hat. Dass man manchmal einfach loslassen muss. Und dass es am Ende das Schönste ist, wenn man einfach dem eigenen Herzen folgt.

Ich habe das Buch zufällig in einem Bücherschrank gefunden und wollte es erst stehen lassen. Dann mitnehmen, um es auszustellen, weil das Cover so ein nettes Zitat ist. Gott sei Dank habe ich es letztlich gelesen.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Für Fans von Fae-Geschichten absolut lesenswert

Court of Sun 1: Court of Sun
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Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Abriella Kincaid (Brie), brechen wir in das Königreich der Fae auf, um ihre jüngere Schwestern zu retten. Diese wurde nämlich an den bösartigen König der Schatten-Fae verkauft ...

Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Abriella Kincaid (Brie), brechen wir in das Königreich der Fae auf, um ihre jüngere Schwestern zu retten. Diese wurde nämlich an den bösartigen König der Schatten-Fae verkauft – aber nicht nur ihre Schwester sondern auch das Volk der Unseelie ist in Gefahr. Für Abriella entsteht ein Gefühlschaos – nicht zuletzt wegen den beiden attraktiven Fae-Prinzen Finnian und Ronan. Doch wem kann sie in dieser fremden Welt vertrauen und wer spielt nur mit ihr?

Lexi Ryan hat einen unglaublich tollen, emotionalen und mitreisenden Schreibstil. So konnte sie mich schon auf den ersten Seiten fesseln und wahnsinnig schnell durch die Geschichte führen. Wahnsinnig schnell führt nicht nur der Schreibstil durch die Geschichte sondern die gesamte Handlung. Es passiert Schlag auf Schlag neues. Schon während dem lesen, finde ich es irgendwie Schade das es sich bei der Reihe nur um zwei Bände handelt – die Welt ist viel zu groß für so wenige Seiten. Geheimnisse werden so sehr schnell offenbart und Gespräche kommen auch zwischen Fremden Charakteren sehr schnell zum (emotionalen) Punkt. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil aber ein bisschen weniger Tempo hätte der Geschichte auch nicht weh getan.

Die Lebensgeschichte von Abriella und Ihrer Schwester Jasalyn erinnert ein wenig an Aschenputtel meets Robin Hood. Oftmals wird „ Court of Sun“ auch als Dupe für das Reich der sieben Höfe empfohlen. Nachdem ich den ersten Teil gelesen habe, würde ich dem allerdings nicht zustimmen. Denn man kann die beiden Reihen einfach nicht miteinander vergleichen. Sie sind beide absolut Lesenswert, wenn man Fae-Geschichten liebt.

Mir hat Court of Sun extrem viel Spaß gemacht und ich fiebere dem zweiten Teil entgegen, da ich unbedingt wissen will wie es um Brie weitergeht. Klare Leseempfehlung meinerseits!

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