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Veröffentlicht am 17.09.2025

Solider, spannender Krimi mit irgendwann vorhersehbarem Ende

Bittere Nacht
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Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kannte, bin ich sehr gut in die Handlung hinein gekommen und die häufigen Verweise und Anspielungen auf den vorigen Fall sind dennoch nachvollziehbar bzw. nicht ...

Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kannte, bin ich sehr gut in die Handlung hinein gekommen und die häufigen Verweise und Anspielungen auf den vorigen Fall sind dennoch nachvollziehbar bzw. nicht entscheidend. Die Ermittler waren mir von Beginn an sehr sympathisch und auch die Erzählweise und das Tempo empfand ich als sehr angenehm mit recht kurzen, prägnanten Kapiteln. Die Spannung nimmt rasch Fahrt auf und ich konnte das Buch zuerst kaum aus der Hand nehmen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Ungefähr nach zwei Dritteln hatte ich jedoch eine starke Vermutung wie alles zusammenhängt und ausgehen wird. Diese hat sich dann fast vollständig bewahrheitet, so dass mir am Ende ein wenig der Überraschungseffekt fehlte. Dennoch fand ich auch den letzten Teil irgendwie noch spannend, weil dort die zwischenmenschlichen Höhen und Tiefen zwischen den beiden Ermittlern Juha und Lux stark im Vordergrund stehen. Am Ende wurde dann sogar noch meine Lust und Neugier auf eine Fortsetzung geweckt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Solider Kriminalroman, aber auch nichts besonderes

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Zu Beginn fand ich die Handlung etwas zäh und es hat gedauert bis ich mit den Personen aus dem Ermittlerteam warm geworden bin (die Vorgängerromane kenne ich nicht). Dann wurde es jedoch zunehmend spannend, ...

Zu Beginn fand ich die Handlung etwas zäh und es hat gedauert bis ich mit den Personen aus dem Ermittlerteam warm geworden bin (die Vorgängerromane kenne ich nicht). Dann wurde es jedoch zunehmend spannend, obwohl manches ein wenig zu konstruiert wirkte. Mein erster Verdacht hat sich am Ende bestätigt, allerdings fand ich die Auflösung etwas zu überstürzt und hätte gerne etwas mehr zur Motivation der Täterin gelesen. Insgesamt ein solider Kriminalroman, aber auch nichts besonderes, das besonders aus dem riesigen Angebot an Kriminalromanen heraussticht.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Trotz guter Ansätze nur Durchschnitt

Im Warten sind wir wundervoll
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Charlotte Indens Roman „Im Warten sind wir wundervoll“ besteht aus zwei Zeitebenen. Da ist zum einen die eigentliche Protagonistin Luise Adler, die sich in den Wirren nach Ende des Zweiten Weltkrieges ...

Charlotte Indens Roman „Im Warten sind wir wundervoll“ besteht aus zwei Zeitebenen. Da ist zum einen die eigentliche Protagonistin Luise Adler, die sich in den Wirren nach Ende des Zweiten Weltkrieges in den amerikanischen Soldaten Jo Hunter verliebt hat. Vor dessen Rückkehr in die USA verloben sie sich noch schnell am Flughafen, jedoch ist es Luise als Deutsche zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt ihren Verlobten in seine Heimat zu begleiten. Als dies einige Zeit später möglich ist, reist sie nach New York, um Jo dort zu heiraten, doch dieser taucht nicht wie vereinbart am Flughafen auf. Mehr als 70 Jahre später fliegt ihre Enkelin Elfies ebenfalls nach New York, um dort ihren Verlobten zu treffen. Während des Fluges kommt sie mit ihrem Sitznachbarn ins Gespräch und erzählt ihm die Geschichte ihrer Großmutter.
Aufgrund der Parallelen in den Geschichten von Großmutter und Enkelin verschwimmen die Zeitebenen häufig ineinander und es ist nicht immer sofort klar, um wen es gerade geht. Dies ist zunächst durchaus spannend und reizvoll, wirkt aber im Laufe der Handlung sehr konstruiert. Während mich Luises Liebesgeschichte mit all ihren Begleitumständen in der Nachkriegszeit auf beiden Seiten des Atlantiks durchaus gefesselt hat, wirkt Elfies Part sehr seicht und vorhersehbar, fast schon pilcherhaft. Dadurch ist der Roman alles in allem aus meiner Sicht nur Durchschnitt - trotz aller guten Ansätze und geschichtlichen Hintergründe.

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Veröffentlicht am 23.02.2024

Viele gute Ansätze und angenehm zu lesen, aber zu wenig konkret

OUTLIVE
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Zunächst einmal zeigt Peter Attia in seinem umfangreichen Werk sehr viele gute Ansätze zu einem langen UND lebenswerten Leben auf. Seine Kernthese ist bereits frühzeitig auf Prävention zu setzen und nicht ...

Zunächst einmal zeigt Peter Attia in seinem umfangreichen Werk sehr viele gute Ansätze zu einem langen UND lebenswerten Leben auf. Seine Kernthese ist bereits frühzeitig auf Prävention zu setzen und nicht erst wenn sich irgendwelche körperlichen Anzeichen bemerkbar machen zu reagieren. Hier schildert er sehr anschaulich und in einer verständlichen Sprache wie bestimmte Risiken vermieden oder minimiert werden können. Allerdings schweift er dabei häufig in Anekdoten aus seinem eigenen Leben ab, die wenn überhaupt nur sehr am Rande mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Stattdessen hätte ich mir mehr konkrete Ansätze und Schlussfolgerungen gewünscht, die ich selbst einfach und konkret umsetzen kann. So wurde ich von dem Buch zwar ausführlich über die Säulen eines gesunden Lebens informiert, tue mir aber schwer für mich die richtigen Bausteine heraus zu ziehen, um diese Säulen für mein eigenes Leben zu stabilisieren. Daher hat das Buch meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein Buch wie eine Netflix Serie – spannend aber oberflächlich

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Der Plot wirkt zunächst einmal äußerst vielversprechend – ein Hacker manipuliert das europäische Zeitsignal und verursacht kurze Störungen bei verschiedensten Systemen, die darauf angewiesen sind. Er droht ...

Der Plot wirkt zunächst einmal äußerst vielversprechend – ein Hacker manipuliert das europäische Zeitsignal und verursacht kurze Störungen bei verschiedensten Systemen, die darauf angewiesen sind. Er droht mit einem massiveren Angriff, der zu beträchtlichen Schäden bis hin zu kompletten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung führen könnte und fordert ein hohes Lösegeld. Um die Gesellschaft nicht zu beunruhigen und Chaos zu vermeiden, arbeitet eine dem BND unterstellte Organisation gemeinsam mit einer externen Hackerin und europäischen Behörden mit Hochdruck daran, dem Erpresser auf die Schliche zu kommen. In kurzen Kapiteln erzählt ist das alles sehr spannend und ich konnte kaum aufhören zu lesen.
Allerdings bleiben die Hauptakteure allesamt recht blass. Man erfährt nicht sonderlich viel über sie und ich konnte mich mit keinem irgendwie anfreunden. Während die Personen recht knapp beschrieben werden, fällt die Beschreibung ihrer Hackeraktivitäten umso ausführlicher aus. Für einen Laien auf diesem Gebiet ist vieles jedoch kaum nachvollziehbar und so leidet irgendwann die Spannung darunter, dass seitenlang irgendwelche versteckten Dateien mit kryptischen Befehlen und Funktionen gesucht, gelöscht oder manipuliert werden. Immer wenn sie selbst an ihre Grenzen stoßen, bedienen sich die Akteure auf beiden Seiten einer schier allmächtigen und allwissenden KI, was am Ende in einem Stellvertreterkrieg der beiden KI-Systeme gipfelt, bei dem die menschlichen Protagonisten mehr oder weniger nur noch Zuschauer sind. Wie realistisch dies alles ist, kann ich nicht beurteilen, jedoch wirkt das Grundszenario durchaus beängstigend und es ist aus meiner Sicht durchaus vorstellbar, dass ähnliches früher oder später passieren kann. Insofern gibt das Buch immerhin einen Denkanstoß. Als Thriller kommt es aufgrund seiner weitgehenden Oberflächlichkeit jedoch nicht über den Durchschnitt hinaus.

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