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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2024

Trotz guter Ansätze nur Durchschnitt

Im Warten sind wir wundervoll
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Charlotte Indens Roman „Im Warten sind wir wundervoll“ besteht aus zwei Zeitebenen. Da ist zum einen die eigentliche Protagonistin Luise Adler, die sich in den Wirren nach Ende des Zweiten Weltkrieges ...

Charlotte Indens Roman „Im Warten sind wir wundervoll“ besteht aus zwei Zeitebenen. Da ist zum einen die eigentliche Protagonistin Luise Adler, die sich in den Wirren nach Ende des Zweiten Weltkrieges in den amerikanischen Soldaten Jo Hunter verliebt hat. Vor dessen Rückkehr in die USA verloben sie sich noch schnell am Flughafen, jedoch ist es Luise als Deutsche zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt ihren Verlobten in seine Heimat zu begleiten. Als dies einige Zeit später möglich ist, reist sie nach New York, um Jo dort zu heiraten, doch dieser taucht nicht wie vereinbart am Flughafen auf. Mehr als 70 Jahre später fliegt ihre Enkelin Elfies ebenfalls nach New York, um dort ihren Verlobten zu treffen. Während des Fluges kommt sie mit ihrem Sitznachbarn ins Gespräch und erzählt ihm die Geschichte ihrer Großmutter.
Aufgrund der Parallelen in den Geschichten von Großmutter und Enkelin verschwimmen die Zeitebenen häufig ineinander und es ist nicht immer sofort klar, um wen es gerade geht. Dies ist zunächst durchaus spannend und reizvoll, wirkt aber im Laufe der Handlung sehr konstruiert. Während mich Luises Liebesgeschichte mit all ihren Begleitumständen in der Nachkriegszeit auf beiden Seiten des Atlantiks durchaus gefesselt hat, wirkt Elfies Part sehr seicht und vorhersehbar, fast schon pilcherhaft. Dadurch ist der Roman alles in allem aus meiner Sicht nur Durchschnitt - trotz aller guten Ansätze und geschichtlichen Hintergründe.

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Veröffentlicht am 23.02.2024

Viele gute Ansätze und angenehm zu lesen, aber zu wenig konkret

OUTLIVE
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Zunächst einmal zeigt Peter Attia in seinem umfangreichen Werk sehr viele gute Ansätze zu einem langen UND lebenswerten Leben auf. Seine Kernthese ist bereits frühzeitig auf Prävention zu setzen und nicht ...

Zunächst einmal zeigt Peter Attia in seinem umfangreichen Werk sehr viele gute Ansätze zu einem langen UND lebenswerten Leben auf. Seine Kernthese ist bereits frühzeitig auf Prävention zu setzen und nicht erst wenn sich irgendwelche körperlichen Anzeichen bemerkbar machen zu reagieren. Hier schildert er sehr anschaulich und in einer verständlichen Sprache wie bestimmte Risiken vermieden oder minimiert werden können. Allerdings schweift er dabei häufig in Anekdoten aus seinem eigenen Leben ab, die wenn überhaupt nur sehr am Rande mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Stattdessen hätte ich mir mehr konkrete Ansätze und Schlussfolgerungen gewünscht, die ich selbst einfach und konkret umsetzen kann. So wurde ich von dem Buch zwar ausführlich über die Säulen eines gesunden Lebens informiert, tue mir aber schwer für mich die richtigen Bausteine heraus zu ziehen, um diese Säulen für mein eigenes Leben zu stabilisieren. Daher hat das Buch meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Interessantes Thema zu oberflächlich dargestellt

Wo das Schweigen wohnt
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Die Familiengeschichte über mehrere Generationen, die ihren Anfang gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im schwer umkämpften Ostpreußen nimmt, ist durchaus spannend. Margret, die von dort fliehen muss, hat ...

Die Familiengeschichte über mehrere Generationen, die ihren Anfang gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im schwer umkämpften Ostpreußen nimmt, ist durchaus spannend. Margret, die von dort fliehen muss, hat ein schweres Schicksal zu tragen, das zunächst sie sehr prägt und traumatisiert und dann auch auf ihre Nachkommen übergeht. Stellenweise sehr spannend und anschaulich geschildert, insbesondere der schwer verdauliche Teil über Flucht und Vertreibung, wirkt die Handlung insgesamt zu sehr konstruiert und es wird etwas zu viel hinein gepackt, so dass die Lebensgeschichte aller Protagonisten letztlich unglaubwürdig wirkt. Zudem werden viele Themen nur sehr oberflächlich angekratzt (was eben dem Umstand geschuldet ist, dass die Autorin zu viele Themen auf verhältnismäßig wenige Seiten packen wollte/musste). Am Ende löst sich alles viel zu schnell auf und was eben noch grau war, ist von jetzt auf gleich rosarot. So wird viele Potential, das die ursprüngliche Geschichte bietet, verschenkt. Ich war am Ende daher leider etwas enttäuscht.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Großes Potential verschenkt

Hazel sagt Nein
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Ohne längeren Einstieg nimmt die Handlung von „Hazel sagt nein“ zunächst sehr schnell Fahrt auf. Gerade aufgrund der recht einfachen Sprache mit kurzen Sätzen wirkte der Anfang mit dem übergriffigen Direktor ...

Ohne längeren Einstieg nimmt die Handlung von „Hazel sagt nein“ zunächst sehr schnell Fahrt auf. Gerade aufgrund der recht einfachen Sprache mit kurzen Sätzen wirkte der Anfang mit dem übergriffigen Direktor umso kälter und verletzender auf mich und damit sehr realistisch. Auch die unmittelbaren Folgen für Hazel, aber auch ihre Familie werden sehr eindringlich geschildert und haben mich schnell in ihren Bann gezogen.
Im weiteren Verlauf schweift die Handlung jedoch zu sehr ab und verliert das eigentliche (sehr wichtige und aktuelle) Thema stellenweise komplett aus dem Fokus. Alltägliche Probleme wie das wenig erfüllende Hausfrauendasein der Mutter, Karriereüberlegungen des Vaters oder Hazels erster Schwarm für einen jungen Studenten nehmen zu viel Platz ein. Dadurch wird das Buch stellenweise regelrecht seicht und lässt jeglichen Tiefgang vermissen, der dem Thema sexuelle Belästigung in einer solch drastischen Form gerecht werden würde. Damit wird ein riesiges Potential letztlich verschenkt und aus dem starken ersten Teil wird am Ende eine Art Familienroman, der zwar leicht zu lesen und unterhaltsam ist, aber leider nicht mehr das bietet, was man ursprünglich erwartet hat.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Zeitweise sehr spannend, aber insgesamt nur Mittelmaß

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. ...

Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. Allerdings blieb alles zu lange sehr vage, ohne irgendwelche konkreten Ansatzpunkte der Ermittler und ohne irgendwelche Hinweise, die den Leser auf eine Spur führen könnten. Erst gegen Ende wird so ungefähr klar, worum es geht, wobei die Auflösung nicht nur überhastet wirkt, sondern in einigen Punkten ziemlich unlogisch ist und sogar hanebüchen erscheint. Daher ist das Buch insgesamt nur Mittelmaß und ich werde wohl auch keinen weiteren Band aus dieser Reihe mehr lesen.

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