Profilbild von SillyT

SillyT

Lesejury Star
offline

SillyT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SillyT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2025

Langatmig, vorhersehbar und völlig klischeehaft

The Stars are Dying
0

Seit nunmehr fünf Jahren lebt Astraea bei Hektor, an das, was zuvor war, kann sie sich nicht erinnern. Die Welt in der sie lebt ist düster und brutal, denn die Länder der Menschen werden vom Reich der ...

Seit nunmehr fünf Jahren lebt Astraea bei Hektor, an das, was zuvor war, kann sie sich nicht erinnern. Die Welt in der sie lebt ist düster und brutal, denn die Länder der Menschen werden vom Reich der Mitte und dessen grausamen König beherrscht und von Vampiren unterdrückt. Alle hundert Jahre finden tödliche Spiele statt, bei denen jeweils einer aus einem der fünf Reiche teilnimmt. Dem Sieger winken hundert Jahre Frieden vor den Vampiren. Cassia, Astraeas Freundin, möchte daran teilnehmen und begleitet wird sie von Astraea. Doch bei einem Überfall stirbt Cassia und Astraea übernimmt ihre Rolle beim Libertatem. Außerdem ist da noch der geheimnisvolle Nyte, der düster und unnahbar wirkt und scheinbar genau weiß, wer Astraea ist. Trotz der Dunkelheit, die ihn umgibt, fühlt sie sich zu ihm hingezogen.
Soweit so gut, der Inhalt klang absolut spannend nach einer Mischung aus TOG und Panem, doch schnell stellte sich bei mir ganz große Ernüchterung ein. Optisch ist dieses Buch eins der schönsten Bücher, die ich je in der Hand hatte. Vom Umschlag über Cover und Innengestaltung, es ist ein absoluter Traum. Doch leider nützt alle Schönheit nichts, wenn der Inhalt einfach nicht überzeugen kann.
Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich, Charaktere und auch die Umgebung werden ausreichend vorstellbar. Das Worldbuilding hingegen blieb für mich völlig blass und ich hatte zwar einen Überblick, aber keinen richtigen Durchblick über Magie und wie diese in dieser Welt funktionierte.
Auch die Handlung, die nach einem sehr zähen Einstieg, erst langsam mehr Tempo bekommt, fand ich ein wenig Zusammenhanglos. Für mich wurde einfach viel zu detailliert erzählt, wenn es z.B. zwei Seiten lang dauert, bis zwei Personen auf einem Pferd sitzen, nervt das leider. So ging es dann auch durchweg durch das Buch und erst die letzten zweihundert Seiten wurden mit etwas mehr Tempo versehen. Irgendwie fehlte mir hier ein roter Faden, der mich durch die Handlung geführt hätte, so hatte ich immer wieder den Eindruck, es gibt Sprünge zwischen den Ereignissen.
Die Lovestory zwischen Nyte und Astraea empfand ich in der Hinsicht positiv, als das der Slow Burn auch dieser blieb und auch der Spice nicht zu viel wurde. Allerdings konnte ich die gegenseitigen Gefühle null nachvollziehen, denn für mich waren beide Charaktere einfach nur ganz wenig greifbar und genauso wenig sympathisch.
Aus der Ich-Perspektive durch Astraeas Sicht erleben wir die Handlung. Ja, sie hätte eine tolle Protagonistin sein können, aber ich empfand sie als furchtbar naiv und sorry, einfach etwas dumm. Selbst ich ahnte bei den ersten Beschreibungen des Tattoos, wer sie wirklich ist und um sie herum natürlich auch alle. Selbst Nytes ständige Andeutung hat sie einfach nicht verstanden. Das löste in mir immer wieder Augenrollen aus.
Auch der so unheimlich mysteriöse und geheimnisvolle Nyte konnte meinen Erwartungen leider nicht standhalten. Ich fand ihn recht arrogant und wenig nahbar und auch wenn versucht wurde, ihn düster und stark zu gestalten, empfand ich ihn als absolut durchschaubar.
Lediglich die Nebencharaktere konnten mich teilweise echt packen, Cassia empfand ich als lebenslustig und erfrischend mutig und taff und selbst der unsympathische Drystan empfand ich stärker gezeichnet, als unsere Protagonisten.
Mein Fazit: Es gibt Bücher, die halten von der ersten Seite an gefesselt oder schaffen es nach einem kurzen Moment. Leider geschah das hier einfach gar nicht und für mich war das Beste an dem Buch, dass es so traumhaft schön ist und sich leicht lesen ließ. Ansonsten fand ich es furchtbar klischeehaft, vorhersehbar und unnötig in die Länge gezogen. Die Protagonisten blieben blass und ihre Geheimnisse waren mir schon recht weit am Anfang völlig klar. Sehr schade, aber für mich war es leider gar nichts.

Veröffentlicht am 28.01.2025

Eher für jüngere Leser

Say you swear
0

Es ist viele Jahre her, dass Chase in das Haus gegenüber dem Haus von Arianna und ihrer Familie gezogen ist. Seitdem ist sie unsterblich in ihn verliebt, doch ihr Zwillingsbruder Mason, der gleichzeitig ...

Es ist viele Jahre her, dass Chase in das Haus gegenüber dem Haus von Arianna und ihrer Familie gezogen ist. Seitdem ist sie unsterblich in ihn verliebt, doch ihr Zwillingsbruder Mason, der gleichzeitig Chases bester Freund ist, hat etwas gegen eine Beziehung zwischen den beiden. Nun beginnt der letzte Sommer bevor es für Arianna und ihre Clique ans College geht und sie beschließt, in diesen gemeinsamen Ferien alles auf eine Karte zu setzen und Chase ihre Gefühle zu offenbaren. Dieser springt zunächst auch darauf an, doch Mason macht ihm mehr als klar, dass Ari tabu ist und Chase entscheidet sich für seine Freundschaft mit Mason. Doch da ist auch noch Noah, den Ari kennengelernt hat und diesem ist es herzlich egal, was Mason zu ihm sagt. Allerdings scheint das jede Menge Eifersucht in Chase zu wecken. Für Ari jedoch heißt es nun, sich endgültig zu entscheiden.
Ich mag New Adult Bücher zwischendurch absolut gerne und viele davon greifen auf wichtige Themen zurück. Bei diesem hier muss ich zugeben, dass ich am Anfang ganz schön erschlagen wurde von all den Charakteren und Namen und das machte mir den Einstieg zunächst eher schwer.
Der Schreibstil liest sich zwar sehr leicht, aber trotzdem empfand ich ihn irgendwie etwas abgehackt beim Lesen. Ich konnte mir, trotz der sehr ausführlichen und zahlreichen Beschreibungen, die Handlung nur recht schwer vorstellen.
Die Handlung kam nur recht schwer in Schwung. Ich fühlte mich hier irgendwie von all den Beschreibungen erschlagen. Dabei waren leider wirklich sehr viele davon eher überflüssig. Ich kam mir ein wenig vor, wie in einem Teeeniefilm der neunziger Jahre. Zwar kam es dann im Verlauf der Handlung immer mal wieder zu schönen Momenten, die mich aber dann nicht mehr so richtig erreichen konnten.
Die Handlung erleben wir aus unterschiedlichen Perspektiven zwischen Ari, Noah und Chase, jeweils in der Ich-Form. Oftmals erkennt man die Charaktere schon an der Art wie sie erzählen, aber auch das konnte ich leider nicht so richtig fühlen. Ja natürlich weiß man aufgrund der Gedanken, wer gerade erzählt, aber für mich waren die meisten Charaktere nicht richtig authentisch und dadurch austauschbar.
Arianna ist noch sehr jung, dass sie sich allerdings von ihrem Zwillingsbruder so bevormunden lässt, fand ich schon sehr merkwürdig. Ihre Leidenschaft für Chase konnte ich irgendwann nicht mehr so richtig nachvollziehen, denn dieser hat nicht den Mut, zu Ari zu stehen.
Noah war mir hier noch der liebste Charakter, da er einfach nett und lieb und freundlich war, durchweg eine Green Flag.
Die Nebencharaktere waren recht zahlreich, aber teilweise sehr austauschbar. Cameron, Aris beste Freundin, blieb oberflächlich. Mason empfand ich als unzumutbar, was fällt ihm ein, seine Schwester so zu bevormunden und wieso lässt sich Chase so bevormunden?
Mein Fazit: All das war für mich einfach zu viel Teeniedrama und ich denke, dass vielleicht eine jüngere Zielgruppe hier eher richtig ist, ich selbst ertappte mich irgendwann nur noch beim Augenrollen. Pluspunkte sammelte Noah und auch, dass man recht schnell durch die Geschichte fliegen konnte. Trotzdem war es einfach nicht meine Geschichte.

Veröffentlicht am 07.10.2024

Konnte mich nicht überzeugen

City of Dust and Shadows
0

Als die achtzehnjährige Tess ihre große Schwester in ihrer WG in Paris besucht möchte, trifft sie lediglich deren Mitbewohner an, aber von ihrer Schwester fehlt jede Spur. Eine Nachricht und eine Münze ...

Als die achtzehnjährige Tess ihre große Schwester in ihrer WG in Paris besucht möchte, trifft sie lediglich deren Mitbewohner an, aber von ihrer Schwester fehlt jede Spur. Eine Nachricht und eine Münze führen Tess zunächst in einen Club. Hier wiederum trifft sie auf eine Schattenwelt, von der niemand etwas ahnt und dem mysteriösen Lucien Adrian de Laurent. Mit seiner Hilfe soll sie den geheimnisvollen Hof der Saints gelangen, um ihre Schwester zu finden. Doch dabei trifft sie auf eine Welt voller Magie, aber auch Intrigen und nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz gerät in Gefahr.
Soweit so gut, hier passte zunächst einfach alles für mich, ein wunderschönes, düsteres Cover, eine traumhafte Aufmachung und ein spannender Klappentext. Dieses Buch musste ich unbedingt lesen.
Doch schon der Einstieg fiel mir unglaublich schwer, ich hatte über weite Teile einfach das Gefühl, das nichts passierte. Das zog sich dann eine ganze zeitlang so, so dass ich das Buch erstmal für eine Weile zur Seite legen musste.
Zwar war der Schreibstil recht leicht zu lesen, aber die Schattenwelt konnte ich mir nur sehr schwer vorstellen. Allein dadurch ging für mich auch die Spannung verloren, ich habe mich über weite Teile eher zwingen müssen, weiterzulesen. Auch wenn es dann später durchaus mehr Action gab, konnte es mich einfach nicht mehr packen, auch wenn ich die Idee der Welt neben unserer sichtbaren Welt richtig toll fand.
Tess als Protagonistin fand ich nicht überzeugend. Für mich blieb sie blass und nicht greifbar, was mir das Buch zusätzlich noch erschwerte. Sie handelt oft kopflos und für mich nicht nachvollziehbar, was dann für mich noch zusätzlich auf die Liebesgeschichte wirkte, die ich so nicht nachempfinden konnte.
Mein Fazit: Trotz der extrem guten Idee und der unfassbar schönen Aufmachung konnte mich das Buch leider nicht erreichen. Der Einstieg war zäh und lange Zeit kam für mich keine Spannung auf. Vieles lag leider auch an der Protagonistin Tess, die blass blieb und für mich leider oft völlig kopflos handelte. Leider war es einfach nicht meine Geschichte.

Veröffentlicht am 24.06.2024

Leider nicht meins

Hooked
0

James Hook ist reich, düster und gefährlich und aufgrund seiner Vergangenheit getrieben von dem Wunsch nach Rache an seinem Feind Peter Michaels. Als ausgerechnet dessen Tochter Wendy mit ihren Freundinnen ...

James Hook ist reich, düster und gefährlich und aufgrund seiner Vergangenheit getrieben von dem Wunsch nach Rache an seinem Feind Peter Michaels. Als ausgerechnet dessen Tochter Wendy mit ihren Freundinnen in Hooks Club auftaucht, kann er nur noch daran denken, Wendy zu verführen und somit endlich Rache zu nehmen. Doch Wendy, die völlig abgeschottet wurde ihrem Vater, weckt in Hook noch ganz andere Wünsche und während sie sich näherkommen, droht ihnen Gefahr aus Hooks Mitte, denn einer seiner Leute spielt ein falsches Spiel.
Dieses Cover sprach mich auf den ersten Blick an und da ich Retellings rund um Peter Pan und Hook einfach toll finde, hat mich auch das Dark Romance nicht gleich abgeschreckt, dabei mag ich dieses Genre eigentlich gar nicht.
Der Einstieg fällt dank eines sehr flüssigen Schreibstils wirklich leicht, doch schnell dachte ich, dass die Gemeinsamkeiten zwischen der ursprünglichen Geschichte und dieser hier nur die Namen betrifft. Somit hatte diese Geschichte erstmal nichts mit dem Ursprung gemeinsam und dieses ganze angebliche Retelling hat in mir völlig andere und somit falsche Erwartungen geschürt.
Was die Spannung angeht, so war diese Geschichte wirklich mit gutem Tempo geschrieben. Auch an Grausamkeiten mangelt es dem nicht und selbst ich, als hartgesottener Thrillerleser, fand manches wirklich eklig, also nichts für schwache Nerven.
Ansonsten ist die Geschichte recht vorhersehbar, reicher, gefährlicher, schöner Mann trifft naives, kleines Mädchen und sind einfach nur verrückt nacheinander.
Gut fand ich das man hier beide Perspektiven erlebt, sowohl die von Wendy als auch die von Hook. Ansonsten ging mir Wendy mächtig auf die Nerven. Ich wünschte, dass in solchen Geschichten einfach auch mal starke Frauencharaktere zu Wort kämen und nicht immer diese Schäflein. Auch sonst waren die Protagonisten so voller Klischees und für mich ist es einfach unverständlich, wie man sich zu einem Charakter wie Hook hingezogen fühlen kann. Gut, das sind wohl meine Antigene dem Genre gegenüber. Ich hätte es besser wissen und es gleich bleiben lassen sollen. So blieb es durchweg eher seicht, der Fokus auf dem Spice und voller Klischees. Was wirklich gut passte zum Buch ist der Titel hooked – süchtig, damit ist die Geschichte gut beschrieben.
Mit Hook habe ich noch einmal einen Versuch ins Dark Romance Genre gewagt. Der Protagonist war mehr als morally grey, die Protagonistin unglaublich naiv. Insgesamt gab es nur wenige Überraschungen und die Geschichte vorhersehbar. Schade, es hätte durchaus spannend werden können, wenn bei der Geschichte mehr Handlung gewesen wäre. Für mich war es leider nicht die richtige Geschichte.

Veröffentlicht am 11.06.2024

Leider verwirrend und enttäuschend

Der Nachtläufer
0

In einer norwegischen Kleinstadt geht die Angst um, denn die Überfälle in der Nacht häufen sich immer mehr. Der Nachtläufer hat bisher die Menschen verschont, doch Kommissar Feber ahnt, dass es über kurz ...

In einer norwegischen Kleinstadt geht die Angst um, denn die Überfälle in der Nacht häufen sich immer mehr. Der Nachtläufer hat bisher die Menschen verschont, doch Kommissar Feber ahnt, dass es über kurz oder lang auch zu Gewalt und Toten kommen muss. Eins haben allerdings alle Tatorte miteinander gemeinsam: an ihnen wurden mysteriöse Zahlenkombinationen zurückgelassen, mit denen niemand etwas anfangen kann. Der junge Meidel Jonsson, der bei seinem kürzlich verstorbenen Opa lebte, kämpft auch mit der Angst, allerdings nicht vor dem Nachtläufer, sondern vor seinem Vater, der bald aus dem Gefängnis entlassen werden soll.
So weit so gut, das ist ungefähr das, was auch der Klappentext dieses Krimis von sich gibt, allerdings bin ich extrem verwirrt, nachdem ich nun das Buch beendet habe und weiß eigentlich so gar nicht, was ich da überhaupt gelesen habe.
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass dieses Buch im Original Band 2 ist, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ein erster Band mir beim Verstehen geholfen hätte.
Der Einstieg fiel mir noch sehr leicht, da dachte ich allerdings auch noch, dass dieser leicht verwirrende und unzusammenhängend wirkende Schreibstil aufgrund des sehr merkwürdigen jungen Mannes zustande kam. Aber weit gefehlt, denn der Schreibstil blieb leider so und es fiel mir extrem schwer, dem Inhalt zu folgen.
Die Perspektiven wechseln zwischen Meidel und dem Kommissar, auch wenn ich in der Regel solche Art Schreibstil super finde, weil man dabei einfach mehr erfährt, hat mich das hier noch einmal mehr verwirrt.
Der Fall klang spannend, doch über weite Teile des doch recht kurzen Buches kam einfach keinerlei Spannung auf. Stattdessen folgt man endlosen Gedanken rund um den Fall bei dem Kommissar (verständlich) und den wirren Gedanken des merkwürdigen Jungen. Bis jetzt habe ich das Gefühl, das Buch schlichtweg nicht verstanden zu haben.
Eigentlich mag ich die Atmosphäre in skandinavischen Krimis, aber auch diese kam hier nicht richtig auf, zwar fühlte sich die Stimmung bedrückend an, kam aber nicht richtig zum Tragen.
Die Charaktere waren für mich ähnlich verwirrend gezeichnet, denn es war einfach anstrengend, den Gedankengängen zu folgen, vor allem bei Meidel. Seine Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und dadurch blieb auch er nicht greifbar für mich.
Kommissar Feber hätte ebenfalls viel mehr Raum nötig gehabt, um spannend oder interessant zu wirken. Auch hier hatte ich den Eindruck, dass dem Ganzen das gewisse Etwas fehlte und alles zusammenhanglos wirkte.
Mein Fazit: Leider konnte mich dieser Krimi so gar nicht fesseln oder überzeugen. Letzten Endes bleibe ich völlig verwirrt und irgendwie auch unzufrieden zurück, denn dieses Buch habe ich irgendwie gar nicht verstanden. Die gesamte Handlung, vor allem dieses Thema rund um die Nummern machte für mich irgendwie keinen richtigen Sinn. Letzten Endes ist alles Geschmackssache und dieses Buch war leider gar nichts für mich.