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Veröffentlicht am 24.10.2024

✎ Harriet Lane - Denn nichts bleibt vergessen

Denn nichts bleibt vergessen
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Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, denn als ich es damals in den Vorschauen entdeckte, war ich direkt gefangen.

Leider muss ich jetzt sagen, dass es mich eher enttäuscht hat. (sage ich jetzt, am ...

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, denn als ich es damals in den Vorschauen entdeckte, war ich direkt gefangen.

Leider muss ich jetzt sagen, dass es mich eher enttäuscht hat. (sage ich jetzt, am Anfang der Rezension - mal schauen, wie es am Ende aussieht) Ok, gestern Abend war ich wirklich baff und habe mich sehr über das Buch geärgert, weil ich das Ende einfach nicht fassen konnte - ich fühlte mich ein bisschen veräppelt von der Schriftstellerin. Heute sehe ich manche Sachen etwas detaillierter und bin auch zu dem Schluss gekommen, dass es schon schwierig war, die Geschichte zu lesen, aber sie ist auch raffiniert gemacht.

Anfangs hatte mich die Story in ihrem Bann, weil man hier natürlich viel erfährt und das immer aus 2 Perspektiven: die von Emma und die von Nina. Leider ist dies auch der allergrößte Kritikpunkt, den ich habe, denn dadurch hat die Autorin sooo dermaßen viele - und vor allem unnötige / uninteressante - Wiederholungen eingebaut, dass ich manchmal regelrecht genervt war. Natürlich kommen dadurch auch Details ans Licht, die man vorher noch nicht kannte, aber vielleicht hätte man das wirklich dann auch auf diese Details beschränken sollen, denn diese waren wirklich brisant.

Ansonsten fand ich die Grundidee sehr gut, auch wenn manchmal nicht nachvollziehen konnte, dass Handlungen nicht hinterfragt, dass sie einfach so hingenommen wurden.

Die Figuren sind in meinen Augen gut dargestellt und die Stimmung hat sich auch immer mit den Figuren verändert, sich angepasst: Emma, die alle Hände voll mit ihrem Mutterdasein zu tun hat und mit der man schon manchmal mitleidet, weil ihr Leben so unorganisiert daherkommt. Nina, bei der man sehr schnell ein beklemmendes Gefühl und auch Angst bekommt, weil sie ein so falsches und psychotisches Spiel spielt.

Die anderen Figuren - also hauptsächlich die Männer - haben mir dagegen eher missfallen, da sie meiner Meinung nach beide einfach die Augen schließen und nicht wirklich an ihren Frauen / Familien interessiert sind. Auch sie hinterfragen sehr wenig bzw. nichts.

Mit dem Ende wurde ich, wie anfangs bereits erwähnt, regelrecht vor den Kopf gestoßen. Man erfährt zwar Ninas Motiv, aber dieses ist für mich so banal, dass ich darauf gar nicht klar komme. Auch mit dem offenen Ende konnte ich gestern Abend nichts anfangen - heute empfinde ich es als sehr gut gelungen, denn man bleibt in der Geschichte geradezu gefangen.

Durch ihre Idee und ihren Schreibstil konnte mich Harriet Lane schon überzeugen, aber leider ist die Umsetzung anhand der Massenwiederholung eher nicht so gelungen. Ich glaube aber, dass, wenn man diese weglässt oder das Querlesen an diesen Stellen beherrscht, man hier einen super Psychothriller - in meinen Augen ist dies kein Roman - vorliegen hat.

©2015 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 24.10.2024

✎ Lesley Turney - Die fremde Frau

Die fremde Frau
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Ich werde dieses Buch auf alle Fälle weiter empfehlen - aber nur zum einmaligen Lesen..

Es ist so eine Geschichte, die man (teilweise) gelesen haben muss, aber nicht nochmal lesen braucht.. Teilweise ...

Ich werde dieses Buch auf alle Fälle weiter empfehlen - aber nur zum einmaligen Lesen..

Es ist so eine Geschichte, die man (teilweise) gelesen haben muss, aber nicht nochmal lesen braucht.. Teilweise musste ich mich echt zwingen, das Buch zur Seite zu legen, weil ich sonst zu wenig Schlaf bekommen hätte, aber teilweise hätte ich auch gerne ein paar Teile überlesen, weil mir manches zu suspekt war. (ich glaube eher an das, was wirklich ist) Auch finde ich, dass zu viel auf einmal in die Geschichte gepackt wurde.. Außerdem ist mir manches zu vorhersehbar.. (wenn man schon viel gelesen hat, bleibt das irgendwann nicht mehr aus)

Ich kam gut in die Geschichte rein, die Charaktere werden klar dargestellt und die Geschichte ist echt spannend geschrieben.

©2011 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 07.10.2024

✎ Lucinda Riley & Harry Whittaker - Schwestern Saga 8 Atlas: Die Geschichte von Pa Salt

Atlas - Die Geschichte von Pa Salt
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2021, kurz nach Lucindy Rileys Tod, hatte ich den 7. Band der Schwestern-Saga abgeschlossen. Damals habe ich geglaubt, dass wir eventuell nie erfahren werden, wie die Autorin die Geschichte hat enden lassen ...

2021, kurz nach Lucindy Rileys Tod, hatte ich den 7. Band der Schwestern-Saga abgeschlossen. Damals habe ich geglaubt, dass wir eventuell nie erfahren werden, wie die Autorin die Geschichte hat enden lassen wollen.

Heute, 3 Jahre später, bin ich dem Geheimnis auf die Spur gekommen.

Ich durfte eine leicht gekürzte Fassung hören. Statt knapp 24 Stunden hatte ich „nur“ etwas über 21 Stunden das Vergnügen, Pa Salt auf seinem Lebensweg zu begleiten.

Voraussetzung für diesen letzten Teil ist, die anderen Bücher alle zu kennen, denn es wird immer wieder auf Vergangenes hingewiesen, was man sich nicht einfach aus dem Text erschließen kann.

Ich war selbst erstaunt, wie viel ich nach über 3 Jahren von den Schwestern noch wusste. Das spricht im Endeffekt für den Schreibstil von Lucinda Riley - schnörkellos und einprägend. (wenn auch nicht nachhallend)
Mit „Atlas“ hingegen werde ich spätestens nach ein paar Wochen so meine Problemchen haben.

Es passiert wirklich reichlich. Unglaublich viele Ereignisse und Orte werden genannt - einiges, was man bereits gehört hat, doch auch eine große Menge Neues.

Manches davon war super interessant und wenn man sich die Zeit, in der diese Erzählung spielt, anschaut, weiß man, dass man eine Reise durch die Geschichte macht.

Leider konnte ich nicht alles nachvollziehen. Manches wirkt ein wenig konstruiert, zu sehr vom Zufall bestimmt. Kitsch ist hier ebenfalls an allen Ecken und Enden vorhanden.

Die Anrede in den Tagebucheinträgen konnte ich ebenso wenig für voll nehmen, denn ich habe noch niemals gesehen, dass jemand „Liebe Leserin, lieber Leser“ dort an den Anfang setzt. Das hatte für mich einfach keinen Sinn. Tagebucheinträge sind etwas Persönliches, etwas, was im besten Fall vielleicht niemand zu lesen bekommt. Hier klingen sie, als ob sie für jemanden geschrieben wurden - teilweise von einem Kind.

Ansonsten hat mich das Gehörte gut unterhalten und ich fand es interessant, wie die Mädchen den Weg zu ihrem Ziehvater gefunden haben. Hier und dort ein wenig gekürzt und ein bisschen weniger dick aufgetragen, hätte der Erzählung trotzdem gut getan.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 17.09.2024

✎ Duncan Beedie - Bär 2 Dieser Tag ist schwer, denkt der Bär

Dieser Tag ist schwer, denkt der Bär
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Ich habe das Gefühl, dieses Bilderbuch ab 3 Jahren ist eher mal wieder an Erwachsene gerichtet.

Kinder in diesem Alter leben nicht in der Vergangenheit. Sie schauen nicht, was schon alles schief gegangen ...

Ich habe das Gefühl, dieses Bilderbuch ab 3 Jahren ist eher mal wieder an Erwachsene gerichtet.

Kinder in diesem Alter leben nicht in der Vergangenheit. Sie schauen nicht, was schon alles schief gegangen ist und ärgern sich ewig darüber. Sie summieren die Ärgernisse nicht. Das machen Erwachsene.

Kinder leben im Jetzt.
Klar geht bei ihnen etwas schief. Klar weinen sie und / oder ärgern sich, wenn nichts so läuft, wie sie es gerne hätten. Doch sie haken das Ganze dann auch ganz schnell wieder ab.
Selbst jetzt noch, mit ihren 6 Jahren, sind Verletzungen oft nur im Moment, in dem sie passieren, wichtig. Missgeschicke werden direkt betrauert. Und dann geht‘s einfach weiter.

Dennoch bot uns die Geschichte ein paar Gesprächsanlässe:
- Man kann versuchen, in vermeintlich Schlechtem etwas Gutes zu sehen.
- Manchmal scheinen Dinge schwer zu wiegen / groß zu sein, die bei genauerem Betrachten den Schrecken verlieren.
- Es gibt manchmal 2 Seiten, die gesehen werden können.
- Freund*innen helfen dir, du bist nicht allein!

Wir mögen den Zeichenstil von Duncan Beedie. Klare Linien, ausdrucksstark, nicht überladen und trotzdem etwas zu entdecken.

Auch die Hörversion zum Buch fanden wir interessant. Vor allem meine Leseanfängerin. Zuerst hat sie selbst gelesen und es sich dann nochmal angehört. Durch „Seitenrascheln“ wusste sie genau, wann sie umblättern musste.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 05.09.2024

✎ Karen M. McManus - One of us 2 is next

One Of Us Is Next
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Nachdem mir „One of us is lying“ ziemlich gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es an der Bayview High weitergeht - also griff ich zum nächsten Hörbuch der Trilogie.

Auch hier werden wieder ...

Nachdem mir „One of us is lying“ ziemlich gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es an der Bayview High weitergeht - also griff ich zum nächsten Hörbuch der Trilogie.

Auch hier werden wieder 4 Stimmen eingesetzt. Dieses Mal stehen jedoch andere Personen im Fokus. Irgendwie habe ich aber nicht immer so gut hineinfinden können. Manchmal war mir der Wechsel zu abrupt.

Die Charaktere waren ziemlich interessant - selbst Nebendarsteller*innen. Stereotypen gibt es zwar ebenfalls, doch Karen M. McManus lässt ihre Figuren wachsen.

Hin und wieder - vor allem im Mittelteil - sind ein paar Durststrecken, die Story beinhaltet jedoch einige Wendungen.

Das Ende hat mich dann doch nochmal sehr überrascht. Ich habe es mir tatsächlich 2x angehört, weil ich es gar nicht glauben konnte.

©2024 Mademoiselle Cake