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Veröffentlicht am 23.10.2024

Das Buch konnte meine Erwartungen leider nur bedingt erfüllen

A Song to Drown Rivers
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Erst einmal möchte ich sagen, dass das Buch wirklich unglaublich schön ist. Das Cover gefällt mir mir den Farben unglaublich gut, dass unter der Schutzhülle das Buch noch einmal anders aussieht mag ich ...

Erst einmal möchte ich sagen, dass das Buch wirklich unglaublich schön ist. Das Cover gefällt mir mir den Farben unglaublich gut, dass unter der Schutzhülle das Buch noch einmal anders aussieht mag ich echt gerne, und mit Farbschnitt und Illustration auf dem Vorsatzpapier konnte mich das Buch sofort verzaubern, und ich habe mich wirklich auf den ersten Blick sofort verliebt, eins der schönsten Bücher die ich besitze.
Leider konnte das Buch diese Verzauberung für mich Inhaltlich nicht durchgängig aufrecht erhalten. Dabei hat der Schreibstil mich wirklich gleich überzeugen können, und ich war mir bereits beim ersten Absatz sicher, es bis zum Ende zu lieben, weil sowohl die Sprache als auch die Figuren mir wirklich schnell ans Herz gewachsen sind, umso weiter die Geschichte voran schritt, umso mehr haben sich allerdings Schwächen in der Geschichte gezeigt, über die ich nicht alle hinwegsehen konnte.
So ist Xishi eine in meinen Augen ziemlich starke Protagonistin, und mit Zhengdan hat sie eine sehr treue und loyale Freundin, die ich sofort ins Herz schließen konnte, und ebenso hat mich tatsächlich auch die Liebesgeschichte Anfangs recht gut überzeugen können, oder andere Nebenfiguren, mit der Zeit schienen die Figuren mir allerdings immer mehr zu Gunsten des Plots verloren zu gehen, ohne dass der Plot dadurch besser geworden wäre. So arbeitet Ann Liang in dem Buch sehr stark mit Zeitsprüngen, und diese sind einerseits logisch und ergeben durchaus Sinn, andererseits hatte ich beim Lesen stark das Gefühl, dass alles an Charakterentwicklung dadurch übersprungen wurde, während die Handlung aber gleichzeitig pausiert wurde. An einigen Punkten kam ich damit gut zurecht (so werden mehrere Wochen Ausbildung in ein paar Sätzen zusammengefasst, was für mich vollkommen in Ordnung war, da ich davon ausging, dass der Fokus dann auf dem Rest der Geschichte liegen würde), an anderen Punkten hat es mich aus dem Lesen aber stark herausgerissen (Monate vergehen ohne selbst durch eine Zusammenfassung zu erfahren, was in diesen passiert, oder Abmachungen werden getroffen und dann für sehr lange Zeit vergessen, bis es sich für die Geschichte doch endlich lohnt, sich wieder daran zu erinnern).
Auch gibt es zwar eine Menge größerer Szenen, die für die Handlung relevant sind, kleinere Szenen, die die Charakterentwicklung voran treiben fehlen aber oft, sodass es teilweise auch Angeschnittene Punkte gibt, die nie aufgeklärt oder näher thematisiert werden, obwohl alle Figuren im Buch zu wissen scheinen, was Sache ist. Beim Lesen bleibt man allerdings außen vor, da Dinge zwar für die Spannung immer mal wieder aufgegriffen, aber nie wirklich besprochen werden. An solchen Stellen hat das Buch mich am ende leider sehr sehnsüchtig zurückgelassen, weil ich wirklich Interessiert an einer Auflösung war, und diese dann einfach ausblieb.

Der Ton der ganzen Geschichte (eine Mischung aus sehr schön und blumig geschrieben, gleichzeitig werden unschöne Momente und Katastrophen aber nicht verschönert oder verharmlost, wenn es dazu kommt) konnte mich dennoch überzeugen, ebenso wie das übergreifende Thema von Krieg in meinen Augen recht akzeptabel aufgegriffen wurde. Auch die Figuren mochte ich großteils, selbst wenn ich bei vielen das Gefühl hatte, dass Ann Liang aus ihrem Potenzial nur einen Bruchteil herausholen konnte oder herausgeholt hat, auch weil viele Figuren einfach verschwunden sind, solange sie für den Plot nicht relevant waren. Dadurch konnte ich mich zwar mit der Idee der Figuren viel anfreunden, die Figuren selbst blieben mir aber oft eher fremd.
Ich hatte dennoch eine Menge Freude an dem Buch, fand viele Ideen schön, und fand auch das Ende passend für die Geschichte, sodass ich in der Hinsicht nicht gänzlich unzufrieden bin, da ich aber nach den ersten paar Seiten wirklich viel Potenzial gesehen habe, bleibe ich am Ende trotzdem etwas enttäuscht, wie wenig dieses ausgeschöpft worden ist, auch wenn ich meine Zeit mit der Geschichte nicht bereue.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Immer noch ziemlich gut

Das Vermächtnis der Drachenreiter
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Ich habe Eragon bereits einmal in der Grundschule gelesen, habe aber aus irgendeinem Grund nach Band 1/während Band 2 aufgehört zu lesen, und obwohl ich weiß, dass ich die Bücher verdammt gut fand, nie ...

Ich habe Eragon bereits einmal in der Grundschule gelesen, habe aber aus irgendeinem Grund nach Band 1/während Band 2 aufgehört zu lesen, und obwohl ich weiß, dass ich die Bücher verdammt gut fand, nie wieder angefangen. Und weil mir jetzt kürzlich drei der Bücher in die Hände gefallen sind, dachte ich, ich könnte mich ja noch einmal daran versuchen, und da ich mich an nichts erinnern konnte, habe ich wieder mit Band 1 begonnen.
Der mir auch jetzt wieder gut gefallen hat. Ich denke, mir sind mehr Schwachstellen aufgefallen, als als ich ein Kind war (ich finde zum Beispiel das Worldbuilding teils recht ungelenk/gezwungen eingebaut, einige Freundschaften entwickeln sich zu schnell (innerhalb von 20 Seiten soll ich plötzlich glauben, dass Murtagh und Eragon sich so nahe stehen wie Brüder, nachdem man vorher mit Brom über so lange Zeit eine Bindung aufgebaut hat), manchmal fühlte es sich für mich etwas konstruiert an, wenn Eragon Dinge überhört/mitbekommen hat und wie das passiert ist, und Eragon meistert wirklich viele Dinge einfach so auf anhieb oder innerhalb weniger Zeilen (die zwar teils auch mehrere Tage/Wochen beschreiben, aber trotzdem fühlte es sich an einigen Stellen einfach sehr schnell an)), aber insgesamt hatte ich trotzdem viel Spaß, und auch wenn Eragon manche Dinge in meinen Augen zu schnell gelernt hat, hat das meinem Spaß tatsächlich nicht so viel geschadet, da er dennoch auch Schwächen beibehält, und er selbst mit zu großen Fähigkeiten keineswegs ein Meister in allem ist.
Auch gab es manchmal einen sehr schmalen Grad, zwischen nervig und erträglich den Eragon für mich gewandert ist, dadurch, dass er aber erst 15/16 ist, kam ich wiederum super damit klar, dass er manchmal aufbrausend ist oder zu schnell/unüberlegt handelt, denn ich hatte durchaus das Gefühl, dass das zu einem Kind passen würde. Insofern mochte ich ihn trotzdem echt gerne, und für alle anderen Figuren gilt es genauso.
Alle größeren Figuren wirkten zumindest im Ansatz tiefgründig, und die Nebenfiguren waren vielleicht manchmal recht simpel, gleichzeitig gibt es aber genügend Leute insgesamt, dass ich gut damit leben kann, dass ein paar dann nicht so sehr ausgearbeitet waren.
Auch hat die Welt mir gut gefallen. Ab und an fand ich die Erklärungen wie gesagt etwas gezwungen eingebaut, aber trotzdem waren die Begebenheiten spannend, genau wie die Monster und Wesen, und beim Lesen merkt man auch durchaus, dass Dinge auf dem Spiel stehen. Es fühlt sich keineswegs zu leicht an, wie Eragon und andere an ihre Ziele gelangen, und auch wenn das Buch für mich durchgehend einen hoffnungsvollen Ton beibehalten hat und ich jetzt nie wirklich von den Problemen irgendwie richtig mitgenommen wurde/die mich beim Lesen nicht bedrückt/richtig berührt hätten, wurde trotzdem sehr deutlich, dass nicht alles Freundlich ist, und dass es große Probleme sind, und dass es Eragon und anderen einiges abverlangt, und insofern fand ich die Schwierigkeiten auch dann sehr gut gemacht, wenn ich mich nicht komplett auf sie einlassen/nicht wirklich immer mit den Menschen mitfühlen konnte (emotional zumindest, vom Verständnis her war ich eigentlich immer ganz bei ihnen und konnte nachvollziehen, warum/was/wie getan/reagiert wurde).
Insgesamt ein ziemlich guter Anfang zur Reihe, würde ich behaupten, und ich habe auf jeden Fall große Hoffnungen, dass ich diesmal die ganze Reihe und nicht nur Band 1 schaffen werde, auch wenn ich es nicht ganz so sehr genießen konnte wie beim ersten Versuch, denn ich bin mir recht sicher, dass ich das Buch mit 12 als ziemlich perfekt bewertet hätte.

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Besser als Band 1

Blutrote Provence
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3,5 Sterne
Der zweite Band der Reihe hat mir eindeutig mehr zugesagt als der erste, auch wenn die beiden Handlungsstränge diesmal in meinen Augen nicht ganz so gut zusammenpassen. Dafür sind alle beteiligten ...

3,5 Sterne
Der zweite Band der Reihe hat mir eindeutig mehr zugesagt als der erste, auch wenn die beiden Handlungsstränge diesmal in meinen Augen nicht ganz so gut zusammenpassen. Dafür sind alle beteiligten Figuren aber um einiges sympathischer, und ich gerade die Freundschaft, die sich hier zwischen Leclerc und Castel entwickelt finde ich großartig. Außerdem ist auch Leclerc wieder sehr sympathisch und natürlich ein tolles Team mit Tyson, der sowieso fantastisch ist.
Der Fall hat mich diesmal mehr auf eine falsche Fährte gelockt, als es Band 1 der Fall war (nicht, dass ich in Band 1 das Ende gewusst hätte, ich wusste nur aufgrund des Aufbaus, wer es auf jeden Fall alles nicht war), gleichzeitig habe ich aber das Gefühl, dass ich die Hinweise durchaus hätte sehen können, und es war auch keineswegs so, als wären mir bestimmte Dinge nicht aufgefallen, sodass die Auflösung am Ende für mich zwar überraschend war, gleichzeitig denke ich aber, dass der Fall durchaus eine solide Grundlage hatte.
Der zweite Plotstrang war in meinen Augen nicht fantastisch, weil er so losgelöst vom ersten Fall war und gerade das Ende war für mich nicht ganz zufriedenstellend, gleichzeitig fand ich es aber toll, dass Castel eine so große Rolle bekommen hat, und ich freue mich schon sehr darauf, dass sie hoffentlich in den nächsten Bänden erneut mehr vorhanden sein wird, denn wenn ich mehr von ihr und Leclerc als Ermittler-Team bekomme, dann bin ich wirklich gerne wieder dabei, die beiden ergänzen sich super!
Und auch sonst mochte ich die menschlichen Interaktionen (und die mit Tyson) wieder sehr gern, und finde das Buch hat eine sehr schöne Mischung aus ernster Situation, aber gleichzeitig ist es sehr leicht und lustig geschrieben, das mag ich gern.
Das einzige, was mir ziemlich missfällt, ist wie sehr Veronique darauf besteht, dass Leclerc wieder Kontakt zu seiner Familie aufnehmen soll, und dass seine Tochter einen Vater braucht und all das. Ich verstehe natürlich, den Gedanken dahinter, irgendwie, und ich schätze mal, dass es sich in der Reihe tatsächlich so herausstellen wird, dass das der richtige Ansatz ist, und natürlich sind die Gründe für den abgebrochenen Kontakt auch irgendwie so, dass man das Gefühl hat, Leclerc sei im Recht, aber gleichzeitig mag ich es gar nicht, wie sehr hier die Wünsche der Tochter ignoriert werden, die ja offensichtlich keinen Kontakt will. Und in der Hinsicht finde ich es eigentlich toll, dass Leclerc sich daran hält, auch wenn es für ihn vielleicht nicht das beste ist. Vielleicht bin ich da auch einfach besonders empfindlich, weil ich weiß, dass es Leute gibt, die mit ihren Eltern aus guten Gründen nichts zu tun haben wollen, und vielleicht denkt seine Tochter ja, dass das gute Gründe wären, und dass Veronique dann so darauf besteht, dass Leclerc sich ihr aufzwingt, war für mich leider eher schwer zu lesen.
Abgesehen davon gab es aber nichts, dass ich wirklich gar nicht mochte, und vieles, dass ich sogar sehr gern hatte, also vorerst wird die Reihe schon mal nicht aufgegeben, sondern weiterverfolgt!

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Spannende Geschichte, eher schwache Figuren

Black*Out (1)
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Blackout ist ein sehr spannender Auftakt zu dem, was sein könnte, wenn Technik irgendwann die Überhand gewinnt, jedenfalls ansatzweise, und dieser Aspekt der Geschichte hat mir auch wirklich gut gefallen. ...

Blackout ist ein sehr spannender Auftakt zu dem, was sein könnte, wenn Technik irgendwann die Überhand gewinnt, jedenfalls ansatzweise, und dieser Aspekt der Geschichte hat mir auch wirklich gut gefallen. Diese Gedanken darüber, wie Menschen wohl auf Technik reagieren würden und wie sie versuchen würden, Dinge weiterzuentwickeln, und eventuell auch in eine falsche Richtung, das hat Eschbach in meinen Augen ziemlich gut hinbekommen. Auch das Setting generell gefällt mir. Diese Dystopie die Mischung auch noch gibt es die Welt mehr oder weniger, nur mit mehr Technischen mitteln, und gleichzeitig liest es sich, als hätte die Welt bereits geendet, das hat mir gut gefallen. Genau wie generell wie die Leute an das Problem herangehen, und das Problem aufgebaut ist. Das hatte ich so noch nicht gelesen, und bin sehr gerne in die Geschichte eingetaucht.
Leider fand ich die Figuren aber ein wenig schwach geschrieben. Oder nicht zwingend schwach, aber sie sind doch eher Klischeehaft und gehen bisher nicht wirklich darüber hinaus. Was nicht heißt, dass ich sie nicht mochte (auch wenn es mich durchaus teils gestört hat, wie sie auf Dinge reagiert haben, und wie einseitig das manchmal zu sein schien), aber ich hatte tatsächlich bisher nicht das Gefühl, dass sie besonders tiefgründig durchdacht gewesen wären. Christopher schon, und der Vater von Serenity vermutlich auch, aber Serenity zum Beispiel macht auf mich bisher den Eindruck, als wäre sie nur als Anhängsel da, und damit Christopher wen hat, an den er sich irgendwie binden kann, und da hätte ich schon lieber mehr gehabt.
Ich besitze aber die ganze Trilogie und werde sie höchstwahrscheinlich auch bis zum Ende lesen, also mal sehen, wie sich das in den Folgebänden noch entwickelt.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Starker Anfang und Ende, lässt leider in der Mitte etwas nach

Die Seiten der Welt
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Ich wollte die Seiten der Welt schon eine ganze Weile lesen, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, das Buch nun endlich in den Händen zu halten, und gerade am Anfang hat es mich wirklich sofort eingefangen ...

Ich wollte die Seiten der Welt schon eine ganze Weile lesen, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, das Buch nun endlich in den Händen zu halten, und gerade am Anfang hat es mich wirklich sofort eingefangen und begeistert. Ich habe richtig gerne über Furia gelesen (und gehört, ich habe zwischen Hörbuch und Buch variiert), und fand dieses ganze Leben mit den Angestellten, Pip und dem Vater wirklich interessant. Die Welt hat mich sehr schnell überzeugen können, und Meyer hat es geschafft, dass das Buch sich gleichzeitig sehr altertümlich und modern für mich angefühlt hat, was mir ziemlich gut gefallen hat.
Wie schnell das Buch dann eher düster wurde (und dass es überhaupt düster wurde) hat mich ziemlich überrascht, aber es hat auch gepasst, und die ziemlich ernste Lage konnte Meyer in meinen Augen sehr gut rüberbringen. Trotzdem wurde das Buch nie zu düster, und es war auch durchaus eine Menge Witz dabei (gerade das Schnabelbuch hat mich wirklich immer wieder grinsen lassen, besonders weil es im Hörbuch auch sehr fantastisch gesprochen wurde). Leider hat mich das Buch da zwischendurch dann eine ganze Weile verloren, denn so begeistert von und interessiert an der Welt ich auch war, Furia hat für mich zur Mitte hin als Charakter wirklich sehr nachgelassen. Die Unwissenheit fand ich durchaus verständlich, und sie war gut erklärt und ein super Mittel, um auch den Lesenden die Welt erklären zu können, aber leider war sie ab einem gewissen Punkt für mich zu festgefahren, und schien immer nur wieder identisch zu handeln und nicht wirklich darüber nachzudenken. Und dazu hat mir auch ein wenig die Gegenstimme gefehlt. Furia ist eine sehr fehlerbelastete Protagonistin, was einerseits wirklich super ist, weil es sie menschlicher macht, andererseits hatte ich das Gefühl, dass das von Meyer im Buch kaum aufgegriffen wird. An vielen Stellen wurde das für mich leider frustrierend, wenn sie niemandem zugehört hat, und gerade dadurch, dass beim Lesen durchaus klar wird, worauf alles hinausläuft, es also eigentlich sehr offensichtlich ist, hätte ich mir gewünscht, dass auch in der Richtung vielleicht mehr Charakterentwicklung vorhanden gewesen wäre, dann an anderer Stelle hatte ich sehr wohl das Gefühl, dass sie sich weiter entwickelt.
Abgesehen von Furia gab es auch zwei drei andere Figuren bzw. Stellen, die ich etwas zu viel fand, auch wenn ich mit dem düsteren durchaus klar kam, trotzdem kam es mir manchmal ein paar Schritte zu weit vor, aber im großen und ganzen waren alle Figuren (sowohl die menschlichen als auch unmenschlichen) ziemlich gut gemacht, und ich habe in allen Szenen gerne von ihnen gelesen. Es gab vielleicht ein paar, von denen ich mir etwas mehr gewünscht hätte, aber wirklich zur Geschichte gepasst hätte es vermutlich nicht. Vielleicht im nächsten Band, wer weiß.
Wo ich den Großteil ab der Mitte eher mittelmäßig fand (trotzdem noch nicht schlecht, aber eben eher etwas anstrengender), war das Ende dann wieder mehr nach meinem Geschmack, und konnte mich wieder ziemlich von sich überzeugen und mich zufriedenstellen. Ich hätte nicht damit gerechnet, wie sich alles schließlich auflöst, fand den Gedankengang für die Geschichte aber durchaus logisch, und Furia dann auch wieder wesentlich erträglicher, und so hatte das Buch zwar eindeutig seine Schwächen in meinen Augen, insgesamt hatte ich aber dennoch eine Menge Freude an der Geschichte und habe sie durchaus gerne gelesen.

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