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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2024

Ein besonderes und ermutigendes Buch über den Weg des Schreibens

Tintenspuren
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Ich habe schon viele Schreibratgeber gelesen und in regelmäßigen Abständen bin ich auch unsicher auf den Seiten der ASH zum Master-Studiengang „Biografisches und Kreatives Schreiben“ gelandet. Bisher haben ...

Ich habe schon viele Schreibratgeber gelesen und in regelmäßigen Abständen bin ich auch unsicher auf den Seiten der ASH zum Master-Studiengang „Biografisches und Kreatives Schreiben“ gelandet. Bisher haben die Unsicherheiten und Zweifel überwiegt und ich habe es bei den kurzen Ausflügen in die Traumwelt „Schreiben studieren“ belassen. Als ich von dem Buch „Tintenspuren“ gelesen hatte, war ich ganz freudig aufgeregt und habe es entsprechend schnell verschlungen.

Ich bin voll und ganz begeistert, denn es ist in der Mischung der verschiedenen Erfahrungen ein Format, welches ich so bisher nicht kannte. Ich habe viele wertvolle Sachinformationen über den Studiengang und dessen Inhalte erfahren, aber gleichzeitig auch ganz viel Persönliches und Berührendes zu der Autorin Andrea Hahnfeld. Ich habe mich an vielen Stellen wiedergefunden und gedacht „Vielleicht könnte ich das Schreiben doch ernsthaft angehen“. Es ist ein authentischer Einblick in die Höhen und Tiefen, in die Zweifel und die Freuden und ganz besonderes Highlight war für mich, dass das Buch auch viele Texte beinhaltet, die in der Studienzeit entstanden sind oder z.B. auch die Bewerbung für den Studiengang. Solch tiefe Einblicke haben das Buch für mich zu einer totalen Bereicherung gemacht und in das ein oder andere Kapitel habe ich auch noch ein zweites Mal geschaut und insbesondere ihre Texte aus dem Studium noch mal gelesen.

Zusammengefasst: Eine tolle und beeindruckende Mischung und für mich ein informatives, berührendes und gleichzeitig sehr ermutigendes Buch.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Eine vielfältige Mischung

Kursbuch 218
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Es war das erste Buch aus dieser Reihe, welches ich gelesen habe und ich bin begeistert und es wird sicherlich nicht das Letzte gewesen sein.

In Band 218 geht es um das Thema „Natur“ – erst einmal sehr ...

Es war das erste Buch aus dieser Reihe, welches ich gelesen habe und ich bin begeistert und es wird sicherlich nicht das Letzte gewesen sein.

In Band 218 geht es um das Thema „Natur“ – erst einmal sehr weit gefasst. Ich war sehr neugierig, wie sich die Autor*innen an dieses Thema herantasten. Auf solch unterschiedliche Weise: mal wissenschaftlicher, mal alltagssprachlicher, mit unterschiedlichen Medien, wie z.B. Foto, Grafiken und Texte, verschiedene Formate und eben ganz verschiedene Ausgangspunkte. Ob Computer, Ernährung oder Umweltschutz, ganz viele Perspektiven sind dabei.

Ich habe allerdings eine ganze Weile mit dieser Lektüre verbracht, da ich viele Texte doch sehr anspruchsvoll empfunden habe. Aber das finde ich auch das Schöne an dem Format der Zusammenstellung verschiedener kürzerer Texte: Das Buch kann über mehrere Wochen ein Begleiter werden, zu dem ich immer mal wieder zurückgekehrt bin.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Eine Recherche voller Fragen - bedrückend, verwirrend und überraschend

Seinetwegen
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Das Buch „Seinetwegen“ der Schweizer Autorin Zora del Buono nimmt mit in eine Welt voller Fragen und Fragmente rund um den Unfalltod des Vaters der Autorin und der Frage, wer der Unfallfahrer, der „Töter“ ...

Das Buch „Seinetwegen“ der Schweizer Autorin Zora del Buono nimmt mit in eine Welt voller Fragen und Fragmente rund um den Unfalltod des Vaters der Autorin und der Frage, wer der Unfallfahrer, der „Töter“ war, von dem zunächst nur die Initialen E.T. einen Anhaltspunkt geben. Gerade einmal 8 Monate alt war die Autorin, als ihr Vater bei dem Unfall ums Leben kam. Wie ging das Leben des Unfallfahrers weiter? Wer war er? Wie ist er mit der Schuldfrage umgegangen?
All diesen Fragen nähert sich die Autorin in einer intensiven und berührenden Recherche, die zu Teilen eine Aufarbeitung der Familiengeschichte zwischen der Gegenwart mit ihrer demenzkranken Mutter und der Vergangenheit einer Kindheit ohne Vater ist und zu anderen Teilen auch Sachbuchelemente rund um das Thema Verkehrsunfälle einbindet
Der Schreibstil hat mich stellenweise sehr begeistert und fasziniert, weil er so schön einfängt, wie sich die Ereignisse in vielen Kleinigkeiten und im Alltäglichen eingebrannt haben und die Familie weiterverfolgen. Es wird darin spürbar, wie nagend Fragen sein können und wie stark der Drang nach Antworten werden kann. Insgesamt hat der Schreibstil des Buches aber auch viel Verwirrung bei mir ausgelöst. Ich würde ihn als assoziativ, springend und fragmentarisch beschreiben – Szenen der konkreten Suche an verschiedenen Orten mischen sich mit Kaffeerunden mit Freunden, in denen philosophisch Themen verhandelt werden, Sachbucheinschübe und Statistiken mischen sich mit teils recht zusammenhanglosen Anekdoten. Das Buch weigert sich schon fast, eine Struktur anzunehmen – so finden sich beispielsweise auch keine Kapitel in dem Buch.
Nach der Lektüre bin ich unentschlossen, wie mein Gesamtfazit ist: Anstrengend beim Lesen fand ich es sicherlich, aber vielleicht wird das auch dem Charakter einer Suche gerecht – das Unberechenbare, das zähe Ringen, die verwirrenden Emotionen. Ich fand das Buch recht hart zu lesen, aber vielleicht muss es bei diesem Thema eben genau das sein – nicht abgerundet, nicht geglättet, sondern in irgendeiner Form roh, ungeordnet, verwirrend und verstörend. Ein anderes Leseerlebnis ist es in jedem Fall und daher würde ich im Gesamten das Buch dennoch als Lektüre empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Ein frischer und humorvoller, queerer Liebesroman

Experienced. Die Liebe bietet unbegrenzte Möglichkeiten
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Bette, 3o Jahre alt, spät geoutet, findet sich in einer von ihrer Freundin Mei auferlegten Zwangs-Beziehungspause wieder. Das Ziel der Pause: Erfahrungen sammeln, sich ausprobieren und die eigene Queerness ...

Bette, 3o Jahre alt, spät geoutet, findet sich in einer von ihrer Freundin Mei auferlegten Zwangs-Beziehungspause wieder. Das Ziel der Pause: Erfahrungen sammeln, sich ausprobieren und die eigene Queerness entdecken. Unbeholfen und orientierungslos, das Ende der Beziehungspause als festes Ziel vor Augen, stürzt sich Bette in Dating-Apps mit dem Ziel, möglichst schnell Sex zu haben und Erfahrungen zu sammeln. Tag für Tag nimmt das Buch auf diesem Weg mit, der an einigen Stellen ganz anders verläuft als von Bette geplant.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Charaktere mit sehr viel Tiefe gezeichnet werden. Der Roman gewährt Einblicke in die LGBTQIA+-Community und tappt dabei nicht in die Falle einer allzu eindimensionalen und klischeebehafteten Erzählung. Dadurch hat die Geschichte für mich eine große Authentizität. Der Schreibstil wirkt auf mich frisch und flüssig. Ich war von Anfang an in den Bann gezogen und vor allen Dingen die sehr lebendigen und natürlichen Dialoge empfinde ich als große Stärke des Buches. Dadurch, dass ich als Lesende Tag für Tag im Alltag mitgenommen werde, entstand beim Lesen für mich eine große Nähe und an einigen Stellen, fühlte sich der Austausch mit ihrer Mitbewohnerin Ash fast schon so an, als würde ich mit auf der Couch sitzen. Emotionen und Konflikte werden vielschichtig, aber auch mit durchaus viel Humor und Leichtigkeit aufgenommen.
Auf jeden Fall empfehlenswert für alle, die sich für queere Liebesromane interessieren oder einfach eine leichte, aber nicht oberflächliche Liebesgeschichte lesen möchten.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Berührende Familiengeschichte zwischen Geheimnissen, Tradition und Moderne

Zuckerbrot
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Der Roman „Zuckerbrot“ spielt in Singapur und hat zwei ineinander verwebte Erzählstränge. Einerseits die Sicht der Protagonistin Pin, ein 10-jähriges Mädchen, das zwischen Ausgrenzungserfahrungen, Fragen ...

Der Roman „Zuckerbrot“ spielt in Singapur und hat zwei ineinander verwebte Erzählstränge. Einerseits die Sicht der Protagonistin Pin, ein 10-jähriges Mädchen, das zwischen Ausgrenzungserfahrungen, Fragen zum Richtig und Falsch, zwischen religiösen Traditionen und Ausbruchsversuchen ihren Platz sucht. Andererseits wird ein Einblick in die Kindheit und Jugend von Jini, Pins Mutter gegeben. Beides ist beeindruckend ineinander verwebt. Das Buch dreht sich um Familiengeheimnisse und Konflikte, um Generationenfragen, um die Verhältnisse zwischen Tradition und Moderne, um große gesellschaftliche Fragen, wie Ausgrenzung, Rassismus, Sexismus. All dies ist eingebettet in die Familienbeziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Die Themen verschiedener Generationen werden in einer bemerkenswerten Leichtigkeit und fast nebenbei in den Alltagsszenen vermittelt. So spielt z.B. die besondere Verbindung von Jini zum Kochen eine große Rolle und auch die Art, wie ihre Tochter und ihr Mann darin ein Stück Einblick in ihre sonst oft sehr verschlossene Emotionswelt bekommen. Gleichzeitig wird jedoch auch die Komplexität von Familiengeheimnissen und belastenden Erfahrungen nachgezeichnet.
Anfänglich hatte ich etwas Probleme, wirklich in die Geschichte einzutauchen und fand es etwas langatmig, aber schon nach einigen Seiten hat sich diese gelegt und das Buch hat mich sehr begeistert und auch berührt. Neben vielen Eindrücken aus (dem Alltag von) Singapur, konnte ich beim Lesen auch sehr in die Stimmungen der Familie eintauchen.
Daher auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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