Irans Pippi Langstrumpf
Die Tochter des EmirsSoheila Fors erzählt in diesem Buch aus ihrem spannenden, bewegten Leben. Sie wurde 1967 als Tochter eines kurdischen Emirs geboren, und ist damit eine Prinzessin, was ihr auch urkundlich bescheinigt wurde. ...
Soheila Fors erzählt in diesem Buch aus ihrem spannenden, bewegten Leben. Sie wurde 1967 als Tochter eines kurdischen Emirs geboren, und ist damit eine Prinzessin, was ihr auch urkundlich bescheinigt wurde. Ihr Vater war sehr angesehen und beliebt, und auch für Soheila war er die wichtigste Person ihrer Kindheit. Sie beschreibt sehr anschaulich ihre Kindheit und ihre Jugendjahre. Von dem vergnügtem Spielen im großen Obstgarten der Familie, über die strapazierende Flucht ins Gebirge wegen dem Krieg, ihre Aktivitäten als Kommunistin, bis hin zu einer sehr unglücklichen Ehe. Sie ist in allem eine starke Persönlichkeit. Wie ihr Vorbild Pippi Langstrumpf, stellt sie sich mutig allen Herausforderungen. Dabei wird sie oft geächtet, da sie sich gar nicht wie eine verhätschelte Prinzessin verhält.
Ihr Bruder ist schon nach Schweden geflüchtet, und er hilft Soheila und ihre Familie auch nach Schweden auszuwandern. Da die Flucht für Frauen und Kinder sehr gefährlich gewesen wäre, reist ihr Mann voraus und holt später die Familie nach. Als aber Soheila vier Jahre später mit den Kindern nach Schweden kommt, ist die Ehe schon gescheitert, und ihr gewalttätiger Mann liebt eine Andere. Für Soheila beginnt eine sehr schwere Zeit. In dieser Zeit begegnet sie Jesus, und durch den Blick seiner Augen fühlt sie sich vollkommen heil. Die äußeren Schwierigkeiten halten zunächst noch an, aber nach einigen großen Schwierigkeiten kommt auch äußerlich Ruhe in ihr Leben, als sie einen schwedischen Christ heiratet.
Nun möchte sie ihr Leben dafür einsetzen anderen benachteiligten Frauen zu helfen. Sie richtet ein Teehaus für Frauen ein, in dem aber bald viele unterschiedliche Aktivitäten stattfinden, die nachhaltig Leben verändern. Ein sicheres Haus entsteht, in dem Menschen Zuflucht finden, die von ihrer Familie oder andere bedroht sind. Das sind in erster Linie junge Frauen und Mädchen, aber auch Männer, die nicht auf eine arrangierte Ehe eingehen wollen.
Soheila Fors ist eine sehr sympathische Frau. Als Kind zieht sie lieber eine Latzhose an als Prinzessinnenkleider, als Jugendliche trägt sie die Verantwortung für eine Gruppe von Frauen und Kinder und ältere Menschen, und als Erwachsene setzt sie sich tatkräftig für Menschen ein, die unter dem Ehrenkodex des Islams leiden. Neben ihrem Mut und ihrer Tatkraft, beeindrucken auch ihre Phantasie und ihr Humor. Sie findet sie viele Wege ihre unerwünschten Verehrer zu verscheuchen.
Ihr Herz schlägt für Freiheit. Ihre Erklärungen zu der Kultur, in der sie aufgewachsen ist, sind sehr aufschlussreich und hilfreich. Gerade in unserer Zeit, in der viele Menschen aus islamisch geprägten Ländern zu uns kommen, ist es wichtig, dass wir ihren Hintergrund verstehen.
Fazit: Die abenteuerliche Lebensgeschichte einer mutigen Frau, die dem Leser hilft ihre Heimat Iran bzw. Kurdistan zu verstehen. Beim Lesen kann man miterleben wie ein hoffnungsloses Leben sich durch eine Begegnung mit Jesus grundlegend verändert.