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Veröffentlicht am 09.10.2024

Tolles Kinderbuch zum Vorlesen

Drachenstarke Geschichten - Von mutigen Prinzessinnen, Piratenschätzen und großen Mäuseträumen
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Drachenstarke Geschichten von Amelie Benn handelt von der kleinen, frechen und neugierigen Prinzessin Tinka. Da ihre Eltern keine Zeit haben, langweilt sie sich fürchterlich und streift alleine durch das ...

Drachenstarke Geschichten von Amelie Benn handelt von der kleinen, frechen und neugierigen Prinzessin Tinka. Da ihre Eltern keine Zeit haben, langweilt sie sich fürchterlich und streift alleine durch das Schloss, als sie zufällig an einer Tür vorbei kommt, die in den Keller des Schlosses führt. Zwar haben ihr ihre Eltern verboten dort hinunter zu gehen, aber Tinkas Neugier ist einfach größer. Dort unten trifft sie auf den alten Drachen Patu, der auf einem riesigen Bücherberg sitzt und Geschichten bewacht. Doch Patu ist schon sehr alt und müde, weshalb er immer häufiger einschläft. So kommt es, dass in letzter Zeit immer wieder Bücher verschwinden. Tinka bittet Patu, ihr Geschichten zu erzählen, damit er wach bleibt und sie zusammen herausfinden können, wer der Bücherdieb ist. Und so erzählt der Drache der kleinen Prinzessin spannende Geschichten von Piratenkindern auf Schatzsuche, einem Meermädchen mit einem Herzenswunsch und vielen anderen mehr, worüber sie den Dieb fast vergessen.

Die Geschichten, die Patu erzählt sind für Kinder spannend und wundervoll zugleich. Wir hatten eine Menge Spaß beim Lesen. Jede einzelne von ihnen ist von der Länge so angelegt, dass sie sich wunderbar als Gutenacht-Geschichten eignen. Meine Kinder waren jeden Tag aufs Neue gespannt, was Patu der kleinen Prinzessin wohl als Nächstes zu erzählen hat und ob der Bücherdieb wieder neue Bücher verschwinden lässt.

Der angenehme und für Kinder leicht verständliche Schreibstil von Amelie Benn hat uns sehr gut gefallen. Auch die Figuren sind mit so viel Liebe beschrieben, dass es einem leicht fällt, sich in sie hinein zu finden. Man schließt die kleine Prinzessin Tinka mit ihrer quirligen Art sofort ins Herz und den alten Drachen Patu muss man sowieso einfach gern haben. Auch die Idee der Autorin, dass ein Drache nicht nur in der Geschichte vorkommt, sondern selbst der Geschichtenerzähler und Hüter der Geschichten ist, kam bei uns sehr gut an. Meiner Meinung nach macht es Patu sogar noch etwas liebenswerter.

Das Buchcover mit der liebevollen Illustration hat uns genauso gut gefallen wie die detaillierten Bilder im Buch, die es vor allem Kindern sehr leicht machen, sich
in die Geschichten hineinzuversetzen. An dieser Stelle muss man noch die schön gestaltete Karte auf der Innenseite des Buches erwähnen, die nicht nur das Schloss sondern auch Punkte der einzelnen Geschichten zeigt. Am Ende des Buches befindet sich eine Seite mit kleinen runden Bildern zu den einzelnen Geschichten, die man entweder dort ausschneiden oder mittels QR- Code runterladen und ausdrucken kann. Dann können sie vorne in die Karte eingeklebt werden.

Drachenstarke Geschichten ist ein wirklich tolles Buch mit wunderschönen Illustrationen zum Vorlesen und Selbstlesen für Kinder ab 5 Jahren (hier schließe ich mich der Verlagsempfehlung voll und ganz an). Meine Kinder und ich lieben es und es wird bei uns bestimmt noch des öfteren gelesen werden.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 15.02.2026

Zwischen Football, Cheerleading und Gefühlen!

Cheer for Love
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Inhaltsangabe:
Da Ella kurz vor der Abreise ins gemeinsame Auslandsjahr von ihrem Freund verlassen wird, muss sie nun allein nach Nashville reisen. Dort trifft sie neben neuen Freunden auch auf Hudson ...

Inhaltsangabe:
Da Ella kurz vor der Abreise ins gemeinsame Auslandsjahr von ihrem Freund verlassen wird, muss sie nun allein nach Nashville reisen. Dort trifft sie neben neuen Freunden auch auf Hudson Fox, den berüchtigten Star-Quarterback der Whitland University.
Und während Ella beweisen will, dass sie zu recht Mitglied im Cheer Squad ist, versucht sie sich nicht durch Hudson ablenken zu lassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto weniger kann sie die aufkeimenden Gefühle ignorieren.

Meine Meinung:
„Cheer for Love“, die neue Sports-Romance von Ki Stephens punktet nicht nur mit einer wunderschönen Optik, an der ich vor allem die perfekt gelungene Illustration von Ella und Hudson auf dem Footballfeld mag, sondern auch mit großartigen Charakteren, einem gelungenen Setting und viel Cheerleading-Vibes. Neben einer mitreißenden Handlung steht hier vor allem das Cheerleading, nebst Training und Fachbegriffen im Vordergrund. Und obwohl ich, was das Cheerleading betrifft nicht ganz so versiert bin, fand ich das Thema doch spannend und sehr gut umgesetzt. Ellas Liebe zu diesem Sport ist durch die Handlung hinweg allgegenwärtig spürbar.

Nicht nur das allein macht diese Geschichte lesenswert, auch die darin behandelten tiefgründigen Themen und die liebenswerten Charaktere, die auf mich einen authentischen Eindruck machen, sorgen für ein großartiges Leseerlebnis. Beide Protagonisten müssen sich im Laufe der Handlung nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit und der Zukunft auseinandersetzen, sondern auch mit allerlei Hindernissen, die sich ihnen in den Weg stellen, sowie den aufkeimenden Gefühlen füreinander.

Sie sind, meiner Meinung nach, ein tolles Paar und passen einfach hervorragend zueinander. Von Anfang an verbindet Ella und Hudson eine grandiose Dynamik, die nicht nur von dem enormen Knistern zwischen ihnen lebt, sondern auch von vielen witzigen Dialogen, bei denen ich des Öfteren herzhaft loslachen musste.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ella und von Hudson erzählt. Diese Erzählweise bringt dem Leser nicht nur die einzelnen Charaktere näher, sondern man bekommt durch sie auch einen besseren Einblick in ihre Gedanken und Gefühlswelt.

Ella ist eine ausgesprochen starke Protagonistin, die für ihre Ziele kämpft und für ihren Cheerleading-Traum hart trainiert. Dabei lässt sie sich durch nichts und niemanden unterkriegen. Mit ihrer fokussierten und herzlichen Art habe ich sie von der ersten Zeile an in mein Herz geschlossen.

Auch Hudson mochte ich sofort. Er ist ein liebenswerter Charakter und steht den Menschen, die er liebt auch immer hilfsbereit zur Seite. Und je mehr ich ihn im Laufe der Handlung kennenlernen durfte, desto klarer wurde, dass er es in seiner Vergangenheit nicht immer nur einfach hatte.

Neben den beiden Protagonisten, wurden auch die Nebencharaktere von Ki Stephens mit viel Liebe in die Handlung integriert und machen die Geschichte authentischer und lebendiger.

Doch obwohl ich Ella und Hudson gerne durch alle Höhen und Tiefen begleitet habe und sich die Geschichte für mich im großen und Ganzen stimmig und authentisch angefühlt hat, so muss ich an dieser Stelle leider auch ein paar kleine Kritikpunkte äußern. So wurden manche Ereignisse für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich behandelt und auch einige Schwierigkeiten wurden meiner Meinung nach zu schnell gelöst. Hier hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle doch noch etwas mehr Tiefgang gewünscht, was dem Handlungsverlauf zuträglich gewesen wäre.

Zu guter Letzt muss ich noch den großartigen Schreibstil von Ki Stephens erwähnen. Sie schreibt so bildhaft und flüssig und bringt dabei auch noch eine gehörige Portion Humor mit in die Geschichte. So konnte ich mich nicht nur sofort in die Handlung einfinden, sondern dadurch hat mir das Lesen auch großen Spaß gemacht.

Fazit:
„Cheer to Love“ ist eine unterhaltsame und mitreißende Sports-Romance, bei der nicht nur die großen Gefühle, sondern auch der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Und obwohl mir an einigen Stellen Tiefgang gefehlt hat, so ist die Geschichte von Ella und Hudson doch absolut lesenswert, weshalb ich das Buch allen Sports-Romance-Liebhabern wärmstens empfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.01.2026

Gelungener Debütroman über eine düstere, brutale Welt und eine starke Protagonistin!

House of the Beast
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Inhaltsangabe:
Alma, die als uneheliches Kind auf die Welt gekommen ist, hat schon sehr bald lernen müssen, dass sie zur Einsamkeit verdammt ist. Doch als ihre Mutter schwer krank wird, sieht sie keinen ...

Inhaltsangabe:
Alma, die als uneheliches Kind auf die Welt gekommen ist, hat schon sehr bald lernen müssen, dass sie zur Einsamkeit verdammt ist. Doch als ihre Mutter schwer krank wird, sieht sie keinen anderen Ausweg, als mit ihrem unbekannten Vater in Verbindung zu treten. Sie hat jedoch keine Ahnung, dass dieser Mitglied eines der vier Adelshäuser ist, die den Göttern dienen. Da sie als seine Tochter nun, ebenso wie er zum Haus Avera gehört, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich für immer an das Dread Beast zu binden, den grausamen Gott dem ihre Familie dient. Fortan muss sie auf dem Anwesen ihrer Verwandten leben, die ihr nichts als Hass entgegenbringen. Als dann auch noch ihre Mutter stirbt, sinnt Alma auf Rache. Und sie ist nicht allein. An ihrer Seite ist die Bestie, der sie sich verschworen hat, ein wunderschönes Monster mit Haaren, so hell wie das Mondlicht. Der Gott, dem sie dient.

Meine Meinung:
„House of the Beast“ ist der Debütroman von Michelle Wong.
Vom Klappentext fasziniert und von der Optik hingerissen, war ich sehr auf dieses Buch gespannt.
Doch obwohl es mit dem sehr spannenden Prolog beginnt, bei dem man sofort mitten ins Geschehen katapultiert wird, so muss ich leider gestehen, dass mich die Geschichte nicht vollends überzeugen konnte. Zwar wartet sie neben einer an sich spannenden Handlung, undurchsichtigen Charakteren, großen Geheimnissen und einer dunklen und gut ausgearbeiteten Welt auf und doch zieht sie sich an einige Stellen mehr oder weniger in die Länge, wodurch sie nicht nur an Tiefgang verliert, sondern das Lesevergnügen auch teilweise getrübt wurde. Aber auch die große Brutalität, die im Buch vorherrscht, war für meinen Geschmack an der ein und anderen Stelle etwas zu viel und wurde durch die bildgewaltige Schreibweise noch verstärkt.

Ansonsten hat mir der ausdrucksstarke und mitreißende Schreibstil von Michelle Wong sehr gut gefallen. Sie beschreibt die Welt und die einzelnen Charaktere so detailliert, so dass ich mir beim Lesen die von ihr erschaffene Welt und ihre Bewohner sehr gut vorstellen konnte.

Hierzu tragen auch die wundervollen Illustrationen, die sich sowohl vorne und hinten im Buch befinden ebenso bei, wie die Zeichnungen in den einzelnen Kapiteln. Vorne im Buch sind noch zwei Karten abgebildet, auf denen die beschriebene Welt noch einmal detailliert dargestellt ist.

Ebenso wie die Welt, so hat Michelle Wong auch ihre Figuren mit großer Sorgfalt erschaffen.
Allen voran Alma, die trotz ihrer Ausgangssituation von Anfang an eine enorme Stärke besitzt. Bedingt durch die Ablehnung ihrer Familie sehnt sie sich nach nichts mehr als Liebe und Geborgenheit, die sie allein bei Aster zu finden glaubt. Sie bekommt es im Laufe der Handlung mit unerwarteten Wendungen, grausamen Gegenspielern, gefährlichen Prüfungen und großen Geheimnissen zu tun und lässt sich trotz allem durch nichts und niemanden unterkriegen und von ihrer Rache abbringen. Und auch wenn sie mir manchmal etwas naiv erschienen ist, so war sie mir doch sehr sympathisch.

Bei Aster allerdings war ich mir allerdings bis zuletzt nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Zwar ist er für Alma der einzige Freund, der ihr immer und überall zur Seite steht und für sie da ist, trotzdem wurde ich bei ihm das Gefühl nicht los, er hätte irgendetwas zu verbergen. Auch seine Worte, Taten und seine geheimnisvolle Erscheinung verstärkten diesen Eindruck noch, so dass ich leider mit ihm bis zuletzt nicht ganz warm geworden bin.

Und auch die anderen Charaktere, die einem neben Aster und Alma begegnen, wurden mit großer Sorgfalt im Hinblick auf den Plot entwickelt und tragen allesamt zur spannenden Handlung bei.

Das Cover finde ich wirklich wunderschön gestaltet und es passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Durch die gewählten dunklen Farben, den von Dornen umgebenen Rosenranken mit den dunkelblauen, fast schwarzen Rosen wirkt es schön und düster zugleich. Der perfekt darauf abgestimmte Farbschnitt, auf dem ebenfalls Rosenranken mit Dornen zu sehen sind, passt nicht nur optisch hervorragend dazu, sondern rundet das Bild ideal ab.

Fazit:
„House of the Beast“ von Michelle Wong ist eine solide Fantasy-Geschichte und ein optisches Highlight. Und auch wenn die Umsetzung ein paar kleinere Schwächen aufweist und mich nicht gänzlich überzeugen konnte, so ist sie doch absolut lesenswert. Wer auf Fantasy steht und auch vor der darin vorkommenden Brutalität nicht zurückschreckt, dem kann ich es getrost empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2025

Herz oder Vorsätze, wem soll sie folgen?

Honeybridge. All Mine
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Inhaltsangabe:
Nach einer unschönen Scheidung hat sich Isabella Tucci geschworen: ein Jahr lang keine Männer und alles was mit ihnen zu tun hat. Nun möchte sie in Honeybridge neu anfangen und sich ihren ...

Inhaltsangabe:
Nach einer unschönen Scheidung hat sich Isabella Tucci geschworen: ein Jahr lang keine Männer und alles was mit ihnen zu tun hat. Nun möchte sie in Honeybridge neu anfangen und sich ihren Traum vom eigenen Restaurant, wo sie die Gerichte ihrer Kindheit nach den Rezepten ihrer Nonna servieren will, erfüllen. Doch gleich nach ihrer Ankunft trifft sie auf den gutaussehenden Etienne, der gegenüber ein Bistro betreibt und dessen Charme bisher noch jede Frau erlegen ist. Isabella versucht alles, um ihm aus dem Weg zu gehen und muss sich schon bald die Frage stellen, ob man immer strikt an den eigenen Vorsätzen festhalten sollte?

Meine Meinung:
Mit ihrem neuen Buch „Honeybridge. All Mine.“ entführt Pippa Nixon ihre Leser ins wunderschöne Honeybridge und punktet nicht nur mit absolutem Smalltown-Feeling, sondern auch mit authentischen und wunderbar ausgearbeiteten Charakteren. Für mich war es das erste Buch dieser Autorin und da ich ein großer Fan von Smalltown-Romances bin und mich auch der Klappentext neugierig gemacht hat, war ich sehr auf die Geschichte gespannt. Von der ersten Zeile an war ich direkt von der unterhaltsamen und romantischen Handlung eingenommen, was vor allem an der liebenswerten Protagonistin gelegen hat, die mir vom ersten Moment an ans Herz gewachsen ist.

Isabella, die nach der unschönen Scheidung von ihrem untreuen Ehemann in Honeybridge einen kompletten Neustart machen möchte und sich dabei ihren langersehnten Traum vom eigenen Restaurant erfüllen will, ist so authentisch beschrieben, dass man sie einfach nur ins Herz schließen muss. Sie ist eine starke Frau, die sich durch nichts unterkriegen lässt und für ihren Traum kämpft. Nach der negativen Erfahrung mit ihren Exmann, hat sie sich selbst geschworen, ein Jahr auf Männer und alles, was damit zu tun hat, zu verzichten. Und doch ist die Anziehung zwischen ihr und Etienne vom ersten Moment an deutlich zu spüren.

Etienne, Isabellas gutaussehender Nachbar, macht auf den ersten Blick den Eindruck eines absoluten Frauenhelden, der keinen Hehl daraus macht, was er von Isabella möchte. Je näher man ihn im Laufe der Geschichte kennenlernt und über ihn erfährt, desto mehr lernt man auch eine andere Seite von ihm kennen. Und auch wenn ich mir am Anfang nicht ganz sicher war, was ich von ihm halten sollte, desto sympathischer wurde er mir, je mehr ich über ihn gelesen habe.

Aber nicht nur die beiden Protagonisten und ihre besondere Dynamik untereinander haben dazu beigetragen, dass ich beim Lesen großen Spaß hatte, auch die unerwarteten Wendungen und unvorhersehbaren Ereignisse haben ebenso dazu beigetragen, wie die gut ausgearbeiteten weiteren Charaktere, die ich im Laufe der Handlung noch so kennenlernen durfte und die ich allesamt ins Herz geschlossen habe.

Wren, Rosie und Amber, die Isabella nicht nur mit einer Herzlichkeit in Honeybridge willkommen geheißen haben, sondern sie auch sofort in ihrer Mitte aufgenommen haben, sind mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften genauso unerlässlich für die Geschichte, wie auch Etiennes Freunde Fox und Walker. Durch sie alle wird dem Leser das besondere Smalltown-Feeling, das Honeybridge ausmacht, nochmal besonders nahe gebracht.

Der Schreibstil von Pippa Nixon hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt so lebendig, flüssig und detailliert, so dass mir das Lesen nicht nur extrem leicht gefallen ist, sondern ich an manchen Stellen auch das Gefühl hatte, selbst ein Teil von Honeybridge und seinen liebenswerten Einwohnern zu sein.

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Ich finde es sehr schön, dass es eher schlicht gehalten ist und die Schrift allein von wunderschönen Blumen umrandet wird. Auch die gewählten Farben finde ich toll und absolut passend zur herbstlichen Stimmung des Buches gewählt. Besonders zu erwähnen sei hier noch, dass die einzelnen Kapitel zu Beginn von einer Rose geschmückt sind. Das finde ich eine ausgesprochen schöne Idee, die meiner Meinung nach einen wunderbaren Bezug zum Cover und dem gesamten Setting des Buches schafft.

Doch nach all den lobenden Worten konnte mich das Buch doch leider nicht uneingeschränkt von sich überzeugen. Das liegt nicht nur daran, dass mir manche Auflösungen an der ein oder anderen Stelle leider etwas zu schnell gingen, hier hätte ich mir manchmal doch etwas mehr Tiefgang gewünscht, sondern auch an der fehlenden Herbststimmung, wie sie der Klappentext und die Aufmachung des Buches suggerieren.

Fazit:
„Honeybridge. All Mine.“ ist von der Aufmachung her ein absoluter Hingucker. Und obwohl ich mir an manchen Stellen etwas mehr Herbstvibes und Tiefgang gewünscht hätte, so ist es doch eine unterhaltsame Geschichte, die mir viel Freude beim Lesen bereitet hat. Dazu hat vor allem auch der flüssige und leicht verständliche Schreibstil von Pippa Nixon beigetragen, der gleichsam mit Details als auch Humor und großen Gefühlen punktet.
„Honeybridge. All Mine“ von Pippa Nixon ist trotz allem absolut lesenswert und ich bin schon jetzt auf die Fortsetzung gespannt.

Ich werde sie auf jeden Fall lesen!

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Die Rose von Evermore!

Rose in Chains
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Inhaltsangabe:
Vor dem Krieg befanden sich die Länder Evermore und Bomard in einem gefährdeten Frieden. Damit dieser Bestand hat, gingen die Kinder aus den beiden Ländern zusammen in ein Internat, wo sie ...

Inhaltsangabe:
Vor dem Krieg befanden sich die Länder Evermore und Bomard in einem gefährdeten Frieden. Damit dieser Bestand hat, gingen die Kinder aus den beiden Ländern zusammen in ein Internat, wo sie lernten, ihre Kräfte zu benutzen. Doch als der Krieg ausbrach und sich Evermore Bomard geschlagen geben musste, wurde Briony Rosewood, Prinzessin von Evermore, in deren Adern goldenes Blut fließen soll, mit vielen weiteren Frauen aus ihrem Land gefangen genommen, ihrer Kräfte beraubt und an ihre Feinde versteigert. Bei dieser dramatischen Versteigerung wird für Briony, als einziges noch lebendes Kind des letzten König von Evermore, ein absoluter Höchstpreis erzielt.
Von da an ist sie im Besitz von Toven Hearst, der nicht nur ihr Erzfeind und Schwarm ihrer Jugend ist, sondern auch der Sohn einer der einflußreichsten Familien von Bomard.

Meine Meinung:
„Rose in Chains“ ist der neue Romantasy-Roman und Auftakt der Evermore-Reihe von Julie Soto. Für mich war es das erste Buch von dieser Autorin, was mich nicht nur mit seiner wunderschönen Optik in seinen Bann gezogen hat.

Gleich zu Beginn lernt man die junge Briony Rosewood, Prinzessin von Evermore kennen, die nach dem glorreichen Sieg Bomards über Evermore mit vielen anderen Eversuns gefangen genommen und versteigert wird.
Ich mochte sie mit ihrer liebenswerten, loyalen und manchmal doch auch etwas naiven Art von Anfang an sehr gerne. Sie sieht sich in ihrem neuen Leben mit allerlei Grausamkeiten, bösartigen Menschen, großen Geheimnissen und vielen Herausforderungen konfrontiert und doch scheint ihr Kampfgeist und die Sorge um ihre Liebsten ungebrochen. Und je mehr ich sie im beim Lesen kennenlernen durfte, desto mehr ist sie mir ans Herz gewachsen und ich habe regelrecht mit ihr mitgelitten. Sie ist alles andere als erfreut darüber, dass ausgerechnet ihr Erzfeind Toven Hearst sie ersteigert hat, und doch sind ihre Gefühle, die sie trotz allem noch immer für ihn zu empfinden scheint, vom ersten Moment an deutlich zu spüren.

Bei Toven war ich bis zuletzt hin- und hergerissen und wusste nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Zu Beginn wirkt er sehr kühl und distanziert, doch je mehr ich ihn im Laufe der Geschichte kennengelernt habe, desto deutlicher wurde es, dass er auch eine weichere Seite hat und es wurde immer deutlicher, dass auch er Gefühle für Briony zu haben scheint. Doch auch wenn er mich während des Lesens des Öfteren überrascht hat und meine Sympathie für ihn zugenommen hat, so blieb er mir doch auch bis zuletzt ein Rätsel und ich bin mit seiner kühlen und geheimnisvollen Art bis zum Schluss nicht richtig warm geworden.

Aber nicht nur Briony und Toven und die besondere Dynamik die zwischen ihnen besteht, sind für den spannenden Fortgang der Geschichte ausschlaggebend, auch die anderen Figuren, die einem beim Lesen begegnen, wurden von Julie Soto mit so viel Liebe und größter Sorgfalt im Hinblick auf die Handlung erschaffen und tragen mit ihren guten und auch schlechten Charaktereigenschaften maßgeblich zur dramatischen Handlung bei.

Das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet und ist für mich eins der schönsten überhaupt. Es passt optisch hervorragend zum Setting des Buches und der perfekt darauf abgestimmte Farbschnitt rundet das Erscheinungsbild noch ab. Als Besonderheit muss ich hier noch das von Rosen und Ranken umgebene Cutout zwischen Briony und Toven auf dem Cover erwähnen, welches mir besonders gut gefallen hat. Hier und mit den Rosenranken auf dem Farbschnitt wird auf wundersame Weise eine stimmige Verbindung zum Titel geschaffen. Und auch innen ist es liebevoll gestaltet. So ist jede Zahl eines neuen Kapitels von einem mit Rosen versehenen Kreis umhüllt, der wieder hervorragend zur Optik des Buches passt.

Julie Soto hat einen sehr ausführlichen und mitreißenden Schreibstil, den ich beim Lesen als sehr angenehm empfunden habe. Die einzelnen Charaktere und die von ihr erschaffene Welt sind so detailliert beschrieben, so dass ich mir beim Lesen alles sehr gut vorstellen konnte.

Doch obwohl die Handlung an sich recht spannend war, so wurde das Lesevergnügen meiner Meinung nach, an der ein oder anderen Stelle leider doch etwas getrübt. Hierfür sind aber nicht nur zu schnelle Lösungen, die hie und da vorkommen, mitverantwortlich, sondern auch die enorme Brutalität, die in der Geschichte herrscht und von der ich in dem Ausmaß doch etwas überrascht wurde.

Fazit:
Mit „Rose in Chains“ hat Julie Soto einen spannenden, neuen Romantasy-Roman erschaffen, der allein von der Optik für mich ein echtes Jahreshighlight darstellt. Und auch wenn die Geschichte teilweise von starker Brutalität geprägt ist, so ist es doch alles in allem ein gelungener Auftakt der Evermore-Reihe, der nicht nur für Fans von Forbidden-Love und Enemies-to-Lovers absolut lesenswert ist. Ich empfehle auf jeden Fall vorher die Triggerwarnung auf der letzten Seite zu lesen.

Ich hatte beim Lesen die meiste Zeit trotz allem sehr viel Spaß und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, denn ich will unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht.

Daher gibt es von mir von Herzen 4 von 5*.

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