Ich habe das Buch durch eine – sehr nette – Verwechslung erhalten, selbst gekauft hätte ich es mir nie. Ich kann mit Fantasy gar nichts anfangen. Aber da das Buch nun einmal da war, habe ich es auch gelesen. ...
Ich habe das Buch durch eine – sehr nette – Verwechslung erhalten, selbst gekauft hätte ich es mir nie. Ich kann mit Fantasy gar nichts anfangen. Aber da das Buch nun einmal da war, habe ich es auch gelesen. Meine Einstellung zu Fantasy hat sich nicht geändert. Aber da ich damit das Buch inhaltlich wohl kaum einigermaßen fair einschätzen kann, möchte ich nur erwähnen, dass es sich schnell und sehr flüssig las und nicht langweilig war. Das Cover ist besonders schön gestaltet und auch die einzelnen Abschnitte beginnen mit wunderschönen Ornamenten. So macht das Buch einen sehr hochwertigen Eindruck und ist sicher ein schönes Geschenk für echte Fantasy-Liebhaber.
Die Hauptfigur des Buches ist Edie, eine Halb-Inuit, Außenseiterin in ihrem Dorf, Teilzeitjägerin, aber in der Hauptsache die beste Jägerin und Touristenführerin. Während eines Jagdausfluges wird ein Tourist ...
Die Hauptfigur des Buches ist Edie, eine Halb-Inuit, Außenseiterin in ihrem Dorf, Teilzeitjägerin, aber in der Hauptsache die beste Jägerin und Touristenführerin. Während eines Jagdausfluges wird ein Tourist erschossen und die Dorfältesten beschließen, dies als Jagdunfall zu melden. Bei einer weiteren Touristenjagd stirbt ein weiterer Tourist und Edies Stiefsohn begeht angeblich danach Selbstmord. Dies kann Edie so nicht glauben und beginnt zunächst allein nachzuforschen und gerät damit in große Gefahr.
Das Buch spielt im ewigen Eis und man erfährt sehr viel über die Vergangenheit und die gegenwärtige Situation der kandadischen Inuits. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gut und man kann die Faszination, aber auch die Gefährlichkeit der Natur gut nachvollziehen. Trotz ihrer Fehler ist die Hauptfigur Edie sehr sympatisch. Was den Krimi angeht, ich empfand es eigentlich nicht als sehr spannend. Ich konnte das Buch problemlos aus der Hand legen. Allerdings fand ich es sehr angenehm und flüssig zu lesen und fühlte mich insgesamt sehr gut unterhalten. Daher 4 Punkte.
Die Mittdreißigerin Anna Silber reist nach Barcelona, der Geburtsstadt ihrer Mutter, um einen alternativen Reiseführer zu schreiben. Gleich nach ihrer Ankunft "stolpert" sie quasi über die erste Leiche ...
Die Mittdreißigerin Anna Silber reist nach Barcelona, der Geburtsstadt ihrer Mutter, um einen alternativen Reiseführer zu schreiben. Gleich nach ihrer Ankunft "stolpert" sie quasi über die erste Leiche und im Verlaufe des Buches werden es noch mehr. Während die Polizei seit Wochen hilflos bei der Aufklärung des Falles ist, klärt Anna diesen durch viele Zufälle fast im Alleingang auf. Ich muss ehrlich sagen, es waren mir der Zufälle zu viele und es wirkte auf mich nciht sehr glaubwürdig. Dieses Buch ist als Krimi bezeichnet, aber es ist kein Krimi im klassischen Sinn. Auch wenn es einen Mörder gibt, genauer gesagt einen kranken Serientäter, und viele Tote. Es hat mich gelangweilt, ich wollte nicht wissen, wer der Täter ist und ob es ein nächstes Opfer gibt. Im Schulaufsatz würde man wohl schreiben: Thema verfehlt.
Und trotzdem ist es ein gutes Buch (mit der Bezeichnung Roman wäre es aber wohl besser bedient gewesen). Gut geschrieben, sehr flüssig zu lesen, liefert es eine teilweise sehr poesievolle, teilweise etwas schräge Beschreibung des alten und im Untergang befindlichen Barcelonas und seiner Menschen, der alten Plätze, Straßen, Geschäfte, der Traditionen. Es liefert aber auch eine Beschreibung der Veränderungen in der Stadt, des Einfalls mafioser Ausländerbanden, die die alten Kaufleute aus ihren Geschäften drängen. Des Einfalls - vor allem im Zentrum - der auf der Welt immer gleichen Modelabels und hochpreisigen Einkaufsketten. Des Herausdrängens der Menschen aus den bezahlbaren Wohnungen zugunsten von Luxussanierungen und Bürohäusern. Auch wenn hier speziell über die spanischen Gesetze berichtet wird, die dies noch besonders unterstützen - die Entwicklung Barcelonas findet wohl in jeder europäischen touristisch geprägten Großstadt statt. Das Verdienst der Autorin ist aber, dass sie diese Entwicklung nicht trocken beschreibt, sondern das Buch wirklich die Liebe zu Barcelona zeigt und beim Lesen wirklich großen Spaß bringt. Dafür von mir 4 Punkte.
ch habe dieses Buch quasi in einem Rutsch verschlungen. Die Handlung spielt zumindest in der Gegenwart in Kanada und es geht um die Weiße Myra, die den Indianer Chad „zufällig“ kennenlernt. Sie hat eine ...
ch habe dieses Buch quasi in einem Rutsch verschlungen. Die Handlung spielt zumindest in der Gegenwart in Kanada und es geht um die Weiße Myra, die den Indianer Chad „zufällig“ kennenlernt. Sie hat eine Aufgabe zu erfüllen und ein magisches Amulett zu finden, um die Menschheit zu retten. Dazu wechselt sie sowohl in die fernste Vergangenheit wie auch in die Zukunft. Was sich hier in Kurzform wie ein Abklatsch von „Harry Potter“ oder „Zurück in die Zukunft“ anhört, ist es aber in Wirklichkeit nicht. Ich muss zugeben, dass ich weder an Esoterik, noch an übernatürliche Kräfte und Geistwesen glaube. Dies machte es mir ein wenig schwierig. Gerade den schnellen Wechseln in den Zeiten am Anfang des Buches und dann auch später den Beeinflussungen der Zeiten untereinander mochte ich nicht immer mit aller Konsequenz folgen. Die Guten waren einfach immer gut und fast nahezu makellos Weiß, die Bösen immer abgrundtief böse und Tiefschwarz. Die Skala der Grautöne dazwischen fehlte hier völlig. Auch die teilweisen Wunder (z. B. Schweben eines schweren Wagens beim Absturz in eine Schlucht) fand ich nicht immer wirklich gelungen und mir fehlte der Glauben daran.
Aber natürlich sind das alles Metaphern für den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse in der Welt, für den Glauben an die Menschen, an die Kräfte der Natur und an das wirklich wichtige im Leben (Familie, Liebe, Hilfe, Menschlichkeit). Manchmal erinnerte das Buch ein bisschen an ein Märchen. Doch insgesamt störte dies die Geschichte nicht wirklich und auf keinen Fall das Lesevergnügen. Das Buch ist flüssig geschrieben, mit sehr viel Fantasie und noch mehr Poesie. Auch das Cover ist sehr schön gestaltet. Für ein Erstlingswerk wirklich sehr gelungen. Alles in allem vergebe ich dafür 4 Punkte und wünsche dem Buch recht viele Leser.
Untertitel: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin.
Und dieser Untertitel ist das Beste am ganzen Buch. Damit meine ich allerdings nicht, dass das Buch ansonsten schlecht ist. Ganz im Gegenteil: ...
Untertitel: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin.
Und dieser Untertitel ist das Beste am ganzen Buch. Damit meine ich allerdings nicht, dass das Buch ansonsten schlecht ist. Ganz im Gegenteil: der Untertitel fasst nur einfach kurz und knapp den Inhalt des Buches prägnant zusammen.
Frau Freitag ist Klassenlehrerin einer überdrehten und recht leistungsschwachen 9. Klasse in einer deutschen Großstadt (Text auf der Buchrückseite). Über ein Schuljahr hinweg beschreibt sie ihre Erlebnisse in der Schule, auf dem Schulhof, zu Hause, bei Klassenfahrten und in den Ferien. Dabei schreibt sie herrlich witzig und gleichzeitig lakonisch. Sie teilt aus: gegenüber den Schülern, den Lehrerkollegen, der Politik ... und auch sich selber. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre bei allen Politikern und bei angehenden Lehrern werden. Ich befürchte nur, bei den Politikern wird sich nichts ändern und die Zahl künftiger Lehrer wird stark schrumpfen.
Aber trotz allen Problemen: man merkt an jeder Zeile, Frau Freitag ist mit Verstand und noch mehr Herz gern Lehrerin und ihr Beruf macht ihr immer noch Spaß. Und genau dieser Spaß teilt sich auf jeder Buchzeile dem Leser mit.