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Veröffentlicht am 09.12.2017

Humorvolle Anekdoten über Busreisende, aber auch die üblen Nachteile kommen hier zur Sprache!

"Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"
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Ein bisschen ist das mit dem Fernbus wie mit einer durchzechten Nacht. Man kommt dehydriert und zerknautscht zu Hause an und schwört sich: nie wieder. Bis zum nächsten Mal. Denn wer billig und flexibel ...

Ein bisschen ist das mit dem Fernbus wie mit einer durchzechten Nacht. Man kommt dehydriert und zerknautscht zu Hause an und schwört sich: nie wieder. Bis zum nächsten Mal. Denn wer billig und flexibel verreisen will, muss in den Bus. In seinem Inneren herrscht fröhliche Anarchie.

"Während er so dahinschaukelt, der Maulesel der Straße, spielen sich in seinem Inneren größere und kleinere Dramen ab. Die Toilette ist verstopft, der Busfahrer steht auf Schlager...
Nichts davon entweicht, alles zirkuliert. Denn eines hat man im Bus zum Überfluss: Zeit zu beobachten." Zitat Seite 12


Wer heute reisen will, hat die Wahl zwischen Individualverkehr mit privatem PKW oder den öffentlichen Möglichkeiten Bus oder Bahn. Wenn ersteres nicht zur Verfügung steht, bleiben die Alternativen des kostengünstigen Fernbusses oder der teureren, aber etwas komfortableren Bahnfahrt.

Sina Pousset ist Busreisende und aus ihrer Erfahrung kann sie ein Lied aus diesem speziellen Mikrokosmos singen.
Sie beschreibt in verschiedenen Kapiteln das Zusammentreffen der verschiedenen Reisenden, besondere Vorkommnisse und immer wiederkehrende Probleme durch die Enge und Nähe, denen sie sich taktvoll, aber auch schon mal sehr direkt annähert.
Ihre einzelnen Texte lesen sich wie eine Kolumne in der Zeitung. Man wird gut unterhalten und ich habe viel gelacht.

Die gezeigten mitreisenden Typen, Sinas persönliche Erlebnisse und ihre humorvollen Äußerungen machen Spaß und ihre Tipps zum Umgang mit den Mitreisenden sind interessant und hilfreich. Die Aufarbeitung der Bereiche, die zum Busfahren einfach dazugehören, wie eine Packliste, die richtige Sitzplatzwahl, Vorschläge zur musikalischen Playlist werden im Buch ausführlich abgehandelt.

Es geht hier auch um typische Klischees, die etwas überzogen gezeigt werden, damit sie möglichst humorvoll erscheinen. An und für sich eine gute Idee, doch als komplettes Buch hat mich diese Lektüre nicht vollständig überzeugt. Die Sammlung von Anekdoten kommt mir zu geballt daher. Häppchenweise als Zeitungskolumnen könnte man die Lektüre sicherlich viel besser genießen.

Solche Busreisen sind definitiv keine Reiseform für mich, wer es jedoch gerne macht oder aber es irgendwie ertragen kann, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Der Busreisende wird darin eigene Erlebnisse wiedererkennen und mit der Lektüre humorvolle unterhalten auf seinem Weg von A nach B.

Veröffentlicht am 09.12.2017

Rustikales Kochbuch mit exotischen Zutaten, englischen Rezepten und reichlich Alkoholzusätzen!

Simple
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Das kompakte Werk ist wunderschön aufgemacht und stammt aus dem "Ars Vivendi Verlag". Preislich liegt das Schmuckstück bei 29,90 Euro.

Niemand versteht es besser als Diana Henry, Gewohntem eine besondere ...

Das kompakte Werk ist wunderschön aufgemacht und stammt aus dem "Ars Vivendi Verlag". Preislich liegt das Schmuckstück bei 29,90 Euro.

Niemand versteht es besser als Diana Henry, Gewohntem eine besondere Note zu geben. Simple vereint eine grandiose Sammlung von Gerichten: allesamt ohne viel Aufhebens zuzubereiten und doch von umwerfendem Aroma. Ganz gleich, ob Lammkoteletts mit Walnuss, Chili und Salsa verde mit Honig, Dorsch mit Krabben-Kräuter-Kruste oder Türkische Pasta mit Feta, Joghurt und Dill – Diana Henry verwendet Zutaten, die man ohnehin meist auf Vorrat zu Hause hat oder schnell auf dem Heimweg von der Arbeit besorgen kann. Daraus zaubert sie herrlich einfache Rezepte, die absolut alltagstauglich sind.

Soweit verspricht der Klappentext ein "idiotensicheres" Kochbuch für die Alltagsküche.

Rein vom Äußerlichen her ist dieses Kochbuch ein Traum. Das Hardcover hat die Maße: 19,5 x 3,5 x 25,4 cm und ist recht schwer. Der Einband kommt im Shabby look daher, die Haptik und Optik vermitteln, hier ein Stück Holz in der Hand zu haben.

Im Vorwort geht die Autorin auf die Themen: Ausgefallene Zutaten, Für wie viele Personen sind die Rezepte berechnet? und Küchenausstattung ein.

Das Buch teilt sich in folgende Kapitel:

Anmerkung: Ich erwähne jeweils das Gericht, was mir besonders gefällt!
Eier:
Hier gibt es 8 Rezepte und im Anschluss eine Warenkunde über Eier.
- Feta-Lauch-Omelett mit Sumach (Sumach kenne ich nicht, wird aber vorausgesetzt)

Salate: 13 Rezepte
- Burrata mit Zitrusfrüchte, Fenchel & Oliven

Vorspeisen ohne Stress:
Hier sprechen mich am meisten an: kleiner skandinavischer Schmaus und Räucherfisch-Canapé

Toast: (10 Rezepte zeigen die Orientierung im englischen Raum an)

- Karottenhummus, Ofentomaten & Harissajoghurt

Hülsenfrüchte: Von den 10 Rezepten sind die meisten indisch angehaucht.

- Bretonisches Gratin mit Thunfisch & weißen Bohnen - Indische Süßkartoffeln mit Kichererbsen & Kokosnuss

Pasta und Getreide: Es gibt 17 Rezepte mit großer Zutatenvielfalt: Calamari, pikante Wurst, Mango und Rollgerste werden hier verarbeitet.

- Couscous mit essbaren Blüten (Hornveilchen) - Schwarze Linguine mit Calamari & Pikanter Wurst

Fisch: 17 Rezepte

- Brasse gefüllt mit Walnüssen & Granatapfel - Dorsch mit Krabben-Kräuter-Kruste - Portugiesischer Seehecht & Kartoffeln

Kleine feine Beigaben: Saucen und Relishes - Mojo Verde, würziger Kräuterjoghurt

Es gibt Empfehlungen, zu welchen Gerichten die 12 verschiedenen Beigaben gegessen werden können.

Ofengerichte: 16 Rezepte mit Geflügel, Schwein und Lamm

- Indische Lammkeule ist hier mein Favorit

Koteletts und Würste: - Schweinekoteletts mit Senf & Kapern (Titelbild) - Lammkoteletts mit Cidre, Minze & Sahne

Hähnchen: 12 Rezepte

- Marokkanisch gewürztes Hähnchen mit Datteln & Auberginen - Andalusisches Hähnchen mit Honig, Safran & Mandeln

Gemüse: 20 Rezepte

- Süßkartoffeln mit Joghurt & Koriander-Chili-Sauce - Ofenauberginen mit Tomaten & Safransauce - Ofensüßkartoffel, Chorizo, Champignons & Ei.

Was isst man zu Ofenkartoffeln? Dafür gibt es 8 kleine Rezepte wie Schinken, Camembert & Sahne.

Fruchtige Desserts: 18 Rezepte

- gebackene Birnen mit Zitrone, Lorbeer & Marsala - Kuchen: wie z. B. Crostata mit Aprikosen & Amaretti - Sommerlicher Mandelkuchen mit Früchten

Mühelose Desserts: 12 Vorschläge, die es hochprozentig "in sich haben"!

- Himbeer-Whiskey-Trifle - Ofenpfirsiche mit Amaretto

Soweit zu den wirklich vielfältigen Rezepten, die dank weniger Handgriffe wirklich nicht hohe Kochkunst bedeuten und somit das Prädikat: Simple auch verdienen. Nicht ganz so ist es bei den Zutaten!

Die Autorin ist Irin und lebt und kocht in London, dort sind die Multi-Kulti-Einflüsse der indischen Küche, aber auch diverser anderer Nationalitäten sehr spürbar. Mich haben die vielen verschiedenen Gewürze erst einmal abgeschreckt. Ich kenne viele Würzungen der türkischen und auch indischen Küche, aber wenn ich ein Gericht noch nie gegessen habe, bestelle ich mir nicht Gewürzmischungen zuhauf, um sie dann später vielleicht nicht mehr zu nutzen.

Auch gibt es bei vielen Rezepten, besonders bei den süßen Speisen, die ja Kinder mit Vorliebe essen, die üppige Zugabe von diversen Alkoholika. Das finde ich reichlich übertrieben, wenn schon Alkohol, dann trinke ich lieber ein Glas Wein zum Essen.
Tolle Aufmachung, wunderbare Fotos und wie es auf den ersten Blick hin scheint, auch gut nachzukochende Gerichte mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst.
Doch trotz der einfachen Zubereitung ist es größtenteils einfach nicht mein Kochstil und mit den vielen Gewürzen auch ziemlich exotisch angehaucht. Außerdem wird vieles im Ofen zubereitet und das finde ich energietechnisch nicht optimal.

Wer raffinierte Rezepte sucht, die im englisch/indischen Kochbereich angesiedelt sind, findet hier ausgefallene und interessant klingende Vorschläge.

Veröffentlicht am 19.11.2017

Tolle Grundidee, der Klappentext nimmt vieles vorweg und die eigentliche Handlung beginnt erst ab der Hälfte des Buches.

Das tote Herz
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Der Thriller "Das tote Herz" ist eine spannende Reise in die schreckliche Vorstellung, durch eine Organspende auch die Neigungen des Spenders übernommen zu haben. Kann eine Organspende den Empfänger derart ...

Der Thriller "Das tote Herz" ist eine spannende Reise in die schreckliche Vorstellung, durch eine Organspende auch die Neigungen des Spenders übernommen zu haben. Kann eine Organspende den Empfänger derart verändern? Übernimmt die Psyche des Empfängers wirklich Eigenarten und Art des Spenders?

Dieser Thriller hat mit der Transplantation eines Herzens eine wirklich spannende und gruselige Grundidee. Wer möchte schon gern ein Organ von einem Serienmörder übertragen bekommen.

Im Fall des Protagonisten Kober beginnt diese Veränderung schleichend. Er trinkt auf einmal Orangensaft, ganz entgegen seiner bisherigen Gewohnheiten. Auch seine Ehefrau wird ihm zunehmend fremder und er empfindet keine großen Gefühle mehr für sie und seine Tochter. Eine interessante, aber gleichzeitig grauenvolle Vorstellung.

Die Umsetzung des Themas hat aber so seine Schwächen. Einerseits ist der Inhalt durch den Klappentext schon vorweggenommen und andererseits entwickelt sich die Hauptidee erst nach dem ersten Drittel des Buches.
Mich hat aber leider die Ausführung des Thrillers nicht überzeugt, auch wenn ich mich auf die gruselige Thematik eingelassen habe. Die Situation des Kennenlernens von Kober und Solveig wird fast in einem Nebensatz abgehandelt, sie verlieben sich sofort und dass, obwohl Solveig durch ihr traumatisches Erlebnis Männern gegenüber völlig misstrauisch und ablehnend gegenüber stehen müsste. Solche Grundgedanken passen nicht schlüssig zur Thematik.

Der knapp und präzise gehaltene Schreibstil passt gut zu einem Thriller und durch die kurzen Kapitel wird eine solide Grundspannung aufgebaut.

Aber mich hat der vorhersehbare Inhalt doch am meisten gestört. Wenn man den Klappentext gelesen hat, weiß man schon fast die gesamte Handlung. So etwas stört mich wirklich und darf einfach nicht sein.
Auch die Darstellung der Charaktere hat mich nicht überzeugt, sie erscheinen nicht echt und natürlich, sondern wie künstliche Wesen.

Wenn man der Grundidee des Buches nachgeht und im Internet recherchiert, so erfährt man, dass zwischen Spenderorgan-Empfänger und Spender durchaus übereinstimmende Vorlieben existieren können. Doch die Auswirkungen in diesem Thriller sind zu gewalttätigt und damit zu überzogen, um noch realistisch wirken zu können.

Dieser Thriller befasst sich mit einer interessanten Grundidee, die Umsetzung ist jedoch sehr vorhersehbar. Dennoch hat mich die Lektüre gefesselt und ich denke, dass Thrillerleser ebenso empfinden.

Veröffentlicht am 19.11.2017

Schreckliche Thematik, jedoch am Ende zu viele offene Fragen!

Kalte Brandung
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Dieser Krimi ist der zweite Band einer Reihe, ich kenne den Vorgänger nicht.
Neben der polizeilichen Ermittlung unter der Führung von Polizistin Maud Mertens, kann die zufällig involvierte Studentin der ...

Dieser Krimi ist der zweite Band einer Reihe, ich kenne den Vorgänger nicht.
Neben der polizeilichen Ermittlung unter der Führung von Polizistin Maud Mertens, kann die zufällig involvierte Studentin der Kriminalistik, Kyra, nicht die Finger von dem Fall lassen. Zu sehr wird sie an ihre von vier Jahren verschwundene Schwester erinnert. Gemeinsam mit ihren Kommilitonen denkt sie über die möglichen Zusammenhänge nach.

Der Krimi wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt, einerseits die Suche der Polizei nach den verschwundenen Kindern, die man gleichzeitig aus ihrer leidensvollen Perspektive miterlebt, dann geht es um ein stark verwirrtes Mädchen namens Jane in London und außerdem kommt noch der Fall der vermissten Schwester Kyras hinzu. Auch hierzu erleben wir die Situation in Kyras Familie mit.

Ich kann nur vermuten, dass Jane und Sarina schon inhaltlich im ersten Band thematisiert wurden. Mir fehlen hierzu die Vorkenntnisse. Man sollte also wohl lieber den ersten Band lesen.


Die Hauptgeschichte um die verschwundenen Kinder ist beklemmend und schrecklich, besonders die Situation aus der Sicht der Kinder ist schlimm. Man erlebt hautnah mit, wie sie den Entführern begegnen und wie sie eingepfercht in Metallkäfige wie Tiere gehalten werden.
Dabei finde ich, die Kinder werden recht altklug geschildert und erscheinen zwar verzweifelt, aber doch nicht altersgerecht denkend. Ihre Emotionen gehen mir jedoch sehr nahe. Aber auch der enorme Zeitdruck, unter dem die Ermittler stehen und lange keine eindeutige Spur verfolgen, ist deutlich spürbar und macht die Hauptspannung aus.


Die Autorin wechselt gekonnt zwischen den Perspektiven hin und her und auch der Erzählstil hat mir gefallen. Besonders die Gewissensbisse von Maud und die intensive Suche Kyras sind sehr authentisch und interessant gezeigt und stellen die beiden Personen intensiv vor, sodass man sie sich gut vorstellen kann.

Auch wenn die Schicksale der entführten Kinder emotional geschildert werden und den Leser mitleiden lassen, gestaltet sich die Suche nach den Entführern und den wahren Gründen dahinter sehr schwerfällig. Die Fahnder stochern lange im Dunkeln und für mich bleibt hier die Spannung etwas auf der Stecke. Was mich am meisten gestört hat, ist die Tatsache, dass die Fälle von Jane und Sarina zu keiner Auflösung im Buch geführt hat. Lange habe ich versucht, die Zusammenhänge dieser Fälle mit den akuten Entführungen zu finden, doch es gab keine ersichtlichen. Wenn man als Leser in die Irre geführt wird, ist das genau der fesselnde Effekt, den man sich für einen Thriller wünscht, gibt es aber offene, ungelöste Inhalte, die vielleicht erst im Nachfolgeband geklärt werden, dann führt das nicht dazu, das Buch am Ende zufrieden zuzuklappen und sacken zu lassen. Man muss also dranbleiben und den kommenden Band weiter lesen.


Eine interessante Krimireihe aus den Niederlanden, bei der ich mir gern mehr Aufklärung der eingebrachten Fälle gewünscht hätte. So kann ich keine allgemeine Empfehlung aussprechen, Reihenverfolger mal ausgenommen. Ich würde dem dritten Band aber durchaus eine Chance geben.

Veröffentlicht am 19.11.2017

Krimi im ruhigen Fahrwasser der Spree

Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2)
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Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, auch wenn mir der Erzählstil und die sehr detailgetreue, bildhaft schöne Beschreibung der Landschaft und Flussansichten absolut gefallen hat, so ...

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, auch wenn mir der Erzählstil und die sehr detailgetreue, bildhaft schöne Beschreibung der Landschaft und Flussansichten absolut gefallen hat, so hatte ich doch meine Probleme mit den personellen Verknüpfungen der Kommissarin Klaudia. Scheinbar fehlen mir Informationen aus dem Vorgängerband, die Klaudias gesundheitliche Probleme mit Tinnitus und zeitweiligen Angstattacken für mich nachvollziehbar machen.

Dennoch konnte ich schnell in die Handlung eintauchen, die Ermittlungen erfolgen nicht von Schreibtisch aus, sondern bei den Befragungen gehen die Ermittler direkt vor Ort und lernen so das Umfeld der Zeugen und Anwohner kennen. Das ist auch im Sinne des Lesers. Klaudia hat sich nach ihrem Wechsel vom Ruhrpott ins beschauliche Lübbenau langsam an ihr Umfeld gewöhnt, Freunde hat sie nur wenige und so freut man sich, dass sie mit ihrem anfangs verhassten Kollegen Demel zusammen arbeitet und sie sich immer mehr aneinander gewöhnen. Gemeinsam wachsen sie zu einem Team zusammen und unterstützen sich gegenseitig.

Die Handlung verläuft eher ruhig, die Beziehungen der Beteiligten sind ziemlich undurchsichtig, es ist Korruption im Spiel und auch die Situation unter den rumänischen Erntehelfern ist nicht eindeutig.

Als ein weiteres Opfer erschossen wird, wird die Tätersuche immer brisanter. Ein Mitraten wurde für mich erschwert, denn ich hatte lange Zeit die Personen nicht alle vor Augen. Als dann auch noch von oben herab bestimmte Personen polizeilich nicht näher befragt werden durften, konnte ich mir lange keinen Reim darauf machen. Solche Inhalte erschweren das Verständnis und hindern leider den Spannungsaufbau.

Der Krimi lässt inhaltlich gesehen noch offene Ansätze für eine Weiterführung der Reihe auf die man gespannt sein kann. Wer den Spreewald kennt, wird sich in diesem Krimi gut zurechtfinden und besonders die Gurkenverarbeitung wird gut vorgestellt. Ansonsten hätte ein wenig mehr Spannung dem Krimi gut getan.