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Veröffentlicht am 11.10.2024

Sommernachtszauber

Sommernachtszauber
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Berlin 1935, Johannes - ein junger aufstrebender Schauspieler - wird auf offener Bühne als Romeo von seiner Freundin, die die Julia spielt, ermordet. Sie fühlt sich von ihm in ihrer Liebe verraten. 70 ...

Berlin 1935, Johannes - ein junger aufstrebender Schauspieler - wird auf offener Bühne als Romeo von seiner Freundin, die die Julia spielt, ermordet. Sie fühlt sich von ihm in ihrer Liebe verraten. 70 Jahre später - das Haus ist kein Theater mehr, sondern hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Jetzt macht sich der junge Regisseur Carlos daran, dort wieder ein Theater aufzubauen mit Unterstützung der Stadt und von Sponsoren. Dafür muss die Premiere von "Romeo und Julia" ein Erfolg werden. Er engagiert für die Hauptrolle Caroline, eine Schauspielschülerin. Diese hat anfangs Riesenschwierigkeiten mit der Rolle. Beim alleinigen nächtlichen Proben trifft sie auf Johannes, der seit seinem Tod ein Geist ist ...
Das Buch ist für das Alter 14-16 gedacht und nach dem Plot erwartete ich eine kitschige Geschichte. Ich wurde mehr als angenehm überrascht. Die Geschichte ist wunderbar zauberhaft leicht geschrieben und genau so zu lesen. Sie handelt von Liebe in verschiedenen Zeiten, zu unterschiedlichen Menschen oder Dingen, vom Kampf um seinen Traum, von Schwierigkeiten der Schauspieler, von Freundschaft und Menschlichkeit. Die handelnden Personen sind gut beschrieben und handeln nicht nur schwarz/weiß, sondern können sich entwickeln. Nach kurzer Zeit vergisst man, dass ein "Geist" darin vorkommt und dass das Ganze eher fantastisch "unwahr" ist. Ein wunderbares Buch. Und ein dazu passendes ebensolches schönes Cover.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Der Mona-Mausa-Code

Der Mona-Mausa-Code
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Ich muss zugeben, dass ich für die empfohlene Altersgruppe von 8-10 Jahren schon viel zu alt bin. Aber trotzdem habe ich mich über das Buch köstlich amüsiert. Diese vielen versteckten Andeutungen auf Künstler ...

Ich muss zugeben, dass ich für die empfohlene Altersgruppe von 8-10 Jahren schon viel zu alt bin. Aber trotzdem habe ich mich über das Buch köstlich amüsiert. Diese vielen versteckten Andeutungen auf Künstler oder Bücher, Filme oder Gemälde - einfach herrlich. Dazu die tollen Mäusefiguren - jede auf ihre Art einmalig und nachvollziehbar. Ich denke, dieses Buch werden Kinder der Altersgruppe sehr lieben. Dazu kommt eine zwar einfache, aber trotzdem spannende Geschichte. Zum Vorlesen und zum Selberlesen - unterlegt mit wunderbaren Bildern und der Text wurde auch sehr gut gestaltet mit den verschiedenen, wiedererkennbaren Elementen. So macht Lesen Spaß und ganz nebenbei und unaufdringlich wird noch etwas gelernt. Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Stirb mein Prinz

Stirb, mein Prinz (Ein Marina-Esposito-Thriller 3)
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Zuerst ist mir das interessante Cover an dem Buch aufgefallen und erst ziemlich spät habe ich den Bezug zum Inhalt begriffen. Toll gemacht.
Im Buch selbst finden 2 Bauarbeiter in einem heruntergekommenen ...

Zuerst ist mir das interessante Cover an dem Buch aufgefallen und erst ziemlich spät habe ich den Bezug zum Inhalt begriffen. Toll gemacht.
Im Buch selbst finden 2 Bauarbeiter in einem heruntergekommenen Haus im Keller einen verwahrlosten, halb verhungerten Jungen - eingesperrt in einen Käfig aus Menschenknochen. Auch nach der Befreiung ist der Junge nicht sicher. Kommissar Phil ermittelt und hat keine Ahnung, wie stark persönlich er in dem Fall involviert ist. Außerdem hat er noch mit einigen anderen dienstlichen Problemen zu kämpfen.
Das Buch ist sehr spannend und lässt sich wunderbar lesen. Auch wenn schon ziemlich zeitig "der-die-das" Täter (ich will nicht zu viel verraten) ins Spiel kommen, erfährt man fast nichts über die Hintergründe und tappt lange im Dunkeln. Und immer, wenn man denkt, jetzt hat man etwas erkannt - wird genau diese Erkenntnis auf der nächsten Seite zwar bestätigt, aber sofort kommen viel mehr neue Fragen auf. Erst nach rund 4/5 des Buches erfährt man mehr über die Täter, aber der Fall ist immer noch nicht gelöst. Mein Fazit: absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Immer wieder das Meer

Immer wieder das Meer
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Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es wird als eine Liebesgeschichte zwischen 3 Schwestern und einem Mann beschrieben. Im Grunde stimmt das auch, aber es ist viel mehr als eine nur kitschige Liebesgeschichte. ...

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es wird als eine Liebesgeschichte zwischen 3 Schwestern und einem Mann beschrieben. Im Grunde stimmt das auch, aber es ist viel mehr als eine nur kitschige Liebesgeschichte. Es ist ein Buch mit viel Gefühl, aber ohne Kitsch. Und eigentlich ist es auch eine Art Familiengeschichte.
Die 3 Schwestern Roberta, Lucia und Nannina sind vom Alter her etwa 10 Jahre auseinander. Sie lernen nacheinander im Abstand von einigen Jahren den Dichter Alessandro kennen und verlieben sich in ihn. Alle 3 haben mit ihm eine Beziehung und betrachten ihn als den Mann ihres Lebens, aber nur eine wird er heiraten. Von der Heirat erfährt man auf der ersten Seite, aber erst am Ende des Buches erfährt man, warum und wen er heiraten wird. Dazwischen ist ganz viel Familie – Beziehungen untereinander, zu Eltern und Großeltern, Krankheit, Tod, Fehler, Missverständnisse. Erzählt werden die Kapitel immer aus der Sicht einer Schwester und anfangs hatte ich damit ein wenig Probleme, weil die eine Schwester schon vom Tod der Eltern berichtet, im nächsten Kapitel bei einer anderen Schwester leben sie aber noch. Doch ganz schnell versteht man das System und dadurch wird auch immer eine Spannung erzeugt, weil man zwar das Ergebnis kennt, aber nicht weiß, wie es dahin gekommen ist.
Insgesamt ist es ein sehr schönes und gefühlvolles Buch. Eigentlich passiert nicht so viel besonders aufregendes – halt einfach Familienleben, aber dieses ist wunderbar beschrieben mit all den schönen und schlechten Seiten. Man kann problemlos mitfühlen und verstehen, ohne Partei für eine Person ergreifen zu müssen. Und gerade den Bereich Krankheit kennt wohl jeder irgendwie aus seinem Umfeld. Ein wirklich gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Himmlische Träume

Himmlische Träume
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Auf dem Cover ist der Vermerk, dass "Himmlische Träume" das Nachfolgebuch von "Chocolat" ist, was so nicht ganz korrekt ist, denn dazwischen gibt es noch ein weiteres Buch, das mir leider völlig entgangen ...

Auf dem Cover ist der Vermerk, dass "Himmlische Träume" das Nachfolgebuch von "Chocolat" ist, was so nicht ganz korrekt ist, denn dazwischen gibt es noch ein weiteres Buch, das mir leider völlig entgangen ist. So fehlten mir in "Himmlische Träume" manchmal einige Zusammenhänge. Allerdings nicht in den ganz wesentlichen Themen.
"Himmlische Träume" beginnt ein wenig "umständlich". Anfangs hatte ich ein paar Probleme, mich an die oft geschwungenen Sätze zu gewöhnen. Wie ein Fluss, der nicht gerade ist, sondern ganz viele Kurven macht. Doch nach wenigen Seiten hatte ich mich an diesen Fluss nicht nur gewöhnt, ich fand ihn einfach bezaubernd. Wunderbare Beschreibungen und Szenen in dem kleinen französischen Dorf, in das Vianne nach einem "Brief aus dem Grab" mit ihren beiden Töchtern zurückkehrt. Dort hat sich vieles und eigentlich doch wenig geändert. Wenig, weil die Leute immer noch so leben wie schon immer, die Nachbarn beobachten, misstrauisch sind, aber auch lebensfroh, die Türen bleiben unverschlossen, Kriminalität gibt es fast nicht. Aber die Veränderungen: Die Flusspiraten aus dem ersten Buch sind weggezogen. Statt dessen leben in diesem Stadtteil nun Emigranten: Marrokaner, Algerien usw. - Maghrebiner genannt. Also Moslems. Anfangs gibt es sogar so etwas wie eine gute Nachbarschaft, doch das ändert sich im Laufe der Zeit in einen Krieg und der Dorfpriester ist mitten drin. Ihm wird die Ursache dieser Feindschaft nachgesagt, dabei hat gerade er sich bemüht, tolerant zu sein. Und er ist nicht in erster Linie die Ursache ... Vianne hat viel zu tun, erfährt viel, vermittelt ... es ist ein wunderbares Buch, das die Situation in Frankreich gut beschreibt (aber dieser Ort hätte auch jederzeit ein Dorf in Deutschland sein können), die Probleme zwischen den Religionen, aber auch innerhalb derselben. Nicht alles, was auf den ersten Blick so erscheint, ist auch wirklich so. Nicht jeder Moslem ist christenfeindlich, nicht jeder Christ tolerant. Doch genau dafür wirbt das Buch - aber so gut in eine Geschichte eingepackt, dass es auch ein wunderbares Lesevergnügen ist.

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