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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2024

Wenn Trauer verbindet

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Klappentext:

„Asher Hunter will Rache. Er will sich an dem Mann rächen, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und vor Gericht durch einen Formfehler ungestraft davongekommen ist. Asher besucht gleich ...

Klappentext:

„Asher Hunter will Rache. Er will sich an dem Mann rächen, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und vor Gericht durch einen Formfehler ungestraft davongekommen ist. Asher besucht gleich mehrere Trauergruppen, und er findet dort unerwartet Freunde: Da sind Sloane und Will, die etwa so alt sind wie er, und da ist der 80-jährige Henry. Sie alle verbindet, dass sie ihren liebsten Menschen verloren haben. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip von New Jersey nach Memphis, Tennessee. Was Asher den anderen verschweigt: Er will dort den Mörder seiner Mutter töten. Tausende Kilometer, jede Menge Caesar Salads und einen filmreifen Kuss später steht er vor der Entscheidung seines Lebens. Und wählt: das Leben.“





Fazit:

Wer sich bei dem Klappentext auf eine depressive Geschichte einstellt, die einen vollkommen runterzieht, liegt falsch! Diese Story lebt von ganz vielen lustigen Dialogen und Erklärungen sowie unglaublicher Situationskomik. Die Charaktere haben sich nicht gesucht aber dennoch gefunden. Ihre gemeinsame Handhabung mit der Trauer ist für mich als Außenstehende zu jeder Zeit nachvollziehbar gewesen. Jede:r von ihnen hat seine/ihre eigenen Macken, der Umgang damit ist schön zu beobachten.



Der Roadtrip entwickelte sich zu einem „Selbstfindungstrip“. Vor allem Asher wurde auf die harte Probe gestellt. Der Erzählstil vereint auf eine wunderbare Art und Weise so viele wichtige Themen. Die Message ist nicht eindringlich aber erkennbar. Jeder darf so trauern wie er möchte, dafür gibt es keine Vorschriften. Diese Truppe hat mich bewegt, ich hatte lehrreiche, humorvolle und emotionale Lesestunden.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Ein Unikat!

THE BOOK
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Klappentext:

„Dieses Buch befriedigt nicht nur die Neugier, es erweitert die Grenzen des menschlichen Geistes. Buchliebhaber und Wissbegierige lassen sich inspirieren und blättern fasziniert von Welt ...

Klappentext:

„Dieses Buch befriedigt nicht nur die Neugier, es erweitert die Grenzen des menschlichen Geistes. Buchliebhaber und Wissbegierige lassen sich inspirieren und blättern fasziniert von Welt zu Welt. Mit über 400 Seiten an eindrucksvollen, handgezeichneten Illustrationen ist THE BOOK ein Schatz für Liebhaber von Kunst, Technologie, Geschichte und geheimnisvollen Wissenschaften wie Semiotik und Hermeneutik. Ein Muss für jeden, der das Staunen nicht verlernt hat!



Es ist die außergewöhnliche Verschmelzung von Ingenieurskunst und mittelalterlicher Ästhetik, die dieses Buch zu einem Kunstwerk macht. Es gibt fantastische Welten zu entdecken, in denen mittelalterliche Bauern mit Fahrrädern pflügen und Ritter auf mechanischen Rössern kämpfen.“





Fazit:

THE BOOK hat mich nicht nur mit seiner Größe 38,9 x 25,4 x 5,3 cm und den beinahe 3 Kilo beeindruckt, sondern auch dem einzigartigen Inhalt. Der Aufbau ist wie eine kleine Zeitreise. Der mittelalterliche Stil unterstützt das Leseabenteuer und verleiht dem Ganzen unheimlich viel Charme und Individualität. 
Die Themenauswahl ist genau richtig und immer auf zwei Doppelseiten aufgeteilt. Die handgezeichneten Illustrationen greifen das jeweilige Thema perfekt auf. Abgesehen von der Tatsache, dass hier die Du-Form verwendet wird, habe ich mich auch in die detaillierten Elemente schockverliebt. Hier kommt man aus dem Staunen einfach nicht mehr raus!

Der Mix aus Ratgeber und Sachbuch ermöglicht es, THE BOOK als ein nicht(!) komplexes und kaum verständliches Buch anzusehen.
 Im Gegensatz zu so manch anderen komplizierten Fachbüchern ist hier alles total simpel und schlüssig erklärt. 

Ich bin in love mit diesem Buch und empfehle es gerne weiter! Entdeckerfreude kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Ein wahres Schmuckstück im Regal!

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Schluss mit der Langeweile

Der Keine-Langeweile-Klub
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Klappentext:

„Mia und ihre Freunde wollen am Computer ihrer Mutter spielen, ihnen ist langweilig. »Sucht euch lieber ein Hobby!«, ist die Antwort. Die Kinder gehen in den Garten und sammeln Ideen: Frisbee? ...

Klappentext:

„Mia und ihre Freunde wollen am Computer ihrer Mutter spielen, ihnen ist langweilig. »Sucht euch lieber ein Hobby!«, ist die Antwort. Die Kinder gehen in den Garten und sammeln Ideen: Frisbee? Gärtnern? Eine Musikband? Insektenforschung? Es wird einfach alles ausprobiert. Doch die Frisbee-Scheibe landet im Baum, die eingepflanzten Pommes wollen einfach nicht wachsen, die Nachbarn beschweren sich über den Lärm und die Spinnen und Käfer machen auch nicht das, was sie sollen. Zum Glück hat Mias Nachbar Herr Dibbel die rettende Idee …"





Fazit:

Das Kinderbuch führt die kleinen Erstleser einfach und voller Einfälle nur so durch die Seiten. Die große Schrift kombiniert mit den eingefärbten Silben ist ideal und unterstützt sowohl die Betonung als auch die Aussprache. 


Die kurzen Kapitel sind genau richtig, auch die Verständnisfragen fragen nochmal das Wissen über das Gelesene ab. Das Lesequiz zum Schluss rundet das Gesamtbild toll ab. 

Hier werden die Kids nicht nur dazu aufgefordert das Lesen zu lernen sondern auch mal was Neues auszuprobieren. Witzig und altersgerecht!

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Über das Entdecken des Lesens und Geschichtenerzählens

Das seltsame blaue Ding
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Klappentext:

„Eines Tages findet der Dachs im Wald ein seltsames blaues Ding - und weiß zunächst nichts damit anzufangen. Es geht durch die Pfoten weiterer Waldtiere, die es für die unterschiedlichsten ...

Klappentext:

„Eines Tages findet der Dachs im Wald ein seltsames blaues Ding - und weiß zunächst nichts damit anzufangen. Es geht durch die Pfoten weiterer Waldtiere, die es für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Es inspiriert die Tiere zu einer eigenen Geschichte über das Abenteuer mit dem rätselhaften Fund. So wird die Story zur Kettengeschichte, die Sie mit den Kindern weiterspinnen können – und vielleicht wird ja ein eigenes Buch daraus?“





Fazit:

Die Geschichte rund um das seltsame blaue Ding ist wirklich zauberhaft. Es entführt die kleinen Zuhörer und (Erst)Leser in ein kleines Abenteuer, dass sich um das Herantasten an Bücher dreht.

Die Kleinen erfahren in den unterschiedlichsten Szenen, was die Tiere alles mit dem seltsamen Ding „veranstalten“ bis sie den wahren Wert eines Buches kennenlernen. Die Illustrationen sind aussagestark, humorvoll sowie kreativ. 



Schritt für Schritt kommt man hier der Bücherliebe näher. Die Botschaft ist wichtig, weckt die Vorstellungskraft und wird auf Augenhöhe vermittelt. Echt toll!

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Gefangen in ausweglosen Situationen

Der Steg
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Klappentext:

„Bis vor einer halben Stunde dachte Priska, ihr Leben sei perfekt. Toller Job, toller Ehemann, tolles Haus am Plöner See, Vorfreude auf ein langes Wochenende mit ihrem Halbbruder Moritz und ...

Klappentext:

„Bis vor einer halben Stunde dachte Priska, ihr Leben sei perfekt. Toller Job, toller Ehemann, tolles Haus am Plöner See, Vorfreude auf ein langes Wochenende mit ihrem Halbbruder Moritz und dessen neuer Freundin Anna. Doch jetzt steht Priska auf dem Bootssteg, der zu ihrem Haus gehört, und blickt ins klare Wasser. Auf dem Seegrund liegt ein Mann, er ist tot, und es ist ihre Schuld. Da klingeln auch schon die Gäste …

Ein tiefgründiger, virtuos komponierter Psychothriller über zwei Frauen: Die eine will mit allen Mitteln ein Geheimnis bewahren, die andere möchte nur die Schwester ihres Freundes kennenlernen – bis ihr der Verdacht kommt, diese könnte eine Mörderin sein.“





Fazit:

Priska gerät bereits auf den ersten Seiten in die Bredouille, ab da kommt eine ausweglose Situation nach der anderen. Die Ereignisse spielen in einem straffen Handlungszeitraum von nur wenigen Tagen. Die spannende Geschichte beginnt mit einer Fülle von losen Puzzleteilen und Fragen, die sich langsam zusammenfügen, um dann durch überraschende Wendungen wieder neu gemischt zu werden. Der Wechsel der Erzählperspektiven ist ein weiteres interessantes Detail. Positiv hervorheben möchte ich den Fakt, dass die Autorin zwar auch aus Sicht der Ermittler schreibt, diese aber zu keiner Zeit im Vordergrund stehen.
 Zumal diese relativ spät zum Einsatz kommen.
Lebhafte Schilderungen des Umfeldes und erklärende Rückblicke begleiten die Handlung, ohne jedoch den Spannungsbogen zu unterbrechen.



Ich fieberte mit, war gespannt wie sich Priska immer häufiger herausgeredet musste und wollte unbedingt wissen wer der Tote ist. Diese Tatsache bleibt ziemlich lange verborgen, denn mit der Auflösung offenbarte sich ein schreckliches Geheimnis.

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