Ich habe die gekürzte Variante des Buches als Hörbuch gehört, und vielleicht liegt es daran, dass mir dadurch einige Dinge fehlten, aber leider konnte ich mit der Geschichte einfach nicht warm werden. ...
Ich habe die gekürzte Variante des Buches als Hörbuch gehört, und vielleicht liegt es daran, dass mir dadurch einige Dinge fehlten, aber leider konnte ich mit der Geschichte einfach nicht warm werden. Oder eher: ich konnte mit der Geschichte schon warm werden, aber während das Setting durchaus interessant war, waren eigentlich alle Figuren in meinen Augen wirklich flach und Klischeehaft geschrieben, der romantische Plot fühlte sich sehr gezwungen an und nahm leider gleichzeitig zu viel Raum im Vergleich zu den "echten" Problemen ein, und am Ende habe ich das Gefühl, dass das Buch zu klischeehaft in vielen Punkten zu sein, als das ich am Ende das Gefühl gehabt hätte, dass ich mich wirklich auf etwas einlassen könnte. Leider konnte nichts von den Handlungen für mich irgendetwas herausreißen, und ich habe am Ende zwar nicht das Gefühl, dass die Geschichte schrecklich war, aber leider gab es auch für mich nicht wirklich etwas erinnerungswürdiges, sodass mir das Geschehen vom Aufbau her eher egal ist, und durch die ziemlich stereotypen Figuren dann eher Richtung schlechter als besser wanderte.
Ich mag Märchen eigentlich, und kann mit ihnen eine Menge anfangen, bei diesem Buch fiel es mir allerdings doch recht schwer, mich auf sie einzulassen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie zu kurz waren. ...
Ich mag Märchen eigentlich, und kann mit ihnen eine Menge anfangen, bei diesem Buch fiel es mir allerdings doch recht schwer, mich auf sie einzulassen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie zu kurz waren. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie im Original auch so knapp gehalten sind.
Eventuell liegt es auch daran, dass ich die deutschen Gegenstücke der einzelnen Märchen kenne, und ich weiß, dass die teilweise um einiges Länger sind, aber teils hatte ich hier bei den Geschichten das Gefühl, dass sie nur Anfang und Ende beinhalten, und der Mittelteil eher übersprungen wurde. Ganz besonders bei der purpurroten Blume fiel es mir auf. Oder auf jeden Fall ist es alles wirklich sehr kurz gehalten, und für mich leider auch etwas zu kurz. Das sorgt natürlich dafür, dass es sich um schöne Geschichten zum Vorlesen handelt, weil sie wirklich schnell erzählt sind, aber trotzdem bin ich mir recht sicher, dass ich mir auch als Kind ein klein wenig mehr erhofft hätte, auch wenn die Märchen trotzdem ganz nett sind.
Ich hätte Dune wirklich gerne mehr mögen wollen, als ich zu Lesen begonnen habe, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte, und ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, und vielleicht ...
Ich hätte Dune wirklich gerne mehr mögen wollen, als ich zu Lesen begonnen habe, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte, und ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, und vielleicht war genau das das Problem? Denn leider fiel es mir wirklich unglaublich schwer, die Begeisterung anderer Leute nachzuempfinden.
Ich sehe ein dass Dune zu seiner Zeit ein sehr neues und innovatives Buch war, und dass es zweifellos die Grundsteine für so einige andere Werke gelegt hat, und tatsächlich finde ich die Welt auch wirklich interessant und fand die Geschichte durchaus spannend, aber ich hatte selten so zu kämpfen, eine Geschichte zu lesen. Oder mir anzuhören, denn tatsächlich bin ich sehr schnell auf ein Hörbuch umgestiegen, und selbst da musste ich teilweise wirklich kämpfen, um mir mehr als 20 Minuten am Stück anzuhören.
Mit dem Stil konnte ich leider gar nicht warm werden (vielleicht liegt es auch an der Übersetzung?), der Anfang war sehr unübersichtlich, und mit der Zeit konnte ich zwar immer mehr verstehen und war nicht mehr verloren, gleichzeitig wurde der Stil aber nicht besser und die Figuren wurden mir an keiner Stelle irgendwie wichtig. Ich fand sie durchaus interessant, und die Rollen die sie zu spielen hatten oder spielen wollten oder nicht spielen wollten und all das, aber hauptsächlich als Konzepte. Es waren gute Ideen, die aber nie mehr als das wurden, und eigentlich fühlte sich niemand für mich echt an. Das gemischt mit dem unnahbaren Stil hat mich manchmal echt an meine grenzen gebracht, und so sehr ich mir auch gewünscht hätte, die Geschichte zu lieben, am Ende konnte ich einfach durch die Erzählung doch nicht genießen, worum es ging. Sowohl durch die Art des Schreibens, als auch viele Handlungen und Gedanken der Figuren, als auch "kleinere" Angelegenheiten (wie
Misogynie) innerhalb der Geschehnisse. Nicht, dass nicht zumindest einiges auch durchaus in die Geschichte gepasst hätte, und gerade bei Fremdenfeindlich zum Beispiel hat Herbert sich zweifellos etwas gedacht, aber es war trotzdem sehr schwer zu lesen, wie mit den Frauen umgegangen wurden, und welche Rollen ihnen zugeschrieben waren (wenn überhaupt welche).
Zusätzlich hatte ich zwar beständig das Gefühl, dass die Einsätze zwar sehr hoch waren, gleichzeitig war ich aber auch nie im geringsten besorgt, und irgendwie war es einfach schwer.
Also von der reinen Geschichte, dem Worldbuilding und dem Konzept der Figuren her hat es mir echt gefallen, kleinere Entscheidungen im Inhalt, die Figurenumsetzung und der Schreibstil haben es mir aber sehr schwer gemacht, das Buch tatsächlich zu mögen, geschweige denn zu genießen.
Als Thriller: 3,5 bis 4 Sterne
Als YA-Romance-Buch (als das ich es ursprünglich gelesen habe): 1,5 Sterne
Es tut mir wirklich leid, dass ich diesem Buch nicht mehr als 2,5 Sterne geben kann, und wäre ...
Als Thriller: 3,5 bis 4 Sterne
Als YA-Romance-Buch (als das ich es ursprünglich gelesen habe): 1,5 Sterne
Es tut mir wirklich leid, dass ich diesem Buch nicht mehr als 2,5 Sterne geben kann, und wäre ich mit den richtigen Erwartungen an das Buch herangegangen, hätten es bestimmt einige mehr sein können, nur leider war dem nicht so. Überall wird das Buch als Romance und YA betitelt, teilweise auch als Fantasy, und Cover und Klappentext bestärken in dieser Annahme nur. Das stimmt nicht. Es handelt sich auf keinen Fall um eine Liebesgeschichte, und Fantasy spielt auch nicht wirklich eine Rolle, weshalb ich beinahe sofort enttäuscht war, denn die Liebesgeschichte kam wirklich kurz. Innerhalb weniger Seiten wird aus zwei Leuten, die kaum miteinander zu tun haben eine angeblich tiefgehende Beziehung, die dann einfach da ist und besteht, und von der nie klar wird, woher genau die Gefühle von egal wem kommen, weil die Beziehung so aus dem Nichts entsteht, und auch danach nie deutlich wird, dass irgendjemand tatsächliche Gefühle hätte. Ebenso verhält es sich mit allen anderen Beziehungen und Freundschaften, die großteils oberflächlich zu bestehen scheinen, wenn überhaupt, und vermutlich hätte ich das Buch da sehr schnell abgebrochen, wenn ich nicht in einer Rezension gesehen hätte, dass das Buch als Thriller sehr wohl etwas taugt. Und das tut es. Dieses Buch ist ein Thriller, kein Romance-Buch, und wäre ich mit diesem Wissen an die Geschichte herangegangen, dann hätte ich mich ganz sicher darauf einlassen können und es hätte mir gefallen, so konnte ich leider bis zum Ende die Erwartung an eine Liebesgeschichte nicht abschütteln, was meine Freude an dem Buch eindeutig gemindert hat.
Babendererde greift in diesem Buch verdammt ernste Themen auf, die auch eindeutig nichts für schwache Nerven sind (Rassismus und Vorurteile mal um das in meinen Augen im Buch harmloseste zu nennen), und einige davon sind ganz gut aufgearbeitet, andere eindeutig zu harmlos, um für ein Kinder- und Jugendbuch zu funktionieren. Rassismus und Vorurteile zum Beispiel werden ganz gut auf- und eingearbeitet, und man merkt beim Lesen absolut, warum das falsch ist und das Buch lädt dazu ein, sich zu hinterfragen, und das auf eine Art, die vermutlich für Jugendliche in Ordnung ist (ich habe trotzdem das Gefühl, es wird zu schnell abgehandelt, aber es ist in Ordnung), aber andere Themen kommen vor und gehen im Drama von allem anderen unter, und insgesamt hat das Buch zu viele Themen und wird auch teilweise zu düster, als dass ich sagen würde, es würde sich für Jugendliche tatsächlich eignen.
Als ernsten Thriller würde das Buch von mir vermutlich dennoch 3,5 oder vielleicht sogar 4 Sterne bekommen, da ich denke, dass es in der Hinsicht wirklich spannend und ziemlich gut gemacht ist, und auch wenn ich von Anfang an wusste, worauf es hinaus läuft (nachdem mir klar war, dass es ein Thriller ist), habe ich das eher als Positiv wahrgenommen, da von Anfang an die Hinweise für alles eindeutig da sind, und man schon in den ersten Kapiteln ein unwohles Gefühl beim Lesen bekommt, und die Figuren durchaus so handeln, dass man am Ende nicht überrascht von irgendwas ist. Da koommen trotzdem Themen zu kurz und manche Figuren sind fragwürdig und an einigen Stellen hätte es zweifellos mehr auf Dinge eingehen können, aber das Buch funktioniert als Thriller wirklich gut, auch mit den eher moralisch grauen Figuren.
Als Liebesgeschichte oder Jugendbuch eignet es sich in meinen Augen allerdings wirklich wenig, Fantasy ist es auch nicht wirklich, und in der Hinsicht würde ich der Geschichte eher 2 Sterne oder weniger geben. Was mir wirklich leidtut, weil die Autorin die geringe Bewertung eindeutig nicht verdient hat, denn sie hat das Buch nicht als Liebesgeschichte sondern tatsächlich als Thriller bezeichnet (wie ich im Nachhinein herausgefunden habe), aber leider waren meine Erwartungen an der Stelle von anderen Seiten so fehlgeleitet, dass das Buch mich trotzdem nicht ganz überzeugen konnte, auch wenn ich es inzwischen besser weiß.
Nachdem ich von Stroud erst kürzlich den ersten Band von Lockwood & Co. gelesen habe, und ich begeistert war, hatte ich richtig Lust, noch ein anderes Buch von ihm zu lesen, und habe mit Drachenglut begonnen. ...
Nachdem ich von Stroud erst kürzlich den ersten Band von Lockwood & Co. gelesen habe, und ich begeistert war, hatte ich richtig Lust, noch ein anderes Buch von ihm zu lesen, und habe mit Drachenglut begonnen. Leider habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass ich vielleicht doch eher Lockwood hätte weiterlesen oder die Bartimäus-Reihe hätte beginnen sollen (von der ich mich erinnere, dass mir Band 1 mal gut gefallen hat), denn ich fürchte, Drachenglut kam an Lockwood nicht heran.
Die Idee fand ich wirklich gut und spannend, und zu lesen, wie ein Drache seine Umgebung beeinflusst/beeinflussen könnte/verschiedene Leute jeweils auf die Umstände reagieren, war ziemlich gut gemacht. Auch waren die Figuren durchaus realistisch geschrieben, mit jeweils ihren Fehlern und Herangehensweisen, und ich hatte durchaus das Gefühl, dass Stroud sich etwas dabei gedacht hat, nur leider habe ich über eigentlich keine Figur gerne gelesen. Handlung und Idee waren spannend, dagegen kann ich wirklich nichts sagen, aber beinahe alle Figuren sind mir wirklich auf die Nerven gegangen, und außerdem brauchte das Buch wirklich lange, um an einen Punkt zu kommen, an dem ich das Gefühl hatte, dass sich langsam ein Zusammenhang entwickelt, was es mir noch mal mehr erschwert hat, in die Geschichte reinzukommen, und so bin ich am Ende zwar mit der Idee ziemlich zufrieden, die Umsetzung hat für mich aber leider gar nicht funktioniert, besonders im Vergleich zu Lockwood (und dem, an was ich mich von Bartimäus erinnere).
Insgesamt würde ich es nicht als schlechtes Buch bezeichnen, und gerade wenn man mit den Figuren etwas mehr anfangen kann, sagt einem vielleicht auch die Geschichte mehr zu, nur für mich war's leider auch nicht zwingend ein gutes Buch, fürchte ich.