Eine frittenhafte Meisterleistung
Magical Fries – Der Geschmack des LebensWir wollen mehr davon, mehr vom Food-Universum, mehr von Marie Graßhoff und mehr actiongeladene und übernatürliche Abenteuer. Dieses Buch hat uns echt aus den Socken gehauen und nun müssen wir uns schnellstmöglich ...
Wir wollen mehr davon, mehr vom Food-Universum, mehr von Marie Graßhoff und mehr actiongeladene und übernatürliche Abenteuer. Dieses Buch hat uns echt aus den Socken gehauen und nun müssen wir uns schnellstmöglich alle Vorgänger der Reihe holen, um unseren zügellosen Appetit auf magisches Essen zu stillen.
Aber was macht Magical Fries zu etwas Besonderem?
Zum einen ist die Fülle an interessanten und glaubhaften Charakteren enorm.
Wir haben Crew, einen Exsoldaten mit trauriger Vergangenheit und selbstzerstörerischen Tendenzen, der trotz all seines Kummers und seiner Selbstaufgabe unglaublich sympathisch und liebenswert ist.
Ihm gegenüber steht Lennon, der Sohn seines Auftraggebers, der mit seiner unnahbaren und großspurigen Art perfekt den Trope des Mr. Grumpy oder den Enemy to Lover Part erfüllt.
Mit dem ungleichen Duo begibt sich auch die taffe Chae in Gefahr, eine coole Teleporterin, die man einfach mögen muss. Sie bringt etwas lässige Weiblichkeit ins Buch und komplettiert die Heldengruppe uneingeschränkt, zumindest bis der gutherzige Riley auftaucht. Auch ohne ihn ginge es nicht!
Und dann ist da noch der Watcher mit all seinen Fähigkeiten und Beweggründen. Er ist der perfekte Gegner immer und immer wieder. Durch ihn und seine Kämpfe wird das Buch zu einer Meisterleistung. Kein Kampf gegen ihn ist wie der andere. Keine blutige Auseinandersetzung hat dasselbe Szenario. Wir haben jedes Aufeinandertreffen mit ihm in Spannung erwartet und fanden sein Handeln nachvollziehbar und von Marie in Perfektion inszeniert.
Von dem spannenden und mitreißenden Schreibstil der Autorin brauchen wir wohl gar nicht erst anfangen, denn dieses Buch wartet mit so viel mehr auf, als der Fähigkeit, den Leser mitten ins Geschehen zu ziehen. Es bietet ein wahnsinnig ausgeklügeltes und leckeres Universum und einen perfekt durchdachten Handlungsstrang, der sich von Kampf zu Kampf steigert und dabei die Charaktere und somit das Herz des Buches nicht außer Acht lässt.
Auch die Liebe kommt in der Geschichte nicht zu kurz und muss noch erwähnt werden. Sie ist slowburn, heilend und drängt sich dabei nicht in den Vordergrund. Neben der Liebe unter den beiden Hauptprotagonisten finden wir auch andere Arten von tiefer Zuneigung in dem Buch, die Liebe zu Eltern, zu Freunden und die verlorene Liebe zum eigenen Selbst.
Dieses Buch ist so viel mehr als ein actiongeladener Fantasyroman. Es ist wie eine Tüte perfekter Fries, die mit jedem Bissen besser wird, und den Leser mit Erstaunen und der genüsslichen Lust auf mehr zurücklässt.
Ihr kennt Marie Graßhoff und ihr Food-Universum noch nicht? Dann lasst euch gesagt sein, dass ihr diese Lücke mit Magical Fries schließen solltet. 10 von 5 Sternen von uns. Es ist ein absolutes Jahreshighlight!