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Veröffentlicht am 18.10.2024

Sailing Conductors

Sailing Conductors
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Ben und Hannes studieren. Ben ist zum Schluss eine ganze Weile in Australien und kommt auf die Idee, mit einem Segelboot zurück nach Deutschland zu fahren und unterwegs in den verschiedenen Ländern mit ...

Ben und Hannes studieren. Ben ist zum Schluss eine ganze Weile in Australien und kommt auf die Idee, mit einem Segelboot zurück nach Deutschland zu fahren und unterwegs in den verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Musikern Lieder aufzunehmen. Hannes ist begeistert. Der Plan ist: ca. 3 Wochen auf See, dann 3 Wochen an Land – und in etwa 6 bis spätestens 12 Monaten zu Hause nach Deutschland zu kommen. Aus diesen geplanten Monaten werden erst mal mehr als 3 Jahre – die meiste Zeit verbringen Ben und Hannes allein auf der „Marianne“ , ihrem Segelboot. Ab und zu begleiten sie Gäste ein Stück auf der Reise. Anfangs sind beide völlige Laien und haben keine Ahnung, im Laufe der Reise eignen sie sich mehr und mehr Kenntnisse an.
Das Buch handelt von der gesamten Seereise. Ben und Hannes schreiben abwechselnd ihre Erlebnisse nieder, ab und zu sind die (B)Logbücher der Gäste eingefügt. Das Ganze ist ganz nett geschrieben, manchmal witzig, oft flapsig (mir anfangs vor allem zu flapsig). So restlos begeistern konnte mich das Buch aber nicht. Zum einen wiederholt sich vieles, weil Ben und Hannes über gleiche Vorfälle erzählen. Zum anderen kommen die immer wiederkehrenden Probleme, vor allem mit dem Motor, ausführlich vor. Einige der Fachbegriffe beim Segeln sind im Anhang erklärt, viele nicht. Als Laie habe ich ab und zu nicht verstanden, was damit gemeint ist. Der Teil Musik kommt im Buch relativ kurz. Es geht vor allem ums Segeln, Bier trinken, Spaß haben. Ich bin beeindruckt, mit wie wenig Wissen und auch Geld die beiden starten und was sie am Ende zustande bringen. Aber insgesamt hat mich das Buch nicht besonders beeindruckt (von vielen Schreibfehlern mal abgesehen). Mir kam es ein wenig vor wie der übliche Schulaufsatz „Wie hast Du die Ferien verbracht“ – nur halt ausführlicher. Alles in allem: nett zu lesen, für Segler und noch mehr für solche, die eine Segeltour planen, sicher interessanter als für jemanden wie mich, der das nie vorhat.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Kuckucksmörder

Kuckucksmörder
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Die Polizistin Eva wird von der Mutter ihrer Freundin angerufen, weil diese sich nicht meldet. Als Eva das Haus aufsucht, findet sie ihre Freundin, deren Mann und beide Kinder ermordet und verstümmelt ...

Die Polizistin Eva wird von der Mutter ihrer Freundin angerufen, weil diese sich nicht meldet. Als Eva das Haus aufsucht, findet sie ihre Freundin, deren Mann und beide Kinder ermordet und verstümmelt vor. An den Ermittlungen ist sie dann nicht beteiligt, macht sich aber trotzdem Gedanken und ist ziemlich erschrocken, als sie erfährt, dass ihre Freundin von ihrem Mann geschlagen worden sein soll. Zu allem kommt noch, das Eva starke gesundheitliche Probleme hat. Doch scheinbar ist die Familie ihrer Freundin nicht die einzige, die ermordet wurde …
„Kuckucksmörder“ hat mich nicht richtig überzeugt als Thriller. Fast das gesamte Buch wird aus der Sicht des Mörders erzählt und beschreibt den Grund seiner Morde und das Vorgehen in der nächsten Familie. Dadurch fehlte mir fast jede Spannung. Eva kam nur als Randfigur vor. Ermittlungen der Polizei fast gar nicht. Statt dessen wird ausführlich die neue Familie und deren Situation beschrieben, die sich der Mörder ausgesucht hat. Auch er selber bleibt als Figur für mich eigenartig blass. Ich konnte für ihn keine Antipathie aber auch keine Sympathie empfinden.
Das Ende des Buches war für mich dann mehr als unglaubwürdig, weshalb ich mich für max. 3 Punkte entschieden habe.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Am Ende der Treppe, hinter der Tür

Am Ende der Treppe, hinter der Tür
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Martha ist 16. Ihr Vater ist an Krebs gestorben und ihre Mutter hat einen neuen Partner gefunden. Martha nennt ihn nur Glatze und ist überhaupt nicht damit einverstanden, dass die Familien zusammengezogen ...

Martha ist 16. Ihr Vater ist an Krebs gestorben und ihre Mutter hat einen neuen Partner gefunden. Martha nennt ihn nur Glatze und ist überhaupt nicht damit einverstanden, dass die Familien zusammengezogen sind. Denn der neue Partner ihrer Mutter bringt eine 4-jährige Tochter mit, sie wird Poppy genannt. Ihre Mutter war bei einem Unfall umgekommen und Poppy war dabei. Poppy hat das noch nicht wirklich verarbeitet, aber Martha ist der Meinung, dass mit Poppy viel zu viel Aufhebens gemacht wird. Sie hasst es, Babysitter zu sein und will nur weg. Einziger Lichtblick ist die Schule. Sie ist in ihren jungen Englischlehrer verliebt und ist auch wegen im ihn der Theater-AG. Als Martha bei ihrer Nachbarin ein Paket abholen will, wird sie Zeuge, wie diese ermordet wird. Sie sieht den Mörder nicht, aber hört ihn. Und da sie Geld braucht, kommt sie zusammen mit ihrer Freundin auf die Idee, den Mörder erpressen zu wollen …

Das Buch ist für einen Leserkreis von 14-17 Jahren geschrieben. Dementsprechend einfach ist der Stil und so ist es gut und flüssig lesbar. Man wird nicht überfordert. Sehr gut beschrieben fand ich die Situation in der Familie. Die Probleme waren völlig nachvollziehbar, die Reaktionen von Martha auch. So fand ich es sehr schade, dass aus diesem Thema kein Buch geschrieben wurde, sondern unbedingt noch eine Art Krimi eingebastelt werden musste. Denn das wirkte in großen Teil stark unrealistisch und konstruiert. Spannung kam nicht wirklich auf, weil die versuchte Erpressung überhaupt erst spät im Buch vorkam und man ziemlich schnell wusste, wer der Täter war (auch wenn man den Grund erst spät erfährt). Das Ende wirkte dann etwas abgehackt und unwirklicher.
Ich bin sicher weit älter als die gedachte Zielgruppe und so vielleicht auch etwas kritischer als diese. Aber ich finde, hier wurde richtig viel Potential verschenkt – schade.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Die Rache des Chamäleons

Die Rache des Chamäleons
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Peter lebt in Schweden zusammen mit seiner Frau Rita und seinen beiden Töchtern ein normales Leben. Er arbeitet in einer Werbeagentur und versucht, so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie zu verbringen. ...

Peter lebt in Schweden zusammen mit seiner Frau Rita und seinen beiden Töchtern ein normales Leben. Er arbeitet in einer Werbeagentur und versucht, so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie zu verbringen. Da bekommt er einen Brief mit Fotos, die zeigen, dass seine Familie überwacht wird. Dann erhält er die Nachricht, dass er zusammen mit seiner Frau nach Andalusien reisen soll. Ein alter Freund braucht ihn und hat dann noch einen brisanten Auftrag für ihn. Denn Peter war in Jugendjahren ein ganz anderer Mensch und niemand in seiner Familie ahnt etwas.

Für mich war es ein eigenartiges Buch. Es war problemlos flüssig zu lesen und hatte eine eigenartige innere Spannung. Trotzdem störten mich die teilweise abrupten Wechsel der Handlungen in den Kapiteln. Teilweise wusste ich gar nicht mehr, um was es genau ging. Meisterhaft gelöst ist zum Ende hin dieses Verwirrspiel. Die „Guten“ und „Bösen“ wechseln ständig und nichts ist so, wie es scheint. Trotzdem konnte ich den Figuren und der Handlung nicht wirklich etwas abgewinnen. Letztendlich waren alle irgendwie auf der falschen Seite, kein einziges Motiv war irgendwie ehrenhaft. Eigentlich war es ein Buch über den internen „Krieg“ Krimineller und die Wandlung von Rita von der komplett ahnungslosen Ehefrau zur „Mitterroristin“ erscheint mir nicht glaubhaft.
Alles in allem hat mich das Buch enttäuscht, Edwardson hat in meinen Augen weit bessere Bücher verfasst. Er ist auch hier sehr gut lesbar und die Sprache ist gut, aber ich würde das Buch trotzdem niemanden weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Fronleichnamsmord

Fronleichnamsmord
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Auf ihrer 3. Zeitreise verschlägt es Jo und Lutz gar nicht so weit in die Vergangenheit – nur bis ins Jahr 1974. Jo ist gerade erst Anwärterin bei der Polizei, Lutz ist in einer Hippie-Kommune und genießt ...

Auf ihrer 3. Zeitreise verschlägt es Jo und Lutz gar nicht so weit in die Vergangenheit – nur bis ins Jahr 1974. Jo ist gerade erst Anwärterin bei der Polizei, Lutz ist in einer Hippie-Kommune und genießt das Leben mit Drogen und Alkohol. In der Gegenwart hatten sie sich gerade zerstritten und das nehmen sie auch in der Vergangenheit mit. Dabei ist der Mord an einem Kaufhausbesitzer aufzuklären. Nur der lebt noch, als sie in 1974 landen. Statt dessen wird erst einmal ein anderer Toter gefunden. Während Jo es mit der Aufklärung versucht und bei der Warnung des Kaufhausbesitzers überhaupt kein Glück hat, freut sich Lutz auf die Fußball-WM. Und Jo trifft auch noch auf ihren Vater. Doch bei all diesen Verwicklungen haben sie einen Mord aufzuklären, um in die Gegenwart zurückzukommen.

Das 3. Buch dieser Reihe hat fand ich im Gegensatz zu den Vorgängerbänden nicht so gelungen. Auch wenn vieles aus den 1970er Jahren richtig witzig rüberkommt (eigene Erinnerungen inklusive), fehlte mir hier so jede Spannung. Die Handlung um den privaten Streit von Jo und Lutz lenkt ab. Außerdem erinnerten die Verwicklungen um Jos Eltern und deren „Zusammenkommen“ sehr stark an „Zurück in die Zukunft“. Die Ermittlungen wurden irgendwie mehr und mehr zur Nebensache, das Ende in der Gegenwart fand ich nicht mehr richtig glaubwürdig. Am meisten allerdings störten mich die sehr detaillierten Fußballbeschreibungen inklusive der Aufstellung der Mannschaft zu jedem Spiel. Das Buch ist gut und flüssig lesbar und eine schöne Unterhaltung für Zwischendort. Insgesamt ist es ein nettes Buch geworden, doch im Vergleich zu den beiden Vorgängern fällt es ab und für einen Krimi fehlte mir einfach die Spannung.

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