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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2025

Ein lesenswerter Roman.

Mitternachtsschwimmer
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Mitternachtsschwimmer ist eine sensible und raue Erzählung zugleich. Sie ist eingebettet in die Natur und Abgeschiedenheit der irischen Küste.
Vor allem Grace habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ...

Mitternachtsschwimmer ist eine sensible und raue Erzählung zugleich. Sie ist eingebettet in die Natur und Abgeschiedenheit der irischen Küste.
Vor allem Grace habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie wirkt auf den ersten Blick nach außen etwas mürrisch und einzelgängerisch. Raue Schale, weicher Kern. Genauso schroff wie Grace ist auch die irische Küste.
Ich bekam beim Lesen des Buches Lust auf eine Reise an die irische Küste.
Von der ersten Seite an war ich vom Setting der Geschichte begeistert. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Grace und Evan erzählt. Ich mag die Schreibweise von Roisin Maguire sehr. Auf der einen Seite ruppig und sehr direkt, auf der anderen Seite sehr poetisch.
Auf den ersten Blick habe ich bei diesem Roman gedacht: oh je, Corona und Lockdown, und wollte ihn erst gar nicht lesen. In diesem Fall sorgt die Pandemie aber nicht für Entzweiung, sondern trägt hier dazu bei, dass Menschen zueinander finden.
Es war ein schöner Roman, für mich jedoch hat es noch etwas an Tiefe gefehlt. Obwohl das Familiendrama immer mehr in den Vordergrund rückte, konnte es mich emotional nicht so stark berühren, wie ich zu Beginn gehofft hatte.
Trotz seiner Traurigkeit verbreitet der „Mitternachtsschwimmer“ aber auch Hoffnung, macht Mut zum (Weiter-) Leben.
Ein lesenswerter Roman.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Eine spannende Geschichte, die bei mir für sehr unterhaltsame Urlaubslesestunden gesorgt hat

Die Toten von Fleat House
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„Die Toten von Fleat House“ von Lucinda Riley ist kein typischer Kimi, sondern eher ein Cosy Crime mit atmosphärischem Setting und facettenreichen Charakteren.

Die Auflösung des mysteriösen Todesfalls ...

„Die Toten von Fleat House“ von Lucinda Riley ist kein typischer Kimi, sondern eher ein Cosy Crime mit atmosphärischem Setting und facettenreichen Charakteren.

Die Auflösung des mysteriösen Todesfalls und dessen Verstrickungen liegen tief in der Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, er ist einfach toll und hat mich sofort mit in die Geschichte genommen.

Eine spannende Geschichte, die bei mir für sehr unterhaltsame Urlaubslesestunden gesorgt hat, obwohl ich eigentlich gar kein Cosy Crime Fan bin!

Ein britischer Krimi mit viel Atmosphäre und Ermittlungsarbeit. Sehr schade, dass wir gemeinsam mit Jazmine "Jazz" Hunter nicht weiter ermitteln können. Ich bin mir sicher, ich hätte diese Reihe sehr gemocht!

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Das Buch hat mit schöne, spannende Lesestunden beschert.

Töchter des Schweigens
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Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Cover ist gelungen.
Auch der Plot ist interessant, die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander ebenfalls.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen 1974 ...

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Cover ist gelungen.
Auch der Plot ist interessant, die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander ebenfalls.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen 1974 und 2007, und fängt sehr spannend an. Das Ende ist ebenfalls sehr spannend. Da mochte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen, dagegen war es zwischendrin teilweise etwas langatmig.
Denn die Autorin Elia Barceló, dehnt einige Passagen etwas zu sehr aus, so dass der Spannungsbogen unterbrochen wird. Weniger wäre hier sicher mehr gewesen und hätte die Handlung etwas schneller vorangetrieben.

Dem Vergleich mit C. R. Zafón kann sie meiner Meinung nach leider nicht standhalten. Dennoch eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Die isländische Saga von Gunnhild und Erik neu erzählt

Sisters in Blood - Der Schwur
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Sisters in Blood von Geneviève Gornichec war für mich ein echter Page Turner. Ich habe mich entführen lassen in ein Zeitalter, in dem einerseits männliches sich aneinander Messen bis zum Tod und andererseits ...

Sisters in Blood von Geneviève Gornichec war für mich ein echter Page Turner. Ich habe mich entführen lassen in ein Zeitalter, in dem einerseits männliches sich aneinander Messen bis zum Tod und andererseits weibliche Magie das Leben der Menschen bestimmten. Es hat für mich anfangs ein Stück weit Irritation bedeutet, männliche Protagonisten nicht emotional zu verdammen, für welche diese teils brutalen „Notwendigkeiten“ sozusagen zum Alltag gehörten. Doch die unter anderem dadurch gekennzeichnete Handlung wäre anders auch nicht denkbar gewesen. Wirklich vorangetrieben wurde für mich die Geschichte jedoch durch die ebenfalls von Machtausübung getriebenen magischen Aktionen, welche die Schicksale der Protagonisten/innen letztlich maßgeblich bestimmten. Es waren diese Szenen, die mich dann jeweils komplett gepackt haben.

Eine allerdings andere Art der Irritation war für mich der Umstand, dass die Protagonisten/innen oft Kommunikations- und Interaktionsmuster an den Tag legten, die vielleicht Teenies unseres Zeitalters gut zu Gesicht gestanden hätten, was ich insbesondere auf die drei Mädchen Gunnhild, Oddny und Signy beziehen möchte.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Frauen in der beschriebenen Epoche und deren herber Kultur, die als Heilerinnen und Magierinnen galten, möglicherweise ganz andere Charaktere gewesen sein dürften, was jedoch nur eine Vermutung ist. Gleichsam führte dieser Umstand jedoch neben dem Sprachstil dazu, dass sich die Geschichte leicht lesen ließ, von einigen immer mal wieder auftretenden Formulierungen abgesehen, deren Zusammenhang sich dann oft erst beim Lesen der nächsten oder übernächsten Sätze erschloss.

Die Autorin geht im Anhang ausführlich auf ihre Herangehensweise, auf Historisches und Fiktives in ihrem Roman ein und erläutert diese und ihre Gründe ihrer Erzählweise. Des Weiteren gibt es ein Personenverzeichnis, in dem man klar die historisch belegten und nicht belegten Personen erkennen kann, so wie Hinweise zur anglisierten Schreibweise und ein kurzes Glossar zur Erklärung einiger Begriffe. Dies hat mir ebenfalls gut gefallen.

Insgesamt eine höchst spannende Reise in eine Welt, die uns sonst nur über die nordischen Sagen erreicht. Die Geschichte hatte auf jeden Fall das Lesen einer Fortsetzung verdient.

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Ein „echter Fitzek“

Flugangst 7A
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Ich bin ein Fan von Fitzek, er schreibt intelligente, teils komplizierte bzw. verschachtelt aufgebaute Thriller in einem soliden Stil.

Das Buch ist spannend, aber es war nun auch nicht so extrem spannend, ...

Ich bin ein Fan von Fitzek, er schreibt intelligente, teils komplizierte bzw. verschachtelt aufgebaute Thriller in einem soliden Stil.

Das Buch ist spannend, aber es war nun auch nicht so extrem spannend, dass ich an den Seiten geklebt hätte. Es hätte schon ein wenig mehr Dramatik vertragen können.

Fitzek-typisch gab es natürlich auch wieder jede Mengen Wendungen, einige konnten mich überraschen, andere weniger.

Die Zusammenhänge waren spannend, interessant und am Ende gut aufgelöst. Dennoch bin ich mit dem Ende irgendwie nicht so zufrieden. Hier hätte ich mir etwas anderes gewünscht.

Der Fitzek-Stil ist erkennbar, aber inhaltlich nicht sein bestes Buch, dennoch lesenswert.

Die Erläuterungen von Fitzek am Ende der Geschichte haben mir sehr gut gefallen und waren sehr unterhaltsam und witzig geschrieben.

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