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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Einen alten Baum verpflanzt man nicht

Friesenmeermagie
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Wieder einmal nimmt Tanja Janz uns in ihrem Weihnachtsroman "Friesenmeer-Magie" mit in den beliebten Ferienort St.Peter-Ording an der nordfriesischen Nordseeküste.

Malin aus Wuppertal ersteigert bei einer ...

Wieder einmal nimmt Tanja Janz uns in ihrem Weihnachtsroman "Friesenmeer-Magie" mit in den beliebten Ferienort St.Peter-Ording an der nordfriesischen Nordseeküste.

Malin aus Wuppertal ersteigert bei einer Auktion der Bahn einen kleinen, roten Koffer. Darin befinden sich etwas maritime Deko, Muscheln und ein Hilferuf einer alten Dame. Diese möchte gerne selbständig in ihrer kleinen Fischerkate wohnen bleiben und nicht zu ihrer Tochter nach München und in ein Seniorenstift. Malin und ihre beste Freundin und Geschäftspartnerin Franzi machen sich auf in den Norden um zu Helfen. Dabei verliebt Malin sich nicht nur in den schönen Küstenort, sondern auch in den Strandkorbvermieter Carl.

Die Autorin hat wieder so wundervoll geschrieben, dass man selbst gleich von der Magie St.Peter-Ordings angesteckt wird und sich mit den Einheimischen und den sympathischen, jungen Frauen wohlfühlt. Es ist so schön zu lesen, wie die Leute dort zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, was eben nur auf dem Land möglich ist. Und dann gibt es da noch Malin, die so selbstlos versucht, den Wunsch einer ihr völlig unbekannten alten Dame zu erfüllen. Das Ganze spielt in der Weihnachtszeit und zeigt den Geist der Weihnacht und einen Hauch Magie auf …

Das Cover ist auch wieder wunderschön!

Zwischen den Zeilen wird dann noch angeprangert, wie diese touristischen Orte immer mehr von großen Hotelketten eingenommen werden und die Einheimischen und Arbeitnehmer dort kaum noch Wohnraum für sich selbst finden.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Einfach zauberhaft!

Eichhörnchenversprechen
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Eichhörnchen-Versprechen von Autorin Stefanie Steenken und Illustratorin Isabelle Flore ist ein Bilder- bzw Vorlesebuch für Kinder im Alter von 4-7 Jahren. Es ist bereits die zweite Geschichte um den kleinen ...

Eichhörnchen-Versprechen von Autorin Stefanie Steenken und Illustratorin Isabelle Flore ist ein Bilder- bzw Vorlesebuch für Kinder im Alter von 4-7 Jahren. Es ist bereits die zweite Geschichte um den kleinen Eichhörnchen Jungen Anto. In diesem Buch möchte Anto wissen, was eigentlich Liebe ist und wie man überhaupt merkt, dass man verliebt ist. Seine Mama versucht ihm dieses Gefühl sehr einfühlsam zu erklären. Am nächsten Tag bekommt Anto eine neue Mitschülerin und empfindet genau so, wie seine Mutter ihm die Liebe erklärt hat. Das Tolle ist, dass das Eichhörnchen Mädchen Lili das Selbe empfindet.

Ich finde dieses Buch einfach zauberhaft! Die Autorin versteht es so gut, Gefühle zu erklären und hat dies wundervoll in einer Geschichte verpackt. Auch für Kinder sehr verständlich geschrieben, finde ich. Die Altersangabe ist also auch genau richtig! Auch schön finde ich, dass so (ganz nebenbei) erwähnt wird, dass Lili zwei Mütter hat. Es wird nicht großartig zum Thema gemacht, dadurch wird es auch für Kinder ganz normal und selbstverständlich, dass Eltern nicht unbedingt Vater und Mutter sind, sondern dass es auch andere Konstellationen gibt. Am Ende wird es etwas traurig, denn Anto erzählt von seinem Freund Mika, der nicht mehr lebt. Diese Geschichte von Trauer und Abschiednehmen wird im ersten Buch "Eichhörnchen-Brüder" erzählt.

Das Buch ist wunderschön bebildert. Der Text hat eine Länge, die sich gut an 1 bis 2 Abenden zum Zubettgehen vorlesen lässt.

Erwähnenswert ist noch, dass das Buch aus FSC zertifiziertem Papier und die Druckfarben aus nachwachsenden Rohstoffen gemacht wurden und nicht toxisch sind.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Die Geschichte der Hofreiterin findet ihren Abschluss

Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe
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Franziska Stadler (Pseudonym von Martina Sahler) hat mit "Das Versprechen der Liebe" den 2. Teil der Reihe "Die Hofreiterin" herausgebracht. Das schöne Cover ähnelt dem des 1. Teils sehr, man weiß also ...

Franziska Stadler (Pseudonym von Martina Sahler) hat mit "Das Versprechen der Liebe" den 2. Teil der Reihe "Die Hofreiterin" herausgebracht. Das schöne Cover ähnelt dem des 1. Teils sehr, man weiß also direkt, dass die Bücher zusammen gehören. Ich denke, man sollte "Der Traum von Freiheit" zuerst gelesen haben, um alles wirklich zu begreifen und das Buch auch genießen zu können.

Die Protagonistin Irma ist nach wie vor Elevin der Spanischen Hofreitschule in Wien. Da seit Kaiserin Sissis Tod die üblichen Zuwendungen drastisch gekürzt wurden, bemüht Irma sich darum, diese auch bei der Bevölkerung beliebt zu machen und Vorführungen zu organisieren. Einen engagierten Mitstreiter findet sie in dem Zeitungsredakteur Michael Brunner. Er verliebt sich in die junge Reiterin. Irma jedoch hat ihre große Liebe bereits gefunden. Doch Stephan Gowalka ist ein Ehrenmann und würde seine kranke Frau niemals verlassen. Soll Irma Michaels Werben nachgeben? Er wäre ihr vermutlich ein guter Ehemann …

Ich habe wieder sehr gut in die Geschichte hineingefunden und mich gefreut zu erfahren, wie es mit Irma weitergeht. Zuerst dachte ich, dass ein zweiter Teil nie an den ersten würde heranreichen können, aber die Autorin hat wieder so eine schöne und spannende Geschichte geschrieben! In einem neuen Erzählstrang geht es jetzt auch um die kranke, betrogene Ehefrau von Stephan. Sehr gut herausgearbeitet ist der Zwiespalt in dem Irma sich befindet … Herz oder Kopf? Auch das Verhalten von Irma und Stephan zum Ende hin, als beide frei sind, aber es dem anderen gegenüber nicht sagen, finde ich sehr gut begründet und damit realistisch.

Die Geschichte einer starken Frau mit einem riesen großen Herz für Pferde, die unbeirrt ihren Weg geht ist sehr zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Story mit viel Eiderstedter Lokalkolorit

Das Hofcafé am Deich
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Ich liebe ja Romane, die in meiner Heimat spielen! "Das Hofcafé am Deich" von Johanna Ritter spielt zwar in Eiderstedt (und nicht in Dithmarschen), aber ich kenne doch sehr viele Orte, die dort beschrieben ...

Ich liebe ja Romane, die in meiner Heimat spielen! "Das Hofcafé am Deich" von Johanna Ritter spielt zwar in Eiderstedt (und nicht in Dithmarschen), aber ich kenne doch sehr viele Orte, die dort beschrieben sind!
Es geht in dem Roman um Rieke. Bauerstochter, Ende 20. Gegen den Willen ihrer Eltern hatte sie eine Lehre zur Fotografin gemacht, anstatt sich darauf vorzubereiten, den Hof einmal zu übernehmen. Das Verhältnis zu ihren Eltern ist daher schlecht. Als jedoch ein Unglück mit ihrem Vater geschieht, muss sie sich Gedanken darüber machen, was aus dem Hof wird. Da Rieke mit ihrer derzeitigen beruflichen Situation unzufrieden ist und bei Streifzügen durch die Natur ihre Heimatverbundenheit wiederentdeckt, reift in ihr eine neue Idee … ein Hofcafé.
Rieke ist eine äußerst liebenswerte Protagonistin. Zunächst möchte man sie einfach nur schütteln, da sie unzufrieden ist und trotzdem nichts ändert. Aber DAS übernehmen dann andere. Ihre beste Freundin, sowie die Nachbarn, dir ihr freundschaftlich verbunden sind. Nachbar Enno gefällt mir besonders! Er beschäftigt sich viel mit seiner Heimatgeschichte und weiß zu allem etwas zu erzählen.
Die Autorin hat einen sehr angenehmenen Schreibstil. Ich habe mich direkt in der Story wohlgefühlt und hatte das Buch in Null komma nichts durch. Es ist so schön zu sehen, wie Rieke das Projekt Hofcafé anpackt und immer wieder tolle neue Ideen hat! Gefallen hat mir insbesondere, wie schon gesagt, das Lokalkolorit. Ich konnte viel über die Geschichte Eiderstedts lernen, da alte Sagen gekonnt in den Text eingefügt waren. Sollte es eine Fortsetzung des Romans geben, werde ich sie mit Sicherheit lesen!

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Hat mich restlos gecatcht

Gebt mir etwas Zeit
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Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass mir ein Buch, welches nicht Roman ist, gut gefallen würde! Die Bücher von Hape Kerkeling habe ich bisher nicht gelesen, aber den letzten Film zum Buch gesehen ...

Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass mir ein Buch, welches nicht Roman ist, gut gefallen würde! Die Bücher von Hape Kerkeling habe ich bisher nicht gelesen, aber den letzten Film zum Buch gesehen und gefeiert! Als ich nun die Werbung zu "Gebt mir etwas Zeit" gesehen habe und da es um Ahnenforschung geht, wollte ich es einfach mal versuchen. Comedien, Entertainer und Autor Kerkeling berichtet in seinem neusten Werk, wie er Nachforschungen über seine Familie, seine Herkunft angestellt hat. Das Buch ist irgendwas zwischen Autobiografie, Doku und Kurzgeschichten, die alle seine Ahnen betreffen. Er muss da unheimlich viel Zeit in die Recherche gesteckt haben, denn es gibt über 85 Quellenverweise. Eine echte Fleißarbeit! Die vielen kleinen Geschichten von Kerkelings Vorfahren sind wohl eher fiktiv bzw hat er um die belegten Ereignisse Geschichten drum herum gesponnen. Dann gibt es im Buch auch immer wieder autobiographische Geschichten darüber, wie sich die Karriere des jungen Hape entwickelte und wie er mit seiner Homosexualität umging. Sehr ergreifend die Story um seine große Liebe Duncan, dessen Aids Erkrankung und Tod. Auch lüftet er hier das Geheimnis der Herkunft seiner geliebten Oma Bertha.
Das Buch hat mich absolut begeistert. Der Schreibstil ist so humorvoll! Ein Blick hinter die Kulissen auf den Menschen Hape Kerkeling.

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