Eine Zeitreise durch die Geisterwelt
Das Buch der Geister & SpukhäuserEin Buch über Geister und Spukhäuser? Besser geht es ja wohl nicht. Ach doch! Schaut euch nur an, wie hübsch es ist.
Zugegeben, es hätte auch noch etwas dicker sein können, aber 15 Geschichten auf etwas ...
Ein Buch über Geister und Spukhäuser? Besser geht es ja wohl nicht. Ach doch! Schaut euch nur an, wie hübsch es ist.
Zugegeben, es hätte auch noch etwas dicker sein können, aber 15 Geschichten auf etwas über 600 Seiten sind schon ganz gut.
Eine Mischung aus alter und moderner Literatur mit teilweise sehr unterschiedlichen Gruselfaktor.
Los geht es ausgerechnet mit der längsten Geschichte 𝓢𝓹𝓾𝓴 𝓲𝓷 𝓑𝓵𝔂 𝓜𝓪𝓷𝓸𝓻 von Henry James. Die kannte ich schon unter anderem Titel. Nicht unbedingt ein Favorit von mir, recht langatmig und die Gouvernante ist definitiv ein Fall für die Irrenanstalt.
3/5
𝓓𝓲𝓮 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽, 𝓭𝓲𝓮 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽 𝓾𝓷𝓭 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽𝓼 𝓪𝓵𝓼 𝓭𝓲𝓮 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽 wird als Briefwechsel erzählt. Hier erleben die Untermieter ein Grauen, dass so schrecklich ist...dass es nicht mal beschrieben werden kann. Ganz typisch für diese Zeit, aber irgendwie auch meh.
3/5
Aber dann kam mit 𝓓𝓪𝓼 𝓿𝓮𝓻𝓵𝓪𝓼𝓼𝓮𝓷𝓮 𝓖𝓮𝓼𝓹𝓮𝓷𝓼𝓽 endlich Schwung rein. Drei Frauen leben in einem Haus, wo ein kleiner Geist umgeht. Eine ziemlich traurige Geistergeschichte mit einem irgendwie ganz schönen Ende.
5/5
Auf 𝓚𝓻𝓲𝓮𝓬𝓱𝓮𝓷𝓭𝓮𝓻 𝓔𝓯𝓮𝓾 war ich besonders gespannt, denn die Geschichte stammt aus der Feder von Laura Purcell.
Die Geschichte um einen mörderischen Ehemann, dessen Frau aus dem Grab heraus mit Hilfe ihrer geliebten Pflanzen Rache übt, fing perfekt an, war mir dann aber zu schnell zu Ende.
4/5
In 𝓠𝓾𝓲𝓷𝓴𝓾𝓷𝔁 bekommen wir es mit einem ruhelosen Geist zu tun, der seine Geheimnisse auch im Tod sicher wissen will. Ich mochte das Ende, bei dem es darum geht, das Richtige zu tun.
4/5
In einem Buch über Spuk darf auch Stephen King nicht fehlen. Von 𝓩𝓲𝓶𝓶𝓮𝓻 1408 kannte ich schon die Verfilmung und natürlich fällt die Geschichte etwas kürzer und anders aus, aber sie schafft es auch auf wenigen Seiten ein ungutes Gefühl zu bereiten. Geister tauchen hier nicht auf, das Zimmer selbst ist der Geist. Und die Phänomene darin sind so verrückt, dass man dafür gar keine Erklärung will.
5/5
𝓓𝓮𝓻 𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝔃 𝓭𝓮𝓼 𝓐𝓫𝓽𝓮𝓼 𝓣𝓱𝓸𝓶𝓪𝓼 kam ewig nicht in die Puschen und als dann endlich der Spuk anfing, war er auch eher enttäuschend. Für mich die bisher schwächste Geschichte.
2/5
𝓢𝓶𝓮𝓮 heißt auch das Spiel um das es in dieser Geschichte geht. Eine Art Versteckspiel, das im dunkeln stattfindet und bei dem sich ein weiterer Gast dazu gesellt…
Es ist einfach eine gute, kleine Gruselgeschichte, auch wenn sie einen nicht das fürchten lehrt.
5/5
In 𝓓𝓪 𝓲𝓼𝓽 𝓳𝓮𝓶𝓪𝓷𝓭 𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓚ü𝓬𝓱𝓮 wünscht sich der Protagonist eine liebende Tradwife und bekommt diese auch mit dem Kauf eines neuen Hauses...nur eben anders als gedacht.
Für mich die bis dahin beste Geschichte des Buches. Ein bisschen unheimlich, ein bisschen traurig und ein grausiges Ende.
5/5
𝓣𝓻ä𝓾𝓶𝓮 𝓲𝓶 𝓗𝓮𝔁𝓮𝓷𝓱𝓪𝓾𝓼 von H.P. Lovecraft klang erstmal ganz gut. Sie handelt von einem Studenten, der in einem Haus wohnt, das einst einer Hexe gehörte. Fortan plagen ihn grässliche Träume.
Obwohl das Grundthema viel hergibt, war mir die Geschichte viel zu lang und futuristisch. Da geht es um andere Dimensionen und Physik, gemischt mit Okkultismus. Ich fand es einfach nur anstrengend.
3/5
In 𝓖𝓵𝓪𝓾𝓫𝓮𝓷 𝓢𝓲𝓮 𝓪𝓷 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽𝓮𝓻? geht es um einen Radiomoderator, der für seine Show Spukorte aufsucht und unheimliche Begegnungen inszeniert. Dieses mal wird seine Show aber grausame Realität.
Schade, mit einem Spukhaus hatte die Geschichte den perfekten Schauplatz. Das „Schreckgespenst“ selbst klang für mich aber nach alberner Jungenfantasie.
3,5/5
𝓐𝓷𝓰𝓻𝓲𝓯𝓯 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓲𝓮 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮 hat mir nur aufgrund des Alters und der Länge Angst gemacht. So schlimm war es aber gar nicht, denn der Schreibstil ist einfach und flüssig. Hier bietet ein etwas sonderbarer Arzt an, ein Haus von seinen bösen Mächten zu säubern. Seine Assistenten: Ein Hund und eine Katze.
Wie viele alte Erzählungen fand ich auch diese nicht gruselig, aber unterhaltsam. Und Katzen-Bonus! (Die Tiere überleben auch).
4/5
In 𝓓𝓮𝓻 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓬𝓱𝓻𝓸𝓽-𝓣𝓾𝓻𝓶𝓼 ist es gar nicht mal der Geist des Schrot-Turms selbst, der für den Schrecken sorgt. Mehrere Familienmitglieder wollen dem frechen Cousin eine Lektion erteilen – mit Folgen!
Geschichten wie diese kennt man z.B. aus X-Faktor. Für mich war es also nichts neues, andererseits ist es ein Evergreen unter den Gruselgeschichten und wieder immer gut.
5/5
Die Geschichte 𝓘𝓼𝓽 𝓭𝓪 𝓳𝓮𝓶𝓪𝓷𝓭? handelt von zwei älteren Damen, die ein Cottage mit düsterer Vergangenheit bewohnen. Dabei wird nur eine Zeuge einer längst vergangenen Tat, welche sie daraufhin zu verfolgen beginnt.
Es ist mehr ein Geister-Krimi. Gut geschrieben und mit einem netten Twist am Ende.
4/5
Die letzte Geschichte 𝓓𝓮𝓻 𝓣𝓾𝓻𝓶 ist vielleicht sogar die gruseligste von allen, obwohl so viele Fragen offen bleiben und man sich vieles zusammenreimen muss. Aber vielleicht ist es ja genau das, diese schreckliche Ungewissheit….
5/5
Insgesamt war das Buch also ziemlich durchwachsen. Gegruselt hat es mich nicht, obwohl ein paar der Geschichten wirklich gut waren und man sie wohl auch gruselig nennen kann. Nur die letzte Geschichte ließ mich mit einem durchaus mulmigen Gefühl zurück.
Das klassische Spukhaus trat für mich zu selten in Erscheinung und gerade die alten Geschichten lasen sich zuweilen sehr anstrengend und konnten mich nicht fesseln.
Eine gute Mischung ist es trotzdem, für mich war nur leider nicht so viel dabei.