Profilbild von MademoiselleMeow

MademoiselleMeow

Lesejury Profi
offline

MademoiselleMeow ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MademoiselleMeow über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2025

Eine Zeitreise durch die Geisterwelt

Das Buch der Geister & Spukhäuser
0

Ein Buch über Geister und Spukhäuser? Besser geht es ja wohl nicht. Ach doch! Schaut euch nur an, wie hübsch es ist.
Zugegeben, es hätte auch noch etwas dicker sein können, aber 15 Geschichten auf etwas ...

Ein Buch über Geister und Spukhäuser? Besser geht es ja wohl nicht. Ach doch! Schaut euch nur an, wie hübsch es ist.
Zugegeben, es hätte auch noch etwas dicker sein können, aber 15 Geschichten auf etwas über 600 Seiten sind schon ganz gut.
Eine Mischung aus alter und moderner Literatur mit teilweise sehr unterschiedlichen Gruselfaktor.

Los geht es ausgerechnet mit der längsten Geschichte 𝓢𝓹𝓾𝓴 𝓲𝓷 𝓑𝓵𝔂 𝓜𝓪𝓷𝓸𝓻 von Henry James. Die kannte ich schon unter anderem Titel. Nicht unbedingt ein Favorit von mir, recht langatmig und die Gouvernante ist definitiv ein Fall für die Irrenanstalt.
3/5

𝓓𝓲𝓮 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽, 𝓭𝓲𝓮 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽 𝓾𝓷𝓭 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽𝓼 𝓪𝓵𝓼 𝓭𝓲𝓮 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽 wird als Briefwechsel erzählt. Hier erleben die Untermieter ein Grauen, dass so schrecklich ist...dass es nicht mal beschrieben werden kann. Ganz typisch für diese Zeit, aber irgendwie auch meh.
3/5

Aber dann kam mit 𝓓𝓪𝓼 𝓿𝓮𝓻𝓵𝓪𝓼𝓼𝓮𝓷𝓮 𝓖𝓮𝓼𝓹𝓮𝓷𝓼𝓽 endlich Schwung rein. Drei Frauen leben in einem Haus, wo ein kleiner Geist umgeht. Eine ziemlich traurige Geistergeschichte mit einem irgendwie ganz schönen Ende.
5/5

Auf 𝓚𝓻𝓲𝓮𝓬𝓱𝓮𝓷𝓭𝓮𝓻 𝓔𝓯𝓮𝓾 war ich besonders gespannt, denn die Geschichte stammt aus der Feder von Laura Purcell.
Die Geschichte um einen mörderischen Ehemann, dessen Frau aus dem Grab heraus mit Hilfe ihrer geliebten Pflanzen Rache übt, fing perfekt an, war mir dann aber zu schnell zu Ende.
4/5

In 𝓠𝓾𝓲𝓷𝓴𝓾𝓷𝔁 bekommen wir es mit einem ruhelosen Geist zu tun, der seine Geheimnisse auch im Tod sicher wissen will. Ich mochte das Ende, bei dem es darum geht, das Richtige zu tun.
4/5

In einem Buch über Spuk darf auch Stephen King nicht fehlen. Von 𝓩𝓲𝓶𝓶𝓮𝓻 1408 kannte ich schon die Verfilmung und natürlich fällt die Geschichte etwas kürzer und anders aus, aber sie schafft es auch auf wenigen Seiten ein ungutes Gefühl zu bereiten. Geister tauchen hier nicht auf, das Zimmer selbst ist der Geist. Und die Phänomene darin sind so verrückt, dass man dafür gar keine Erklärung will.
5/5

𝓓𝓮𝓻 𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝔃 𝓭𝓮𝓼 𝓐𝓫𝓽𝓮𝓼 𝓣𝓱𝓸𝓶𝓪𝓼 kam ewig nicht in die Puschen und als dann endlich der Spuk anfing, war er auch eher enttäuschend. Für mich die bisher schwächste Geschichte.
2/5

𝓢𝓶𝓮𝓮 heißt auch das Spiel um das es in dieser Geschichte geht. Eine Art Versteckspiel, das im dunkeln stattfindet und bei dem sich ein weiterer Gast dazu gesellt…
Es ist einfach eine gute, kleine Gruselgeschichte, auch wenn sie einen nicht das fürchten lehrt.
5/5

In 𝓓𝓪 𝓲𝓼𝓽 𝓳𝓮𝓶𝓪𝓷𝓭 𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓚ü𝓬𝓱𝓮 wünscht sich der Protagonist eine liebende Tradwife und bekommt diese auch mit dem Kauf eines neuen Hauses...nur eben anders als gedacht.
Für mich die bis dahin beste Geschichte des Buches. Ein bisschen unheimlich, ein bisschen traurig und ein grausiges Ende.
5/5

𝓣𝓻ä𝓾𝓶𝓮 𝓲𝓶 𝓗𝓮𝔁𝓮𝓷𝓱𝓪𝓾𝓼 von H.P. Lovecraft klang erstmal ganz gut. Sie handelt von einem Studenten, der in einem Haus wohnt, das einst einer Hexe gehörte. Fortan plagen ihn grässliche Träume.
Obwohl das Grundthema viel hergibt, war mir die Geschichte viel zu lang und futuristisch. Da geht es um andere Dimensionen und Physik, gemischt mit Okkultismus. Ich fand es einfach nur anstrengend.
3/5

In 𝓖𝓵𝓪𝓾𝓫𝓮𝓷 𝓢𝓲𝓮 𝓪𝓷 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽𝓮𝓻? geht es um einen Radiomoderator, der für seine Show Spukorte aufsucht und unheimliche Begegnungen inszeniert. Dieses mal wird seine Show aber grausame Realität.
Schade, mit einem Spukhaus hatte die Geschichte den perfekten Schauplatz. Das „Schreckgespenst“ selbst klang für mich aber nach alberner Jungenfantasie.
3,5/5

𝓐𝓷𝓰𝓻𝓲𝓯𝓯 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓲𝓮 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮 hat mir nur aufgrund des Alters und der Länge Angst gemacht. So schlimm war es aber gar nicht, denn der Schreibstil ist einfach und flüssig. Hier bietet ein etwas sonderbarer Arzt an, ein Haus von seinen bösen Mächten zu säubern. Seine Assistenten: Ein Hund und eine Katze.
Wie viele alte Erzählungen fand ich auch diese nicht gruselig, aber unterhaltsam. Und Katzen-Bonus! (Die Tiere überleben auch).
4/5

In 𝓓𝓮𝓻 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓬𝓱𝓻𝓸𝓽-𝓣𝓾𝓻𝓶𝓼 ist es gar nicht mal der Geist des Schrot-Turms selbst, der für den Schrecken sorgt. Mehrere Familienmitglieder wollen dem frechen Cousin eine Lektion erteilen – mit Folgen!
Geschichten wie diese kennt man z.B. aus X-Faktor. Für mich war es also nichts neues, andererseits ist es ein Evergreen unter den Gruselgeschichten und wieder immer gut.
5/5

Die Geschichte 𝓘𝓼𝓽 𝓭𝓪 𝓳𝓮𝓶𝓪𝓷𝓭? handelt von zwei älteren Damen, die ein Cottage mit düsterer Vergangenheit bewohnen. Dabei wird nur eine Zeuge einer längst vergangenen Tat, welche sie daraufhin zu verfolgen beginnt.
Es ist mehr ein Geister-Krimi. Gut geschrieben und mit einem netten Twist am Ende.
4/5

Die letzte Geschichte 𝓓𝓮𝓻 𝓣𝓾𝓻𝓶 ist vielleicht sogar die gruseligste von allen, obwohl so viele Fragen offen bleiben und man sich vieles zusammenreimen muss. Aber vielleicht ist es ja genau das, diese schreckliche Ungewissheit….
5/5

Insgesamt war das Buch also ziemlich durchwachsen. Gegruselt hat es mich nicht, obwohl ein paar der Geschichten wirklich gut waren und man sie wohl auch gruselig nennen kann. Nur die letzte Geschichte ließ mich mit einem durchaus mulmigen Gefühl zurück.
Das klassische Spukhaus trat für mich zu selten in Erscheinung und gerade die alten Geschichten lasen sich zuweilen sehr anstrengend und konnten mich nicht fesseln.
Eine gute Mischung ist es trotzdem, für mich war nur leider nicht so viel dabei.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

Alles Schicksal oder eiskalte Berechnung?

The Cloisters
0

Manchmal sollte man sich nicht zu viele Bewertungen durchlesen bevor man sich ein Buch kauft bzw. es liest. Denn eigentlich hatte ich mich total auf „The Cloisters“ gefreut. Umwerfendes Cover und ein vielversprechender ...

Manchmal sollte man sich nicht zu viele Bewertungen durchlesen bevor man sich ein Buch kauft bzw. es liest. Denn eigentlich hatte ich mich total auf „The Cloisters“ gefreut. Umwerfendes Cover und ein vielversprechender Klappentext. Aber ob Bookstagram, Booktube oder Amazon – nirgendwo schienen die Bewertungen über 3 Sterne hinauszugehen.
Am Ende konnte ich den grünen Ranken und der Goldfolie nicht widerstehen und eins vorweg: Allein wegen der Optik bleibt das Buch in meiner Privatbibliothek stehen.

Nach ihrem Abschluss in Kunstgeschichte, versucht Ann im Big Apple ein neues Leben zu beginnen. Wie es das Schicksal will, bekommt sie gleich ein Praktikum in „The Cloisters“. Mit seinen Kreuzgängen und Gärten ein Ort fernab von Wolkenkratzern und für Ann der perfekte Platz um ganz in ihrer Arbeit aufzugehen.
Zusammen mir Kurator Patrick und dessen Assistentin Rachel erforscht sie die Bedeutung von Tarotkarten in der Renaissance. Patrick ist jedoch geradezu besessen das älteste, komplette Kartendeck zu finden, koste es was es wolle.
Das Tarot ist der Weg zum Ziel, da ist er sich sicher. Doch das Schicksal hält für einige nur den Tod bereit und Ann muss sich entscheiden wie weit sie bereit ist zu gehen für Ruhm und Erfolg.

Ich glaube viele haben erwartet, der Roman würde sich mehr um das Kartenlegen drehen und es spielt auch keine unwesentliche Rolle. Trotzdem ist das Tarot nur Nebendarsteller.
Wer sich mit der Thematik aber noch näher beschäftigen will, findet auf den letzten Seiten einen Leitfaden dazu.

Vielmehr beleuchtet der Roman menschliche Abgründe, das Schicksal und wie man damit seine Schandtaten am besten rechtfertigt.

Mich hat am meisten gestört, wie unsympathisch die Charaktere waren. Auch wenn es letztlich zur Thematik des Romans gepasst hat, ist das für mich immer ein dicker Minuspunkt.

So langweilig wie andere Leser fand ich das Buch trotzdem nicht.
Als jemand der selbst in einem ganz ähnlichen Museum arbeitet, war es mal schön einen Roman zu lesen, der an so einem Ort spielt.

Und auch das Ende fand ich raffiniert gemacht. Wenn der Protagonist schon unausstehlich sein muss, dann wenigstens richtig!

Knappe 4 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

Partnervermittlung mit Folgen

Der Tod der Jane Lawrence
0

Der Roman spielt anscheinend in einer Art Parallelwelt, die der viktorianischen Zeit nachempfunden ist, obwohl bereits ein Weltkrieg stattgefunden hat. Es gibt Kutschen statt Autos, statt Heizungen Kamine. ...

Der Roman spielt anscheinend in einer Art Parallelwelt, die der viktorianischen Zeit nachempfunden ist, obwohl bereits ein Weltkrieg stattgefunden hat. Es gibt Kutschen statt Autos, statt Heizungen Kamine. Die erwähnten Orte existieren nicht und Großbreltain ist wohl gleichbedeutend mit Großbritannien.

Jane hat durch einen Giftgasangriff ihre Eltern verloren und lebt seither bei einem älteren Ehepaar als Mündel. Als Jane das heiratsfähige Alter bereits weit überschritten hat, beschließt die begnadete Mathematikern ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Die Analyse der Heiratskandidaten ergibt, dass Dr. Augustin Lawrence der perfekte Mann für sie ist, Romantik nicht mit einberechnet.
Obwohl der Auserwählte zunächst nicht begeistert ist, willigt er in die Ehe ein. Die Bedingung: Jane darf sich dem Familienanwesen Lindridge Hall nicht nähern, in das sich Augustin jede Nacht zurückzieht.
Wie es der Zufall will, landet Jane dort aber schneller als gedacht und deckt nach und nach das Grauen auf, welches sich hinter dem baufälligen Gemäuer verbirgt.

Eigentlich fing es ja ganz gut an.
Es regnet die ganze Zeit, Lindridge Hall ist wunderbar verfallen und offenbar spukt es dort.
Daneben bietet der Roman herrlich ekelhafte Szenen, welche in Augustins OP spielen. Davon bin ich zwar kein Fan, aber hier hat es gut reingepasst.

Einiges hat mich an den Film „Crimson Peak“ erinnert und es wäre so toll gewesen, hätte sich der Roman weiter in dem Rahmen bewegt. Leider kam dann noch eine sehr verwirrende Mischung aus Okkultismus und Wahnsinn hinzu.

Mir ging es wie vielen anderen Lesern, ich habe irgendwann überhaupt nichts mehr verstanden.
Nicht nur dass Jane versucht das Rätsel gleichermaßen mit Mathematik und Magie zu lösen, was für ein Mathe-Ass wie mich (haha) super anstrengend zu lesen war, auch das Ende hinterlässt ein dickes fettes Fragezeichen. Es ist schon irgendwie ein Happy End, aber….ist es das wirklich? Was ist Wahnsinn, was ist Wirklichkeit? Was habe ich da eigentlich gelesen?

Ich war froh, als ich es fertig hatte. Oh Mann, so viel verschenktes Potenzial. Die Autorin wollte sicher etwas neues probieren, aber manchmal ist es besser nicht zu viel zu experimentieren. Gleiches gilt für die Figuren im Roman...

Von mir leider auch nur 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

Ein Leben lang um die ganze Welt

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
0

Sommerzeit – Urlaubszeit. Für mich Reisemuffel nur wenig ereignisreiche Monate. Ich reise lieber in Büchern und was eignet sich da besser als ein Roman über eine Frau, die niemals damit aufhören darf und ...

Sommerzeit – Urlaubszeit. Für mich Reisemuffel nur wenig ereignisreiche Monate. Ich reise lieber in Büchern und was eignet sich da besser als ein Roman über eine Frau, die niemals damit aufhören darf und so die ganze Welt sieht.

Als Aubry Tourvel gerade einmal 9 Jahre alt ist, wird sie von einer rätselhaften Krankheit befallen. Bleibt sie länger als 3 Tage an einem Ort, beginnt sie zu verbluten. Die einzige Heilung scheint das fortwährende weiterreisen zu sein. Getrieben von ihrer Krankheit, begegnet Aubry faszinierenden Orten und Menschen, Schönheit und Grauen. Stets in der Hoffnung, eines Tages wieder heimkehren zu dürfen.

Da reist Aubry nun schon durch die ganze Welt und dann sind wir nicht einmal in England, meinem einzigen Reiseziel! Zumindest wird der Stopp dort nicht beschrieben.
Meistens begleiten wir Aubry durch wilde Natur, Wüsten und Dschungel, wo nicht selten beschrieben wird, wie sie allerlei Getier erlegt. Auch wenn es nötig ist, macht sie das nicht gerade sympathisch,besonders wenn sie ein aufgespießtes Pika erst einmal am Speer zappeln lässt.

Aber auch sonst fand ich Aubry als Protagonistin eher blass. Obwohl wir sie durch Höhen und Tiefen begleiten, konnte ich keine Gefühle für sie aufbringen. Für mich war sie einfach nur die Erzählerin, die uns durch die Geschichte führt, mehr nicht. Vielleicht lag es daran, dass sie selbst selten Gefühle gezeigt hat und etwas zu tapfer war.

Als Leser erhofft man sich auch irgendwann eine Erklärung für Aubrys Krankheit, aber die bleibt sehr vage. Es gibt einen mysteriösen Brunnen und urplötzlich auftauchende, endlose Bibliotheken.
Letztlich wurde mir all das nicht gut genug aufgeklärt, auch wenn sich bei der Sache mit dem Brunnen der Kreis gerade so schließt.

Das ist ganz schön viel Kritik und ehrlich gesagt, hat mir das Buch jetzt auch nicht sehr gut gefallen. Es ist trotzdem kein schlechter Roman.
Ich glaube es steckt mehr hinter der Geschichte, als ich erkannt habe und vielleicht muss man sie auch mehr aus einer philosophischen Perspektive betrachten.
Sicher können andere Leser mit dem Roman mehr anfangen als ich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

5 Brüder aus der Hölle

The Monet Family – Shine Bright Like a Treasure
0

Familiengeschichten lese ich immer gerne, besonders wenn es Geheimnisse zu lüften gibt. „The Monet Family“ ist zwar der Auftakt einer Young Adult Trilogie, aber der Klappentext hat mich einfach neugierig ...

Familiengeschichten lese ich immer gerne, besonders wenn es Geheimnisse zu lüften gibt. „The Monet Family“ ist zwar der Auftakt einer Young Adult Trilogie, aber der Klappentext hat mich einfach neugierig gemacht.

Und es geht direkt tragisch los. Die 15-jährige Hailie verliert auf einen Schlag Mutter und Oma durch einen Unfall und soll von nun an bei ihren 5 älteren Brüdern leben, von denen sie bisher keine Kenntnis hatte. Kaum Zeit das Erlebte zu verarbeiten, geht es von England nach Amerika. Dort leben die sehr verschiedenen Brüder im Reichtum. Doch Liebe erfährt Hailie hier keine. Es herrschen strenge Regeln und die neue Familie scheint in Machenschaften verwickelt zu sein, die Gefahr bedeuten. Gefahr auch für Hailie, wie sie bald feststellen muss.

Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so wütend gemacht und frustriert hat.
Nicht ohne Grund gibt es eine Reihe von Triggerwarnungen auf der letzten Seite.

Ich habe sehr mit Hailie gelitten und musste mir immer wieder vorstellen wie es ist, plötzlich seine Mutter zu verlieren. Ich habe mich miserabel gefühlt.
Hailie fand ich sehr authentisch. Sie weint viel, was verständlich ist. Sie verhält sich häufig schüchtern und naiv, wie es viele 15-jährige sind. Auch wenn ich schon lange aus dem Alter raus bin, konnte ich sie sehr gut verstehen.

Nicht alle der 5 Brüder sind komplett daneben, aber nur einer macht sich Mühe Hailie etwas Trost zu spenden. Ansonsten wird erwartet, dass sich „das kleine Mädchen“ strikt an alle Regeln hält und zwar ohne Wiederworte.
2 der Brüder haben extreme Aggressionsprobleme und scheinen besonders Spaß daran zu haben Hailie in unangenehme Situationen zu bringen und sie zu schikanieren. Gefühle werden nur widerwillig gezeigt.

Und keiner klärt Hailie (und uns) darüber auf, warum sie so beschützt werden muss bzw. in welche Geschäfte die Familie verwickelt ist. Ja, das erfahren wir in diesem Roman nicht. Es folgen zwar noch 2 Teile, aber es gibt nicht mal einen Hinweis.

Mein Interesse an einer Fortsetzung ist zwar geweckt, aber es ist ein schwacher Auftakt mit vielen roten Flaggen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere