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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2024

Starker zweiter Band

Haunted Reign
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Ich bin ehrlich: Band 1 war nicht so ganz meins. Irgendwie zu viel Drama und zu wenig konkreter Einsatz der unterschiedlichen Fähigkeiten. Band 2 hatte in meinen Augen eine konkretere Bedrohungslage und ...

Ich bin ehrlich: Band 1 war nicht so ganz meins. Irgendwie zu viel Drama und zu wenig konkreter Einsatz der unterschiedlichen Fähigkeiten. Band 2 hatte in meinen Augen eine konkretere Bedrohungslage und eine Protagonistin, die endlich Zugang zu ihrer Gabe gefunden hat, wodurch ich die Geschichte stärker geplottet und deutlich atmosphärischer fand.

Zum Inhalt: Zoe versucht noch immer ihre Banshee-Kräfte unter Kontrolle zu bekommen und mit ihrer neuen sozialen Position an der Schule klarzukommen, als das Jahresabschluss-Turnier ansteht. Doch irgendwas scheint in diesem Jahr anders zu sein, die Aufgaben bedrohlicher und Zoe ist sich sicher, dass da mehr dahinterstecken muss,

Ich bin fast ein bisschen traurig, dass man nicht nich mehr, neue Fähigkeiten in diesem Band gesehen hat. Dabei hätte der Plot rund um das Turnier und die äußere Bedrohung das absolut hergegeben. Dafür gibt es einiges an zwischenmenschlichen Entwicklungen bei den bereits bekannten Charakteren. Freundschaft und Liebe sind hier wieder zentrale Elemente.

Die zwei Prüfungen des Turniers waren an sich schon cool angelegt, auch hier hätte es für meinen Geschmack gerne mehr sein können. Die Handlung ist kompakt und temporeich gehalten, was sich leicht und zügig lesen lässt, für mich ging das zulasten der inhaltlichen und emotionalen Tiefe.

Prinzipiell fand ich diesen zweiten Band stärker als den ersten und in Kombination miteinander sehr solide, wenn auch kein Highlight in meinen Augen.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Zwischen Dystopie, Märchen und Coming-of-Age

Im Morgenlicht
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Das Buch ist komplett anders, als von mir erwartet und auch ganz anders, als die Bücher die ich sonst so lese. Es übt eine ganz eigentümliche Faszination aus, diese Geschichte, die dystopisch anmutet, ...

Das Buch ist komplett anders, als von mir erwartet und auch ganz anders, als die Bücher die ich sonst so lese. Es übt eine ganz eigentümliche Faszination aus, diese Geschichte, die dystopisch anmutet, aber durchzogen von Aberglauben und Mystizität ist. Beinahe märchenhaft kommen einige Episoden der Erzählung daher, was eine ganz besondere Stimmung erzeugt.
 
Zum Inhalt: Sil und ihre Mutter mussten ihre Heimat verlassen und werden im Rahmen des Wiederaufbauprograms von Island City im Morgenlicht untergebracht. Dort schlagen sie sich durch, Sils Mutter nimmt einen gefährlichen Job als Bergungstaucherin an, während Sil darauf wartet zur Schule gehen zu dürfen und hofft Freunde zu finden. Im Morgenlicht kommt Sil nicht nur in Kontakt mit dem Aberglauben ihrer Tante, sondern auch der Geschichte ihrer Heimat.
 
Das Buch ist in vier Teile unterteilt, wobei jeder Teil den Fokus auf eine Person in Sils Leben richtet. Ich fand es erstmal nicht ganz leicht in diese Geschichte über Flucht, Identitätssuche, Familie und Aberglaube reinzukommen. Ich hatte besonders anfangs das Gefühl, als würde mir Kontext fehlen und als würde ich die Referenzen nicht verstehen. Zudem ist Sil durch ihr Alter und ihre leicht zu beeindruckende Art, sowie ihren Drang zu gefallen eine nicht ganz zuverlässige Erzählerin und ich war mir oft nicht sicher, wie sehr ich ihren Worten, ihren Glaubenssätzen und Gedanken trauen konnte. Das macht aber gleichzeitig auch irgendwie einen Teil des Reizes der Geschichte aus.
 
Das Setting von Island City und dem Morgenlicht hat mir als Handlungskulisse gut gefallen. In der Geschichte rund um Sil und ihre Mutter, aber auch um die Stadt werden viele aktuelle Themen verwoben, die gleichzeitig aber auch universelle Themen sind, wie sie in der Menschheitsgeschichte immer wieder auftreten. Das Buch ist nicht spannend im klassischen Sinn, trotzdem hing ich förmlich an den Seiten, weil ich unbedingt verstehen wollte, worum es geht, ob in dem Aberglauben Wahrheit begründet liegt und welches Schicksal Sils Familie ereilt.

Nachdem die Geschichte sich drei Abschnitte lang rund um das Morgenlicht und Bezi drehte und dazu zunehmend auf der Stelle trat, fand ich den Ausbruch im letzten Abschnitt fast schon zu viel und zu schnell. Da wurde dann ein wahnsinnig großer Bogen geschlagen. Generell muss ich sagen, dass es mich überrascht hat, wie viel hier auf so wenig Seiten erzählt wurde. Ich habe festgestellt, dass mir vermutlich Hintergrundwissen fehlt, um die Geschichte vollends einzuordnen und zu begreifen.

Es ist eine ungewöhnliche Geschichte, die aber durchaus ihren Reiz hat, aber sicherlich nicht jedermann begeistert

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Tatsachenroman

Kaltblütig
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„Kaltblütig“ ist das wohl bekannteste Werk des Autors Truman Capote und war als Tatsachenroman zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein absolutes Novum, dass das Interesse der breiten Masse auf sich zog. Und ...

„Kaltblütig“ ist das wohl bekannteste Werk des Autors Truman Capote und war als Tatsachenroman zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein absolutes Novum, dass das Interesse der breiten Masse auf sich zog. Und auch Jahrzehnte nach Erscheinen dieses erfolgreichen Werkes schafft es noch immer zu begeistern. Mir hats gut gefallen, mich schockiert, ernüchtert und ungläubig zurückgelassen.

Zum Inhalt: 1959 wird im beschaulichen Holcomb die vierköpfige Familie Clutter brutal ermordet- gute Menschen, beliebt im Ort- eine Tat die erschüttert. Truman Capote recherchiert den Tathergang und spricht mit den Mördern.

Capote weiß zu erzählen und den Leser dabei abzuholen und mitzureißen. Zu Beginn mutet das Buch wie ein minutiöser Bericht an, beschreibt anschaulich, fast schon detailverliebt was sich in den Stunden vor dem Verbrechen zutrug. Im Verlauf der Handlung entwickelt das Buch eher den Charakter einer Reportage und man merkt wie kleinteilig Capote für dieses Buch recherchiert haben muss.

Bei den beiden Tätern Perry und Dick schwankte ich ständig zwischen Mitgefühl und Verachtung. Capote hat es gut geschafft die beiden Männer einzufangen, ihre Lebenswege nahbar zu skizzieren und immer ein Mögliches „was wäre wenn“ aufzutun, das einen Scheideweg im Leben der beiden darstellte. Trotzdem wir im Kapitel „Antworten“ schnell klar, wieso der Autor den Titel für ein Werk gewählt hat. Beim Lesen hat es mich förmlich geschaudert.

Das Buch mutet heute vielleicht nicht mehr so spektakulär an wie zu seinem erstmaligen Erscheinen, ist aber immer noch ein Buch, das beschäftigt. Zumindest bei mir klang das Buch lange nach, weil es einige interessante Einblicke in das amerikanisch Rechtssystem liefert und ein paar spannende „Was wäre wenn“-Szenarien aufwirft.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Cooler Jugendthriller mit vielen Twists

Villa Obscura
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Ich hab bereits die anderen beiden Jugend-Thriller des Autorinnen-Duos gelesen und habe mich sehr auf den neuen Thriller gefreut, der mit seinem Halloween-Thema etwas schauerlicher anmutet. Und auch dieser ...

Ich hab bereits die anderen beiden Jugend-Thriller des Autorinnen-Duos gelesen und habe mich sehr auf den neuen Thriller gefreut, der mit seinem Halloween-Thema etwas schauerlicher anmutet. Und auch dieser hat mich mit dem atmosphärischen Setting und der rätselhaften Geschichte wieder bestens unterhalten.

Zum Inhalt: die Villa Obscura, ein altherrschaftliches Haus mit einer sagenumwobenen Geschichte, liegt abgeschlagen im Harz in der Nähe des Brockens. Als sich eine Halloweenparty zu einet Geiselnahme entwickelt, müssen sechs Gäste plötzlich um ihr Leben bangen.

Wie von den Autorinnen gewohnt zeichnet sich die Geschichte durch schnelle, kurze Perspektivwechsel zwischen den sechs Hauptcharakteren aus, wobei der Leser nicht nur die Charaktere kontinuierlich besser kennenlernt, sondern auch immer mehr über die Umstände der Geiselnahme erfährt. Was ich besonders gelungen fand, war die Mischung aus gut platzierten Hinweisen und falschen Fährten, durch die das Miträtseln rund um die Geiselnahme richtig Spaß macht.

Man startet als Leser ohne große Umschweife in die Handlung, der Spannungsbogen setzt leicht versetzt sein, ist zu Anfang eher gemäßigt und steigert sich dann ab circa der Hälfte des Buches nochmal ordentlich. Ich mochte wie hier Lokalkolorit mit einer fiktiven Sagengeschichte zu einem stimmigen Hintergrund für die Story verwoben wurde.

Es gibt einige Überraschungen innerhalb der Storyline, die ich nicht habe kommen sehen. Generell liest sich die Geschichte leicht und flüssig. Ein bisschen ungeduldig habe ich auf den angeteaserten Mord gewartet, der ziemlich auf sich warten lässt. Ich hab mich durchweg gut unterhalten gefühlt, auch wenn es für meinen Geschmack etwas mehr Nervenkitzel hätte sein dürfen.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Heiße Weihnachts-Romance

The Christmas Fix
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Lucy Score schreibt für mein Empfinden meist Bücher, die viel Spice, aber wenig echte, authentische Handlung besitzen. Ist halt Geschmacksache, ob man das mag. Bei einigen ihrer Bücher ist es für mich ...

Lucy Score schreibt für mein Empfinden meist Bücher, die viel Spice, aber wenig echte, authentische Handlung besitzen. Ist halt Geschmacksache, ob man das mag. Bei einigen ihrer Bücher ist es für mich too much, aber da ich weihnachtliche Romane über alles liebe, war ich hier sehr neugierig. Und ich muss sagen, dass die Story durchaus sehr stimmungsvoll und gelungen ist. Hat mir gut gefallen.

Zum Inhalt: nachdem ein schwerer Sturm die Kleinstadt Merry kurz vor Beginn der Weihnachtszeit und damit der Haupteinnahmezeit vieler lokaler Geschäfte verwüstet hat, hat Reality-TV-Star Catalina King nur ein Ziel: die Stadt passend zum großen Weihnachtsfest wieder herrichten. Doch ihre Hartnäckigkeit stößt auf Gegenwehr, vor allem von Bürgermeister Noah Yates, der seine Stadt nicht vor die Kamera gezerrt sehen will.

Die Idee mit der Heimwerker- und Einrichtungsshow fand ich richtig gut ich liebe solche Sendungen tatsächlich total und liebe vor allem die Vorher/Nachher-Momente. Daher fand ich das Thema total ansprechend und fand auch cool, dass mit Catalina die Protagonistin kein klassisches Fernseh-Püppchen ist, sondern richtig zupacken konnte.

Catalina spielt zwar anfangs die unnahbare, aber sie war mir eigentlich von Beginn an sympathisch, weil sie weiß was sie will und ihr Leben zu ihren Bedingungen führt. Natürlich sprühen zwischen ihr und Noah die Funken und ich fand dieses Enemies to Covers sehr ansprechend umgesetzt. Was mir auch sehr gefallen hat: für Lucy Scores Verhältnisse ist das hier schon fast Slow Burn und Spice gibt es nur im letzten Drittel und auch nicht übermäßig viel.

Stattdessen geht es viel um Zusammenhalt, darum etwas zurückzugeben und seine Träume zu verwirklichen. Damit greift das Buch für einen weihnachtlichen Roman ein paar wirklich tolle Themen auf und das Wintersetting kommt super gut durch und ist sehr stimmungsvoll umgesetzt.

Ich habe die Leichtigkeit der Geschichte sehr genossen, mochte die wundervollen Dates zwischen Noah und Catalina und hatte einfach insgesamt großen Spaß mit der Geschichte.

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