Profilbild von LizzyCurse

LizzyCurse

Lesejury Star
offline

LizzyCurse ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LizzyCurse über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2025

Wir brauchen mehr Geschichten wie diese!

Yumi and the Nightmare Painter
0

„Wir brauchen Geschichten!“

Wir brauchen Träume und Alpträume, die uns ängstigen und anspornen, Fantastereien und Geschichtenerzähler, die uns nahe zu sich rufen und mit uns die Faszination von Geschichten ...

„Wir brauchen Geschichten!“

Wir brauchen Träume und Alpträume, die uns ängstigen und anspornen, Fantastereien und Geschichtenerzähler, die uns nahe zu sich rufen und mit uns die Faszination von Geschichten teilen.
Wir brauchen solche Geschichten, von denen wir einfach nicht genug bekommen können und solche die uns mit verheulten Augen nach der letzten Seite nicht loslassen, selbst wenn wir das Buch zugeschlagen haben, selbst wenn wir das Ende kennen, weil wir das Buch schon einmal gelesen haben. Solche Geschichten brauchen wir. Und so eine Geschichte habe ich in „Yumi and the Nightmarepainter“ gefunden.

Yumi und Nikaro sind für mich vollkommen gegensätzlich. Nikaro lebt als Alptraummaler (ich find den Beruf ja total spannend!) in einem modernen japanischen Setting, in dem es keinen Sonnenschein, sondern nur leuchtende Energiekabel gibt - die Hion-Linien. Als Alptraummaler verdient er sein Geld und beschützt die Bürger der Stadt. Yumi beschwört Geister - ihr Leben ist streng reglementiert und traditionell und techniklos. Die beiden leben wortwörtlich in verschiedenen Welten. Umso entsetzter ist Nikaro, als er plötzlich in Yumis Welt und in ihrem Körper erwacht. Ihre Leben sind von nun an untrennbar miteinander verknüpft.

Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt - mit wehenden Fahnen führt das Feld aber die Alltäglichkeit an, die ich in beiden Welten erlebt habe. Wofür Brandon Sanderson in seinen großen epischen Fantasyromanen kaum Zeit hat, das lebt er in Yumi wirklich aus. Und für mich ist es wunderbar! Ich will mit Maler Nudeln essen gehen, mit der Shopbesitzerin quatschen und mit Yumi shoppen gehen. Ich will in Decken eingekuschelt Zuhause bei Nikaro KDramen schauen und mit Yumi baden und Steine stapeln. Allein, dass es Sanderson schafft, diese beinahe banalen Tätigkeiten so interessant zu schreiben, dass ich mich beinahe danach verzehre, spricht schon für sich. Dass die beiden Protagonisten so ganz nebenbei ihre jeweiligen Welten retten müssen vor düsteren Alpträumen, scheint da beinahe nebensächlich.

Nikaro hat den Glauben in seine Kunst verloren - es ist für ihn zur Arbeit geworden. Das genaue Gegenteil ist Yumi, die ihre Kunst sklavisch ernst nimmt und dadurch ihre Kreativität einbüßt. Der Austausch der beiden, die Dynamik und ihre Dialoge sind Sanderson so gut gelungen. In den ersten Kapiteln steckt so viel Humor, dass ich mich gekringelt habe!

Alte Kosmeer-Hasen werden den Erzähler kennen. Ich persönlich liebe Hoid sehr. Seinen Sarkasmus, seine Art, Situationen darzustellen - für mich war seine Perspektive eine Bereicherung! Für Neulinge ist er aber ebenso geeignet! Der Weltenhüpfer kann auch sehr gut in eine neue Welt des Kosmeers einführen, keine Sorge! Generell haben beide Leser-Gruppen ihren Spaß an dieser Geschichte. Der Einstieg in die Welt ist niederschwellig und gelingt mit den beiden Sympathieträgern leicht. Für die, die sich im Kosmeer auskennen, streut Hoid einige spannende Details über die Drei-Reiche-Lehre ein.

Aber das ist nicht das Außergewöhnliche an dem Buch - sondern die wunderschöne Beziehung zwischen Yumi und Nikaro. Von vorsichtigen Vertrauen, über Freundschaft bis hin zu einer zarten Liebe entfaltet sich die Seele des Buches so langsam mit einer so poetischen, leisen Sprache, dass Sanderson mein Herz mit der Romanze schmelzen hat lassen!

Einher geht dieses Buch mit Fragen über die Rolle von KI in Kunst, mit dem Kunstverständnis an sich und den vielen Nuancen dazwischen, die dem Lesenden natürlich nicht plump gestellt werden.

Mein liebstes Secret Project mit super vielen Themen, die mein Herz berührt haben! Allen voran Freundschaft und Vertrauen in die eigene Kraft aber auch in die Kraft der anderen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2025

Überraschend gut

The Surviving Sky (Die Rages-Trilogie 1): Eine epische Science-Fantasy
0

Das … war ein überraschendes Buch! Überraschend gut und überraschend innovativ für mich. Eine Mischung aus Dystopie, Science-Fiction, Ökofantasy und Ansichten, deren teilende Kraft im Buch erst überwunden ...

Das … war ein überraschendes Buch! Überraschend gut und überraschend innovativ für mich. Eine Mischung aus Dystopie, Science-Fiction, Ökofantasy und Ansichten, deren teilende Kraft im Buch erst überwunden werden muss.

Doch von vorn - worum geht es in diesem bizarren Abenteuer?
Die Menschen haben sich in den Himmel geflüchtet. Dort ist ihr Refugium - Eine aus Pflanzen und Magie, Technik und Tradition erschaffene Zivilisation. Die Menschen teilen sich in Architekten - die die Pflanzenmagie beherrschen - und Nicht-Architekten - was zu Spannungen führt. Unter ihnen lauert der Dschungel und alles verschlingende Erdstürme. Doch da geht eine Dschungelexpedition gewaltig schief. Parallel dazu beginnt die botanische Himmelsinsel zu sinken.

Zunächst einmal das Magiesystem in diesem Buch - ist richtig cool. Die Architekten können trajezieren - sie können das Wachstum von Pflanzen manipulieren und etwas erbauen. Das fängt bei Treppenstufen an und geht bis hin zu monumentalen Bauwerken, auf denen die Bevölkerung lebt. Dass ihnen das viel Macht verleiht, geht damit einher. Wie selbstverständlich Rao diese Magie mit in den Alltag einflechtet, ist ziemlich genial. Ich habe trotzdem etwas gebraucht, um das Magiesystem zu durchdringen. Die Magie ist verwoben mit hinduistischen Traditionen und Ritualen und Begrifflichkeiten, ohne das die gesamte Thematik vom Urschleim noch mal erklärt wird - was für mich erfrischend war, basiert die meiste SFF-Literatur doch auf der Westlichen Welt.

#thesurvivingsky wird aus zwei Perspektiven erzählt. Ahilya ist eine Archäologin, die immer wenn Flaute herrscht und die Stürme schweigen, in den Dschungel hinabsteigt und die Vergangenheit erforscht. Doch dann geht eine Expedition gewaltig schief. Ihr Mann, Iravan, ist ein hochrangiger Architekt. Die beiden haben sich einst geliebt, doch mittlerweile kriselt es in ihrer Ehe und sie sind sich beide nicht mehr sicher, was sie dem jeweils anderen gegenüber fühlen. Ob ihre Karrieren wichtiger sind und sie sich auseinandergelebt haben oder ob sie sich trotz allem noch lieben. Dieser Plotstrang nimmt viel Raum ein, er ist zentral für den Fortgang der Geschichte und mit der gesamten Magie- und Untergangsthematik eng verwoben. Das hat mich zu Beginn zweifeln lassen. Würde ich es als so spannend empfinden, einem streitbaren Ehepaar ein ganzes Buch hindurch zu folgen? Bei dem die Emotionen hochkochen und die sich auch in ihren Zielen unterscheiden? Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen - ja, die beiden haben mich bis auf wenige Abschnitte prächtig bei Laune gehalten und durch das Buch begleitet.

Und das war auch gut so. Mir hat das Hirn so manches mal geraucht, wenn es um die Details der Trajektion, die hierarchischen Strukturen oder die komplexen übergeordneten Zusammenhängen ging. Aber die beiden haben mich bei der Hand genommen, obwohl ich auch sagen muss, dass ich keinen der zwei in meinen engeren Kreis aufgenommen habe.

Über die Länge des Romans hinweg hätte ich mir ein paar kleine Ausflüge auf der Himmelsinsel selbst gewünscht - und ich hoffe, dass die kleinen Details im zweiten Band mehr in den Fokus rückt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2024

Atmosphärischer Histo-Krimi

Der gefrorene Fluss
0

Martha hat mich mitgenommen - mit in ihre Kleinstadt - Hallowell, in ihre Nachbarschaft, in ihre Berufung und in ihr Leben. Ich durfte dabei sein, wenn sie Babys aus dem Mutterleib zog und an die Brust ...

Martha hat mich mitgenommen - mit in ihre Kleinstadt - Hallowell, in ihre Nachbarschaft, in ihre Berufung und in ihr Leben. Ich durfte dabei sein, wenn sie Babys aus dem Mutterleib zog und an die Brust junger Mädchen und erschöpfter Frauen legte, horchte, wenn sie die neusten Informationen aus dem Dorf erfuhr, war dabei wenn sie ein Bier trank, Brutus ritt oder die Tiere versorgte. Wenn Sie mit Ephraim diskutierte und lachte. Seltsam intim kam mir das Buch vor - und genau deswegen traf er mich auch mit einer solchen Wucht.

Das Buch spielt in Maine Ende des 18. Jahrhunderts. Im zugefrorenen Fluss wird eine Leiche entdeckt und nachdem die Männer diese mühsam aus der eisigen Umklammerung befreit haben, wird Martha gerufen - die Hebamme des Örtchens, um die Todesursache zu untersuchen. Schnell wird ihr klar, dass er keines natürlichen Todes gestorben ist. Sie beginnt zu ermitteln … während das Verfahren immer näher rückt.

Lange habe ich gezögert, ob ich dieses Buch zur Hand nehmen soll oder nicht. Ich liebe historische Kriminalromane, wohingegen die Hebammenthematik bei mir eher auf wackligen Füßen steht. Manchmal funktioniert sie bei mir, manchmal wird es mir auch einfach zu viel. Doch bei Martha war es anders. Sie hat mich nicht nur in ihr Leben als Hebamme mitgenommen, sondern vollständig in ihren Alltag gezogen. Martha ist eine gestandene Frau mit erwachsenen Kindern und Hof und Mühle, die es zu versorgen gilt. Sie kann fluchen wie ein Kesselflicker, und hat ein sanftes Händchen für die werdenden Mütter und Babys. Ich habe ihr einfach geglaubt - ich habe ihr jeden Satz abgenommen, den sie mit den Frauen des Ortes, mit ihrem Mann oder mit dem Ladenbesitzer, mit den höher gestellten Herrschaften des Städtchens oder mit den Tieren gewechselt hat. Das hat für mich das Buch ausgemacht.

Schnell macht der Lesende aus, wer die dunklen Gestalten des Ortes sind. Doch das eigentlich spannende ist die Spurensuche von Martha, was hinten raus noch einmal richtig dramatisch wird. Ich habe den Kriminalaspekt an diesem Buch auf jeden Fall sehr genossen.

Was für mich auch noch sehr gut gemacht war, war die rechtliche Seite. Martha musste immer wieder vor verschiedenen Gerichten auftreten und ihre Zeugenaussagen tätigen - die Autorin hat die Zeugenaussagen dazu genutzt, um die Gerichte und rechtlichen Sachverhalte etwas näher in Augenschein zu nehmen. Sehr interessant, so tief habe ich das amerikanische Recht auch noch in keinem Buch gelesen.

Das Setting hat mir ausnehmend gut gefallen. Es war wie ein kleiner Mikrokosmos für sich. Die Stadt, ihr Haus, die Mühle, der Fluss und die verschiedenen Geburtsräume - es passte einfach wunderbar zusammen. Jedes Kapitel war mit der Örtlichkeit überschrieben, in der es stattfand. Ballards Mühle, Dr. Colemans Laden, Pfarrhaus und so weiter. Ich fühlte mich gut aufgehoben. Ein weiterer spannender Aspekt waren Marthas Tagebucheinträge - heute mag es in Vergessenheit geraten sein, früher gehörte es einfach dazu, wichtige Ereignisse des Tages festzuhalten.

All das wurde von Ariel Lawhorn zu einem wirklich eindringlichen historischen Kriminalroman verwoben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2024

Coole Mischung

Daemons
0

Kennt ihr es, wenn ihr in ein Buch förmlich reinkriechen könntet? Dass ich Nadines Bücher sehr gerne lese, ist wohl für die wenigsten ein Geheimnis. Die Haunted Hunters haben sich jedoch besonders tief ...

Kennt ihr es, wenn ihr in ein Buch förmlich reinkriechen könntet? Dass ich Nadines Bücher sehr gerne lese, ist wohl für die wenigsten ein Geheimnis. Die Haunted Hunters haben sich jedoch besonders tief in meinem Herz vergraben. Mit der Mischung aus Geistergeschichte, urbaner Endzeitstory und alltäglichen Problemen und unaufdringlichen Lovestorys in allen Farben.

Im zweiten Band leben sich die Hunters langsam auf der Insel von Wills Familie ein, die sie vom Fleck weg engagiert haben nach der Katastrophe, die viele Menschenleben gefordert und viele Familien ohne Heimat zurückgelassen hat. Doch Zeit zum Durchatmen haben sie kaum - Beim Angriff auf Edinburgh wurde das Institut of Paranormal Science zerstört und niemand weiß, was für Gefahren dort befreit wurden. Ayden, Will und ihre Freunde haben den Auftrag, nach Antworten zu suchen.

Nadine greift den Faden an der Stelle wieder auf, an der wir die Truppe im ersten Band verlassen haben und steigt mit einer niedlichen und herzzerreissenden Szene ein. Du weißt, dass du mich damit immer kriegst, Nadine, oder? Aydens kleiner Sohn Henry hat mysteriöse Alpträume, die im späteren Verlauf des Buches eine tragende Rolle spielen werden.

Ciuineas, die Insel der Familie, ist zu einer Zuflucht geworden - auch für mich. Ich liebe es, mit Ayden und Henry am Strand zu spielen, mit Riley, seiner Schwester und Wills Bruder Sam laufen zu gehen oder in der großen Küche zu den Gesprächen und dem Gelächter zu lauschen, und mitzuverfolgen wie sich familiäre, freundschaftliche und romantische Bande knüpfen. Diesen Trope bedient Nadine einfach zu gut! Und ja, ich war sehr neugierig, wann und wie sich ein bestimmtes Band verfestigt.

Die Action kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ich bin den Nachforschungen in den Ruinen des Institutes und all den weiteren Unternehmungen der Hunters voller Spannung gefolgt und habe nur gehofft, dass alle wieder heil zurückkommen.

Die Hunters haben sich einfach einen Platz in meinem Herzen gesichert - und ich bin wirklich traurig, dass es nur noch einen Band geben wird. Ich will diese verrückte bunte Bande einfach nicht verlassen und hoffe umso mehr auf ein schönes Ende für alle Beteiligten. Ja, ich, die eigentlich nichts gegen offene Enden und schmerzvolle Trennungen einzuwenden hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2024

Von Monstern im Sonnenschein

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars
0

„Die Monster, die es sich zu fürchten lohnt, sind die, die so gefährlich sind, dass sie sich im Tageslicht verbergen.“

Ich hatte nichts von dem Buch erwartet - und es kam seitenraschelnd daher und hat ...

„Die Monster, die es sich zu fürchten lohnt, sind die, die so gefährlich sind, dass sie sich im Tageslicht verbergen.“

Ich hatte nichts von dem Buch erwartet - und es kam seitenraschelnd daher und hat mich verschlungen mit Haut und Haaren. Ich bin immer noch in Aspen, spüre das helle Sonnenlicht auf meiner Haut und den klebrigen Schweiß an meinem Hals, höre das Lachen der Jugendlichen und das bedrohliche Summen der Bienen.

Ich war schon von den ersten Seiten gefangen: Mars wird von Caroline aufgeweckt. Sie sollte eigentlich gar nicht hier sein, doch wird stattdessen wird Mars von ihr attackiert und muss um das Leben kämpfen. Es endet mit einem Sturz - Caroline stirbt, Mars überlebt und wird von den Fragen nach dem Grund geklärt. Eines ist ihm klar: die Antworten wird Mars nur in Aspen finden, jenem elitären Sommercamp, aus dem er vor Jahren herausgeworfen wurde aufgrund seiner Genderfluidität, in das Caroline aber Sommer für Sommer gegangen ist. Mars trifft dort auf die Honeys - Caroline war eine davon - und gerät immer mehr in ihren gefährlichen Sog.

Eine Sogwirkung hat das Buch auf mich definitiv auch ausgewirkt. Von Seite eins an: Die Geschichte wird durchgängig aus Mars’ Perspektive erzählt - und ich habe Mars wirklich lieb gewonnen. Mars war ein starker Charakter, sich seiner selbst bewusst, Mars wusste, das eigene Verhalten und das Verhalten anderer einzusetzen und sich so zu schützen, aber auch zu zeigen, wer er wirklich war. Der Autor hat seinen gesamten Charakter, seine gesamte Identität exzellent herausgearbeitet, ohne auf Klischees zu pochen. Und so bin ich Mars so gerne in das Sommercamp, durch die verschiedenen Aktivitäten und auf der Suche nach Antworten und Gründen für den von Caroline gefolgt. Ich habe mit ihm gehofft und gebangt und mir fiel es schwer, ihn am Ende zu verlassen.

Wyatt, der Mars als Orientierungshilfe zur Seite gestellt wurde, war übrigens mein liebster Nebencharakter. Er hat Mars oft eine neue Perspektive angeboten und ihn aus seinen festgefahrenen Mustern gelockt - was spannend zu verfolgen war.

Es gab einen kleinen Romanceplot, der sich jedoch gut dem eigentlichen Geheimnis von Aspen unterordnet. Danke!

Das Übernatürliche und Mystische nahm immer mehr Raum ein, je weiter ich im Buch gekommen bin - und ich fand es überragend. Ich wusste kaum mehr, was Traum, was Realität ist. Was nur Mars’ Trauer und Wut entsprang und was wirklich geschah. Am Ende habe ich Bienen aus einem leicht anderen Blickwinkel gesehen. Es kam mir beinahe wie ein Wahn vor.

Die Trauerarbeit von Mars um seine Zwillingsschwester war manchmal herzzerreissend und aus dem Leben gegriffen. Mir wurde ein paar Mal das Herz schwer.

Eine wirkliche Überraschungsempfehlung - Mystik und Schauer funktionieren genauso gut bei strahlendem Sonnenschein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere