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Veröffentlicht am 28.10.2024

Ein wunderschönes Mutmach-Bilderbuch zum Thema Trennung & Scheidung!

Emils kleines Haus
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Als sich seine Eltern trennen und in verschiedene Häuser ziehen, beschließt Emil, dass er auch ein eigenes Zuhause braucht. Kreativ macht er sich sofort ans Werk und baut sich eins. Das Haus ist winzig, ...

Als sich seine Eltern trennen und in verschiedene Häuser ziehen, beschließt Emil, dass er auch ein eigenes Zuhause braucht. Kreativ macht er sich sofort ans Werk und baut sich eins. Das Haus ist winzig, bietet aber genug Platz für alles, was Emil braucht: Sein Lieblingsbuch, seine Kuscheldecke, seinen Elefantenschlafanzug und natürlich Coco, sein Kuschelkrokodil. Nun muss er nur noch den richtigen Ort für sein Haus finden. Da hat Coco eine Idee. Mit einem Haus auf Rädern kann Emil überall wohnen, wo er möchte. In Mamas Garten, auf Papas Balkon oder ganz woanders. Das viele Reisen macht allerdings ziemlich hungrig und müde. Eine Küche hat sein Haus auf Rädern leider nicht und sein Kuschelkrokodil kann weder vorlesen noch singen oder ihm einen Kuss geben. Doch am schlimmsten ist, dass niemand da ist, um ihn zu knuddeln oder zu kitzeln. Emil beginnt all die schönen Dinge zu vermissen, die es nur bei Mama und Papa gibt. Er und Coco sind sich einig, dass es so nicht weitergeht und finden schließlich eine bessere Lösung für ihr Zuhause-Problem. Die beiden wohnen fortan an manchen Tagen bei Mama und an manchen bei Papa. Was aber aus dem kleinen Haus auf Rädern geworden ist, wird hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Dies war mal wieder so ein Buch, bei dem sofort klar war, dass ich es haben muss. Sowohl das Cover als auch der Klappentext sind einfach zum Verlieben und dass die Geschichte von einer meiner liebsten Illustrator*innen bebildert und sogar geschrieben wurde, tat dann natürlich ein Übriges. Ich ließ Emil und sein kleines Haus also bei mir einziehen und so viel sei schon mal gesagt: Ich habe es nicht bereut.

Mit wenigen Worten und ausdrucksstarken Zeichnungen erzählt Simona Ceccarelli die Geschichte des kleinen Emils, der damit konfrontiert wird, dass sich seine Eltern trennen. Warmherzig und kindgerecht greift sie das Thema Trennung und Scheidung auf und bietet viele tolle Gesprächsanlässe. Man spürt deutlich, wie traurig und verloren sich Emil anfangs fühlt. Doch zu sehen, wie er sein Leben selbst in die Hand nimmt und schließlich seinen Platz findet, ist überaus tröstlich, inspirierend und herzerwärmend und teils auch sehr amüsant. Emil erkennt schließlich, dass seine Mama und sein Papa immer seine Eltern bleiben werden, auch wenn sie nicht mehr zusammenleben, und dass er durch die Trennung nicht sein Zuhause verloren, sondern ein neues dazugewonnen hat. Seine Geschichte zeigt uns, dass man sich der Liebe seiner Eltern immer sicher sein kann, ganz egal was geschieht, und wie wichtig es ist, mit seinen Kindern über die neue Lebenssituation zu sprechen und sie nicht einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Kindern, denen es wie Emil ergeht, werden sich in ihm sehr gut wiederfinden können und aus seiner Geschichte Mut und Kraft schöpfen. Für alle Betroffenen kann dieses Buch sehr wertvoll sein, aber auch Kinder aus intakten Familien werden der Erzählung begeistert lauschen. Es macht einfach Freude, den kleinen Emil zu begleiten. Mit seiner liebenswerten Art schleicht er sich sofort in das Leserherz und wird in so manchen den Wunsch erwecken, sich ebenfalls so ein cooles Haus auf Rädern zu bauen.

Die farbenfrohen Illustrationen von Simona Ceccarelli sind wie gewohnt einfach großartig. Mit viel Wärme, Humor und Liebe zum Detail setzen sie das Erzählte gekonnt in Szene und laden zum Verweilen, Schmunzeln und Wohlfühlen ein.

Fazit: Simona Ceccarelli hat ein bezauberndes Bilderbuch ab 4 Jahren geschaffen, das durch seine wichtige Botschaft und wunderschönen Illustrationen besticht und einen mit einem warmen Gefühl im Herzen zurücklässt. „Emils kleines Haus“ ist eine berührende, humorvolle und einfühlsame Mutmach-Geschichte zum Thema Trennung und Scheidung mit einem kleinen starken Helden zum Gernhaben. Einfach zauberhaft, ich bin begeistert! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Mal wieder einfach nur schön!

Ruby Fairygale (Band 7) - Das Lied der Meerjungfrau
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Weihnachten steht vor der Tür und Ruby freut sich riesig auf gemütliche Feiertage mit ihrer Familie und ihren Freunden. Sogar Noah wird den ganzen Dezember über da sein, da sein Vater ihm kurzfristig abgesagt ...

Weihnachten steht vor der Tür und Ruby freut sich riesig auf gemütliche Feiertage mit ihrer Familie und ihren Freunden. Sogar Noah wird den ganzen Dezember über da sein, da sein Vater ihm kurzfristig abgesagt hat. Von ruhig und friedlich kann allerdings keine Rede sein. Als das kleine Seeungeheuer Bobby entführt wird, bleibt Ruby nichts anderes übrig als ihre Angst vor dem Meer zu überwinden und in Gestalt eines Seehunds in die Tiefen des Ozeans hinabzutauchen. Zu den Meerjungfrauen, bei denen helle Aufregung herrscht. Viele Fabelwesen sind plötzlich krank geworden, weil Schmutz durch die magischen Portale zur Menschenwelt gelangt. Una, die Älteste der Meerjungfrauen, ist sich sicher, dass die Feen dahinterstecken. Aber ob das wirklich stimmt? Gemeinsam mit Noah versucht Ruby herauszufinden, ob wirklich das Feenvolk für die undichten Tore verantwortlich ist. Als es dann auch noch heftig zu schneien beginnt (was es auf Patch Island sonst nie tut), ist das Chaos perfekt. Ob es für alle am Ende wohl noch ein besinnliches Weihnachtsfest geben wird?

Dies ist das siebte Abenteuer rund um Ruby Fairygale und es ist zum besseren Verständnis von Vorteil, die vorherigen Bände gelesen zu haben.
Für mich ist diese Reihe schon längst eine richtige Herzensreihe. Ich habe bisher jeden Band verschlungen und geliebt und „Das Lied der Meerjungfrau“ bildet da keine Ausnahme.

Schon die ersten Seiten haben sich wie nach Hause kommen angefühlt. Es ist einfach jedes Mal aufs Neue die reinste Freude, nach Patch Island zurückzukehren und auf lauter liebgewonnene Gesichter zu treffen. In diesem Band dürfen wir die kleine irische Insel während der Adventszeit kennenlernen, mit ganz viel Schnee und Weihnachtszauber inklusive. Ein Besuch auf diesem idyllischen Eiland lädt an sich schon immer zum Träumen ein, aber in winterlich-weihnachtlicher Atmosphäre ist es erst recht ein Genuss. Die liebenswert-schrulligen Inselbewohner sind auch mal wieder ganz in ihrem Element und sorgen mit ihren Macken und Eigenheiten für ordentlich Erheiterung. Vor allem Miesepeter Fergus ist wie gewohnt ein Garant für gute Laune. Sehr amüsant sind aber auch die Kobolde, die nur in Reimen reden, oder das kleine Seeungeheuer Bobby mit seinem süßen Geblubber.
An magischen Wesen mangelt es auch diesmal wahrlich nicht. Gemeinsam mit Ich-Erzählerin Ruby reist man im Verlauf nicht nur in das Feenreich, sondern taucht auch hinab in die Tiefen des Ozeans, zu den Meerjungfrauen und Banshees.
Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf! Kira Gembri bietet einmal mehr eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor, Freundschaft und Magie plus einer Prise Romantik. Man fiebert und bibbert durchweg mit Ruby und ihren Freund*innen mit und hat dank der bildlichen Beschreibungen ständig das Gefühl, selbst dabei zu sein. Die altbekannten Charaktere wachsen einem dabei nur noch mehr ans Herz und ehe man es sich versieht, heißt es auch schon wieder Abschied nehmen. Zum Glück aber nicht für immer, denn das herzerwärmende Ende lässt hoffen, dass es mindestens noch ein weiteres Wiedersehen geben wird.

Neben dem Inhalt überzeugt das Buch auch optisch auf ganzer Linie. Verena Körting hat erneut ein traumhaftes Cover entworfen, das perfekt zu seinen Vorgängern passt, und auch ihre stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die die Handlung untermalen, sind mal wieder zauberhaft anzusehen und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: Kira Gembri hat uns mit „Das Lied der Meerjungfrau“ mal wieder ein wunderbar magisches Ruby-Fairygale-Abenteuer gezaubert, das einen bis zum Schluss in den Bann zieht und sogar ein bisschen in Weihnachtsstimmung versetzt. Auch der siebte Band überzeugt mit ganz viel Charme und Fantasie, lauter spannenden Wendungen sowie liebenswerten Charakteren zum Gernhaben. Ein absolutes Wohlfühlbuch, aus dem man nicht mehr auftauchen möchte. Ich habe mich beim Lesen nur noch mehr in diese wunderschöne Reihe verliebt und bin schon voller Vorfreude auf den nächsten Band. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Ein magisch schöner Auftakt!

Birds of Paris – Das magische Pendel
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Die 12-jährige Léa ist vor kurzem mit ihrer Mutter nach Paris gezogen. Mal wieder eine neue Stadt, in der alles fremd ist und sie niemanden kennt. Wie soll sie jemals Freunde finden und sich irgendwo zu ...

Die 12-jährige Léa ist vor kurzem mit ihrer Mutter nach Paris gezogen. Mal wieder eine neue Stadt, in der alles fremd ist und sie niemanden kennt. Wie soll sie jemals Freunde finden und sich irgendwo zu Hause fühlen können, wenn sie ständig umziehen muss? Um ihren neuen Wohnort zumindest ein bisschen besser kennenzulernen, beginnt sie, bewaffnet mit einer Findeliste ihrer Mutter, die Umgebung zu erkunden. Léa liebt es, Dinge zu beobachten und zu finden. Sie hat eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe, ihr entgeht so schnell nichts. So fällt ihr an der Kathedrale Notre-Dame auch sofort das geheimnisvolle Mädchen auf, das mit einer Taube zu sprechen scheint. Als sie dem Mädchen namens Alex neugierig folgt, eröffnet sich ihr eine völlig neue, magische Welt. Sie lernt Alex’ Freunde kennen, eine Gruppe von Straßenkindern, die die Magie der Schimmervögel sehen können. Doch deren Existenz ist bedroht und als Alex entführt wird, beginnt für Léa und die Federsucherbande – ihre neuen (und ersten) Freunde – ein gefährliches Abenteuer...

Nachdem bisher alle Kinderbücher von Kathrin Tordasi Lesehighlights für mich waren, konnte ich an dem Auftakt ihrer neuen Kinderbuchreihe „Birds of Paris“ natürlich nicht vorbeigehen. Und was soll ich sagen, Kathrin Tordasi hat bei mir mal wieder voll ins Schwarze getroffen! Dieses Buch besticht nicht nur mit einem bezaubernden Cover (kreiert von Heiko Hentschel), auch die Geschichte dahinter ist ein Genuss und zieht einen sofort in den Bann.

Kathrin Tordasi versteht es, fantastische Welten zu erschaffen, aus denen man am liebsten gar nicht mehr auftauchen möchte. Dieses Mal entführt uns die deutsche Autorin nach Paris – eine Stadt, die an sich schon etwas Faszinierendes an sich hat, die aber, versehen mit einer ordentlichen Portion Magie, erst recht unwiderstehlich wird. Mit ihrem bildlich-stimmungsvollen Schreibstil gelingt es ihr mal wieder mühelos, einen direkt ins Geschehen hineinzuziehen und ein Kopfkino vom Feinsten entstehen zu lassen. Eine tolle Unterstützung sind dabei auch die wundervollen schwarz-weiß Vignetten von Heiko Hentschel, die die Kapitel einleiten und einen Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse geben.
Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus den Perspektiven von Léa und dem Federsucher Roux, wobei die Kapitel von Léa deutlich überwiegen. Mit Léa hat die Autorin eine sehr sympathische Heldin ins Leben gerufen, deren Erlebnisse und Entwicklung man mit Freude mitverfolgt. Anfangs noch unsicher, ängstlich und allein wird sie im Verlauf immer mutiger und selbstbewusster werden und in den Straßenkindern Ari, Coralie und Roux erstmals Freunde finden. Wahre Freunde, auf die sich verlassen kann und die sie so akzeptieren wie sie ist. Es ist richtig schön zu lesen, wie sich die vier Kinder näherkommen und lernen einander zu vertrauen. Wie sie füreinander einstehen und gemeinsam ein unschlagbares Team ergeben. „Birds of Paris“ ist nicht nur ein aufregendes Fantasy-Abenteuer – es ist auch ein Loblied auf die Freundschaft. Eine Geschichte über Zusammenhalt, Neuanfänge, die Suche nach der eigenen Identität und den Glauben an sich selbst.

Eins ist sicher: Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf. Gemeinsam mit den vier Kindern und dem süßen Täuberich Piou (meinem heimlichen Star) taucht man in die geheimnisvolle Welt der Schimmervögel ein, streift durch verwinkelte Gassen, unterirdische Tunnel und über die Dächer von Paris und bekommt es mit lauter Rätseln und Gefahren zu tun (und mit leckerem französischen Backwaren). Die Seiten fliegen nur so dahin und der fiese Cliffhanger am Ende lässt die Wartezeit auf den zweiten Band fast unerträglich werden. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, mich in das nächste Abenteuer zu stürzen.

Fazit: Kathrin Tordasi hat uns mal wieder ein wunderbar magisches Kinderbuch gezaubert, das man nicht mehr aus der Hand legen mag und Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. „Birds of Paris – Das magische Pendel“ ist ein atmosphärisches, berührendes und spannendes Abenteuer voller Freundschaft, Geheimnisse und Magie. Ein rundum gelungener Reihenauftakt ab 10 Jahren, der nach mehr verlangt. Ich habe auch dieses Buch aus der Feder von Kathrin Tordasi mit Begeisterung gelesen und fiebere dem zweiten Band schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Ein weiteres bezauberndes Abenteuer rund um Dorfhexe Malverina!

Malverina (Band 4) – Der geheimnisvolle Wasserfall
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Als Dorfhexe von Düstertal trägt Malverina eine große Verantwortung und hat meist alle Hände voll zu tun. Seit ihrem letzten Abenteuer geht es im Dorf allerdings sehr entspannt und friedlich zu, fast ...

Als Dorfhexe von Düstertal trägt Malverina eine große Verantwortung und hat meist alle Hände voll zu tun. Seit ihrem letzten Abenteuer geht es im Dorf allerdings sehr entspannt und friedlich zu, fast schon langweilig. Damit ist jedoch Schluss, als eines Tages eine Alraune an Malverinas Tür klingelt und von drei Eiern berichtet, die schutzlos und allein am geheimnisvollen Wasserfall liegen und in großer Gefahr schweben. Malverina ist natürlich sofort bereit, die Eier zu retten und macht sich zusammen mit ihren drei Freunden Tristan, Lila und Maura auf den Weg zum geheimnisvollen Wasserfall. Leider müssen sie dafür nur den Verwunschenen Wald durchqueren, der alles andere als ungefährlich ist. Eine abenteuerliche Reise beginnt, bei der die vier Freunde unter anderem verfolgt, geschrumpft und kurzzeitig sogar gefressen werden. Ob ihre Rettungsmission wohl gelingen wird?

Hierbei handelt es sich bereits um den vierten Teil der Buchreihe rund um die kleine Dorfhexe Malverina, ins Deutsche übertragen von Karin Will. Da es zu Beginn einen kurzen Rückblick auf die vorangegangenen Ereignisse gibt, kann man dem Geschehen auch als Neueinsteiger folgen, mit Vorwissen macht es allerdings mehr Spaß.
Nachdem mir die drei Vorgängerbände unheimlich viel Freude bereitet haben, musste natürlich auch der vierte Band bei mir einziehen. Schon das farbenfrohe Cover verspricht wieder ein magisch schönes Abenteuer mit vergnüglichem Grusel und genau das bekommt man auch.

Es ist wieder Malverina selbst, die die Geschichte erzählt. Auf ihre gewohnt charmante Art berichtet sie von ihren Erlebnissen und spricht uns Leserinnen dabei immer wieder direkt an. Malverina ist und bleibt einfach eine wundervolle Protagonistin: Mutig, liebenswert, pfiffig und entschlossen und stets darum bemüht, anderen mit ihrer Magie zu helfen. Aufgeben kommt für die Junghexe zu keiner Zeit infrage. Gemeinsam mit ihren drei besten Freundinnen Tristan, Lila und Maura stellt sie sich einmal mehr sämtlichen Herausforderungen (von denen es wieder reichlich gibt) und zeigt uns, was wahre Freundschaft und Zusammenhalt ausmacht.
Langeweile kommt auch dieses Mal an keiner Stelle auf. Autorin Susanna Isern hat sich mal wieder lauter tolle Dinge einfallen lassen, sodass es durchweg spannend und unterhaltsam bleibt. Es wird erneut ordentlich gehext (und natürlich geht dabei manchmal auch ein bisschen was schief), man begegnet einigen alten Bekannten, trifft aber auch auf neue interessante Gesichter, die für frischen Wind sorgen. Viel zu schnell ist das Abenteuer auch schon wieder vorbei, doch es wird zum Glück nicht das letzte gewesen sein. Denn am Ende verrät uns Malverina, dass es noch ein weiteres Wiedersehen mit ihr geben wird.

Ein echtes Highlight sind wieder zahlreichen Illustrationen von Laura Proietti, die das Lesen zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Witzig-fröhlich, herrlich-bunt und mit viel Liebe zum Detail setzen sie das Erzählte gekonnt in Szene und schaffen eine wunderbare herbstliche Atmosphäre.

Fazit: Susanna Isern und Laura Proietti haben uns mal wieder ein entzückendes Kinderbuch gezaubert, welches nicht nur kleinen Hexenfans großen Spaß macht. „Malverina – Der geheimnisvolle Wasserfall“ ist eine zuckersüße Hexengeschichte ab 5 Jahren mit bezaubernden Illustrationen und einer aufgeweckten Heldin zum Gernhaben. Lustig, herzlich, turbulent und voller Überraschungen. Die perfekte Lektüre für die schaurig-schöne Herbstzeit. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert und freue mich schon sehr auf das nächste Abenteuer. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Ein so schönes, wertvolles & berührendes Bilderbuch über die Kraft der Freundschaft!

Das Mädchen mit dem roten Buch
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In Adams Kindergartengruppe gibt es seit Kurzem ein neues Mädchen. Sie spricht nicht, möchte mit niemandem spielen und guckt immer ganz traurig. Sie malt immer nur in ihr rotes Buch, das sie jeden Tag ...

In Adams Kindergartengruppe gibt es seit Kurzem ein neues Mädchen. Sie spricht nicht, möchte mit niemandem spielen und guckt immer ganz traurig. Sie malt immer nur in ihr rotes Buch, das sie jeden Tag dabei hat - Dinge, die Adam noch nie gesehen hat wie zerfetzte Zelte und brennende Häuser. Er fragt daraufhin die klügsten Menschen, die er kennt, warum das Mädchen immer so traurige Bilder malt und kein Wort spricht. Als er schließlich versteht, dass Layla ein Flüchtlingskind ist, das ihre Heimat, ihre ganzen Freunde und Spielsachen und alles, was sie liebt, zurücklassen musste, möchte er ihre dunkle Welt unbedingt wieder schöner und bunter machen – er möchte ihr Freund sein. Aber was kann er tun, um sie wieder zum Lächeln zu bringen? Die ganze Nacht denkt er nach und dann hat er plötzlich eine tolle Idee. Direkt am nächsten Tag fängt er an zu zeichnen und zu basteln. Zögerlich nähert sich Layla seinem Maltisch und als sie schließlich sieht, was er da Wundervolles für sie erschaffen hat, beginnt ihr Gesicht endlich wieder zu strahlen.

Von Onjali Q. Raúf habe ich bereits drei Kinderbücher gelesen und absolut geliebt. Auf ihr erstes Bilderbuch „Das Mädchen mit den roten Buch“ (übersetzt von Katharina Naumann) habe ich mich daher sehr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, ich bin mehr als begeistert!

Onjali Q. Raúf beweist abermals ihr Talent, schwierige und aktuelle Themen kindgerecht zu verpacken. Nachdem bereits ihr preisgekrönter Debütroman „Der Junge aus der letzten Reihe“ von Flucht und Migration gehandelt hat, zeigt die britische Autorin nun auch jungen Kindern ab 4 Jahren, wie schwer es Flüchtlingskinder haben und was sie tun können, um ihnen zu helfen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und wird aus der Sicht von Adam erzählt. Ein unheimlich lieber, freundlicher und einfühlsamer Junge, den man sofort fest ins Herz schließt. Es ist großartig und herzerwärmend zu sehen, mit wie viel Verständnis, Geduld und Aufgeschlossenheit er dem neuen Mädchen in der Kitagruppe begegnet. Wie er sich darum bemüht, Vertrauen zu ihr aufzubauen und ihr wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wie es ihm schließlich gelingt, das Eis zu brechen und Layla seine Freundschaft zu schenken. So einen guten Freund wie Adam kann man jedem Flüchtlingskind wirklich nur wünschen.

Genauso warmherzig wie der Text sind auch die herrlich farbenfrohen Illustrationen von Pippa Curnick, die das Erzählte perfekt widerspiegeln. Ausdrucksstark und mit viel Liebe zum Detail fangen ihre Bilder die Gefühle der Kinder gekonnt ein und zeigen, wie bunt und vielfältig unsere Welt ist. Diversität wird hier völlig selbstverständlich abgebildet; es gibt in Adams Kindergartengruppe einen Jungen im Rollstuhl, Kinder mit Brillen und natürlich auch verschiedene Hautfarben.

Hinten im Buch gibt es dann noch eine Doppelseite mit fünf hilfreichen Ideen, wie man geflüchtete Kinder willkommen heißen kann und bei denen man sich einmal mehr wünscht, dass dieses Buch den Weg zu vielen Leser*innen finden wird.

Fazit: Onjali Q. Raúf und Pippa Curnick haben uns ein wunderschönes Bilderbuch gezaubert, das Hoffnung schenkt und das Herz erwärmt und in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte. „Das Mädchen mit dem roten Buch“ ist eine berührende und wertvolle Geschichte über die Kraft der Freundschaft, Empathie und Neuanfänge. Ein kraftvolles Plädoyer für Offenheit, Freundlichkeit und Vielfalt. Von mir gibt es eine große Herzensempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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