Ich habe es abgebrochen, aber nicht, weil die Story schlecht war
The Witch CollectorVielen Dank an Net Galley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Ich habe schon lange keine Geschichte mehr mit bzw. über Hexen gelesen. ...
Vielen Dank an Net Galley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Ich habe schon lange keine Geschichte mehr mit bzw. über Hexen gelesen.
Leider musste ich das Buch aber nach knapp der Hälfte abbrechen. Der Anfang gefiel mir noch recht gut. Raina, die Protagonistin, wurde mit der Unfähigkeit zu Sprechen geboren. Das steht so nicht im Klappentext drin, was aber auch nicht weiter schlimm ist, wie ich finde, da es die Handlung nicht beeinflusst hat. Mein Problem war eher, dass ich mit ihr selber nicht warm geworden bin. Raina ist stur, naiv, eigensinnig und lässt sich nicht herumkommandieren. Besonders in einer Szene konnte ich ihre Handlung gar nicht nachvollziehen. Wohingegen der männliche Protagonist und Main Love Interest Alexus mir viel sympathischer war. Er hat ein ruhiges Wesen, kümmert sich aufopferungsvoll um seine Mitmenschen und lässt nie ein böses Wort fallen.
Gefallen hat mir deshalb auch gut, dass die Kapitel nicht immer nur aus Ranias Perspektive geschrieben wurden, sondern das auch ab und zu mal ein Kapitel aus Alexus seiner Sicht dazwischen war. Was allerdings meinen Lesefluss anfangs gestört hat war, dass die Geschichte im Präsens erzählt wird. Für mich war das erstmal ungewohnt, hat mich aber nach wenigen Kapiteln nicht mehr gestört. Da Raina nicht sprechen kann, benutzt sie Gebärden, welche wortwörtlich wiedergegeben werden.
Die Idee und deren Umsetzung ist eigentlich gut gelungen. Es gibt Hexen, die Witch Walker und den Witch Collector. Diese können, wie ich verstanden habe, Magie bzw. in diesem Buch auch Magick genannt, wirken. Die Worte müssen nicht ausgesprochen werden und können auch in Gedanken mitgesungen oder gesprochen werde, was ich allein schon wegen Rainas Unfähigkeit zu sprechen sehr sinnvoll und einzigartig finde. Das habe ich bis jetzt in keinem Buch so gelesen. Dazu wird nämlich auch eine andere Sprache genutzt. Da ich nicht Spoilern möchte, erzähle ich nicht weiter über die Witch Walker und co. Im Laufe der Geschichte wird man auf jeden Fall schon mal in eine andere Richtung gezogen und man erkennt, wer der eigentliche Feind ist. Wie bereits gesagt eine gute Umsetzung, die interessant und einzigartig ist.
Weswegen ich das Buch letzten Endes abgebrochen habe, kann ich so zusammenfassen: mit der Protagonistin bin ich nicht warm geworden. Raina hat mir ein wenig den Spaß der Geschichte „weggenommen“. Ich hatte das Gefühl, dass so ungefähr nach einem Viertel bis zur Hälfte des Buches kaum was passiert ist. Die Protagonisten sind nur unterwegs in der eisigen Kälte und es gab für mich keinen Anhaltspunkt in der Story, der mich zum Weiterlesen bewegen konnte. Ich habe mich nicht so amüsiert, wie ich es mir vorgestellt habe. Und für die erste Hälfte habe ich bereits mehr als zwei Wochen gebraucht, was für mich eher unüblich ist.
Ich denke, dass ich damit ein Einzelfall sein werde, da es an der Umsetzung ja wirklich nicht gelegen hat und ich einfach nur meine Probleme mit der Protagonistin hatte. Die Tropes „Enemies to Lovers“ und „Slow Burn“ sind bis dato aber gut umgesetzt und Fans dieser Tropes werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen!