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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2024

Wärmende Botschaft für alle Herzen dieser Welt

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut
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Das großformatige Kinderbuch "Ein Funke nur, ein kleines Licht" von Milla Shan und Anita Schmidt ist ein ideales Geschenk - vielleicht für Weihnachten - an die Leser ab 4 Jahren. Die zauberhaften Illustrationen ...

Das großformatige Kinderbuch "Ein Funke nur, ein kleines Licht" von Milla Shan und Anita Schmidt ist ein ideales Geschenk - vielleicht für Weihnachten - an die Leser ab 4 Jahren. Die zauberhaften Illustrationen zeigen sich bereits auf dem Cover, wo der weise Großvater mit seinem Mäuseenkel zusammen sitzt. Am Himmel strahlen die Sterne und der Zauber der kleinen Lichter reicht bis in die Mäusehöhle hinein. Liebevolle Impulse ziehen sich durch die Geschichte, die zeigen, dass der Zauber des Lebens in unseren Herzen wohnt.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Außergewöhnliches Nachschlagwerk - fantasievoll gestaltet

THE BOOK
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Schon der Titel "The book" deutet auf eine Universalität hin und damit auf etwas, was inhaltlich allumfassend ist. Der Untertitel "Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation" führt diesen ...

Schon der Titel "The book" deutet auf eine Universalität hin und damit auf etwas, was inhaltlich allumfassend ist. Der Untertitel "Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation" führt diesen Universalitätsanspruch entsprechend aus. Die erste Erwartung daraus, lässt auf einen enzyklopädischen Charakter des Buches schließen. Beim Betrachten und Lesen der einzelnen Kapitel stellt man überrascht fest, dass es sich hierbei nicht um eine trockene Aufzählung von Erfindungen und Techniken geht, sondern vielmehr in eine künstlerisch ausgestaltete Welt führt, die fast metaphysischen Charakter hat. Die zahlreichen, großflächigen Illustrationen wirken wie eine Mischung aus alter Handwerkskunst, verbunden mit der Wirkung psychedelischer Drogen. Auch die bräunlich verfärbten Seiten verleihen dabei einen besonderen Charakter, so dass ich beim Betrachten die Assoziation mit einem Zauberbuch aus Hogwarts hatte. Die übergeordneten Themenbereiche zeigen die ganzen Errungenschaften der menschlichen Kultur und des menschlichen Wesens auf, wobei die Auswahl der darin behandelten Unterthemen ebenfalls Überraschung auslösen kann. Als persönliches Fazit würde ich das Buch als sehr lehrreich, unterhaltsam, überraschend und künstlerisch wertvoll bezeichnen. Ob es zum "Wiederaufbei eine Zivilisation" dienen kann, sei dahingestellt - aber es zeigt, was ein gutes Team in der Lage ist, intellektuell und künstlerisch zu erschaffen.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Poetisch, vernichtend, provozierend

Die Ungelebten
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Der Roman "Die Ungelebten" von Caroline Rosales beschreibt ein Leben, was oberflächlich betrachtet, einem Bilderbuch-Image entsprechen könnte. Die Protagonisten Jennifer wächst bei ihrem erfolgreichen ...

Der Roman "Die Ungelebten" von Caroline Rosales beschreibt ein Leben, was oberflächlich betrachtet, einem Bilderbuch-Image entsprechen könnte. Die Protagonisten Jennifer wächst bei ihrem erfolgreichen Vater, einem Musikproduzenten, auf. Ihr Leben könnte auf materieller Ebene nicht besser sein. Auch für ihre Karriere ist gesorgt und so nimmt sie im Unternehmen des Vaters eine Führungsposition ein. Wer jetzt als Leser auf eine witzige oder romantische Erfolgsstory mit Happy End hofft, wird mit dem Buch sicherlich enttäuscht. Die Autorin lenkt den Blick des Lesers stattdessen auf die ungeschönten Details im Leben von Jennifer. Mehr und mehr wird der Leser in einen Abgrund geführt, der die dunkle Seiten von patriarchalen Strukturen und gesellschaftlicher Heuchelei in das Blickfeld rückt. Wie ein Kartenhaus zerfällt dabei die Hoffnung, dass eine heldenhafte Rettung in Sicht ist, die Täter reumütig das Feld räumen oder die Leidtragenden mit neuer Superpower ausgestattet werden. Die von jeder Illusion befreiten Realität schaut dem Leser mit hässlicher Fratze direkt in die Augen. Ein Wegducken oder Ignorieren ist an dieser Stelle nicht mehr möglich.... Ein Appell nicht nur an alle Frauen, für das einzustehen, was wirklich zählt im Leben.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Wer teilen kann hat viele Freunde

Wer hat von meinem Keks genascht?
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Das großformatige Buch "Wer hat von meinem Keks genascht" von Lucy Astner und Nadine v. Resch zeigt ein farbenfrohes, lustiges Miteinander der verschiedenen Tierarten auf dem Cover. In der Mitte steht ...

Das großformatige Buch "Wer hat von meinem Keks genascht" von Lucy Astner und Nadine v. Resch zeigt ein farbenfrohes, lustiges Miteinander der verschiedenen Tierarten auf dem Cover. In der Mitte steht etwas ratlos der Igel mit einem angebissenen großen Keks. Mit diesem Bild ist auch die Geschichte des Buches sehr gut dargestellt. Der Igel, der aus dem Winterschlaf erwacht ist, findet einen sehr großen Keks vor der Haustür. Da er gute Manieren hat, möchte er sich beim Essen nicht bekleckern und sucht zuerst eine Serviette. Bei der Rückkehr muss er feststellen, dass schon jemand anderes den ersten Biss genommen hat. Eine Suche nach dem vermeintlichen Keksknabberer beginnt. Das Kinderbuch beschreibt mit kindgerechten Bildern und Texten die überzogene Reaktion des Igels, der zu Beginn nicht vorhatte, den Keks mit anderen zu teilen. Erst durch die Integration der vielen Tiere merkt er, wie viel lustiger und schöner es ist, wenn man mit anderen teilen kann. Gemeinsam ist alles schöner und beim teilen, lernt man womöglich noch den einen oder anderen speziellen Herzensfreund kennen. Eine tolle Story, zu der man auch gut mit dem Kind ins Gespräch kommen kann. Am Ende gibt es noch ein kleines Rätsel zu lösen, was Beobachtung und Kombination schult. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Mut zur Offensive

Peggys Perioden-Projekt – Paint it red! – Nominiert für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2025
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In "Peggys Perioden Projekt" von Franziska Höllbacher begleiten wir die 13-jährige Peggy auf einem spannenden Lebensabschnitt der mit dem Einsetzen ihrer Periode losgeht. Peggy erlebt diesen wichtigen ...

In "Peggys Perioden Projekt" von Franziska Höllbacher begleiten wir die 13-jährige Peggy auf einem spannenden Lebensabschnitt der mit dem Einsetzen ihrer Periode losgeht. Peggy erlebt diesen wichtigen Moment in der Schule, wo sie sich bloß gestellt fühlt und lächerlich gemacht wird. Durch Anregung von Lisbeth - einer Art "coolen Oma", beschließt sie, zusammen mit ihrer Freundin Leni eine Kunstausstellung zum Thema Menstruation zu organisieren.

Das Buch spricht typische Teenager-Probleme an, die viele junge Mädchen erleben, und schildert, wie Peggy diese Herausforderungen mit der Unterstützung ihrer Freunde meistert. Besonders sympathisch ist die moderne und altersgerechte Art und Weise, wie die Autorin das Thema „erste Periode“ beschreibt. Es wird enttabuisiert und auf eine coole, frische Weise in den Mittelpunkt gerückt. Witzige Illustrationen und eingefügte Informationen, kombiniert mit den eingefügten Chats, lockern die Geschichte auf und sorgen für eine dynamische und lebendige Erzählweise.

Insgesamt ist "Peggys Perioden Projekt" ein sehr gelungenes, modernes Jugendbuch, das nicht nur zum Lachen und Nachdenken anregt, sondern auch einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leistet. Franziska Höllbacher zeigt, wie viel Potenzial darin steckt, wenn man vermeintlich „peinliche“ Themen mutig und kreativ angeht.

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