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Veröffentlicht am 29.10.2024

Toller Reihenauftakt

Daughter of the Pirate King - Fürchte mein Schwert
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Spätestens seitdem ich die Filme von „Fluch der Karibik“ mit dem exzentrischen Captain Jack Sparrow (dessen Zitat diesem Buch vorangestellt ist) gesehen habe, weiß ich, ich mag Piratengeschichten. Deshalb ...

Spätestens seitdem ich die Filme von „Fluch der Karibik“ mit dem exzentrischen Captain Jack Sparrow (dessen Zitat diesem Buch vorangestellt ist) gesehen habe, weiß ich, ich mag Piratengeschichten. Deshalb war ich bei dem ersten Band der fantastischen „Pirate Queen“-Saga sofort mit an Bord.

Captain Alosa Kalligan ist die Hauptfigur der Geschichte und als Frau hat sie es gelernt, sich in dem typischen Männerberuf als Piratin durchzusetzen und eine Mannschaft aus starken Frauen hinter sich zu versammeln.

Außerdem ist ihr Vater kein geringerer als der Piratenkönig, der einen Spezialauftrag für sie hat. Bei ihrer Mission auf dem feindlichen Schiff kommt ihr allerdings der ziemlich attraktive Erste Maat Riden Jeskor in die Quere, der selbst gegen ihre Sirenenkräfte, die sie von ihrer Mutter geerbt hat, immun zu sein scheint.

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte rund um das Abenteuer der furchtlosen Piratin Alosa gepackt und habe das Buch in einem Rutsch gelesen.

Levenseller schafft mit ihrem fesselnden Schreibstil eine piratenwürdige Atmosphäre, in der das Abenteuer in der Luft liegt.

Alosa und Riden liefern sich gnadenlose (Wort-)Gefechte und bilden den Grundstein für eine knisternde Enemies-to-Lovers-Geschichte mit Spaßfaktor und ohne Bettszenen, die ich nicht vermisst habe.

Die Autorin hat mit ihrer Protagonistin einen taffen Charakter mit Vorbildfunktion gezeichnet, gerade junge Leserinnen können davon profitieren.

Leider war die Geschichte vorhersehbar und mir hat der Überraschungsmoment gefehlt.

Trotzdem ist „Daughter of the Pirate King“ ein lesenswerter Auftakt einer Fantasyreihe und ich vergebe 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Nette Gruselgeschichte

Das flüsternde Haus
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Die Schlagworte „gruselige Villa“, „furchterregende Requisiten“ und „eine Stimme, die nach Hilfe ruft“ im Klappentext haben mich zu dem Buch greifen lassen und ich war gespannt, ob meine Erwartungen auf ...

Die Schlagworte „gruselige Villa“, „furchterregende Requisiten“ und „eine Stimme, die nach Hilfe ruft“ im Klappentext haben mich zu dem Buch greifen lassen und ich war gespannt, ob meine Erwartungen auf eine gruselige Geschichte erfüllt werden würden.

Vorweg muss ich die tolle Aufmachung des Buches loben. Wie das Vorgängerbuch (das von mir 4/5 Sternen erhalten hat) ist das Cover in schwarzen, roten und weißen Tönen gehalten und hat somit direkt einen Wiedererkennungseffekt. Es zeigt eine Treppe mit Filmrolle als Geländer und oben steht eine Person mit einem Schatten als Ungeheuer. Der Farbschnitt zeigt Filmrollen, die sich in das Buch hineinschlängeln und passen thematisch zur Geschichte.

Protagonistin Harry Adams ist alleinerziehende Mutter, chronisch abgebrannt und froh um den neuen Putzjob beim berühmten Filmregisseur Javier Castillo. In seiner Villa, die vollgestopft ist mit Kostümen und Requisiten aus seinen Horrorfilmen, merkt sie beim Abstauben dieser schnell, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Die Atmosphäre ist von Anfang an düster und mysteriös, was an dem unverkennbaren Schreibstil von Christina Henry liegt.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Harry und Javier erzählt und bruchstückchenhaft erfährt man mehr interessante, teils leider langatmige Details aus ihrer Vergangenheit.

In der Gegenwart passieren unerklärliche und gruselige Dinge und diese sind vor meinem inneren Auge wie ein Film abgelaufen. Trotzdem hatte ich rückblickend höhere Gruselerwartungen an das Buch und hätte mir mehr Tempo gewünscht.

Das Ende fühlte sich stimmig an und ich konnte die Buchdeckel zufrieden schließen.

Fazit: „Das flüsternde Haus“ ist eine nette Gruselgeschichte für zwischendurch und ich vergebe 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Viele Denkanstöße

Altern
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„Altern“ ist der erste Teil der Themenreihe „Leben“, in dem deutschsprachige Autor:innen zu zehn wichtigen Themen des Lebens schreiben.

Die bekannte Literaturkritikerin Elke Heidenreich kann mit ihren ...

„Altern“ ist der erste Teil der Themenreihe „Leben“, in dem deutschsprachige Autor:innen zu zehn wichtigen Themen des Lebens schreiben.

Die bekannte Literaturkritikerin Elke Heidenreich kann mit ihren 81 Jahren schon aus Erfahrung viel zum Thema des Buches schreiben, bezieht sich in zahlreichen Zitaten auch immer wieder auf die Aussagen anderer bekannter Persönlichkeiten.

Wie das Buch startet, hat mir gut gefallen: Zuerst beginnt sie mit dem Kapitel „Ich habe mein Leben komplett in den Sand gesetzt“, anschließend schreibt sie denselben Anfang aus einem anderen Blickwinkel: „Ich hatte ein unfassbar wunderbares Leben“.

Da war ich als Leserin sozusagen „am Haken“ und habe die zugegebenermaßen schlanken 112 Seiten in einem Rutsch gelesen.

Imponiert hat mir, dass Frau Heidenreich Meinung hat und diese aufschreibt.

In manchen Passagen mit Themen über das Gendern, Obama und das Verharmlosen von Depressionen ist Frau Heidenreich meiner Meinung nach aber über das Ziel hinausgeschossen.

Trotz der zahlreichen Denkanstöße und mutmachenden Passagen ist mir die Schere zwischen meiner persönlichen Meinung und der der Autorin doch zu oft zu weit auseinandergegangen und so konnte mich „Altern“ nicht ganz überzeugen.

Wer sich von dem Preis von 20 € für das Büchlein nicht abschrecken lässt, bekommt ein lebenskluges Essay über das Thema Altern, das uns alle irgendwann betrifft (hoffentlich).

Ich empfehle außerdem das Hörbuch, das Elke Heidenreich selbst eingesprochen hat.

Das Schlusswort überlasse ich der Autorin: „Es ist nicht wichtig, wie alt man ist, sondern wie man alt ist.“

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Vielversprechender Reihenauftakt

Tode, die wir sterben
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„Tode die wir sterben“ ist der Reihenauftakt des neuen Ermittlerduos Svea Karhuu und Jon Nordh und hat mich überraschenderweise vom Verlag erreicht. Vielen Dank dafür, ich hatte viel Freude beim Lesen!

Mit ...

„Tode die wir sterben“ ist der Reihenauftakt des neuen Ermittlerduos Svea Karhuu und Jon Nordh und hat mich überraschenderweise vom Verlag erreicht. Vielen Dank dafür, ich hatte viel Freude beim Lesen!

Mit dem Thema Bandenkriminalität in Schweden wird hier ein brisantes und aktuelles Thema aufgegriffen. Als ein 13jähriger Junge in Malmö erschossen wird, kommt das neue Ermittlerduo auf den Plan.

Das Team Karhuu/Nordh muss aber erst noch zusammenwachsen. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein und durch ihre Vergangenheit haben beide kein leichtes Gepäck zu schultern. Svea Karhuu erhält nach einer Strafversetzung eine zweite Chance in Malmö und Jon Nordh ist durch einen ominösen Unfall zum Witwer und alleinerziehenden Vater geworden.

Wie üblich in Kriminalromanen nehmen auch hier die privaten Probleme der Ermittler einen nicht geringen Anteil in dem Buch ein und ich sehe viel Potenzial für weitere Bände der Reihe.

Wie der Fall angelegt ist und sich entwickelt, hat mir gut gefallen. Die Geschichte liest sich schnell, was an der stetigen Spannung und den angenehm kurzen Kapiteln liegen mag.

Gekonnt baut das Autorenduo VoosenDanielsson immer wieder unvorhergesehene Wendungen ein, so dass ich stets weiterlesen wollte. Das rasante Ende und der Ausgang der Geschichte haben mich überrascht.

Auf den zweiten Band der Reihe „Schwüre die wir brechen“, der bereits im August 2025 erscheinen soll, freue ich mit schon sehr.

Ich vergebe 4/5 Sternen für diesen gelungen Reihenauftakt.

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Weihnachtliches Wohlfühlbuch

Christmas Cake und Glitzerschnee
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Da ich früher schon gerne zu Büchern der Autorin gegriffen habe, war ich gespannt auf ihren neuen Weihnachtsroman. Das glitzernde Cover hatte eine magische Anziehungskraft auf mich.

Als die dreiunddreißigjährige ...

Da ich früher schon gerne zu Büchern der Autorin gegriffen habe, war ich gespannt auf ihren neuen Weihnachtsroman. Das glitzernde Cover hatte eine magische Anziehungskraft auf mich.

Als die dreiunddreißigjährige Münchenerin Jenny Mitte Dezember geschäftlich nach Edinburgh reist, ahnt sie nicht, dass dort eine alte Familienangelegenheit und die Liebe ihres Lebens auf sie warten. Leider ist Jenny ein Grinch und es bleibt spannend, ob sie der festliche Trubel in der schottischen Metropole nicht doch noch zu einem Weihnachtsfan macht.

Jenny war mir sofort sympathisch, wie sie so etwas verloren und überfordert durch das weihnachtlich-romantische Edinburgh irrt.

Relativ schnell lernt sie ihre Großmutter kennen, die in der Stadt lebt und zu der sie bis jetzt keinen Kontakt hatte. Die Story rund um die Familienzusammenführung fand ich sehr berührend - nicht nur im Buch werden viele Tränen verdrückt.

Die Liebesgeschichte zwischen Jenny und Callum (den sie bei ihrer Großmutter kennenlernt) war zwar vorhersehbar, aber wirklich herzerwärmend.

Schottische Traditionen, beliebte Spots im traumhaft schönen Edinburgh, Plätzchenduft und Glitzerschnee haben zwar alle Klischees erfüllt, mich aber auch in eine zauberhafte Stimmung versetzt und genau das Gefühl wollte ich beim Lesen dieses Buches haben.

Der gewohnt angenehme und lockere Schreibstil der Autorin hat mich mit Vergnügen durch die Seiten gleiten lassen und am Ende des Wohlfühlromans war ich tatsächlich in Vorfreude auf Weihnachten.

Für meinen Geschmack hätte es unterm Strich noch ein bisschen mehr Spannung und Drama sein können, dann wäre das Buch perfekt für mich gewesen.

Ich vergebe 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung für dieses weihnachtliche Wohlfühlbuch.

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