Informativ, kurzweilig, gut gegliedert
Tour de FranceSchon äußerlich hat mich das Buch sehr angesprochen, das Cover in den pastelligen bunten Farben, eine gebirgige Landschaft, die fast beschaulich wirkt und von superschönem Wetter geprägt ist, was ja oft ...
Schon äußerlich hat mich das Buch sehr angesprochen, das Cover in den pastelligen bunten Farben, eine gebirgige Landschaft, die fast beschaulich wirkt und von superschönem Wetter geprägt ist, was ja oft nicht der Realität entspricht. Das hat mir besser gefallen als die sonst üblichen Fotos, in denen man es auf spektakuläre Bilder anlegt.
Einschüchternd fand ich die Dicke des Buches, dachte aber auch, dass es sicherlich viele Bilder enthält.
Letzteres ist leider nicht der Fall. Es gibt in Anbetracht des Umfanges des Buches nur wenige Fotos, das meiste ist wirklich Text.
Den finde ich allerdings sehr gut geschrieben.
Ich bin selbst keine Radsportlerin, schaue aber immer gerne der Tour de France im Fernsehen zu, und mein Schwager und meine Neffen sind regelrecht passioniert und waren auch schon mehrmals live dabei, allerdings passiv – wenn man das so sagen kann – als begeisterte Zuschauer.
Da ich nicht soviel über die Geschichte der Tour de France wusste, war es für mich sehr interessant, gerade etwas über die Anfänge dieses Sportereignisses zu lesen. Es ist schon ein Stück theoretisch, aber auch gut und flüssig zu lesen.
Es war auch spannend, dass hier Menschen sprechen, die selbst das gelbe Trikot getragen haben.
Besonders interessiert hat mich auch, wie die Strecke geplant wird und warum und wie sich manches in den letzten Jahren verändert hat. Das konnte ich vor dem Lesen des Buches manchmal nicht nachvollziehen.
Fazit: ein tolles Buch, ein tolles Geschenk auch für Fahrrad-Fetischisten, aber man braucht beim Lesen schon viel Geduld und Interesse für den langen Text, der allerdings wirklich gut und informativ geschrieben ist.