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Veröffentlicht am 30.06.2025

Problematic, But Fun: Meine Gedanken zu Problematic Summer Romance

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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(diese Rezension ist übersetzt aus dem Englischen)


Nachdem ich Not in Love gelesen hatte, habe ich wirklich auf eine Fortsetzung gehofft, die tiefer in die Altersunterschied-Romanze zwischen Maya und ...

(diese Rezension ist übersetzt aus dem Englischen)


Nachdem ich Not in Love gelesen hatte, habe ich wirklich auf eine Fortsetzung gehofft, die tiefer in die Altersunterschied-Romanze zwischen Maya und Conor eintaucht.

Und jetzt sitze ich hier, habe das Buch gerade beendet und bin ehrlich gesagt… zwiegespalten. Einerseits habe ich es in einem Rutsch durchgelesen und hatte richtig Spaß dabei, andererseits hat es mich irgendwie mit einem „meh“-Gefühl zurückgelassen – als hätte ich mir einfach mehr erwartet. Deshalb schwanke ich irgendwo zwischen 3,5 und 4,5 Sternen – denn für mich liegt es wirklich genau dazwischen.

Also… wo fange ich überhaupt an?

Ist Ali Hazelwoods Schreibstil manchmal cringy? Absolut.
Sind ihre Figuren schrullig und stellenweise nervig? Auch ja.
Aber ich kann nicht leugnen: Wenn ich Spaß an einem Buch habe, bewerte ich rein nach Vibes – und die Vibes waren hier definitiv da.

Ich mochte Maya tatsächlich ziemlich gern. Einige ihrer Sprüche haben mich laut lachen lassen, und zwischendurch wusste ich nicht, ob ich Conor oder sie lieber mochte. Gleichzeitig gab es aber viele Momente, in denen ich sie einfach nur schütteln wollte – weil es schien, als würde sich ihre ganze Persönlichkeit nur um ihre Verliebtheit in Conor drehen. Man merkt, dass sie eine interessante, kluge Frau ist, und es hat mich frustriert, dass sie sich selbst kaum Raum gibt, um das zu zeigen – weil sie ständig im Lovesick-Welpen-Modus war.

Und ehrlich, ich habe da so ein paar Fragen. Maya ist 23, geht zur Therapie, wurde am MIT angenommen und soll einen IQ von 200 haben… aber oft benimmt sie sich wie ein Kind. Sie heult direkt im ersten Kapitel, weil Conor zu etwas Nein sagt, wird später bei einem Fußballspiel rausgeworfen, weil sie unfair spielt, und statt sich wie eine erwachsene Person zurückzuziehen, schmeißt sie einen ausgewachsenen Wutanfall.

Was Conor angeht… da bin ich zwiegespalten. Ich bin (k)ein Fan des „Older“-Tropes, und einiges, was er gesagt oder getan hat, fand ich charmant. Aber er ist 38 und sie 23 – und obwohl das ja der Kern der Geschichte ist, hatte ich manchmal Mühe mit dem Gedanken, dass ein Mann in meinem Alter sich nach jemandem in den Mittzwanzigern verzehrt. Nein danke.

Man muss ihm aber zugutehalten, dass er einen Großteil des Buches damit verbringt zu betonen, dass er „zu alt“ für Maya ist und sie „noch nicht weiß, was sie will“ – was man irgendwo nachvollziehen kann. Aber sie ist auch eine erwachsene Frau, die selbst entscheiden kann, was sie möchte. Nach einer Weile wurde dieses Hin und Her („Du bist zu jung“, „Ich bin zu alt“) einfach ein bisschen ermüdend. Trotzdem – dass er Maya wirklich liebt, ist unübersehbar. Und manche seiner Aussagen waren wirklich herzzerreißend. Zum Beispiel die Szene, in der er sie betrunken anruft, sie fragt, warum er angerufen hat – und er sagt: „Ich wollte dir einfach nur beim Existieren zuhören.“ Und dann sitzt er still da und hört ihr dabei zu, wie sie Haushalt macht. Das war wirklich schön.

Hazelwood-Fans werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen – und, mal ehrlich, Hazelwood-Hater werden genug Stoff zum Meckern finden. Denn niemand liest Hazelwood so leidenschaftlich wie ihre Kritiker. Sie beweist in diesem Buch durchaus solides Handwerk, und ihre „ungezügelte Liebe“ zu Sizilien (wie sie im Nachwort schreibt) spürt man durch jede Seite.

Auch die Nebenfiguren sind wieder wunderbar skurril und pointiert beschrieben. Es gibt einige witzige Wendungen – wie das falsch gelieferte Kleid – und es war schön, alte Charaktere wiederzutreffen, ohne dass es eine direkte Fortsetzung sein musste. Der Blick durch neue Figuren hat das ganz gut gelöst.

Aber unterm Strich: Wenn man Lust auf eine "etwas problematische Sommerromanze" hat – einfach hineinfallen lassen und genießen. Ich habe es auf jeden Fall getan.

Also lassen wir es bei 3,5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Solider Fantasy-Roman mit großem Potenzial, das nicht ausgeschöpft wurde

Der Sternenstaubdieb
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⭐️⭐️⭐️,5


Ich war gespannt auf dieses Buch, da es von der nahöstlichen Mythologie inspiriert ist und von einer kuwaitischen Autorin stammt. Fantasy mit diesem Hintergrund findet man nicht oft, weshalb ...

⭐️⭐️⭐️,5


Ich war gespannt auf dieses Buch, da es von der nahöstlichen Mythologie inspiriert ist und von einer kuwaitischen Autorin stammt. Fantasy mit diesem Hintergrund findet man nicht oft, weshalb ich mich auf eine atmosphärische, spannende Geschichte gefreut habe. Leider blieb das Buch für mich insgesamt hinter seinen Möglichkeiten zurück.



Stärken des Buches:

• Die Welt und das Setting sind interessant. Die Atmosphäre erinnert stark an Tausendundeine Nacht, was mir gut gefallen hat. Besonders die Einbindung arabischer Folklore verleiht dem Buch einen besonderen Charme.

• Der Schreibstil ist bildhaft und ausführlich, was die märchenhafte Erzählweise unterstreicht.

• Es gab einige spannende Enthüllungen, besonders im letzten Drittel des Buches.



Schwächen des Buches:

• Der Einstieg war sehr zäh, und auch später gab es immer wieder Passagen, die sich endlos in die Länge zogen. Obwohl das Buch meist ein hohes Erzähltempo hat, fühlte ich mich oft gelangweilt.

• Die Charaktere bleiben insgesamt blass. Sie sind nicht unsympathisch, aber keiner von ihnen hat mich wirklich beeindruckt oder emotional berührt. Besonders Loulie und Mazen wirkten auf mich zu eindimensional.

• Die Magie ist sehr vage beschrieben, was für ein Fantasy-Buch frustrierend sein kann. Besonders das Thema Dschinn-Blut wirft viele Fragen auf, die nicht ausreichend beantwortet wurden.

• Emotionale Momente, die eigentlich große Wirkung haben sollten (z. B. Qadirs „Tod“ oder Loulies Rache), wurden viel zu hastig abgehandelt. Dadurch fehlte oft die nötige Tiefe.

• Das Buch spielt oft mit „scheinbaren Toden“, nur um Figuren dann doch wieder zurückzubringen. Das nimmt dem Ganzen einiges an Dramatik.

• Trotz vieler Wendungen blieb die Geschichte für mich nicht wirklich packend. Einige Entwicklungen kamen zu spät oder wirkten zu konstruiert.



Fazit: Das Buch hat eine interessante Grundidee und eine stimmungsvolle Welt, aber die Handlung zieht sich zu oft, während wichtige Entwicklungen überhastet abgehandelt werden. Die Charaktere bleiben größtenteils oberflächlich, und obwohl es einige starke Momente gibt, fehlt insgesamt die emotionale Tiefe. Als leichte Fantasy-Unterhaltung ist es okay, aber es hätte mit mehr Feinschliff und komplexeren Figuren deutlich besser sein können. Obwohl mir das letzte Drittel am besten gefallen hat und mit einem Cliffhanger geendet hat, weiß ich tatsächlich nicht ob ich das nächste Buch hole oder nicht. Auf der einen Seite möchte ich gerne wissen wie es weiter geht aber auf der anderen Seite war es auch nicht fassbar.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Dieses Buch nahm eine ganz andere Richtung als *What the River Knows*.

Geheimnisse des Nil, Band 2 - Where the Library Hides
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Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen, und kann daher bereits eine Rezension verfassen. Achtung enthält SPOILER!!!

Dieses Buch nahm eine völlig andere Richtung als What the River Knows, und ich kann ...

Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen, und kann daher bereits eine Rezension verfassen. Achtung enthält SPOILER!!!

Dieses Buch nahm eine völlig andere Richtung als What the River Knows, und ich kann immer noch nicht entscheiden, wie ich darüber fühle. Ich hatte so hohe Erwartungen – What the River Knows war ein großartiger Auftakt, ich liebe alles mit einem altägyptischen Flair, und ich habe mich sofort in diese Fortsetzung gestürzt. Und doch war ich innerhalb der ersten hundert Seiten enttäuscht – bis zu den letzten 100–150 Seiten, als endlich alles zusammenkam.

Dieses Buch schlug eine ganz andere Richtung ein als der erste Band. Während What the River Knows dieses mitreißende Abenteuergefühl hatte, lehnte sich dieser Band stärker an ein historisches Mysterium an – besonders mit Kleopatra und der verborgenen Bibliothek. Diesen Aspekt und die allgemeine Intrige mochte ich zwar, aber ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sich das Buch wieder wie der erste Band anfühlt. Und das tat es nie wirklich.

Nun zu dem einen Punkt, den ich wirklich geliebt habe: Whit und Inez. Ihr Schlagabtausch hat dieses Buch getragen. Ich dachte, ich würde Whit hassen, aber wow – er hat sich wirklich auf die beste Weise bewährt. Ihre Chemie, ihre Spannung, ihre Gespräche? Definitiv eines der Highlights. Aber natürlich gibt es ein ABER (siehe unten).

Aber Kapitel 25. Damit habe ich nicht gerechnet. Es hat mich zerstört. Ibañez versteht es, das Messer genau dann umzudrehen, wenn man es am wenigsten erwartet, sodass man eine Stelle immer wieder lesen muss, um sicherzugehen, dass man sie richtig verstanden hat.

SPOILER ab hier:

Lassen wir uns über die unverzeihliche Sache sprechen, die Whit früh im Buch getan hat. Er hat Inez buchstäblich geheiratet, die Ehe vollzogen – und dann all ihr Geld gestohlen, um die Schulden seiner Familie zu begleichen, damit seine Schwester nicht einen viel älteren Mann heiraten muss. Ich verstehe, dass er es gut gemeint hat, aber das rechtfertigt es nicht. Im Jahr 1885, wenn Inez ihn tatsächlich verlassen hätte – wie sie es hätte tun sollen – wäre sie mittellos, entehrt und vollkommen ruiniert gewesen. Und doch erzählt sie es niemandem, weil sie ihm natürlich vergeben wird. Ich persönlich könnte das niemals.

Dann gab es die eklatanten Kontinuitätsfehler und Widersprüche zum ersten Buch. Die Zeitleiste von Inez’ Leben und ihrer Eltern ergibt einfach keinen Sinn. Es fühlte sich an, als hätte die Autorin in letzter Minute Änderungen vorgenommen, um die Handlung voranzutreiben – auch wenn diese Änderungen direkt dem widersprachen, was wir bereits wussten.

Wie um alles in der Welt konnte Lourdes eine zweite Familie in London/Kairo haben, wenn sie ein halbes Jahr mit ihnen und das andere halbe Jahr in Argentinien verbrachte? Wie hat ihr Ehemann nicht bemerkt, dass sie mit einem anderen Kind schwanger war? Wie konnte sie nach London verschwinden, um dieses Kind großzuziehen, wenn sie gleichzeitig mit ihrem Mann in Ägypten war (selbst wenn er auf Expeditionen ging, die mindestens einen Monat Reisezeit in Anspruch genommen hätten)?

Und wie konnten Lourdes und Charles ständig zusammen sein, wenn er doch von ihrem Vater angestellt wurde? Hat niemand auf den Expeditionen ihn oder seine Tochter gesehen? Außerdem: Wie kann die andere Tochter 18 sein, wenn die Familie erst seit 17 Jahren nach Ägypten reist und die Affäre angeblich später passiert ist?!

Dazu kommt, dass wirklich jede einzelne Person in Inez’ Familie (plus ihr Ehemann) sie verrät. Wirklich jede. Wie hat sie nicht gelernt, nach dem fünften Verrat aufzuhören, Menschen zu vertrauen?

Ehrlich gesagt habe ich nur weitergelesen, weil ich dachte, dass die zweite-Tochter-Geschichte eine Lüge sein muss – sie ergab einfach keinen Sinn. Aber natürlich stellte sie sich als eine der wenigen Wendungen heraus, die tatsächlich wahr waren.

Trotz all dem mochte ich das Mysterium, das Setting und (einige) der Charaktere. Aber die vielen Betrügereien, Logiklöcher und historischen Ungenauigkeiten waren einfach nicht zu übersehen.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

guter Start einer SCI FI Reihe

Skyward - Der Ruf der Sterne
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Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Januar der Monat der guten Bücher ist – aber gleichzeitig weiß ich oft nicht, was ich mit den Storys und meinen Rezensionen anfangen soll.

Nach langem Hin und Her ...

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Januar der Monat der guten Bücher ist – aber gleichzeitig weiß ich oft nicht, was ich mit den Storys und meinen Rezensionen anfangen soll.

Nach langem Hin und Her habe ich mich endlich dazu entschlossen, Skyward zu lesen (und nein, es lag nicht nur daran, dass ich es im Sale für 3 USD gefunden habe 😉). Um ehrlich zu sein, habe ich gemischte Gefühle. Einerseits ist es ein sehr unterhaltsames Buch – von der ersten Seite an wird man in die Welt von Detritus hineingezogen, wo sich Spensa zu behaupten versucht. Andererseits fragte ich mich nach 500 Seiten, was genau ich eigentlich gelesen habe.

Worum geht es in Skyward?
Spensa lebt in einer fernen Zukunft auf dem Planeten Detritus, wo die Menschheit nach der Flucht vor einer außerirdischen Bedrohung, den Krell, gestrandet ist. Ihr größter Traum ist es, Pilotin zu werden und ihr Volk gegen die Krell zu verteidigen. Doch ihr Vater, ein Pilot der DDF (Defiant Defense Force), wurde als Feigling abgestempelt, weil er angeblich aus einer Schlacht geflohen ist. Dieses Stigma lastet nun auf Spensa und macht es ihr fast unmöglich, in die Flugschule aufgenommen zu werden.

Trotz aller Widerstände erhält sie schließlich eine Chance, sich als Kadettin zu beweisen. Die Ausbildung ist hart, und sie muss nicht nur gegen Vorurteile, sondern auch gegen ihre eigenen Ängste kämpfen. Gleichzeitig entdeckt sie ein altes, verlassenes, KI-gesteuertes Raumschiff namens M-Bot, das ihr helfen könnte, eine bessere Pilotin zu werden. Doch während ihrer Ausbildung deckt sie Geheimnisse über die Krell auf und erfährt, dass die Geschichte um ihren Vater weit komplizierter ist, als sie je vermutet hätte.

Meine Eindrücke
Was mich an Skyward etwas enttäuscht hat, ist, dass es nichts wirklich Neues bietet. Die Story war gut, aber sie hat nicht die Originalität und Einzigartigkeit, die ich sonst von Sanderson gewohnt bin. Vielleicht liegt es daran, dass die Reihe so hochgelobt wurde und meine Erwartungen dadurch zu hoch waren. Ich fand das Buch keineswegs schlecht, aber es hat mich nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte.

Was allerdings wirklich gelungen ist, ist Spensas Charakterentwicklung. Sie macht eine große Veränderung durch – von einer wütenden, trotzig-kämpferischen Außenseiterin hin zu einer selbstbewussten und reflektierten Anführerin. Besonders spannend fand ich ihre Zweifel und Herausforderungen innerhalb der DDF sowie ihre Konfrontation mit der Wahrheit über ihren Vater.

Ein Punkt, der mich zum Nachdenken gebracht hat: Wer sind die Krell eigentlich? Die Menschheit kämpft seit Jahren gegen sie, aber niemand scheint wirklich etwas über sie zu wissen. Das fand ich ziemlich verdächtig. Auch Admiral Judy war von Anfang an verdächtig – und letztendlich haben sich meine Vermutungen bestätigt. Doch obwohl einige Fragen geklärt wurden, blieb ich mit einem Gefühl der Unzufriedenheit zurück, besonders was Spensas "Kraft" betrifft. Warum wird sie lieber unterdrückt, anstatt erforscht und genutzt? Und warum hat man sie nicht genauer untersucht, wenn sie angeblich so gefährlich ist? Immerhin war sie nicht die Einzige mit dieser Fähigkeit.

Fazit
Brandon Sanderson thematisiert in Skyward eindrucksvoll, wie Privilegien und äußere Einflüsse das Leben eines Menschen prägen können – und wie ein Nachname allein über die Zukunft entscheidet. Spensa erkennt diese Realität schnell, lässt sich aber nicht entmutigen. Trotz aller Widerstände setzt sie alles daran, die Flugschule nicht nur zu besuchen, sondern als Beste ihres Jahrgangs abzuschließen, selbst wenn viele versuchen, sie daran zu hindern.

Besonders spannend fand ich die fortwährende Auseinandersetzung mit der Frage, was einen Feigling von einem Helden unterscheidet – und die vielen Grauzonen dazwischen. Das Buch zeigt, wie eine andere Perspektive diese Begriffe vollkommen umkehren kann. Spensa trifft auf viele neue Kameraden – einige, die ihren Traum teilen, und andere, die in diese Rolle gedrängt wurden. Und wage ich es zu sagen? Es gibt zarte Anzeichen einer Enemies to Lovers-Dynamik – und ich bin jetzt schon hin und weg!

Auch wenn die Geschichte keineswegs langweilig war, hatte ich das Gefühl, dass die Handlung erst im letzten Viertel richtig an Fahrt aufnimmt. Dennoch bietet der Roman eine solide Grundlage für die Fortsetzung. Als jemand, der nicht oft Science-Fiction liest, freue ich mich darauf, den nächsten Band in die Hand zu nehmen – Sanderson hat mich definitiv neugierig gemacht.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Titel ist irreführend, denn Malibu Rising ist eigentlich ein Familiendrama

Malibu Rising
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Ich dachte, ich beginne mit einer Anekdote: Dieses Buch ist eine tolle Lektüre, perfekt für Sommertage (oder Urlaub) und daher habe ich es mit auf meine Reise genommen. Der Titel ist jedoch irreführend, ...

Ich dachte, ich beginne mit einer Anekdote: Dieses Buch ist eine tolle Lektüre, perfekt für Sommertage (oder Urlaub) und daher habe ich es mit auf meine Reise genommen. Der Titel ist jedoch irreführend, denn Malibu Rising ist eigentlich ein Familiendrama/Historienroman. Ich habe Daisy Jones ausprobiert, aber der Stil hat mir nicht gefallen, also habe ich es noch einmal mit der Autorin probiert.

In Malibu Rising geht es um Nina Riva und ihre Geschwister: Jay, Hud und Kit. Nina ist eine bekannte Surferin, und ihr Foto hängt bei jedem Jungen an der Wand. Ihr gehört das Riva's Seafood, ein Restaurant in Kalifornien. Sie und ihre beiden Geschwister stammen aus einer ziemlich zerrütteten Familie, und das Buch handelt von ihrem Aufwachsen mit einem verschwundenen Vater und einer alkoholkranken Mutter. Ich mochte das Format: 24 Stunden an einem Tag, wobei der Tag der berühmten Riva-Party neben der Geschichte von June und Mick Riva, Ninas Eltern, gezeigt wird.
In diesem Zusammenhang lernten wir auch eine weitere Figur im TJR-Universum kennen: Carrie Soto. Nach dem, was ich auch den Rezensionen entnommen habe, scheint es eine Verbindung zu demselben Universum wie Evelyn Hugo zu geben. Eine Notiz an mich selbst: Ich muss endlich dazu gekommen, beide Bücher zu lesen.

Je näher wir nun der Party kommen, desto mehr spitzen sich die Dinge zu. Auf der Party kommen all diese reichen, mächtigen und narzisstischen Menschen mit denen zusammen, die nur das Gleiche wollen. Es hätte ohne Probleme eine Fünf-Sterne-Lektüre werden können, aber die verschiedenen Sichtweisen gegen Ende haben es mir wirklich verdorben. Alle Aussagen im letzten Teil der Geschichte wurden von dieser Party -leider negativ- übertönt.

Ich habe das ganze Buch in nur ein paar Nachmittagsstunden am Strand gelesen. Das Buch ist sehr leicht und fesselnd zu lesen, und die Art, wie es geschrieben ist, ist auch sehr interessant. Es springt von der Vergangenheit aus der Sicht der Eltern zur Gegenwart aus Sicht der Kinder. Meiner Meinung nach hat TJR die Geschichte von Toxizität und gescheiterten Ehen sowie von leeren Versprechungen und dem Aufwachsen mit sich selbst gut dargestellt. Es geht auch darum, welche Art von Trauma wir von unseren Eltern in unser Leben und unsere Beziehungen mitnehmen.

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