Ein ungewöhnliches Ermittlerduo, das Lust auf mehr macht
Verdorbene Saat (Thriller)Katharina Winkler, kurz Kat , bekommt einen ungewöhnlichen Mordfall auf den Tisch. Eine Frau wurde in einem Blumenbeet tot aufgefunden, die Pflanzen liebevoll um sie herum gepflanzt, in ihrem Mund eine ...
Katharina Winkler, kurz Kat , bekommt einen ungewöhnlichen Mordfall auf den Tisch. Eine Frau wurde in einem Blumenbeet tot aufgefunden, die Pflanzen liebevoll um sie herum gepflanzt, in ihrem Mund eine Herbstzeitlose. Wie überall herrscht auf dem Kommissariat Personalmangel und so bekommt Kat den Kollegen Sebastian Fischer zugeteilt. Fischer ist etwas speziell. Aufgrund der Beschreibung gehe ich davon aus, dass er eine leichte Form von Autismus hat und deshalb Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Schnell kommt es zu weiteren Morden und die einzige Verbindung scheint ,die Passion der Frauen für Blumen zu sein Das erschwert die Ermittlungsarbeit zusätzlich. Eine Vielzahl von Zeugen müssen befragt und jeder noch so kleinen Spur nachgegangen werden. Der Durchbruch gelingt, als ein weiteres Opfer entführt wird und der Täter endlich Spuren hinterlässt. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Je mehr die Details die Ermittler aufdecken, um so größer wird der Abgrund, in den wir zusammen blicken.
Der Fall war von Anfang an bizarr und die Gedanken des Täters - der Autor lässt ihn immer wieder zu Wort kommen - haben nicht zu meiner Beruhigung beigetragen. Lange war kein Motiv erkennbar. Das abschließende Verhör mit dem Täter war für mich einer der Höhepunkte des Buches. Ich war abwechselnd fassungslos , wütend und dankbar, dass der Mörder gefasst wurde. Die Suche nach ihm hat mir dennoch und gerade deswegen einige spannende Lesestunden beschert und mich grübeln lassen, wie die Zusammenhänge sind.
Das Ermittlerduo hat mich schnell für sich eingenommen. Kat ist resolut und geradezu besessen von ihrer Arbeit und lässt sich von nichts und niemanden aufhalten. Sebastian ist zurückhaltender und befürchtet oft, Fehler zu machen. Da er Probleme im zwischenmenschlichen Bereich hat, stellt er meist sehr direkte Fragen und steuert ohne Umwege auf das Ziel zu, was nicht immer hilfreich ist. Kat muss ihn da oft bremsen. Beide harmonieren als Kollegen perfekt. Ihre Wortwechsel waren oft amüsant, so dass es trotz allem Schrecken auch Anlass zum Schmunzeln gab
Der Thriller hat mir erneut sehr gut gefallen, wie bereits die anderen Krimis des Autors und ich hoffe, es war nicht der letzte Fall mit den beiden..