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Veröffentlicht am 02.11.2024

etwas schwächer als die Vorgänger

Blutbuße
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„ Blutbuße“ ist der dritte Teil der Hanna Ahlander Reihe und ich fand ihn von der Spannung her etwas schwächer als seine Vorgänger.Trotzdem hat er mir wieder fantastisch gefallen,weil ich das Setting mag ...

„ Blutbuße“ ist der dritte Teil der Hanna Ahlander Reihe und ich fand ihn von der Spannung her etwas schwächer als seine Vorgänger.Trotzdem hat er mir wieder fantastisch gefallen,weil ich das Setting mag und die ermittelnden Kommissare,die alle irgendwie im privaten Sackgassen zu stecken scheinen,sei es Hanna,Daniel oder Anton.

Der Fall spielt kurz vor den Osterfeiertagen,an denen viele Touristen zum Feiern mit den Familien und zum Skifahren nach Are und Umgebung gekommen sind.

Da wird eines nachts eine Immobilienentwicklerin,die ein verlassenes und heruntergekommenes Hochgebirgshotel zu einem Luxushotel umbauen lassen will,in ihrem Hotelzimmer brutal ermordet.Gibt es Neider unter den Hoteliers oder was steckt dahinter? Als dann noch eine junge Hotelangestellte erdrosselt aufgefunden wird,droht die Sache zu eskalieren und Hanna und Daniel haben noch keine konkrete Spur.

Es hat mir Spaß gemacht Daniel und Hanna wieder bei ihrem Fall über die Schulter zu schauen und auch an ihrem Privatleben teilhaben zu können,doch leider hat mir bei diesem Fall etwas die Spannung gefehlt.Erst zum Ende wurde es etwas spannender,ansonsten dreht sich viel um Ermittlungsarbeit,was nicht uninteressant war,aber eben auch nicht adrenalintreibend.

Trotzdem ein sehr lohnenswerter Krimi und eine Reihe,die ich weiter verfolgen werde.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Etwas schwächer als die Vorgänger

Hildur – Der Schatten des Nordlichts
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Hildur- der Schatten des Nordlichts - ist der dritte Teil der Hildur Reihe und für mich etwas schwächer als die Vorgänger.

Jacob und Hildur werden zu einem Leichenfund gerufen.Es ist eine Leiche in einem ...

Hildur- der Schatten des Nordlichts - ist der dritte Teil der Hildur Reihe und für mich etwas schwächer als die Vorgänger.

Jacob und Hildur werden zu einem Leichenfund gerufen.Es ist eine Leiche in einem Laichzuchtbetrieb gefunden worden, an der sich andere Fische schon gütlich getan haben, bevor der Taucher sie fand.Es bleibt auch nicht der einzige Leichenfund. Man stellt eine Verbindung zwischen diesen Morden her, deren Erklärung man in den 13 Weihnachtsgesellen zu finden scheint,die der Sage nach vom Berg gestiegen sind.Ist die Lösung wirklich mysterischem Ursprungs?
Zudem steht Jacob unter Mordverdacht. Er soll seine Ex-Frau und deren Mann.ermordet haben.

Ehrlich gesagt habe ich mich bei diesem Buch etwas schwer getan in die Geschichte hineinzufinden.Jocob steht schon im Fokus dieses Buches und demzufolge wird auch viel über ihn erzählt, seine Vergangenheit ist ein grosses Thema, seine Ehe und die Beziehung zu seiner Frau, was bei dem Vorwurf, den man gegen ihn erhebt, natürlich auch Sinn macht, wie später auch zu merken ist.Auch wechseln die Handlungsorte öfter, was mir nicht so gut gefallen hat und der mystische Touch in diesem Buch war für mich als Realistin auch schwer zu greifen, obwohl Skandinavien ja bekannt für solche Geschichten ist, die dort zur Tradition gehören.
Auch über Hildur erfährt der Leser wieder einiges.

Alles in allem wird es dann aber doch noch spannend und ich bedauere schon,dass dies der letzte Teil der Trilogie ist,die ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

sehr düsterer Roman

Cascadia
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„Cascadia“ ist ein Roman, den man mögen muss. Kein Buch für Jedermann und kein Buch das man nebenbei liest, da es einen schon sehr berührt und teilweise runterzieht. Ich brauchte meine Pausen zwischendurch.

Es ...

„Cascadia“ ist ein Roman, den man mögen muss. Kein Buch für Jedermann und kein Buch das man nebenbei liest, da es einen schon sehr berührt und teilweise runterzieht. Ich brauchte meine Pausen zwischendurch.

Es ist ein Buch mit einem düsteren Grundtenor, ein Buch über ein verpasstes Leben, Armut und Chancenlosigkeit.Über Pflichtbewusstsein einer kranken Mutter gegenüber, die es eigentlich nicht verdient hat, dass man sein eigenes Leben und seine Wünsche und Träume aus den Augen verliert. Und in Ausweglosigkeit erstarrt.
Dass dann auch noch Bezüge zu Grimms Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ gezogen werden, macht das Lesen nicht einfacher.
Der Bär, der hier eine zentrale Rolle spielt und die Geschwister auseinander ringt, ist meiner Meinung nach als Metapher zu verstehen.

Der Schreibstil war flüssig und angenehm, die Figuren nicht immer sympathisch, aber gut dargestellt.
Alles in allem ein Buch das nicht uninteressant war, mir aber etwas zu deprimierend war.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Vergangenheitsbewältigung

Tage mit Milena
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In ihrem neuen Buch „Tage mit Milena“ befasst sich Kathrin Burseg mit verschiedenen Protestbewegungen und kombiniert sie mit dem Thema „Vergangenheitsbewältigung“.

Annika lebt in Lübeck und betreibt dort ...

In ihrem neuen Buch „Tage mit Milena“ befasst sich Kathrin Burseg mit verschiedenen Protestbewegungen und kombiniert sie mit dem Thema „Vergangenheitsbewältigung“.

Annika lebt in Lübeck und betreibt dort einen kleinen Schreibwarenladen. Als eines Tages eine junge Frau in den Laden kommt und nach Sekundenkleber fragt, händigt Annika ihr diesen aus und realisiert erst, nachdem Luzie, die junge Frau den Laden verlassen hat, was diese damit vorhat.sie macht sich auf die Suche nach Luzie und platzt in eine Klimakleberaktion.

Seltsamerweise fühlt Annika sich für Luzie verantwortlich, erinnert diese junge Frau sie doch an ihre Freundin Milena, mit der sie damals in der Hausbesetzerszene Hamburgs beteiligt war .Milena starb damals auf tragische Art und Weise und Annika fühlt sich noch bis heute schuldig an ihrem Tod.

Ich lese die Bücher von Kathrin Burseg sehr gerne, greift sie doch auch immer wieder aktuelle Themen in ihren Büchern auf und verarbeitet sie dann häufig mit der Vergangenheit , auch gerne mit politischen Themen. Dies hat mir auch bei diesem Buch wieder gut gefallen.
Sie versucht um Verständnis für junge Menschen zu werben, die sich um die Zukunft unseres Planeten sorgen, sicherlich auch zu Recht. Ob allerdings die Aktionen der Klimakleber für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung führen, wage ich zu bezweifeln.
In ihrem Rückblick in die achtziger Jahre und die Hausbesetzerszene in Hamburg wird aber auch deutlich, dass nach Ablehnung die Akzeptanz folgte und dadurch die Häuser in der Hafenstraße blieben.
Ich selbst kann mich gut an diese Zeit erinnern, da sie in den Medien lange Zeit präsent war. Ich fand den Rückblick in diese Zeit sehr gut und gelungen.

Was ich allerdings nicht ganz so gelungen fand war die Verbindung , die sie damit zu Milena hergestellt hat. Diese fand ich teilweise nicht ganz nachvollziehbar und ein bisschen konstruiert.
Trotzdem habe ich dieses Buch sehr gern gelesen und werde auch sicherlich das nächste Mal zu einer Neuerscheinung der Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

interessanter Gerichtsthriller

Mit kaltem Kalkül
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Für mich ist „Mit kaltem Kalkül“ das erste Buch dieses Autors das mich gut unterhalten hat.
Yasser, ein 10 jähriger Junge verschwindet mitten am Tag in Berlin. Seine Mutter lebt illegal in Deutschland ...

Für mich ist „Mit kaltem Kalkül“ das erste Buch dieses Autors das mich gut unterhalten hat.
Yasser, ein 10 jähriger Junge verschwindet mitten am Tag in Berlin. Seine Mutter lebt illegal in Deutschland und kann sich daher nicht an die Polizei wenden. Sie beauftragt den jordanischen Geheimdienstler Khalef mit der Suche. Khalef bewegt sich bei der Suche am Rande der Legalität und darüber hinaus, gibt der Polizei aber auf Umwegen einen Tipp, der ein weiteres Verbrechen aufdeckt.

Der zweite Fall der Rechtsmedizinerin Sabine Yao, hat mir gut gefallen. Ohne den ersten Fall zu kennen, war ich gleich mitten im Geschehen.
Als Leser bekommt man nicht nur einen spannenden Kriminalfall zu lesen, der für mich sehr realistisch war, sondern erfährt nebenbei sehr viel über die Arbeit von Rechtsmedizinern.

Wer Interesse an solchen Dingen hat, wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen, denn ein großer Teil dieses Buches widmet sich diesem Thema.

Mir persönlich kam dadurch die Spannung etwas zu kurz, daher 4 Sterne.

Der Schreibstil ist aber sehr flüssig und die einzelnen Kapitel kurz und knackig, was das Lesen einfach macht.

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