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Veröffentlicht am 10.12.2024

Die geheimnisvolle Bibliothek

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Das wunderschöne Cover strahlte mir - in dem Fall sehr passend - in meiner Bibliothek entgegen. Das Konzept der Weltenbibliothek Mondia hat mich direkt beim Lesen des Klappentextes überzeugt und ich musste ...

Das wunderschöne Cover strahlte mir - in dem Fall sehr passend - in meiner Bibliothek entgegen. Das Konzept der Weltenbibliothek Mondia hat mich direkt beim Lesen des Klappentextes überzeugt und ich musste das Buch mitnehmen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, was mir den Einstieg in die Geschichte erleichtert hat. Auch der Pariser Charme hat mir gut gefallen.

Mit Remy als Hauptprotagonistin hatte ich im Laufe der Handlung so meine Probleme. Wenn man bedenkt, dass sie 19 Jahre alt ist, erscheinen mir einige Handlungen schon etwas naiv. Wer vertraut sofort völlig fremden Menschen und folgt ihnen in die Tunnel von Paris? Was natürlich sehr romantisch klingt, erscheint mir wenig realistisch. Auch die Suche nach dem Schlüssel war mehr eine Abfolge von Schritten, ein Miträtseln war mir als Leserin gar nicht möglich, da diese Rätsel fast sofort gelöst wurden. Sim und Remy konnten immer wieder ihren Gegenspielern entkommen, ohne größeren Schaden zu nehmen. Die Motive der Novas sind mir bis zum Schluss völlig unklar geblieben. Hier hätte ich mir zumindest einige Andeutungen gewünscht, um auch die Spannung zu erhöhen.
Insgesamt leichte Unterhaltung inkl. Cliffhanger am Ende der Geschichte, die mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Ich denke, ich werde den zweiten Teil dennoch lesen.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Ein Klassiker der Vampirliteratur

Carmilla
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Diese Vampirgeschichte entstand bereits vor Dracula, dem wohl bekanntesten Vampir aller Zeiten. Umso gespannter war ich auf die Geschichte von Carmilla, da so einige Kritiker behaupten, sie sei die Inspiration ...

Diese Vampirgeschichte entstand bereits vor Dracula, dem wohl bekanntesten Vampir aller Zeiten. Umso gespannter war ich auf die Geschichte von Carmilla, da so einige Kritiker behaupten, sie sei die Inspiration für alle folgenden Romane um die Blutsauger gewesen. Der Stil erinnert mich tatsächlich an Bram Stokers Roman, da in beiden Erzählungen die Handlung aus Sicht der Hauptfigur niedergeschrieben wird. Hier jedoch nicht in Tagebuchform und der Schreibstil lässt sich - zumindest für mich - viel leichter lesen. In Carmilla geht es zudem um die Anziehung zwischen zwei Frauen, was für die Entstehungszeit aus heutiger Sicht fast schon revolutionär erscheint.

Ich wünschte mir nur, ich hätte diese Geschichte schon früher gelesen. Nach der Lektüre von mehreren Romanen rund um Vampire wirkt Carmilla auf mich fast schon blass und unscheinbar. Und das trotz der Gefühlsbekundungen gegenüber Laura und der düsteren Beschreibungen ihrer Träume. Ein paar Seiten mehr und damit ein umfangreicherer Beziehungsaufbau zwischen den Figuren hätten die Geschichte für mich interessanter gemacht, da mir die Auflösung von Beginn an klar war.
Insgesamt ein Klassiker, den man gelesen haben sollte, der meine hohen Erwartungen jedoch nicht erfüllen konnte.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Die grausamen Spiele der Götter

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Lyra hat wirklich Pech. Zeus hat sie verflucht und als Diebin arbeitet sie die Schulden ihrer Eltern ab. Dann trifft sie ausgerechnet auf den Gott der Unterwelt, der sie als seine Championesse für die ...

Lyra hat wirklich Pech. Zeus hat sie verflucht und als Diebin arbeitet sie die Schulden ihrer Eltern ab. Dann trifft sie ausgerechnet auf den Gott der Unterwelt, der sie als seine Championesse für die Cruicible-Spiele auswählt. Hier ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch ihr Herz.

Ich habe bereits mehrere Bücher über griechische Götter, auch in der modernen Welt, gelesen. An der Love Story habe ich daher nichts auszusetzen. Wer bereits andere Reihen im gleichen Genre gelesen hat weiß: Hades ist sehr mächtig, alle haben Angst vor ihm, aber vor allem ist er wahnsinnig heiß und man muss sich einfach in ihn verlieben.

Zu Lyra konnte ich leider keine Beziehung aufbauen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass sie mich den größten Teil des Buches ziemlich genervt hat. Dafür dass sie von klein auf unter Dieben aufgewachsen ist und um ihr Überleben kämpfen musste, hat sie so unfassbar wenig Selbstbewusstsein und Selbsterhaltungstrieb. Die sich immer wiederholenden inneren Monologe hätten aus meiner Sicht gekürzt werden können. Insgesamt wirkte sie durch ihr Verhalten naiv und viel jünger. Boone und Zai konnten mich da eher überzeugen.
Die einzelnen Herausforderungen waren gut beschrieben und spannend. Die Kapitel sind kurz, was den Lesefluss erleichtert.

Insgesamt eine Story mit viel Potenzial, die mich mit mehr Worldbuilding und einer anderen Protagonistin hätte überzeugen können. Für Einsteiger im Genre Romantasy jedoch durchaus zu empfehlen. Einen Stern extra gibt es für Cerberus und den Twist am Ende. Vielleicht muss ich den zweiten Teil doch lesen.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Schon wieder ein Mord in Marlow

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Gleich zu Beginn der Stadtratssitzung stirbt der allseits beliebte Bürgermeister. Was für ein Glück, dass Suzie vor Ort war und sie, Judith und Becks gleich loslegen können die ersten Verdächtigungen anzustellen. ...

Gleich zu Beginn der Stadtratssitzung stirbt der allseits beliebte Bürgermeister. Was für ein Glück, dass Suzie vor Ort war und sie, Judith und Becks gleich loslegen können die ersten Verdächtigungen anzustellen. Aber auch privat gibt es allerlei Dinge zu tun: Businesspläne werden geschmiedet, es gilt eine Schwiegermutter und einen Verehrer loszuwerden.

Schade, dass die Freundinnen dieses Mal direkt von Beginn an offiziell zu den Ermittlungen hinzugezogen wurden. Damit war die Heimlichkeit bei ihren Nachforschungen nicht mehr gegeben, was doch leider etwas die Spannung genommen hat. Trotzdem gab es auch in diesem Band wieder zahlreiche Verhöre mit charmanten Dialogen. Ob man einen Mord wirklich im Alleingang mit dem
Wissen aus Kreuzworträtseln lösen kann, sei mal dahingestellt. Unterhaltsam ist es auf jeden Fall.
Judith hat in diesem Band eine echte Entwicklung durchgemacht, was mich total überrascht hat. Wenn Suzie das im nächsten Band auch noch schaffen würde, gibt es von mir definitiv Pluspunkte. So ganz warm geworden bin ich mit ihr noch nicht.

Eine Empfehlung an alle, die gern Cozy Crime lesen.

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Schurkin ohne Plan

Long Live Evil
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Die Handlung verspricht, wovon viele Leser träumen: Einmal in das Lieblingsbuch eintauchen und die Rolle einer Figur einnehmen. Und dann erwacht Rae nicht etwa im Körper der strahlenden Heldin, sondern ...

Die Handlung verspricht, wovon viele Leser träumen: Einmal in das Lieblingsbuch eintauchen und die Rolle einer Figur einnehmen. Und dann erwacht Rae nicht etwa im Körper der strahlenden Heldin, sondern in der Rolle der bösen Schwester. Klingt doch großartig oder? Zu Beginn stoßen wir aber auf ein kleines Problem: Rae kann sich gar nicht mehr so richtig an die Handlung erinnern und muss sich gleich aus einer brenzligen Situation retten. Auch das hätte sehr unterhaltsam werden können, indem sie einfach Figuren verwechselt und ein herrliches Chaos auslöst. Tatsächlich wird aber unfassbar viel über die Ausführung eines schurkenhaften Plans geredet und wenig gehandelt (und dann schon gar nicht so böse wie angekündigt). Wenn eine Situation aus dem Ruder läuft, wird wieder ewig lang geredet. Meiner Meinung nach hätte hier wirklich einiges gekürzt werden können, ohne der Handlung auch nur ansatzweise zu schaden.

Auch mit Rae konnte ich nicht richtig warm werden. Die Anspielungen aus der Popkultur sind unterhaltsam, gerade weil sie so gar nicht in diese Welt passen, ansonsten blieb sie mir aber zu flach. In meiner Erwartung wird sie eine böse Rolle einnehmen, was aber nie eingetreten ist. Die Goldene Kobra finde ich großartig und habe mich über jedes Kapitel gefreut, in welchem der Blickwinkel auf seiner Geschichte lag. Der Schreibstil war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, hier bin ich mir gar nicht sicher, ob das nicht sogar an der Übersetzung liegt. Das Ende, nach einem etwas anstrengenden und ausschweifenden Mittelteil, hat mir richtig gut gefallen.

Es ist auf keinen Fall ein schlechtes Buch, konnte nur leider meine Erwartungen nicht erfüllen. Für Fans von Fantasy, die mal etwas ganz anderes lesen möchten, trotzdem empfehlenswert. Vielen Dank an den dtv Verlag, der mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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