Im Internet kursiert ein verstörendes Video einer brutalen Gewalttat. Das Opfer ist die 16-jährige Lena Palmer. BKA-Kommissarin Yasira Saad soll das Verbrechen aufklären und das verschwundene Mädchen finden. ...
Im Internet kursiert ein verstörendes Video einer brutalen Gewalttat. Das Opfer ist die 16-jährige Lena Palmer. BKA-Kommissarin Yasira Saad soll das Verbrechen aufklären und das verschwundene Mädchen finden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der rechtsradikale Lynchmob lässt nicht lange auf sich warten.
Ich mache es kurz: Dieses Buch ist nichts für zarte Gemüter. Es ist beklemmend, beängstigend, erbarmungslos und hart. Aber es ist auch (leider) brandaktuell und sollte schon aus diesem Grund gelesen werden. Es fordert den Leser heraus und lässt uns schockiert und nachdenklich zurück. Ich hoffe sehr, es findet die richtigen Leser und lässt uns alle wieder etwas mehr zusammenrücken.
Kurz: Eine Gesellschaftskritik, die in eine Schockstarre versetzt und uns bewusst macht, wie nahe wir am Abgrund stehen.
Mira und ihr Vater kuscheln sich abends aufs Fensterbrett, um sich Geschichten zu erzählen. Heute ist der Vater dran. Er erzählt das „Fenstermärchen“ vom Schnee, und wie er zu seiner Farbe kam.
Ein zauberhaftes ...
Mira und ihr Vater kuscheln sich abends aufs Fensterbrett, um sich Geschichten zu erzählen. Heute ist der Vater dran. Er erzählt das „Fenstermärchen“ vom Schnee, und wie er zu seiner Farbe kam.
Ein zauberhaftes Buch über ein gemütliches Winterritual. Wunderschön bunt illustriert, lässt die Geschichte jeden Winterblues verschwinden.
„Warum der Schnee weiß ist“ ist nicht nur eine Geschichte vom Teilen und von der Magie der Farben. Es ist eine Einladung, sich selbst ein Fenstermärchen mit den Kindern auszudenken. Großartig!
„In drei Tagen werde ich dreiundzwanzig. Doch das werde ich nicht mehr erleben. Mich lassen die sich nicht entgehen. (...) Für mich gibt es kein Mitleid. Mitleid existiert gar nicht. Nur Rache. (...) Ich ...
„In drei Tagen werde ich dreiundzwanzig. Doch das werde ich nicht mehr erleben. Mich lassen die sich nicht entgehen. (...) Für mich gibt es kein Mitleid. Mitleid existiert gar nicht. Nur Rache. (...) Ich kann keine Milde erwarten. Die Nazihure wird abgeknallt.“
Am 16. August 1944 schoss der Fotograf Robert Capa das Bild einer kahlgeschorenen Mutter, die von einer Schar wütender Bürger durch die Straßen von Chartres getrieben wird. Dieser entwürdigenden Parade zum Trotz hat die Frau nur Augen für ihr Baby, das sie voller Stolz durch die Menschenmenge trägt. Von diesem Foto inspiriert, erzählt Julie Heracles in dem Roman „Ihr kennt mich nicht“ das Leben der jungen Simone Touseau, die sich in einen deutschen Wehrmachtssoldaten verliebt. Eine tragische Liebe, die ihr während der „Wilden Säuberung“ zum Verhängnis wird.
Meine persönliche Lesermeinung:
Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Allein das erste Kapitel raubt einem die Luft zum Atmen und hinterlässt eine dicke Gänsehaut. Simones Geschichte schockiert, berührt und führt einem vor Augen, dass der Mensch und das wilde Tier in ihrem Verhalten oft gar nicht so weit voneinander entfernt sind.
Die Protagonistin ist eine beeindruckende Person, die, im von der deutschen Wehrmacht besetzten Frankreich, ihren Platz sucht. Hierbei sind für mich nicht alle ihre Entscheidungen nachvollziehbar oder moralisch vertretbar. Aber wer bin ich, mir ein Urteil zu bilden? „Man hat immer eine Wahl“ – das sagt sich so leicht. Doch welchen Preis ist man bereit für sein Leben zu zahlen? Hat Simone einfach kein Rückgrat oder handelt sie wirklich aus Überzeugung? Ist sie schwach oder in Wahrheit besonders stark? Will sie zu den Siegern gehören oder einfach nur überleben? Egal, aus welchem Motiv sie handelt, letztendlich kann ich Simone nichts vorwerfen. Erst recht nicht ihre Liebe zu Otto. Denn dass in dieser furchtbaren Zeit die Liebe nicht gänzlich ausgerottet wird, dass es sogar möglich ist, den Feind zu lieben, lässt einen den Glauben an die Menschheit wiederfinden.
Kurz: Ein bewegender Roman, der aufwühlt, berührt und nachdenklich macht. Ein wichtiger Blick auf vergangenes Leid – heute bedeutender denn je.
„Ich habe geliebt. Und ich wurde geliebt. Also, raus mit euren schönsten Flüchen, kotzt euch die Seele aus dem Leib. (...) Ihr tut mir leid, dass ihr mich hasst, ohne zu wissen. Denn ihr kennt mich nicht.“
Als Stephanie Mayrhofer in der Kabine eines Kreuzfahrtschiffes erwacht, weiß sie weder wo noch wer sie ist. Nur dass sie einem großen Verbrechen auf der Spur war und sie niemandem trauen kann, wird ihr ...
Als Stephanie Mayrhofer in der Kabine eines Kreuzfahrtschiffes erwacht, weiß sie weder wo noch wer sie ist. Nur dass sie einem großen Verbrechen auf der Spur war und sie niemandem trauen kann, wird ihr schnell bewusst. Verzweifelt versucht sie, ihre Erinnerungen wachzurufen. Doch sie ist auf sich allein gestellt und die Zeit läuft gegen sie.
Meine persönliche Lesermeinung:
Was für eine abgefahrene Situation! Du wirst in einem fremden Zimmer wach und zack... bist du Animateurin auf einem Kreuzfahrtschiff. Auch wenn sich Stephanie sehr schnell mit dieser ungewöhnlichen Situation anfreundet, hat die Autorin die Story rund um den Gedächtnisverlust spannend inszeniert. Stephanie versucht verzweifelt, herauszufinden, wer sie ist und warum sie sich auf diesem Schiff befindet. Dabei merkt sie schon bald, dass sie niemandem trauen kann. Ihr einziger Halt ist ihre Zimmergenossin. Gemeinsam sind sie der Wahrheit auf der Spur. Was sie herausfinden, hat mich echt überrascht. Ein unfassbares Verbrechen, das hier (zum Glück) aber nicht bis ins Detail ausgeschlachtet wird. „Kein Land in Sicht“ von Christina Pertl ist ein kurzweiliges Lesevergnügen.. Ein Thriller, der mich gut unterhalten hat. Ideal für Urlaub, Sofa oder einfach für zwischendurch...
Kurz: Ein spannendes Katz- und Maus Spiel in einem außergewöhnlichen locked-room Setting. Der gelungene Auftakt der neuen Krimireihe um Kommissarin Sarah Peters.
Die WG von Jörg, Anke und Murat bekommt Zuwachs. Constanze, die nach der Trennung von ihrem Freund Schwierigkeiten hat, eine neue Bleibe zu finden, sieht die WG zunächst nur als Übergangslösung. Doch schon ...
Die WG von Jörg, Anke und Murat bekommt Zuwachs. Constanze, die nach der Trennung von ihrem Freund Schwierigkeiten hat, eine neue Bleibe zu finden, sieht die WG zunächst nur als Übergangslösung. Doch schon bald schließt sie ihre Mitbewohner ins Herz und aus der Zweck-Gemeinschaft wird eine tiefe Freundschaft.
Doch nach einem Schicksalsschlag müssen die vier Bewohner sich entscheiden. Löst die WG sich auf oder lohnt es sich, für die neue Familie zu kämpfen?
Meine persönliche Lesermeinung:
„Wohnverwandschaften“ ist ein wirklich herzerwärmender Roman. Er lebt fast ausschließlich durch die sympathischen Charaktere, denn die eigentliche Handlung ist auf ein Minimum reduziert. Erstaunlich, dass Isabel Bogdan es schafft, den Leser dennoch bei der Stange zu halten. Allein durch die Schilderung eines WG-Alltags! Das ist ganz großes Kino.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der vier unterschiedlichen Bewohner erzählt. Wir lernen also jeden sehr gut kennen. Und wir lernen sie auch lieben. Ich wäre selbst gerne in die WG eingezogen.
Einzig der abrupte Schluss hat mir nicht gefallen. Ich bin eigentlich ein Fan von offenen Enden, aber in diesem Fall ist der Roman, nach meinem Empfinden, nicht vernünftig abgeschlossen. Als würden die letzten Seiten fehlen. Bis dahin war es aber ein echtes Lesevergnügen.
Kurz: Die liebevolle Geschichte orientierungsloser Menschen, die zusammen einen Platz im Leben finden.