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Veröffentlicht am 15.11.2024

Die falsche Braut

The Sweetest Oblivion
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„The Sweetest Oblivion“ von Danielle Lori ist der mitreißende Auftakt ihrer Dark Romance Reihe Made.
Die 21-jährige Elena Abelli ist die älteste Tochter des Oberhauptes der Abelli-Familie und eine begehrte ...

„The Sweetest Oblivion“ von Danielle Lori ist der mitreißende Auftakt ihrer Dark Romance Reihe Made.
Die 21-jährige Elena Abelli ist die älteste Tochter des Oberhauptes der Abelli-Familie und eine begehrte Mafiaprinzessin. Doch eine folgenschwere Entscheidung vor sechs Monaten minderte ihren Wert, so dass jetzt ihre jüngere Schwester den Don und wichtigen Geschäftspartner Nicolas Russo heiraten soll. Für den mächtigen und skrupellosen Nico ist die Hochzeit nur ein weiteres Geschäft, zumindest bis er Elena kennenlernt. Diese macht aus ihrer Abneigung kein Geheimnis, was Nicos Jagdinstinkt noch mehr befeuert. Er sollte sich nicht so stark zu seiner künftigen Schwägerin hingezogen fühlen, für die er wortwörtlich über Leichen gehen würde.

Danielle Lori taucht für ihre Story in die Welt der Mafia ein, wo Frauen meist nur Handelsware und Schachfiguren sind. So geht es auch ihrer Hauptfigur Elena, die von einem Mafiapaten an den nächsten verschachert wird und dabei nicht viel beizutragen hat. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig und beide Hauptfiguren erzählen aus ihren jeweiligen Perspektiven. Der Hauptanteil liegt dabei bei Elena, wobei Nicos Sichtweise meiner Meinung nach noch wichtiger für die Handlung ist.
So richtig konnte ich Elenas Gefühle manchmal nicht einordnen, denn ihr Kopf hasst Nico, während ihr Körper offensichtlich in Jubelstürme ausbricht. Sie ist hin- und hergerissen und steht sich oft selbst im Weg, da ihre Entscheidungen teilweise sehr widersprüchlich sind.
Nico ist zwar ein eiskalter und düsterer Mafiaboss, aber er kommuniziert recht klar und direkt. Er gibt nie vor, einer von den Guten zu sein, doch seine Gefühle für Elena sind ziemlich echt. Nico ist ein morally grey Charakter, der auch Schwächen zulässt und das macht ihn irgendwie sympathisch.
Die Story ist eine durchaus gelungene Dark Mafia Romance, die mich gut unterhalten hat. Natürlich sind nicht alle Wendungen realistisch, aber diesen Anspruch hat das Buch sicher auch nicht. Ich würde die anderen Bände auf jeden Fall auch lesen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2024

Neuanfang mit Hindernissen

Broken Light
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„Broken Light“ von Lena S. Berger ist eine spannende Romantic Suspense, die hoffentlich bald fortgesetzt wird.
Freyas Leben liegt komplett in Scherben, denn die Liebe ihres Lebens hat sich als Lüge und ...

„Broken Light“ von Lena S. Berger ist eine spannende Romantic Suspense, die hoffentlich bald fortgesetzt wird.
Freyas Leben liegt komplett in Scherben, denn die Liebe ihres Lebens hat sich als Lüge und Enttäuschung entpuppt. Also packt die junge Architektin ihren fünfjährigen Sohn ins Auto und zieht vom verregneten Seattle ins kalifornische Monterey, wo sie das Haus eines wohlhabenden Kunden einrichten soll. James Baltimore ist charmant und attraktiv, genau wie sein Bruder Trevor, der als Schreiner ebenfalls ständig auf der Baustelle präsent ist. Doch die Stimmung in der Familie Baltimore ist äußerst eisig und wirft viele Fragen auf. Freya ist hin- und hergerissen zwischen den zwei gegensätzlichen Brüdern, die sie jeder auf seine Art anziehen.

Der Schreibstil von Lena S. Berger liest sich leicht und flüssig und sie schafft es gekonnt, die geheimnisvolle und teils beklemmende Atmosphäre in Freyas neuem Zuhause aufrecht zu erhalten. Normalerweise steht ein kalifornisches Setting eher für Sonne und Leichtigkeit, aber hier gibt es interessante Kontraste, die einen definitiv in ihren Bann ziehen.
Freya ist eine starke Heldin, die ab sofort ihr Leben in die eigenen Hände nehmen will und muss. Ob da der lukrative, aber immer mysteriösere Auftrag in Monterey die Rettung ist, muss sich noch zeigen.
Ich mochte Freyas klare und offene Art, die sie auch in dem sich anbahnenden Love-Triangle beibehält. Ihr Vertrauen in andere Menschen ist schwer angeschlagen und nun buhlen ausgerechnet zwei Brüder um ihre Aufmerksamkeit, deren Motive nur schwer durchschaubar sind.
Trev und James sind interessante Charaktere und durch einige überraschende Twists sind sie bis zum Schluss undurchschaubar. Fast die komplette Handlung wird aus Freyas Perspektive erzählt, so dass wir auch immer nur ihren Wissensstand teilen und fleißig miträtseln dürfen, wer hier an der malerischen Küste ein falsches Spiel treibt.
Der Aufbau der Story ist gut gelungen und nur der Schluss lässt mich etwas ratlos zurück. Ich hoffe auf eine schnelle Fortsetzung und die Beantwortung meiner zahlreichen offenen Fragen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Der Manny

Hollywood Hearts – Mr. Nanny
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„Hollywood Hearts – Mr. Nanny“ von Piper Rayne ist der Auftakt ihrer Hollywood Hearts Reihe, die natürlich in der amerikanischen Filmmetropole spielt.
Vance ist damals aus seiner kleinen Heimatstadt aufgebrochen, ...

„Hollywood Hearts – Mr. Nanny“ von Piper Rayne ist der Auftakt ihrer Hollywood Hearts Reihe, die natürlich in der amerikanischen Filmmetropole spielt.
Vance ist damals aus seiner kleinen Heimatstadt aufgebrochen, um als Drehbuchautor in L.A. durchzustarten. Mit seinem ursprünglichen Plan hatte er zwar keinen Erfolg, aber dafür wurde er ein preisgekrönter Producer. Zumindest bis er gefeuert wurde und nun zu seinen Wurzeln zurückkehren will. Sein Drehbuch hat wirklich Potenzial, aber leider will die Investorin seinen Film nur finanzieren, wenn die weibliche Hauptrolle an eine bestimmte Schauspielerin geht. Vance hat aber vor einiger Zeit ausgerechnet dieser Schauspielerin eine wichtige Rolle weggenommen und damit ihre Karriere deutlich ausgebremst. Zum Glück kennt sie ihn nicht persönlich, also kann er diesen Fakt verheimlichen. Doch das soll nicht sein einziges Problem bleiben, denn Layla hat für ihre Mitwirkung am Film eine sehr spezielle Bedingung.

Ich liebe die Bücher von Piper Rayne und ihren mitreißenden und humorvollen Schreibstil. Für die Fans der Autorinnen dürfte Vance kein Unbekannter sein, denn er spielte schon im letzten Teil der Single Dad’s Club Reihe eine wichtige Rolle. Diesmal geht es nur um ihn und seine bisher tief versteckten und ungeahnten Talente.
Ich mochte Vance schon als großen Bruder von Charlie und ich mag ihn auch in seinem glitzernden Hollywood-Umfeld. Die Entscheidungen, die er in seinem Leben traf, waren nicht immer richtig, aber gerade das macht ihn menschlich.
Layla ist eine alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern, die sich zwischen Job und Mama-Rolle aufreibt. Ihr vierjähriger Sohn ist der Albtraum jeder Nanny, also muss dringend eine Alternative her. Dass sich dafür der heiße Drehbuchautor mit dem Sixpack zur Verfügung stellt, macht ihre Tage deutlich besser.
Die süße Lovestory ist sehr unterhaltsam und vor allem bei der Windelszene habe ich Tränen gelacht. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass im Hinblick auf den zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung der englischen Originalausgabe erst aufkommenden Hollywoodskandal manche Dialoge oder Szenen einen sicher nicht beabsichtigten Beigeschmack haben, den man heute wohl vermeiden würde.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und ich freue mich auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Vienna & Adrian

Found on Ice
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„Found on Ice“ von Allie Well ist eine unterhaltsame Sports Romance, in der eine holprige Fake Beziehung plötzlich echt wird.
Vienna steckt mitten im Studium zur Physiotherapeutin und arbeitet nebenbei ...

„Found on Ice“ von Allie Well ist eine unterhaltsame Sports Romance, in der eine holprige Fake Beziehung plötzlich echt wird.
Vienna steckt mitten im Studium zur Physiotherapeutin und arbeitet nebenbei in einer Praxis. Dort hat sie bereits die unausstehlichen und unfreundlichen Seiten des Star-Eishockeyspielers Adrian Keating kennengelernt, aber trotzdem hilft sie ihm mit einem spontanen Kuss aus einer misslichen Situation. Leider sind seitdem alle überzeugt, dass sie die neue Frau an seiner Seite ist und Adrian, der kurz vor neuen Vertragsverhandlungen steht, darf sich keinen weiteren Skandal leisten. Also willigt Vienna widerwillig ein, auch weiterhin seine Fake-Freundin zu spielen, obwohl sie weder Eishockey noch Adrian sonderlich mag. Doch im Laufe der Zeit taut Adrian auf und Vienna merkt, dass sich ihre Beziehung plötzlich echter als gedacht anfühlt.

Allie Well hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, der einen schnell in die Handlung abtauchen lässt. Die komplette Story wird als Viennas Perspektive erzählt und ich gebe zu, dass ich mir manchmal auch Adrians Sichtweise gewünscht hätte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber mir hat das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren gut gefallen.
Vienna eckt mit ihrer direkten Art oft an, denn sie hat in ihrem vollgepackten Alltag keine Zeit für vorgetäuschte Höflichkeit. Vienna ist viel zu sehr damit beschäftigt, ihren Job, ihr Studium und ihre hilfsbedürftige Familie unter einen Hut zu bringen. Deshalb verfällt sie auch bei Profisportler Adrian nicht in den Fanmodus, sondern sagt ihm ihre Meinung ins Gesicht.
Adrian ist nicht ganz so furchtbar, wie es auf den ersten Blick erscheint. Es wird schnell deutlich, warum er alle auf Abstand hält und alles mit sich ausmacht. Deshalb ist es schön, wie er sich langsam öffnet und seine weiche und liebenswerte Seite zeigt.
Anfangs trifft hier Grump auf Grump und der Sunshine ist eher Viennas Nichte. Die Schlagabtausche sind aber ziemlich unterhaltsam und die Sports Romance liest sich gut. An den ersten Teil kommt auch dieses Buch nicht ganz heran, denn dafür ist der Funke nicht komplett übergesprungen. Trotzdem hat man abwechslungsreiche Lesestunden.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Vorurteile und Fake Love

Vier Wochen im Dezember
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„Vier Wochen im Dezember“ von Laura Jane Williams ist eine unterhaltsame Enemies-to-Lovers, in der eine Fake Love immer echter wird.
Evie Bird ist Autorin einiger Bestseller, aber sie lebt völlig zurückgezogen ...

„Vier Wochen im Dezember“ von Laura Jane Williams ist eine unterhaltsame Enemies-to-Lovers, in der eine Fake Love immer echter wird.
Evie Bird ist Autorin einiger Bestseller, aber sie lebt völlig zurückgezogen und abseits der Öffentlichkeit. Leider verpflichtet sie ihr Vertrag, bei der Verfilmung eines ihrer Bücher am Set anwesend zu sein, welches sich im verschneiten Bayern befindet. Die männliche Hauptrolle spielt Hollywoodliebling Duke Carlisle, der alles versucht, um Evies Aufmerksamkeit zu gewinnen. Leider hält sie ihn für einen schmierigen Schnösel, der nur vorgibt, nett zu ihr zu sein. Also geraten die beiden bei jeder Gelegenheit aneinander, was auch der Presse nicht verborgen bleibt. Um den Erfolg des Filmes nicht zu gefährden werden Evie und Duke deshalb verdonnert, für die restliche Zeit ein frisch verliebtes Paar zu spielen. Und das fühlt sich bald echter an, als gedacht.

Das winterliche und verschneite Setting in Deutschland passt hervorragend zu dieser weihnachtlich angehauchten Lovestory, in der jede Menge Vorurteile und Ängste abgebaut werden müssen. Laura Jane Williams hat einen leichten und lockeren Schreibstil, bei dem man schnell in die Geschichte eintauchen kann. Die Erzählperspektive gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber hier in diesem Buch funktioniert sie recht gut.
Evie ist zurückhaltend, introvertiert und extrem verschlossen und misstrauisch gegenüber anderen Menschen. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben sie gelehrt, dass sie lieber keine engen Bindungen aufbauen will, um nicht verletzt zu werden. In ihren Büchern verkörpert sie ein völlig anderes Bild, so dass Duke zurecht völlig überrascht ist, als er auf die echte Evie trifft.
Duke ist nach außen hin der glänzende und immer fröhliche Star, aber hinter seiner Schutzmauer ist er äußerst sensibel und verletzlich. Es ist herzerwärmend, wie sich Evie und Duke langsam annähern, auch wenn ihr Weg mit Missverständnissen und falschem Timing gepflastert ist.
Diese Lovestory ist weit tiefgründiger, als man vermuten würde und es werden einige sehr ernste und berührende Themen aufgegriffen. Die Balance zwischen humorvollen Schlagabtauschen und Deep Talk ist sehr gut gehalten, so dass man bis zum Schluss mit Evie und Duke mitfiebern darf.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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