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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2018

Einfach nur strange ...

Elly
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Als das Buch bei mir ankam, war ich überrascht, dass es sich eigentlich um ein Büchlein mit nur 152 Seiten handelte. Aber obwohl bei mir die Bücher sonst gerne ein bisschen dicker sein dürfen, war ich ...

Als das Buch bei mir ankam, war ich überrascht, dass es sich eigentlich um ein Büchlein mit nur 152 Seiten handelte. Aber obwohl bei mir die Bücher sonst gerne ein bisschen dicker sein dürfen, war ich im Nachhinein froh, dass es nun so schnell zu Ende war. Ich habe mich schwergetan, mich in die Geschichte reinzulesen. Durch die Bank – inklusive der Großeltern – waren mir alle Charaktere unsympathisch. Trotz der schlimmen Erlebnisse für die Eltern und die Schwester, die sie durch Ellys Verschwinden verarbeiten mussten, kam bei mir so gar kein Mitleid auf.
Die Geschichte war durch die kurzen Sätze manchmal etwas holprig zu lesen und die Stimmung durchweg sehr düster, manchmal sogar etwas gruselig angehaucht. Der Roman hat mich mit seinem offenen, für mich fast unglaubhaften Ende, leider ein wenig frustriert zurückgelassen. Interessantes Thema, aus dem man mehr hätte rausholen können.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Traditionen ... Fluch oder Segen?

Arrangierte Ehe
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In diesem Roman werden gleich zwei interessante Themen angeschnitten. Zum einen bekommen wir einen kleinen Einblick in den Alltag einer Alzheimer Patientin, zum anderen erfahren wir was es mit einer türkischen ...

In diesem Roman werden gleich zwei interessante Themen angeschnitten. Zum einen bekommen wir einen kleinen Einblick in den Alltag einer Alzheimer Patientin, zum anderen erfahren wir was es mit einer türkischen Brautschau auf sich hat. Sehr interessant waren für mich die Eindrücke vom Leben einiger türkischen Familien in Deutschland. Es verwundert mich immer wieder, an wie viele eigentlich veraltetere Traditionen sicher immer noch geklammert wird. Während inzwischen natürlich auch viele türkische junge Frauen studieren und einen Beruf ausüben, werden nicht wenige von ihnen noch ziemlich unterdrückt „gehalten“. Der Mann hat hier nach wie vor das Sagen. Auch unsere junge Türkin Demet wird bald ziemlich schmerzhaft damit konfrontiert. Über die Alzheimer Krankheit hätte ich gerne noch ein wenig mehr erfahren. In diesen Passagen kam ich mir manchmal fast ein wenig durchgehetzt vor. Ein guter Ansatz, leider nicht ganz befriedigend weitergeführt.
Was mir leider an dem Buch so gar nicht gefiel, war der einfache und an manchen Stellen fast holprig wirkende Schreibstil, an dem ich aber auch dem Lektorat einen großen Teil der Schuld gebe. Die Autorin, die bis zu ihrem 21sten Lebensjahr in ihrem Heimatland Türkei lebte bevor sie nach Deutschland übersiedelte, hatte das Buch ursprünglich in ihrer Muttersprache geschrieben und mit fremder Hilfe schließlich ins Deutsche übersetzt. Ich denke, hier hätte auf einen flüssigeren Schreibstil geachtet werden müssen und die für deutsches Empfinden oft sehr befremdlich klingenden Sätze hätten man besser in Form bringen können. Schade, dadurch hat der Roman leider viel verloren. Vielleicht könnte man das bei einer eventuellen Neuauflage nochmals überarbeiten. So reicht es leider nur für eine Note im mittleren bis unteren Bereich.

Veröffentlicht am 05.04.2018

Ich habe das Ende leider nicht mehr miterlebt ...

Die geheimen Schwestern
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Wie kann man ein so interessantes Thema auf solch langweilige Art umsetzen? Hier wurden Chancen vertan dem Hörer die Legenden, die um die mysteriösen Amazonen ranken, näher zu bringen. Die Geschichte hüpft ...

Wie kann man ein so interessantes Thema auf solch langweilige Art umsetzen? Hier wurden Chancen vertan dem Hörer die Legenden, die um die mysteriösen Amazonen ranken, näher zu bringen. Die Geschichte hüpft zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, womit ich ja normalerweise kein Problem habe. Aber hier wechselte sich Langeweile mit mehr Langeweile ab, dass ich nach zwei Dritteln schließlich abbrach. Ich kam schon mit dem anderen Buch der Autorin – „Julia“ – nicht zurecht. Sollte sie sich zum Schreiben eines weiteren Buchs entschließen bin ich raus.

Veröffentlicht am 03.04.2018

Ich bin enttäuscht ...

Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten
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Nachdem ich die Tuchvilla Trilogie verschlungen habe, freute ich mich doch sehr auf den Auftakt zu dieser hochgelobten Gutshaus-Saga. Das Buch fing auch recht vielversprechend an. Die Autorin machte mich ...

Nachdem ich die Tuchvilla Trilogie verschlungen habe, freute ich mich doch sehr auf den Auftakt zu dieser hochgelobten Gutshaus-Saga. Das Buch fing auch recht vielversprechend an. Die Autorin machte mich als Leserinnen mit den verschiedenen Charakteren der Vergangenheit und der Gegenwart bekannt und vor allem die Landschaftsbeschreibungen machten direkt Lust auf mehr. Je weiter ich mich jedoch in das Buch hinein las, umso zäher wurde die Geschichte. Auf manchmal direkt holprige Art versuchte sich Anne Jacobs an dem Spagat zwischen damals und heute und blieb dabei leider oft unglaubwürdig. Ich habe mich gegen Schluss etwas gequält und schließlich nur noch quer gelesen. Es wird wohl für mich bei diesem ersten Band bleiben, Gutshaus hin oder her … schade.

Veröffentlicht am 24.11.2017

Etwas lieblose Fließbandarbeit ...

Das Mädchen seiner Träume
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Wie in vielen der Vorgängerbände wird Commissario Brunetti mal wieder ausgesandt die Welt, oder besser gesagt Venedig, von Korruption und Betrug zu befreien und so ganz nebenbei schwimmt dann auch noch ...

Wie in vielen der Vorgängerbände wird Commissario Brunetti mal wieder ausgesandt die Welt, oder besser gesagt Venedig, von Korruption und Betrug zu befreien und so ganz nebenbei schwimmt dann auch noch eine Mädchenleiche im Kanal. Sorry, aber da quält man sich zwei ganze CDs durch langweilige Ermittlungen bezüglich eines falschen Priesters um dann irgendwann bei dem Fall angelangt zu sein, der ja das Kernthema des Buchs sein sollte? Und zu allem Elend wird es dann immer noch keinen Deut spannender? Ich war enttäuscht, wie klischeehaft und konstruiert das Thema „Zigeuner“ – ja, ich weiß, politisch nicht korrekt, aber die Roma selbst haben dazu animiert, diesen Ausdruck zu benutzen – hier angerissen und abgehandelt wird. Immerhin ist es ein Kind, das hier auf ominöse Weise den Tod findet. Die Aufklärung, die eigentlich nicht wirklich eine war, deckt mal wieder die eigentlich Schuldigen und lässt mich doch ziemlich unbefriedigend zurück.
Wären die Brunettis nicht nur eine fiktionale Familie, würde ich ihnen zum Tod von Guidos Mutter mein herzliches Beileid aussprechen, aber viel näher kam ich der Familie diesmal nicht. Das muss wieder besser werden, sonst bin ich nach dem nächsten Fall raus aus der Commissario Brunetti Nummer.