1968 toben in Paris die Aufstände der Studenten. Herve ist mittendrin, als eine Freundin ermordet wird. Er bittet seinen Halbbruder Mersch, der Polizist ist, um Hilfe. Während sie gemeinsam mit Herves ...
1968 toben in Paris die Aufstände der Studenten. Herve ist mittendrin, als eine Freundin ermordet wird. Er bittet seinen Halbbruder Mersch, der Polizist ist, um Hilfe. Während sie gemeinsam mit Herves Freundin Nicole die Ermittlungen aufnehmen, wird eine weitere gemeinsame Freundin bestialisch ermordet. Die Spur führt nach Indien...
Ich lese sehr gern die Bücher des Autors. Allerdings finde ich, dass dieses Buch nicht zu seinen besten gehört. Gerade am Anfang lässt er sich sehr ausführlich über die damalige Politik und die Studentenunruhen aus. Da mich Geschichte interessiert, fand ich das zwar interessant. Allerdings war das für einen Thriller in meinen Augen viel und zu ausführlich und minderte definitiv die Spannung. Gleiches trifft auf die Ermittlungen in Indien zu, wo diverse Sekten vorgestellt werden. Auch das ist in meinen Augen viel zu ausführlich, teilweise zu verwirrend und mit zu wenig Spannung. Zumal das Ende dann letztendlich doch etwas vorhersehbar war. Daher ist das Buch für mich insgesamt leider eher nur Durchschnitt.
New York 1845 – die Polizei ist gerade gegründet worden. Sie hängt stark mit der demokratischen Partei zusammen und ist auf keinen Fall unabhängig. Die Brüder Val und Tim Wilde werden beide Polizisten. ...
New York 1845 – die Polizei ist gerade gegründet worden. Sie hängt stark mit der demokratischen Partei zusammen und ist auf keinen Fall unabhängig. Die Brüder Val und Tim Wilde werden beide Polizisten. Val, weil er stark mit der Partei verbunden ist. Tim ist eigentlich Barkeeper, doch nach einem Brand sind seine Arbeit und alle Ersparnisse weg und damit auch die Aussicht, seine Angebetete Mercy zu heiraten. Er ist nicht glücklich, als Polizist zu arbeiten, doch er hat keine andere Wahl. Wenigstens findet er jetzt ein Zimmer über einer Bäckerei und muss auch nicht hungern. Die Polizei läuft anfangs nur Streife und soll eher für Ordnung auf den Straßen sorgen. Die Kriminalpolizei, wie wir sie heute kennen, gibt es nicht mal ansatzweise. Da läuft Tim bei einer seiner Streifen ein kleines Mädchen – völlig mit Blut überströmt – in die Arme. Bei weiteren Nachforschungen werden 19 grausam zugerichtete Kinderleichen gefunden und Tim erhält den Auftrag, die Sache möglichst heimlich aufzuklären, denn neben den Problemen zwischen den politischen Parteien gibt es noch die Probleme zwischen den verschiedenen Einwanderernationen, zwischen Protestanten und Katholiken, Schwarzen und Weißen … Und Tim erhält auch eher wenig Unterstützung…
Was nach einem richtig guten Krimi klingt, hat mich eher enttäuscht. Das Buch wurde als „Thriller“ und „historischer Roman“ beworben, wobei der Verlag es selbst einfach „Roman“ nennt. Letzteres trifft es wohl am ehesten, denn Thriller ist die völlig falsche Bezeichnung. Im Gegenteil – die ersten Seiten lasen sich für mich einfach nur zäh. Ausgewalzte Erklärungen zu allem und jeden, kaum Handlung und Null Spannung. Ich war mehrfach versucht, das Lesen aufzugeben. Dazu kam noch die Verwendung der Gaunersprache. Ich weiß nicht, ob es nur an der Übersetzung lag – aber die seitenlangen Dialoge in der Sprache nervten mich irgendwann einfach nur. Es gibt ein Glossar am Ende des Buches, doch ein dauerndes Nachblättern störte meinen ohnehin eher langsamen Lesefluss noch mehr, so dass ich es irgendwann gelassen habe. Die meisten der auftretenden Figuren (bis auf Tim, zum Teil Val und vor allem Bird) blieben blass oder klischeehaft, nicht immer überzeugend. Vor allem Mercy wurde am Anfang zum nur „helfenden Engel“ stilisiert und wirkte wie eine Fee und nicht wie ein Mensch, die Änderung im Laufe des Buches war für mich nicht glaubhaft. Die Reaktion von Tim darauf auch nicht wirklich. Alles in allen bin ich im Mittelteil sogar mehrfach eingeschlafen und erst im letzten Teil gab es mehr Handlung, eine Art Ermittlung und damit auch etwas Spannung. Das Ende war nicht wirklich überraschend für mich, wenn es dazwischen auch einige Wendungen gab. Die Autorin hat sicherlich viele Recherchen zum Hintergrund und zur Geschichte von New York angestellt. Doch mir war es insgesamt zu viel Detailverliebtheit und zu wenig Handlung (für Fachwissen würde ich eher ein Sachbuch lesen), eine sicherlich geplante Fortsetzung werde ich eher nicht lesen.
New York 1845 – die Polizei ist gerade gegründet worden. Sie hängt stark mit der demokratischen Partei zusammen und ist auf keinen Fall unabhängig. Die Brüder Val und Tim Wilde werden beide Polizisten. ...
New York 1845 – die Polizei ist gerade gegründet worden. Sie hängt stark mit der demokratischen Partei zusammen und ist auf keinen Fall unabhängig. Die Brüder Val und Tim Wilde werden beide Polizisten. Val, weil er stark mit der Partei verbunden ist. Tim ist eigentlich Barkeeper, doch nach einem Brand sind seine Arbeit und alle Ersparnisse weg und damit auch die Aussicht, seine Angebetete Mercy zu heiraten. Er ist nicht glücklich, als Polizist zu arbeiten, doch er hat keine andere Wahl. Wenigstens findet er jetzt ein Zimmer über einer Bäckerei und muss auch nicht hungern. Die Polizei läuft anfangs nur Streife und soll eher für Ordnung auf den Straßen sorgen. Die Kriminalpolizei, wie wir sie heute kennen, gibt es nicht mal ansatzweise. Da läuft Tim bei einer seiner Streifen ein kleines Mädchen – völlig mit Blut überströmt – in die Arme. Bei weiteren Nachforschungen werden 19 grausam zugerichtete Kinderleichen gefunden und Tim erhält den Auftrag, die Sache möglichst heimlich aufzuklären, denn neben den Problemen zwischen den politischen Parteien gibt es noch die Probleme zwischen den verschiedenen Einwanderernationen, zwischen Protestanten und Katholiken, Schwarzen und Weißen … Und Tim erhält auch eher wenig Unterstützung…
Was nach einem richtig guten Krimi klingt, hat mich eher enttäuscht. Das Buch wurde als „Thriller“ und „historischer Roman“ beworben, wobei der Verlag es selbst einfach „Roman“ nennt. Letzteres trifft es wohl am ehesten, denn Thriller ist die völlig falsche Bezeichnung. Im Gegenteil – die ersten Seiten lasen sich für mich einfach nur zäh. Ausgewalzte Erklärungen zu allem und jeden, kaum Handlung und Null Spannung. Ich war mehrfach versucht, das Lesen aufzugeben. Dazu kam noch die Verwendung der Gaunersprache. Ich weiß nicht, ob es nur an der Übersetzung lag – aber die seitenlangen Dialoge in der Sprache nervten mich irgendwann einfach nur. Es gibt ein Glossar am Ende des Buches, doch ein dauerndes Nachblättern störte meinen ohnehin eher langsamen Lesefluss noch mehr, so dass ich es irgendwann gelassen habe. Die meisten der auftretenden Figuren (bis auf Tim, zum Teil Val und vor allem Bird) blieben blass oder klischeehaft, nicht immer überzeugend. Vor allem Mercy wurde am Anfang zum nur „helfenden Engel“ stilisiert und wirkte wie eine Fee und nicht wie ein Mensch, die Änderung im Laufe des Buches war für mich nicht glaubhaft. Die Reaktion von Tim darauf auch nicht wirklich. Alles in allen bin ich im Mittelteil sogar mehrfach eingeschlafen und erst im letzten Teil gab es mehr Handlung, eine Art Ermittlung und damit auch etwas Spannung. Das Ende war nicht wirklich überraschend für mich, wenn es dazwischen auch einige Wendungen gab. Die Autorin hat sicherlich viele Recherchen zum Hintergrund und zur Geschichte von New York angestellt. Doch mir war es insgesamt zu viel Detailverliebtheit und zu wenig Handlung (für Fachwissen würde ich eher ein Sachbuch lesen), eine sicherlich geplante Fortsetzung werde ich eher nicht lesen.
Jenn und Greg sind viele Jahre verheiratet, er arbeitet an der Universität, sie in einem Altenheim. Dann gibt es noch Gregs Tochter Emma, 15. Sie verbringen seit vielen Jahren ihren Urlaub im Haus Ana ...
Jenn und Greg sind viele Jahre verheiratet, er arbeitet an der Universität, sie in einem Altenheim. Dann gibt es noch Gregs Tochter Emma, 15. Sie verbringen seit vielen Jahren ihren Urlaub im Haus Ana auf Mallorca und sind glücklich. Doch dieses Jahr ist es etwas anders. Die erste Woche sind Greg und Jenn allein, in der zweiten Urlaubswoche bringt Emma ihren ersten richtigen Freund Nathan mit. Nathan ist 17 und passt auf den ersten Blick gar nicht in die Familie. Doch Jenn verfällt mehr und mehr Nathan …
Genau das ist mein Problem. Außer das Nathan gut aussieht, erschließt sich mir nicht wirklich, was Jenn an ihm findet. Ein schneller Sex zwischen Tür und Angel und einige Gewissensbisse. Doch eigentlich war sie bisher glücklich mit Greg und so richtig überzeugt mich ihr „Verfall“ für Nathan nicht. Überzeugend ist die Beschreibung von Mallorca, man spürt förmlich die Sonne, Strand, das Urlaubsgefühl. Man sieht das tolle Haus vor Augen, die schönen Restaurants, das andere Leben, die Kultur. Überzeugend auch die pubertären Probleme und Verhaltensweisen von Emma. Nicht überzeugend, dass Emma und Jenn nahezu Modellmaße haben müssen, die Seitenhiebe auf die Menschen, die das nicht haben. Benötigt es diese Vorstellung, damit Nathan Sex mit der Mitte 40-jährigen Jenn hat? Für mich machte es eher den Eindruck, dass Nathan an allen Frauen Interesse zeigt, die nicht bei 3 „auf dem Baum sind“. Im Alter von 17 sicher nicht so ungewöhnlich. Insgesamt waren für mich die Figuren aber irgendwie zu klischeehaft. Ein netter Roman, aber bei weitem werden die Ankündigungen des Klappentextes nicht erfüllt. Insgesamt finde ich den Preis von rund 15 € zu teuer für die wenigen Seiten. Und was mich sehr gestört hat: Der Verfasser des Klappen- bzw. Rückseitentextes hat das Buch scheinbar nicht selbst gelesen. Denn wie kann es sonst passieren, dass „Jen“ dort nur mit einem „n“ geschrieben wird, im Buch aber durchweg mit zwei n. .
In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ...
In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ist das nur ein Zufall und beides hat nichts miteinander zu tun. Und so beginnen die Ermittlungen völlig unabhängig …
Mir fällt es etwas schwer, das Buch zu beurteilen. Es hat mich nicht restlos überzeugt. Dabei hat es alles, was zu einem guten Krimi gehört. Morde, anfangs ein großes Tappen im Dunkeln, verschiedene Ermittler, gute Schauplätze. Und trotzdem zog es mich nicht wirklich in seinen Bann. Zum einen waren mir die vielen privaten Probleme und Abweichungen dazu von der Handlung einfach viel zu viel. Zum anderen fehlte mir über weite Strecken auch irgendwie die Spannung. Ich konnte jederzeit das Lesen unterbrechen und es gab nur wenige Teile, die ich wirklich länger am Stück gern gelesen habe. Es gab ein paar gute Einfälle zwischendurch, am Ende eine interessante Lösung, dazwischen aber eben auch vieles, was ich nicht gebraucht hätte. Alles in allem: ein solider Krimi, der sicher seine Freunde findet. Für mich war es aber nur ein eher durchschnittliches Buch.