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Veröffentlicht am 18.10.2024

Ein mallorquinischer Sommer

Ein mallorquinischer Sommer
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Jenn und Greg sind viele Jahre verheiratet, er arbeitet an der Universität, sie in einem Altenheim. Dann gibt es noch Gregs Tochter Emma, 15. Sie verbringen seit vielen Jahren ihren Urlaub im Haus Ana ...

Jenn und Greg sind viele Jahre verheiratet, er arbeitet an der Universität, sie in einem Altenheim. Dann gibt es noch Gregs Tochter Emma, 15. Sie verbringen seit vielen Jahren ihren Urlaub im Haus Ana auf Mallorca und sind glücklich. Doch dieses Jahr ist es etwas anders. Die erste Woche sind Greg und Jenn allein, in der zweiten Urlaubswoche bringt Emma ihren ersten richtigen Freund Nathan mit. Nathan ist 17 und passt auf den ersten Blick gar nicht in die Familie. Doch Jenn verfällt mehr und mehr Nathan …
Genau das ist mein Problem. Außer das Nathan gut aussieht, erschließt sich mir nicht wirklich, was Jenn an ihm findet. Ein schneller Sex zwischen Tür und Angel und einige Gewissensbisse. Doch eigentlich war sie bisher glücklich mit Greg und so richtig überzeugt mich ihr „Verfall“ für Nathan nicht. Überzeugend ist die Beschreibung von Mallorca, man spürt förmlich die Sonne, Strand, das Urlaubsgefühl. Man sieht das tolle Haus vor Augen, die schönen Restaurants, das andere Leben, die Kultur. Überzeugend auch die pubertären Probleme und Verhaltensweisen von Emma. Nicht überzeugend, dass Emma und Jenn nahezu Modellmaße haben müssen, die Seitenhiebe auf die Menschen, die das nicht haben. Benötigt es diese Vorstellung, damit Nathan Sex mit der Mitte 40-jährigen Jenn hat? Für mich machte es eher den Eindruck, dass Nathan an allen Frauen Interesse zeigt, die nicht bei 3 „auf dem Baum sind“. Im Alter von 17 sicher nicht so ungewöhnlich. Insgesamt waren für mich die Figuren aber irgendwie zu klischeehaft. Ein netter Roman, aber bei weitem werden die Ankündigungen des Klappentextes nicht erfüllt. Insgesamt finde ich den Preis von rund 15 € zu teuer für die wenigen Seiten. Und was mich sehr gestört hat: Der Verfasser des Klappen- bzw. Rückseitentextes hat das Buch scheinbar nicht selbst gelesen. Denn wie kann es sonst passieren, dass „Jen“ dort nur mit einem „n“ geschrieben wird, im Buch aber durchweg mit zwei n. .

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Die dritte Stimme

Die dritte Stimme
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In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ...

In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ist das nur ein Zufall und beides hat nichts miteinander zu tun. Und so beginnen die Ermittlungen völlig unabhängig …

Mir fällt es etwas schwer, das Buch zu beurteilen. Es hat mich nicht restlos überzeugt. Dabei hat es alles, was zu einem guten Krimi gehört. Morde, anfangs ein großes Tappen im Dunkeln, verschiedene Ermittler, gute Schauplätze. Und trotzdem zog es mich nicht wirklich in seinen Bann. Zum einen waren mir die vielen privaten Probleme und Abweichungen dazu von der Handlung einfach viel zu viel. Zum anderen fehlte mir über weite Strecken auch irgendwie die Spannung. Ich konnte jederzeit das Lesen unterbrechen und es gab nur wenige Teile, die ich wirklich länger am Stück gern gelesen habe. Es gab ein paar gute Einfälle zwischendurch, am Ende eine interessante Lösung, dazwischen aber eben auch vieles, was ich nicht gebraucht hätte. Alles in allem: ein solider Krimi, der sicher seine Freunde findet. Für mich war es aber nur ein eher durchschnittliches Buch.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Mittenrein ins Leben

Mittenrein ins Leben
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Hilde ist fast 50 und Sekretärin in der Fa. ihres Ex-Schwiegervaters in der Eifel. Doch dann übernimmt ihr Ex-Mann die Firma und Hilde wird sofort gekündigt. Da sie in der Eifel keine neue Stelle findet, ...

Hilde ist fast 50 und Sekretärin in der Fa. ihres Ex-Schwiegervaters in der Eifel. Doch dann übernimmt ihr Ex-Mann die Firma und Hilde wird sofort gekündigt. Da sie in der Eifel keine neue Stelle findet, entschließt sie sich nach einiger Zeit, zu einer Freundin nach Köln zu ziehen und dort einen Putzservice zu starten. Das funktioniert auch gut, wenn sie dabei auch einige schräge Leute kennenlernt und einige mehr als unangenehme Erfahrungen machen muss. Doch so richtig glücklich ist sie mit dieser Arbeit auf Dauer nicht und es kommen gesundheitliche Probleme dazu. Dann braucht ihre Freundin, von einem Stalker verfolgt, ihre Hilfe, eine weitere wird von ihrem Stiefsohn bedroht und ihre Tante bleibt allein. Hilde hat alle Hände voll zu tun – und da gibt es auch noch Günther, den netten Polizisten …

Ich bin mit dem Buch nicht wirklich glücklich geworden. Die Idee ist gut und es werden viele aktuelle Probleme angesprochen. Sei es das Alleinsein älterer Leute, Stalking oder die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Figuren sind ziemlich sympathisch. Allerdings waren die vielen verschiedenen Probleme auf einmal irgendwie doch etwas zu viel. Und dann gibt es die „reiche Antonia“, die mit Geld viel lösen kann. Und am Ende löst sich alles irgendwie in Wohlgefallen auf und jede ist glücklich. Natürlich sind die Bücher dieses Genres so gestrickt. Aber ich frage mich immer aufs Neue, warum aber auch unbedingt jedes Problem rosarot gelöst werden muss. Während die Probleme sehr realistisch sind, ist das Ende dann mehr als unrealistisch. Allerdings ist das Buch gut lesbar und zumindest langweilt es nicht (die Rezepte am Ende sind auch gut). Alles in allem: ganz nette Unterhaltung für einen Abend auf dem Sofa – mehr allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Wiener Totenlieder

Wiener Totenlieder (Ein Carlotta-Fiore-Krimi 1)
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In der Wiener Oper geschehen Morde. Zuerst trifft es eher mittelmäßige Sänger und Schauspieler – ein Sänger stürzt während des Auftritts von einer Spiegelscherbe seines Konsums erstochen ins Orchester. ...

In der Wiener Oper geschehen Morde. Zuerst trifft es eher mittelmäßige Sänger und Schauspieler – ein Sänger stürzt während des Auftritts von einer Spiegelscherbe seines Konsums erstochen ins Orchester. Dann wird auch die Souffleuse vergiftet und die Angst geht um. Die Polizei kommt nicht wirklich weiter mit den Ermittlungen und so meldet sich Kommissar Hannes Fischer bei Konrad und Lotta und bittet diese, undercover als Statisten in der Oper zu ermitteln. Konrad war früher selbst Polizist und geriet nach dem Verschwinden seiner Tochter völlig aus der Bahn. Lotta ist die Tochter der berühmten Opernsängern Maria Fiora und kennt sich in der Oper bestens aus. Beide haben aber mehr als nur ein privates Problem und so gestalten sich die Ermittlungen auch erst mal schwierig. Zumal das Töten nicht aufhört …
Das Buch lässt mich gespalten zurück. Anfangs bin ich überhaupt nicht in das Geschehen reingekommen, später wurde die Handlung flüssiger und auch besser lesbar. Der Tatort Oper hat mir gefallen, aber die auftretenden Figuren waren mir alle etwas zu überdreht und teilweise nicht sehr realistisch. Die außergewöhnlichen Morde – warum nicht – nette Idee. Aber als dann auch noch Sven die „Bühne“ betritt – vor allem, was er ist/tut – (ich gehe nicht näher ins Detail, um nicht zu viel zu verraten), das erschien mir dann doch des Guten zu viel und zu übertrieben.
Auch die Auflösung am Ende, sicher: einige werden das Ende genial finden, andere – wie ich – viel zu übertrieben.
Alles in allem: ein unterhaltsames Buch, gut zu lesen – aber für mich insgesamt zu viel gewollt und damit über das Ziel hinaus geschossen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Sailing Conductors

Sailing Conductors
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Ben und Hannes studieren. Ben ist zum Schluss eine ganze Weile in Australien und kommt auf die Idee, mit einem Segelboot zurück nach Deutschland zu fahren und unterwegs in den verschiedenen Ländern mit ...

Ben und Hannes studieren. Ben ist zum Schluss eine ganze Weile in Australien und kommt auf die Idee, mit einem Segelboot zurück nach Deutschland zu fahren und unterwegs in den verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Musikern Lieder aufzunehmen. Hannes ist begeistert. Der Plan ist: ca. 3 Wochen auf See, dann 3 Wochen an Land – und in etwa 6 bis spätestens 12 Monaten zu Hause nach Deutschland zu kommen. Aus diesen geplanten Monaten werden erst mal mehr als 3 Jahre – die meiste Zeit verbringen Ben und Hannes allein auf der „Marianne“ , ihrem Segelboot. Ab und zu begleiten sie Gäste ein Stück auf der Reise. Anfangs sind beide völlige Laien und haben keine Ahnung, im Laufe der Reise eignen sie sich mehr und mehr Kenntnisse an.
Das Buch handelt von der gesamten Seereise. Ben und Hannes schreiben abwechselnd ihre Erlebnisse nieder, ab und zu sind die (B)Logbücher der Gäste eingefügt. Das Ganze ist ganz nett geschrieben, manchmal witzig, oft flapsig (mir anfangs vor allem zu flapsig). So restlos begeistern konnte mich das Buch aber nicht. Zum einen wiederholt sich vieles, weil Ben und Hannes über gleiche Vorfälle erzählen. Zum anderen kommen die immer wiederkehrenden Probleme, vor allem mit dem Motor, ausführlich vor. Einige der Fachbegriffe beim Segeln sind im Anhang erklärt, viele nicht. Als Laie habe ich ab und zu nicht verstanden, was damit gemeint ist. Der Teil Musik kommt im Buch relativ kurz. Es geht vor allem ums Segeln, Bier trinken, Spaß haben. Ich bin beeindruckt, mit wie wenig Wissen und auch Geld die beiden starten und was sie am Ende zustande bringen. Aber insgesamt hat mich das Buch nicht besonders beeindruckt (von vielen Schreibfehlern mal abgesehen). Mir kam es ein wenig vor wie der übliche Schulaufsatz „Wie hast Du die Ferien verbracht“ – nur halt ausführlicher. Alles in allem: nett zu lesen, für Segler und noch mehr für solche, die eine Segeltour planen, sicher interessanter als für jemanden wie mich, der das nie vorhat.

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