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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2025

Zu wenig Plot

Kingdom of Lies
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Stacia Stark erschafft in ihrem Roman eigentlich eine spannende Welt: Nachdem die Menschen ihre Magie aufgeben mussten, um vor den Fae geschützt zu werden, werden auch heute noch Hybride gesucht, also ...

Stacia Stark erschafft in ihrem Roman eigentlich eine spannende Welt: Nachdem die Menschen ihre Magie aufgeben mussten, um vor den Fae geschützt zu werden, werden auch heute noch Hybride gesucht, also Menschen die magische Fähigkeiten haben. Doch Prisca gelingt es ihre Magie zu verstecken. Dadurch wird ihr die Magie, im Vergleich zu ganz vielen anderen, nicht genommen. Als ein Unbekannter aber von ihrer verbotenen Fähigkeit erfährt, geht er mit ihr einen Deal ein: er bringt ihr bei, mit ihrer Magie umzugehen, wenn sie ihm und seinen Söldnern hilft, in die Stadt zu gelangen. Trotz dieser guten Idee konnte mich das Buch leider nicht so überzeugen wie ich erhofft hatte. Das lag vor allem am sehr langsamen Pacing. Lange Zeit gab es keine interessanten Wendungen und man steckte vor allem in Vorbereitungshandlungen fest. Zum Ende hin gab es dann noch eine starke Wendung, aber insgesamt konnte mich diese nicht so sehr überzeugen, um die Reihe weiter zu verfolgen.

Veröffentlicht am 08.12.2024

Eher enttäuscht

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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„Die Abende in der Buchhandlung Morisaki“ ist der zweite Teil von Satoshi Yagisawas „Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“. Im Vordergrund des Romans stehen auch dieses Mal wieder Takako und ihr Onkel ...

„Die Abende in der Buchhandlung Morisaki“ ist der zweite Teil von Satoshi Yagisawas „Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“. Im Vordergrund des Romans stehen auch dieses Mal wieder Takako und ihr Onkel Satoru, dem die Buchhandlung Morisaki gehört. Doch dieses Mal tritt daneben auch Takakos Freund Wada auf. Und auch ihre Tante Momoko muss wieder gegen eine Krankheit kämpfen…

Das Buch ist geprägt von einem sehr langsam voranschreitenden Handlungsverlauf. Yagisawa gelingt es dafür umso mehr die Buchhandlung Morisaki bildlich werden zu lassen. Sowohl die Kunden werden in ihren Eigenheiten gut ausgearbeitet als auch der Alltag eines Buchhändlers. Auch wenn die Stimmung so gut rübergekommen ist, fiel es mir dennoch schwer, an der Geschichte interessiert zu bleiben. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Charakterentwicklungen relativ üblich waren. Insgesamt war ich von dem Roman eher enttäuscht.

Veröffentlicht am 04.11.2024

Zu wenig Spannung

Stalker – Er will dein Leben.
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Eric Sanders gelingt endlich der Durchbruch als Schauspieler. Doch dann gibt sich ein anderer als er auf Social Media aus und bedroht sein neues Glück: zunächst schreibt der Stalker nur anbaggernde Nachrichten ...

Eric Sanders gelingt endlich der Durchbruch als Schauspieler. Doch dann gibt sich ein anderer als er auf Social Media aus und bedroht sein neues Glück: zunächst schreibt der Stalker nur anbaggernde Nachrichten an Sanders Fans bis er von Eric Sanders verlangt, dass er einen Mord gestehen soll. Doch Eric Sanders erinnert sich nicht daran, bis doch die Erinnerungen hochkommen, was er als Elfjähriger begangen haben soll…

Strobel erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Eric Sanders. Dieser ist vor allem von seinem Erfolg im Tatort getrieben und möchte unbedingt daran anknüpfen. Dadurch kann man sich schnell in den Protagonisten hineinversetzen, den die Nachrichten des Stalkers stark mitnehmen. Ansonsten war Eric Sanders in seinen Charaktereigenschaften aber relativ eindimensional gehalten, weswegen Strobel es sich mit manchen Wendungen relativ einfach halten konnte. Für eine glaubhafte Geschichte hat mir hier aber noch mehr charakterliche Tiefe gefehlt. Die Spannung des Thrillers ist zwar da, war aber leider bis auf an wenigen Stellen nie so konstant hoch, dass ich total in die Geschichte versunken bin. Das lag auch daran, dass wir immer wieder in Erinnerungsfetzen mehr über Eric Sanders erfahren. Durch dieses Peau a peau bleibt die Spannung zwar da, war aber nie besonders hoch. Somit hat mich Arno Strobel mit „Stalker“ leider nicht so ganz überzeugen können.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2024

Leider nicht ganz wie erhofft

Nach uns der Sturm
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Vanessa Chan erzählt in „Nach uns der Sturm“ über die Zeit als Malaya noch zuerst von britischen, dann von japanischen Kolonialisten besetzt wurde. Da ich bisher nichts über die Geschehnisse in Malaya ...

Vanessa Chan erzählt in „Nach uns der Sturm“ über die Zeit als Malaya noch zuerst von britischen, dann von japanischen Kolonialisten besetzt wurde. Da ich bisher nichts über die Geschehnisse in Malaya während des 2. Weltkriegs wusste, hat mich das Buch direkt angesprochen und umso spannender fand ich es, etwas über diese Zeit von einer malaysischen Autorin zu lesen. Leider war das Buch im Endeffekt nicht ganz wie erhofft.

Malaya, seit der Unabhängigkeit Malaysia genannt, hat eine harte Zeit hinter sich. Nach der britischen Besatzung, besetzen die Japaner das Land und stellen die Bevölkerung vor eine innere Zerreißprobe. In Rückblicken erfahren wir, wie es soweit kommen konnte. Denn Cecily hat durch ihre Arbeit als Spionin für die Japaner einst selbst daran mitgewirkt, dass diese an die Macht kamen. Doch was damals niemand wissen konnte, ist, wie brutal die Japaner die malaiische Bevölkerung behandeln würde. Wie die japanische Besatzung in all ihrer Brutalität abgelaufen ist, erfahren wir aus der Sicht von Cecilys drei Kindern. Hautnah erleben wir mit, welche erschreckenden Ereignisse in der Zeit der Besatzung passiert sind. So verschwindet z.B. von einem auf den anderen Tag einer von Cecilys Söhnen.

Geschrieben ist das Buch aus vier verschiedenen Perspektiven: da wäre zum einen Cecily Alcantar, dann ihr verschwundener Sohn Abel, der in ein Gefangenenlager verschleppt wird sowie ihre alter Tochter Jujube, die in einem Teehaus arbeitet und die jüngere Jasmin, die sich im Keller versteckt, um nicht als Guniang verschleppt zu werden. An den vielen Perspektiven liegt auch meine Kritik. Jede Perspektive hat eine eigene, sehr harte Geschichte zu erzählen. So behandelt das Buch z.B. Themen wie Gewalt in Gefangenenlagern, Mord, Vergewaltigung,… Weil diese Themen so hart sind, wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen, sie nicht alle in ein Buch zu packen, sondern sich eher auf ein bis zwei Themen und Persepktiven zu fokussieren, sodass man zu dem jeweiligen Thema und Charakter eine bessere Verbindung hätte aufbauen können. Insgesamt habe ich somit zwar einen guten Überblick über das ganze Geschehen in Malaya zu dieser Zeit bekommen, konnte jedoch zu keinem Charakter eine richtige emotionale Verbindung aufbauen. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, um besser zu verstehen was die Bewohner Malaysias bis zur Unabhängigkeit alles ertragen mussten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2024

Wenig Lovestory, mehr Flugleidenschaft und Inselleben

Sommerhimmel über dir und mir
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„Sommerhimmel über dir und mir“ handelt von der Leidenschaft fürs Fliegen, einer kleinen schottischen Insel und dem Scheitern beruflicher Ziele. Eine große Liebesgeschichte sollte man vom Roman allerdings ...

„Sommerhimmel über dir und mir“ handelt von der Leidenschaft fürs Fliegen, einer kleinen schottischen Insel und dem Scheitern beruflicher Ziele. Eine große Liebesgeschichte sollte man vom Roman allerdings nicht erwarten, da die Liebe nur am Rand relevant wird.

Persönlich bin ich vermutlich mit der falschen Erwartung ins Buch gestartet, da ich auf eine schöne Liebesgeschichte gehofft habe. Da die Liebesgeschichte nur am Rande thematisiert wurde, ging sie mir zu schnell, um mich abzuholen.

Demgegenüber hat mir aber wirklich gut gefallen, wie Jenny Colgan über die Leidenschaft fürs Fliegen geschrieben hat, da hier detailliert der Traum vom Fliegen real wurde. Colgan thematisiert aber auch auf emphatische Art, wie schnell einem Menschen ein Fehler unterlaufen kann und wie man wieder zurück in die vorherige Normalität gelangen kann. Durch die schöne und detailliert beschriebene Umgebung auf den schottischen Inseln kam direkt Sommerstimmung auf. Den Roman würde ich nur weiterempfehlen, wenn man nicht nach einer Liebesgeschichte sucht, sondern einfach gut unterhalten werden möchte.