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Veröffentlicht am 05.11.2024

Eismädchen

Eismädchen
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Psychologin Alice Quentin arbeitet in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer Auftragsarbeit. Ca. 6 Monate soll es dauern und sie hat für diese Zeit ein kleines abgelegenes Cottage gemietet. Die Einheimischen ...

Psychologin Alice Quentin arbeitet in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer Auftragsarbeit. Ca. 6 Monate soll es dauern und sie hat für diese Zeit ein kleines abgelegenes Cottage gemietet. Die Einheimischen berichten, dass es dort spuken soll. Während ihrer Zeit dort werden in London mehrere Mädchen entführt und ermordet. Das Muster des Täters Kinsella ist bekannt. Nur sitzt dieser seit 20 Jahren in genau dem Hochsicherheitsgefängnis, in dem Alice jetzt arbeitet. Er soll bewegt werden, mit der Police zusammenzuarbeiten. Aber er will nur mit Alice sprechen, doch eigentlich verrät er wenig. Dann wird in ihrem Cottage auch noch eingebrochen …

Das Buch ist einer guter Krimi, auch wenn es hier weniger um die Ermittlungsarbeit der Polizei geht. Es wechseln sich die Szenen im Gefängnis mit denen der Erlebnisse der entführten Mädchen ab. Trotzdem empfand ich die Spannung nicht übermäßig hoch, zumal ich schon mal eine ungefähre Ahnung vom Täter hatte. Der Kreis war schnell eingeschränkt und so kamen nicht mehr viele dafür in Frage. Das Interessante war dann eher der Grund. Die Ablenkungen durch die privaten Sachen hielten sich in Grenzen. Das Buch war gut lesbar, ein einfacher Stil, gut geschrieben, nicht langweilig. Insgesamt ein solider Krimi mit Luft nach oben, für den ich aber insgesamt eine Leseempfehlung aussprechen möchte.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Verwirrend

RAUCH
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Eine Gruppe von fünf Freunden fahren auf die Westmännerinsel von Island. Sie wollen an der Beerdigung einer ehemaligen Freundin teilnehmen. Diese ist an Krebs gestorben. Doch im Haus der Freundin finden ...

Eine Gruppe von fünf Freunden fahren auf die Westmännerinsel von Island. Sie wollen an der Beerdigung einer ehemaligen Freundin teilnehmen. Diese ist an Krebs gestorben. Doch im Haus der Freundin finden sie eine Leiche. Und damit wird etwas in Gang gesetzt, dass nicht mehr zu stoppen ist.

Das Buch ist eines: sehr verwirrend. Es laufen mehrere Geschichten parallel nebeneinander. Da ist zum einen die Geschichte um Asta und ihren Unfall. Da ist die Geschichte der Freunde und die Geschehnisse der Vergangenheit. Und da sind die aktuellen Ermittlungen, bei denen Idunn, die einzige Rechtsmedizinerin Islands, sehr viel private Probleme in die Geschichte bringt. Das alles vermischt sich und ist teilweise richtig spannend. Teilweise wurde es mir aber gegen Ende auch etwas zu viel. Zumal die Auflösung dann nur wenige Seiten umfasste. Es blieb für mich auch einiges offen. Trotzdem ist es ein sehr guter Thriller. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Unterschiedliche Welten

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Im Land Quill ist es Brauch, dass die 13-jährigen Kinder sortiert werden. Es gibt gewollte und nützliche, die im Land bleiben dürfen. Und dann gibt es die ungewollten, die z. B. gegen ein Gesetz verstoßen ...

Im Land Quill ist es Brauch, dass die 13-jährigen Kinder sortiert werden. Es gibt gewollte und nützliche, die im Land bleiben dürfen. Und dann gibt es die ungewollten, die z. B. gegen ein Gesetz verstoßen haben. Diese Verstöße sind oft willkürlich und nur sehr klein, trotzdem werden diese Menschen verstoßen und sollen sterben. Das passiert auch mit den Zwillingen Alex und Aaron. Alex soll liquidiert werden, Aaron nicht.

Das Buch zeigt die Geschichte zweier völlig unterschiedlicher Staaten. In dem einen herrscht eine Art Terror und Angst. In dem anderen dürfen sich die Menschen und auch die Tiere sehr frei entfalten. Beides ist mit großer Magie belegt, wobei allerdings in dem freien Land die Magie um vieles vielfältiger und auch größer ist. Man muss sich darauf einlassen können. Denn gerade in dem unfreien Land wird vieles nicht richtig erklärt und man muss einfach alles akzeptieren. Hier hätte ich mir mehr Details gewünscht. Die Geschichte ist anhand vor allem der Zwillingsbrüder geschrieben. Damit wird die Zielgruppe sehr gut erreicht. Die Probleme sind wiedererkennbar. Alles in allem ein schönes Buch, bei dem ich vor allem das wunderbar gestaltete Cover erwähnen möchte. Eine Fortsetzung ist angedacht.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Nur einen Horizont entfernt

Nur einen Horizont entfernt
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Hannah ist eine bekannte TV-Moderatorin mit eigener Sendung. In einer Zeitung findet sie einen Bericht über Fiona, eine ehemalige Mitschülerin, von der sie immer gequält wurde. Fiona hat ein Buch geschrieben ...

Hannah ist eine bekannte TV-Moderatorin mit eigener Sendung. In einer Zeitung findet sie einen Bericht über Fiona, eine ehemalige Mitschülerin, von der sie immer gequält wurde. Fiona hat ein Buch geschrieben über das Vergeben und Verzeihen. Sie verschickt 2 Steine mit der Bitte, einen als Zeichen der Vergebung zurückzusenden und einen an jemanden anderen zu schicken. Hannah erinnert sich, dass sie von Fiona vor 2 Jahren ebenfalls so einen Brief bekommen hat. Doch jetzt denkt sie darüber nach. Sie schickt Fiona den Stein zurück und möchte sie in ihrer Sendung haben. Gleichzeitig überlegt sie, den 2. Stein ihrer Mutter zu geben, mit der sie seit über 20 Jahren keinen Kontakt mehr hat. Denn ihr Freund hat sie wohl belästigt und so hat Hannah den Kontakt komplett abgebrochen und bei ihrem Vater aufgewachsen. Doch jetzt zweifelt sie daran, ob sich alles so zugetragen hat…

Das Thema des Buches hat mir gut gefallen. Auch die Idee mit den 2 Steinen. Es ist nie zu spät, jemanden um Verzeihung zu bitten. Die Autorin zeigt aber im Verlauf der Geschichte auch auf, dass nicht alles nur einfach schwarz-weiß ist und dass manche Wahrheit mehr Schaden anrichten kann und man sich gut überlegen soll, was man tut.
Was den Stil des Buches angeht, war ich im 1. Viertel sehr enttäuscht. Die Figuren waren mir viel zu klischeehaft und teilweise auch statisch. Dazu kam noch, dass ich das Gefühl hatte, aus dem Buch heraus spricht ein Oberlehrer zu mir mit erhobenem Zeigefinger. Ich war etwas genervt. Obwohl ich nicht weiß, ob es an der Autorin oder an der Übersetzung gelegen hat. Zum Glück hat sich das dann im Verlauf der Geschichte gegeben. Die Figuren durften sich entwickeln, es gab mehr Facetten und man konnte Mitgefühl für fast alle aufbringen. Auch die verschiedenen Probleme, die unterschiedlichen Möglichkeiten des Verzeihens oder eben auch nicht, waren gut gewählt und sind dem Leser sicher schon irgendwo mal begegnet. Das macht die Geschichte menschlich und vor allem verständlich und nachvollziehbar. Die Zweifel der Hauptfigur und ihre Entwicklung sind wunderbar gelungen.
Der Stil ist eher einfach und macht das Lesen leicht. Das Cover passt gut dazu.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Winterfeldtstraße, 2. Stock

Winterfeldtstraße, 2. Stock
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Berlin 1923. Charlotte ist im 5. Monat schwanger, als ihr Mann sich das Leben nimmt. Sie kann es nicht fassen und findet nur langsam zurück in die Normalität. Dazu kommen finanzielle Sorgen. Schwanger ...

Berlin 1923. Charlotte ist im 5. Monat schwanger, als ihr Mann sich das Leben nimmt. Sie kann es nicht fassen und findet nur langsam zurück in die Normalität. Dazu kommen finanzielle Sorgen. Schwanger findet sie keine Arbeit, Geld hat sie keins – nur eine große Wohnung. So entscheidet sie sich, die einzelnen Zimmer zu vermieten. Neben ihrem Bruder zieht dessen Freund ein, später findet sie durch Zufall noch Claire und auch Theo. Doch ihr Bruder hält nicht viel von Arbeit und gerät auf die schiefe Bahn und Theo ist auch nicht der, der zu scheinen er vorgibt. Und so hat Charlotte bald neue Sorgen…
Mir hat das Buch gut gefallen. Durch die verschiedenen Untermieter hat Charlotte Zugang zu allen Kreisen. Den ganz armen Menschen, die mit Mühe und Not in Zeiten der Inflation versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Aber auch in die der Reichen, die die Nächte durchfeiern und für die Berlin gerade in den 1920er Jahren ein billiges Pflaster ist. Der Autorin Johanna Friedrich gelingt es, auch die politischen Probleme dieser Zeit in das Buch einzubauen, ohne dass es langweilig wird oder aufgesetzt wirkt. Man kann die Menschen verstehen, die sich für etwas entscheiden- sei es die Kommunisten, die Sozialdemokraten oder auch die Mitgliedschaft in den sogenannten Ringvereinen oder später in der NSDAP. Die Figuren sind überwiegend sympathisch und man kann ihre Entscheidungen nachvollziehen. Das Leben in dieser Zeit kommt gut rüber, auch die Verwirrungen und die Probleme. Und trotzdem ist es eine gut erzählte Geschichte. Das macht das Buch auf jeden Fall lesenswert und auch eine Fortsetzung würde mir gefallen.

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