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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2025

Beeindruckend

Das Leben ist ungerecht
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Miriam Holler ist eine beeindruckende Frau. Das meinte mein Papa zu mir, als ich ihm erzählt habe, ich möchte "Das Leben ist ungerecht" lesen. Und damit hat er Recht behalten. Nicht nur die Frau ist zutiefst ...

Miriam Holler ist eine beeindruckende Frau. Das meinte mein Papa zu mir, als ich ihm erzählt habe, ich möchte "Das Leben ist ungerecht" lesen. Und damit hat er Recht behalten. Nicht nur die Frau ist zutiefst eindrucksvoll, sondern auch ihre Geschichte, wie sie damit umgegangen ist und was sie uns Lesern mit auf den Weg geben möchte. Von Anfang an stellt sie klar, dass dies weder Autobiografie noch wissenschaftlich belegte Literatur ist. Es geht viel mehr darum, sie auf ihrem Weg zu begleiten, daraus zu lernen und zu verstehen. Letzteres ist dabei ganz wichtig. Man soll sich selbst verstehen lernen. Vielleicht denkt man im ersten Moment, dass man sich selbst ja wohl am Besten kennt, einen nichts aus der Bahn werfen kann, man viel Zeit hat. Doch das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln und plötzlich ist nichts mehr wie es vorher war. In "Das Leben ist Ungerecht - Und das ist auch gut so" fängt man an zu grübeln, Verhaltensmuster zu erkennen, die auf einen selbst zutreffen, einem wird der Spiegel vorgehalten und man konfrontiert sich sich selbst auf leichte Weise mit Miriams Erfahrungen und früheren Ansichten. Inhaltlich punktet dieses Buch bei mir auf allen Ebenen.
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm und lässt mich direkt in Miriam einfühlen. Ich würde diesen als warm und menschennah beschreiben. Sie könnte auch direkt neben einem sitzen und von sich erzählen, während man liest. Miriam erzählt Teile ihrer Vergangenheit und switscht in jenen Kapiteln immer zwischen der gemachten Erfahrung, neuen Feststellungen und Erkenntnissen, die sie zu dieser Zeit erlangt hat. Mittels eines roten Fadens lotst sie uns 13 Etappen bis ans Ende des Buchs, jedes Kapitel auf seine eigene Weise spannend und nahbar. Wer eine starke Frau sucht, die kurz zerbrochen war, und sich wieder hochgekämpft hat, sollte zu diesem Buch greifen und sich in ihr vielleicht selbst irgendwo wiederfinden und inspirieren lassen. 

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2024

Schöne Idee - Ist die Umsetzung gelungen?

Dynasty of Hunters, Band 1: Von dir verraten (Atemberaubende, actionreiche New-Adult-Romantasy)
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Den Charakteren hat mir zu Beginn die nötige Tiefe und Vielschichtigkeit gefehlt, sodass ich mir diese kaum als wirkliche Personen vorstellen konnte. So waren die Nebencharaktere erst sehr oberflächlich ...

Den Charakteren hat mir zu Beginn die nötige Tiefe und Vielschichtigkeit gefehlt, sodass ich mir diese kaum als wirkliche Personen vorstellen konnte. So waren die Nebencharaktere erst sehr oberflächlich und hatten kaum wiederekennungswert. Nur Laelia konnte im Ansatz anständig charakterisiert werden. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir hingegen von Anfang an sehr gut, eine Gesellschaft, die in einem System gefangen ist, bei dem junge Menschen Jagdspiele antreten müssen. Durch Kontraste, wie arm vs. reich, Bürgerliche vs. Adel, und Jäger vs. Gejagter, wird Spannung erzeugt. Laelias Los, eine Gejagte zu sein, scheint das Schicksal zu besiegeln, dass ihre große Liebe sie jagen müsse. Grenzen verschwimmen und neue Chancen eröffnen sich. Vor allem Laelia, die ihren bürgerlichen Mitstreitern zuerst misstrauisch gegenübersteht, beginnt sich zu öffenen und sich auf die anderen einzulassen. Gleichzeitig erfährt sie von einem großen Verrat, der sie ihr ganzes Leben anzweifeln lässt. Gemeinsam versucht sie mit ihren Verbündeten die Zukunft zu ändern, um alle Menschen gleichermaßen zu retten, egal ob Adel öder Bürgerlicher, und Gleichheit zu schaffen. 
Die Jagdspiele zeigen die wahren Seiten der Spieler und verstärken die Entschlossenheit und den Ehrgeiz von Laelia und ihrer Truppe, die aktulle Gesellschaft, in der sie gerade leben, zum Wandel anzuregen.
Der Schreibstil zeigt sich als äußerst angenehm, sodass mir das Buch mit einer sehr interessanten thematischen Idee zugesprochen hat. Ein Buch, um Liebe und Freundschaft, um Verrat und Treue und einem Wettstreit ohne ersichtliches Ende. Ob ich Band 2 jedoch unbedingt brauche (auch wenn der erste mit einem Cliffhanger endet) weiß ich zum jetzigen Standpunkt noch nicht.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Ein entspanntes Herbstbuch mit aktuellen Themen

Take Me Home to Willow Falls (knisternde New-Adult-Romance mit wunderschönem Herbst-Setting)
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Vorurteile, Missverständnisse und eine Dramaqueen, die in sekundenschnelle scheinbar Leben zerstört.
Ich habe ein Buch gesucht, das mir die gewünschten Herbsvibes gibt, in dem zwei Personen zueinanderfinden ...

Vorurteile, Missverständnisse und eine Dramaqueen, die in sekundenschnelle scheinbar Leben zerstört.
Ich habe ein Buch gesucht, das mir die gewünschten Herbsvibes gibt, in dem zwei Personen zueinanderfinden und vorher gar nicht wussten, wie gut sie sich ergänzen und welchen Halt sie sich geben können. Doch schnell habe ich gemerkt, dass hinter "Take me home to Willow Falls" viel mehr steckt als ein Herbstliebesroman. Das Buch zeigt, wie rasch Medien Einfluss nehmen können, wie schnell gewünschte Messages verbreitet werden. So ändert sich Cassies Leben in kürzester Zeit. Nur aufgrund eines vermasselten Exams und einer Hochzeit, zu der sie eigentlich nie wirklich hatte erscheinen wollen, stürzte ihr Leben hinab. Als ihre Rettung tritt Jared auf, den man zu Beginn des Buches im Rückblick schon kennengelernt hat. Jareds Leid spürt man durch die Zeilen. Eigentlich hat er grösere Sorgen, kümmert sich dennoch fast schon aufopferungvoll um Cassie, die nun endlich mal, gezwungener Maßen, eigene Entscheidungen trifft und selbst bestimmen kann, was ihre nächsten Schritte sind, die eine ganz neue Welt kennenlernt, sich verliebt und erfährt, was wirklicher Zusammenhalt ist. Der Herbstanteil hätte gern etwas höher sein können, ist jedoch kein Abzug am eigentlichen Buch. Die Story konnte mich durch den leichten Schreibstil überzeugen, hat mich aber vergleichsweise nicht so sehr gecatcht, wie ich gehofft hatte. Die Charaktere erschienen mir recht stark, vor allem aber auch die Nebencharaktere, die mir besonders positiv aufgefallen sind. Im Gesamten ist es ein gelungenes Buch, bei der jeder Leser seine eigene Message mitnehmen kann.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Einer für alle, alle für einen!

Skyhunter – A Silent Fall
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Während das Cover zwar ansprechend, aber nicht überragend auffällt, hebt sich die Geschichte allein durch die stumme Protagonistin hervor. Talin tritt als charakterstarke Person auf, die für ihre Ziele ...

Während das Cover zwar ansprechend, aber nicht überragend auffällt, hebt sich die Geschichte allein durch die stumme Protagonistin hervor. Talin tritt als charakterstarke Person auf, die für ihre Ziele kämpft und nicht bereit ist aufzugeben. Diese Standhaftigkeit zeigt sich auch im Verlauf der Geschichte deutlich. Wie Talin erscheinen auch die anderen Charaktere ausgereift und vielschichtig. So schafft die Autorin ein Konzept, bei dem die Charaktere an pasender Stelle harmonisch miteinander interagieren oder an anderer aneinander anecken. Die Story im allgemeinen ist rund. Durch die eigens für diese Reihe geschaffene Welt, die sich im Krieg befindet und in der jeder versucht, einfach nur zu überleben und seine Nation über Wasser zu halten, baut sich die Spannung immer weiter auf. Hinzu kommt der gleichmäßige Schreibstil, der sich durch die eingebaute Gebärdensprache besonders hervorhebt. Im Gesamten wurde hier eine spannende und mitreisende Geschichte geschrieben, die mir an mancher Stelle jedoch doch etwas zu eintönig war. Deshalb gibt es von mir auch einen kleinen Abzug. Sonst trotzdem klare Empfehlung für alle High Fantasy-Liebhaber.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Wenn Hoffnung so nah am Abgrund liegt...

An Optimist's Guide to Heartbreak
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Nach der Leseprobe war ich von der Protagonistin fasziniert, ihre Art durchs Leben zu gehen und dieses zu sehen, hat mich innehalten und zu diesem Buch greifen lassen. Ich wollte unbedingt herausfinden, ...

Nach der Leseprobe war ich von der Protagonistin fasziniert, ihre Art durchs Leben zu gehen und dieses zu sehen, hat mich innehalten und zu diesem Buch greifen lassen. Ich wollte unbedingt herausfinden, wie sie es schafft, sich nicht unterkriegen zu lassen, sich selbst zu sein, so erwachsen zu wirken, trotz naiver Seiten. Cal gilt als Gegenstück, ein verschlossener junger Mann, der alle auf Abstand hält, nur lebt, weil es einfach sein muss, nicht weil er das leben liebt. Er scheint alle Hoffnungen aufgegeben zu haben. Die Vergangenheit hat beiden nicht gut zugespielt und doch machen beide unterschiedliche Sachen daraus. Beim Lesen wird immer wieder diese Zwiespalt deutlich, dieses flehen einander nach langer Zeit wieder näher zu kommen, nachdem sich beide in jungem Alter aus den Augen verloren haben. Auch wenn der erste Band bis auf das letzte Kapitel aus Lucys Sicht geschrieben ist, erhält man äußerlich trotzdem große Einblicke auf Cal, nur ohne seine genauen Gedanken und Beweggründe zu kennen. Der Schreibstil unterstützt dies zusätzlich und wirkt durch die Einträge von Cals Schwester Emma zwischen den Kapiteln abwechslungsreich. Mit großem Leiden endet der erste Band mit einem riesen Cliffhanger, weshalb ich jetzt sofort zu Band zwei übergehen werde. Auf Englisch, weil das Deutsche noch nicht draußen ist.

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