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Veröffentlicht am 11.11.2024

spannend

Der Riss
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Auf der ganzen Welt mehren sich die Katastrophenmeldungen: Naturkatastrophen und Kriege nehmen schier biblische Ausmaße an. Das Ende der Menschheit scheint vorherbestimmt.
Und doch gibt es Forscher, die ...

Auf der ganzen Welt mehren sich die Katastrophenmeldungen: Naturkatastrophen und Kriege nehmen schier biblische Ausmaße an. Das Ende der Menschheit scheint vorherbestimmt.
Und doch gibt es Forscher, die weiterhin an ihren Projekten festhalten. Eins davon: Der Riss. Und die Frage dahinter: Sind wir wirklich in der Realität, oder gibt es hinter diesem Riss eine andere Wirklichkeit und wir sind nur eine Simulation?

Das Cover ist sehr einfach gehallten. Schwarze Wellen, weißer Hintergrund, rote Schrift. Und doch löste dieses Bild zusammen mit dem Klapptext Neugierde in mir aus, die mich zu diesem Buch greifen ließ.

Andreas Brandhorst hat einen packenden und gut recherchierten Endzeit-Tech-Thriller kreiert, der mich von der ersten Seite an fesselte! Denn ich fand mich sehr schnell wieder. Ob das die geschilderten Naturkatastrophen waren, oder die Krisenherde der Welt. Alles passte zu der jetzigen, heutigen Welt, was das Buch für mich real machte und die Geschehnisse zumindest in den Reich des Möglichen schoben.
Ich mag solche Bücher sehr, denn ich kann mich richtig zwischen den Seiten verlieren und kämpfe beim Zuklappen des Buches damit, in die Wirklichkeit zurück zu finden. Und wenn dann noch die Protagonisten authentisch sind und zur packenden Handlung passen, wird das Lesen einfach zu einem Genuss!
Mal rissen mich die Geschehnisse hier hin, mal dorthin! Stets atemlos folgte ich und war gefesselt von dem Handlungsstrang, aber auch von den technischen Finessen, die der Autor schilderte. Alles habe ich nicht verstanden, da mein Computer Wissen nicht so weitreichend ist, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass Andreas Brandhorst mich anhängte.
Und doch verlor die Handlung zum Schluss hin hier Reiz. Plötzlich, wie aus dem Nichts war es für mich nicht mehr spannend zu lesen, sondern ermüdend. Folgen konnte ich, aber es war zu weit von der Realität entfernt.

Die Protagonisten empfand ich als schillernde und spannende Persönlichkeiten, die mich durch das Buch begleiteten. Von Computer-Nerd über Doppelagenten bis hin zu Forschern, Kriminellen und Normalos war einfach alles vertreten. Ich genoss die Vielfältigkeit sehr und besonders, dass Andreas Brandhorst seine Charaktere stets so einzigartig schilderte, dass ich sie gedanklich nicht vertauschte oder groß überlegen musste, wer wer ist.
Trotzdem gelang es mir nicht, zu einer Person eine tiefere Bindung aufzubauen. Ich las gerne von ihren Schicksalen, eine Verbundenheit und somit Tiefe zu dem Buch konnte ich nicht herstellen.

Mein Fazit
Ein spannender und durchdachter Thriller, der mitreißend wie eine Achterbahnfahrt war! Leider verlor der Autor mich zum Ende hin.

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Neuanfang

Süße Küsse in salziger Nordseeluft
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Eigentlich ist Ella auf dem Weg nach Monaco, um dort ihren Journalistenträumen nachzujagen. Eigentlich ist Ella in einer Beziehung. Eigentlich ist das Leben ein nie enden wollendes Abenteuer.
Doch dann ...

Eigentlich ist Ella auf dem Weg nach Monaco, um dort ihren Journalistenträumen nachzujagen. Eigentlich ist Ella in einer Beziehung. Eigentlich ist das Leben ein nie enden wollendes Abenteuer.
Doch dann kommt der unerwartete Aufprall. Ella verliert ihren Job und gleichzeitig geht ihre Beziehung in die Brüche. Um ihre Wunden zu lecken, reist die junge Frau zu ihrer Tante Meta nach Baltrum. Dort hilft sie ihr, deren Pension zu führen und gleichzeitig ihr Leben und auch die Liebe neu zu sortieren.

Allein das Cover fand ich sehr ansprechend! Zusammen mit dem Klapptext musste ich einfach nach dem Hörbuch greifen, um mich an die Nordseeküste entführen zu lassen! Das Cover zeigt Terry, den frechen kleinen Streuner, den Ella adoptierte. Er hält einen Wanderstock mit Care-Paket in der Schnauze, Möwen umkreisen den kleinen Kerl und im Hintergrund ist der typische Nordseesand mit einem Strandkorb zu sehen; Liebe schwebt in der Luft. Ich finde es sehr gelungen zu Titel und Inhalt des Buches!

Mareile Raphael schreibt mit einem frechen Charme, den Corinna Dorenkamp mit ihrer kräftigen Stimme wunderbar zum Leben erweckt. Ich habe fast das Gefühl, dass die Autorin das Buch allein für die Sprecherin geschrieben hat! Beide harmonieren einfach wunderbar und es machte mir ein riesen Vergnügen, den Irrungen und Wirrungen von Ella zu lauschen!

Natürlich ist der Beginn der Geschichte Drama pur, das sich im Folgenden nur schwer beruhigt. Ella ist eine Person, die Chaos liebt und schnell zu begeistern ist. Oft eine Spur drüber, macht genau das ihren liebenswerten Charakter aus. Sie ist in meinen Augen zwar keine Dramaqueen, weit entfernt davon ist sie allerdings auch nicht. Nach außen hin wirkt sie zwar etwas kühler, im Inneren tobt jedoch ein Kampf, den ich als Lauscherin in vollen Zügen genießen durfte. Mareile Raphael nahm mich mit; nicht nur auf die wunderschöne Insel Baltrum, sondern auch zu ihren Bewohnern und zu dem Lebensgefühl der Insulaner. Allzu gerne ließ ich mich von der Atmosphäre einfangen und beobachtete Ella dabei, wie sie ihr Leben in die Hand und in den Griff bekommt.

Mit Witz, Charme und Power entführten mich Autorin und Sprecherin an die Nordsee und ich ging sehr gerne mit! Ein schönes, lebendiges und kurzweiliges Hörbuch, das wie nichts verflog!

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Veröffentlicht am 26.05.2024

viel Inhalt in wenigen Seiten

Wolfszone
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Joe ist ein begnadeter Privatdetektiv und bekannt für seine Verschwiegenheit und seinen Erfolg. So ist es keine große Überraschung, als die Militär-Magnatin Sylvia Kraupen gerade ihn um Hilfe bittet, ihre ...

Joe ist ein begnadeter Privatdetektiv und bekannt für seine Verschwiegenheit und seinen Erfolg. So ist es keine große Überraschung, als die Militär-Magnatin Sylvia Kraupen gerade ihn um Hilfe bittet, ihre vermisste Tochter Lisa für sie zu finden. Joe macht sich auf den Weg nach Brandenburg, um dort die letzte Spur von Lisa zu verfolgen. Eine Spur, die mitten in die Wolfszone führt.

Das Cover ist sehr schlicht gehalten; hauptsächlich grau-silbern mit einer Blutspur quer über den Einband. Ich musste sofort an einen grauen Wolf denken und dessen Hinterlassenschaften. Zusammen mit dem Klapptext war das Bild ausschlaggebend, dass ich zu dem Buch gegriffen habe.

Christian Endres hat eine spannenden, durchdachten und packenden Schreibstil, der mich neugierig auf sein Buch macht! Die Seiten flogen nur so an mir vorbei und mir gelang es ohne Probleme, in die Welt von Cyberwölfen, Aktivisten und Militärs abzutauchen.
Dem Autor ist es wunderbar gelungen, zwei packende Themen zu vermischen: Klimawandel und Cyborgisierung. Und dies alles vor dem Hintergrund einer Suche nach einem verschwundenen Mädchen.

Die ganze Welt sieht nach Brandenburg. Dort ist eine Rudel Wölfe eine Verbindung mit Technologie eingegangen. Nicht freiwillig, sondern dank Anfällen ist es zu dieser Mutation, ober besser gesagt Cyborgisierung gekommen. In wie weit die Wölfe gefährlich sind, gilt es herauszufinden. Das Militär hat eine Wolfszone eingerichtet und die Finger ruhen nervös am Abzug. Jede Sichtung könnte in einer Katastrophe enden.
Aber es gibt auch Befürworter für die Cyber-Wölfe. Eine Gruppe Aktivisten, die das Leben um jeden Preis bewahren und schonen wollen. Welcher Weg der richtige ist, wird wohl nur die Zukunft bringen; falls die Wölfe denn eine haben. Dürfen wir wirklich das durch uns entstandene Leben einfach mit Gewalt beenden?

Lisa gehört der Gruppe der Umweltschützer an. Joe ermittelt und versucht einen Weg zur Wahrheit zu finden, doch der ist fast so unmöglich zu finden, wie ein Schattenplatz.
Ich mag die vorherrschende Stimmung der Angst, der Hitze und der Unruhe, die Christian Endres schafft. Der Autor scheint an allen Ecken zu kämpfen und wirft ein sehr weit gespanntes Netz. Nach und nach, quasi Seite für Seite zieht sich dieses Netz zusammen und seine Geschichte wird immer dichter und nachdenklich stimmender.

Spannend hat Christian Endres auch seine Charaktere gestaltet! Eine Bindung konnte ich zwar zu keinem eingehen, da sie mir dafür zu vielschichtig und zu durcheinander waren, aber interessant fand ich die allemal!
Allen voran natürlich der Detektiv Joe, der seinen Job ausgesprochen gut macht und doch zum Spielball der einzelnen Parteien zu werden droht. Doch was wie ein Hin und Her wirkt, scheint doch zum Ziel zu führen; irgendwie.
Aber auch die ehemalige Extremsportlerin Marija fand ich toll. Eine zielstrebige, ehrgeizige Frau, die für ihren Fehler büßen muss. Statt in der Weltelite mitzufahren, ist sie nun Fahrradkurier und darf ihre Tochter nur selten sehen.
Um nur zwei zu nennen, die ich besonders reizvoll fand!

Und trotzdem hat mich das Buch nicht zu hundert Prozent überzeugen können. Mir war es zu unruhig und die Themen zu vielfältig. Ich für meinen Teil hätte lieber mehr über die Cyborg-Wölfe gelesen. Vielleicht wäre ein Mehrteiler auch für mich besser gewesen, bei dem die einzelnen Themen wie Umweltschutz, Klimawandel, Cyborgisierung, Extremsport, Mafia-Strukturen, Militär, Liebesgeschichte und Ermittlertätigkeit deutlicher geworden wären. So wirkt das ganze Buch gehetzt.

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Veröffentlicht am 19.05.2024

bleibt hinter meiner Erwartung zurück

A Tempest of Tea
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Arthie und Jin Casimir führen gemeinsam ein anerkanntes und nobles Teehaus. Es ist DAS Teehaus der Stadt und jeder, der etwas auf sich hält, möchte dort gesehen werden.
Doch nachts verwandelt sich die ...

Arthie und Jin Casimir führen gemeinsam ein anerkanntes und nobles Teehaus. Es ist DAS Teehaus der Stadt und jeder, der etwas auf sich hält, möchte dort gesehen werden.
Doch nachts verwandelt sich die Teestube in ein Bluthaus. Die geheimnisvollsten und mächtigsten Vampire der Stadt gastieren hier und lassen ihrer Lust nach Blut freien Lauf.
Doch wie aus dem Nichts scheint das Ende des Teehauses plötzlich da zu sein. Arthie und Jin droht der Verlust ihres Zuhauses und nur ein genialer Schachzug kann das blutige Teehaus jetzt noch retten.

Das Cover zeigt Arthie. Unter ihrer Schiebermütze lugt sie verwegen auf ihre Stadt. Ihr Markenzeichen: Eine Tasse Tee, in den Händen. Oder doch eine Tasse mit Blut? Ganz eindeutig ist es nicht, genauso wie ihr Blicke und der Ausschnitt der Stadt. Alles wirkt geheimnisvoll, rätselhaft und mystisch. Zusammen mit dem Klapptext ließ dieses Bild mich zielstrebig nach dem Buch greifen!

Hafsah Faizal hat mich mit ihrem Schreibstil durchaus überrascht und ins Grübeln gebracht. Die Geschichte einer Teestube, die sich nachts durch ein ausgeklügeltes System in ein Bluthaus verwandelt, geführt von einer geheimnisvollen Waisen und ihres Vertrauten, die beide mit Geheimnissen und Blut handeln, machte mich sofort neugierig. Die Autorin schilderte dies alles so anschaulich, dass ich mich ohne Probleme in die Örtlichkeit versetzen konnte und voller Staunen der Veränderung des Interieurs zu sah.
Das Leben in Ettenia, die politischen Strukturen, der geheimnisvolle Widder und die Strukturen der Macht fand ich spannend. Wer ist der Herrscher und wie setzt sich das Gefüge der Herrschenden zusammen? Das alles sind Dinge, die ich gerne ergründen wollte. Leider gab mir die Autorin nur bedingt Gelegenheit dazu, da bei mir mehr Fragen als Antworten am Ende des Buches da waren. Zudem fand ich die Geschehnisse teil verwirrend und irreführend, auch wenn gerade das vielleicht sogar beabsichtigt war, um mein Interesse an dem Werk zu entfachen.

Auch ihre beiden Protagonisten Jin und Arthie fand ich spannend und lernte sie sehr gerne näher kennen! Und doch verlor ich immer mehr den Faden der Geschichte und verstand schon bald nicht mehr das Warum. Stellenweise fand ich Hafsah Faizal Schreibstil langatmig und verworren, so dass sie mich streckenweise verloren hat. Selbst rückblickend sind mir die Zusammenhänge alles andere als klar und ich vermute, dass einige Geheimnisse, Geheimnisse bleiben. Zumindest bis zum nächsten Teil, wenn die Autorin wieder einen Teil lüften wird.
Denn gemeinsam mit der Fälscherin Flick, dem Vampir Matteo und dem Soldaten Laith ist der Autorin eigentlich eine geniale Mischung an Charakteren gelungen, die nicht nur für Spannung und Interesse sorgen sollten, sondern auch ein horrendes Geschichtspotential bietet. Und doch fehlte bei mir der zündende Funke, der das Feuer zum Lodern bringen konnte. Entfacht war es, keine Frage, aber es qualmte mehr vor sich her, als das es lichterloh brannte.

Mein Fazit
Spannende Geschichte und interessante Charaktere. Eigentlich ein perfektes Grundgerüst für ein packendes Buch! Und doch blieb ich leider auf der Strecke; vielleicht kann das Feuer im zweiten Teil entfacht werden.

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Veröffentlicht am 01.05.2024

einfach außergewöhnlich

The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen
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Nach dem Tod seiner Mutter versinkt Nick in Trauer und Selbstzweifel. Er hätte den Weg zurück ins Leben nicht mehr gefunden, wenn seine Freunde Jazz, Gibby, Seth und Owen nicht während. Eine eigenwillige ...

Nach dem Tod seiner Mutter versinkt Nick in Trauer und Selbstzweifel. Er hätte den Weg zurück ins Leben nicht mehr gefunden, wenn seine Freunde Jazz, Gibby, Seth und Owen nicht während. Eine eigenwillige Clique, die für jeden aus der Gruppe da ist, Nick aber besonderen Halt gibt. Neben seinem schwierigen Leben als Heranwachsender, muss Nick nämlich auch noch mit seiner Schwärmerei zu dem Außergewöhnlichen Shadow Star klar kommen. Shadow Star, ein Superheld, der seine Heimatstadt Nova City beschützt. Die Stadt, in der Nicks Vater jeden Tag auf Streife geht.

Das Cover ist im Comic-Style gehalten und zeigt die beiden Freunde Seth und Nick. Nick geht ganz in seiner Rolle als quirliger Teenager auf, der Seth die Welt zeigen will, während Seth ihn fasziniert beobachtet. Während aus dem einen Blick Neugierde, Eifer und die pure Lust auf das Leben spricht, wirkt der andere eher nachdenklich und besonnen. Die Jungs werden von Nova City eingerahmt, der Stadt in der sie leben. Für mich spiegelt das Bild den Inhalt des Buches gut wieder.

Ich kenne und liebe die Bücher von T.J. Klune. Mit jedem Werk hat er sich ein Stückchen mehr in mein Herz geschrieben, da ich seine ruhige und besonnene Art sehr schätze. Es gelingt dem Autor immer wieder aufs neue, mich mit alltäglichen Sachen zu begeistern und mir einen neuen Blickwinkel auf selbstverständliches zu gewähren. Deswegen war ich erstaunt, dass ich in sein neues Werk so schlecht rein gefunden habe. Oft legte ich es weg, weil mich weder die Personen, noch die Handlung richtig gefangen nehmen konnten. Vielleicht lag es daran, dass mir die Teenagerträume und -probleme mittlerweile genauso fern geworden sind, wie Heldengeschichten über Außergewöhnliche.
Trotzdem gab ich nicht auf und versuchte es immer wieder. Tja, was soll ich sagen; plötzlich, still und leise schrieb sich T.J. Klune mit seinen Außergewöhnlichen doch in mein Herz! Es hat gedauert, aber dann war es plötzlich um so schöner.

Ich konnte die Geschehnisse rund um Nick plötzlich spüren und mich in ihn und sein Leben hineinversetzen. Still und leise übernahm er einen Teil meines Herzens und ich fühlte mich plötzlich wohl an seiner Seite. Mal wieder ist es dem Autor gelungen, mein Interesse zu wecken.
Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht Nick, ein Junge auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Während sich seine Mitschüler mit den normalen Problemen des Älterwerdens beschäftigen, kämpft Nick an allen Fronten gleichzeitig. Er muss mit dem viel zu frühen Tod seiner Mutter fertig werden und der ständigen Angst um seinen Vater, der als Polizist täglichen Gefahren ausgesetzt ist. Gleichzeitig ist die erste Liebe ein großes Thema, wie eigentlich immer in diesem Alter. Und doch ist es bei Nick etwas besonders; denn er muss gleichzeitig nicht nur täglich seinem Ex begegnen, sondern lernt auch den Unterschied zwischen Liebe und Schwärmerei kennen. Und das alles, während er als ADHS Kind schon mit sicher selber kämpfen muss; mit sich selber und der Umwelt, die er besonders intensiv erlebt.
Und wenn das alles noch nicht genug Gefühlschaos hervorruft, kommen auch noch Superhelden in der Geschichte vor. Manchmal überlegte, ich wer der eigentlich Außergewöhnliche in der Geschichte ist; Pyro Strom, der das Feuer beherrscht; Shadow Star, der den Schatten Form verleiht; oder doch Nick, der eigentlich ein ganz normaler Jugendlicher ist, auf der Schwelle zum Erwachsen werden.

Auf den ersten und ja, auch den zweiten und dritten Blick, ein ganz schönes Chaos und viel Unruhe, die T.J. Klune in seinem Roman verarbeitet. Vielleicht fühlte ich mich deswegen zu erst mit dem Buch nicht ganz wohl und musste erst meinen Weg finden. Und vielleicht ist genau das diesmal der besondere Clou des Autors. Als für mich der Knoten geplatzt war, gelang es mir, eine innige Beziehung zu Nick und seinem Leben auszubauen, das mich neugierig auf die weiteren Geschehnisse blicken lässt!


Mein Fazit
Ein Buch der leisen Töne. Aber kraftvoll und Mut schenkend!

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