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Veröffentlicht am 08.03.2025

Schöne Welt und Ideen mit ein paar Schwächen

Henriette und der Traumdieb
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Das zweite Buch, das ich von Akram El-Bahay gelesen habe, und wieder konnten seine Welt und Ideen mich vollkommen überzeugen, während einige andere Dinge nicht so ganz für mich funktioniert haben.
Das ...

Das zweite Buch, das ich von Akram El-Bahay gelesen habe, und wieder konnten seine Welt und Ideen mich vollkommen überzeugen, während einige andere Dinge nicht so ganz für mich funktioniert haben.
Das Buch ist wunderschön gestaltet und lädt sofort zum lesen ein, weshalb ich auch gar nicht gezögert habe, es mitzunehmen, und als ich dann zu lesen begonnen habe wurde ich auch nicht enttäuscht. Henriette und ihr Bruder sind sehr interessante Figuren, die Welt in der sie leben (bzw. die Traumwelt, die sie erleben) ist wirklich liebevoll gestaltet, der Text lässt sich flüssig lesen, und es fällt nicht schwer, ins Geschehen einzutauchen und die Zwillinge bei der Konfrontation mit ihren Problemen zu begleiten. Ich hatte also durchaus Spaß an dem ganzen.
Leider sind mir einige Figuren, bzw. gerade die Bindungen zwischen den Figuren aber auch viel zu kurz gekommen (so entwickeln sich teils sehr starke Gefühle innerhalb kürzester Zeit), es gibt Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dass es El-Bahay so wichtig war, dass man seine Gedanken hinter Dingen versteht, dass dadurch die Geschichte etwas zu kurz kam, weil sich Dinge verrenken mussten, um dann irgendwelche Weisheiten einzubringen und sich das für mich sehr gezwungen und kantig las, und generell habe ich zum Ende hin gemerkt, dass das Tempo für mich wieder nicht so ganz funktioniert hat (ein Problem, dass ich bei Herzenmacher auch schon hatte).
Das ändert allerdings nichts daran, dass die Traumwelt wirklich magisch war, und ich die Ideen, mit denen El-Bahay hier seine Geschichte aufzieht wirklich gut fand. Also auch mit meinen Schwierigkeiten hatte ich durchaus Spaß am Lesen und bereue auf keinen Fall, das Buch mitgenommen zu haben. Manche Dinge gingen mir eben zu schnell/kamen zu kurz/haben etwas von der eigentlichen Geschichte abgelenkt und ich fand sie nicht ganz glaubwürdig, im großen und ganzen fand ich die Geschichte allerdings sehr solide und würde vermutlich auch weiterhin Bücher von El-Bahay lesen, sollten sie mir in die Hände fallen, einfach weil ich die Welten sehr gut gemacht finde, und ich durchaus Interesse an mehr davon hätte.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Nicht so gut wie ich es in Erinnerung hatte

Der letzte Wunsch
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Ich habe der letzte Wunsch schon einmal gelesen, und nun erneut, weil ich mich an nichts erinnern konnte, außer dass ich es ganz gut fand, und ich die Reihe gerne noch einmal vollständig lesen würde, samt ...

Ich habe der letzte Wunsch schon einmal gelesen, und nun erneut, weil ich mich an nichts erinnern konnte, außer dass ich es ganz gut fand, und ich die Reihe gerne noch einmal vollständig lesen würde, samt den ganzen Kurzgeschichten und allem, was dazu gehört. Leider muss ich sagen, dass ich das Buch diesmal nicht ganz so gut fand. Vielleicht auch, weil ich beim ersten Mal einfach so eine lange Pause beim lesen gemacht habe, dass ich mich nicht mehr ganz erinnern konnte, oder vermutlich, weil ich jünger war und ich darum noch nicht alles verstanden habe, ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall hatte ich diesmal eindeutig weniger Spaß an der Geschichte.
Genug, dass ich vermutlich weiterlesen werde, aber während ich inhaltlich super mitkam und ich die ganzen Wesen durchaus spannend fand, muss ich sagen, dass die Sexualisierung der Frauen mir ziemlich auf die Nerven ging, und ich auch nicht viel davon sehen konnte, dass das Buch wohl starke weibliche Figuren hat und nicht in Frauenfeindlichkeit abdriftet. Denn während ich absolut dahinterstehe, wenn weibliche Figuren ihre Sexualität frei ausleben, fand ich es doch sehr auffällig, dass hier eigentlich so ziemlich alle weiblichen Figuren extrem sexuell sind, und dann auch noch beschrieben auf eine eher kindliche Art und Weise (bzw. ihre Körper so beschrieben, wenn sie nicht sogar noch wirklich Kinder sind, und egal wie spannend ich es inhaltlich auch fand, das war für mich sehr auffällig und eher fehl am Platz, und hat mir doch viel Freude beim Lesen genommen.
Inhaltlich fand ich es spannend genug, dass ich zumindest Das Schwert der Vorsehung noch lesen werde (auch, weil es schon in meinem Regal steht) und vermutlich werde ich auch Band 1 der "echten" Geschichte eine Chance geben, für den Fall, dass sich beides vom Stil her unterscheidet, aber aktuell konnten die weiblichen Figuren mich leider wirklich nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Am Ende doch ein schönes Buch

Eine Tüte grüner Wind
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Leider bin ich mit dem Buch die längste Zeit wirklich nicht warm geworden. Lucy ist zwar eine tolle Hauptfigur, aber ihre Eltern sind eine Katastrophe, und dass das im Buch eigentlich nie aufgegriffen ...

Leider bin ich mit dem Buch die längste Zeit wirklich nicht warm geworden. Lucy ist zwar eine tolle Hauptfigur, aber ihre Eltern sind eine Katastrophe, und dass das im Buch eigentlich nie aufgegriffen wird und der Ton trotzdem immer leicht und fröhlich funktioniert für mich als Kinderbuch leider nur bedingt. Lucy wird eigentlich auf irgendeine Art und Weise ziemlich vernachlässigt, und ich habe das Gefühl, das hätte mehr Thema sein sollen.
Auch ist das Buch leider nicht in Kapitel aufgeteilt, was einerseits nicht schlimm ist, weil es durchaus Abschnitte gibt und so lang ist das Buch nun auch nicht, andererseits sorgt es aber doch dafür, dass man das Gefühl bekommt, überhaupt nicht voran zu kommen.
Und dann dauert es noch Ewigkeiten, bis Lucy tatsächlich bei ihrer Tante ankommt und selbst dann geht die Geschichte noch nicht so richtig los.
Hauptsächlich handelt es sich um ein gemütliches kleines Buch, das man einfach so zum wohlfühlen lesen kann, und eigentlich mag ich solche Geschichten wirklich gerne, aber dafür ist die erste Hälfte eigentlich zu niedergeschlagen geschrieben, sodass es dann doch nicht so richtig passt.
Sobald man aber die ersten 90/100 Seiten hinter sich hat, wird die Geschichte tatsächlich auch insgesamt fröhlicher und macht gute Laune, genau wie ich vom Klappentext her erwartet hätte, und auch dann gibt es zwar noch einige Punkte, die für mich nicht so richtig gut gepasst haben (z.B. häusliche Gewalt wird so ein bisschen nebenbei mit aufgegriffen), aber im großen und ganzen gefällt es mir dann doch ziemlich gut.
Den Großteil des Buches hatte ich also leider sehr stark zu kämpfen, muss ich zugeben, umso näher es dem Ende kam, umso besser hat es mir dann aber doch gefallen und das Ende fand ich doch sehr zufriedenstellend. Mit dem Anfang gleicht das aber auch leider nur bedingt viel aus, sodass es in meinen Augen leider wirklich kein Meisterwerk ist.

Veröffentlicht am 11.11.2024

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Heart & Shadow
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Bei Heart and Shadow handelt es sich um ein wirklich spannendes und komplexes Buch, das mich leider im Gesamtbild nicht vollständig abholen konnte.
Das Buch teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: eine ...

Bei Heart and Shadow handelt es sich um ein wirklich spannendes und komplexes Buch, das mich leider im Gesamtbild nicht vollständig abholen konnte.
Das Buch teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: eine Wächterin, die versucht, das Rätsel um immer häufiger werdende Angriffe von Monstern zu lösen; und ein Astral, die versucht, ihrer besten Freundin zu helfen. Beide Stränge haben eindeutig Höhen und Tiefen, und leben entweder mehr von der Handlung, oder mehr von den Figuren und ihrer Zwischenmenschlichen Beziehung. Dadurch entsteht aber leider auch ein kleiner Bruch, weil eigentlich beide Stränge großteils nicht so wirklich viel miteinander zu tun haben, auch wenn sie irgendwie mit demselben Problem zusammenhängen. Durch den unterschiedlichen Fokus wird das aber leider gar nicht so deutlich.
Mich persönlich konnte die Handlungsebene des Buches am meisten überzeugen, da ich den Plot wirklich spannend fand und ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Das zwischenmenschliche war für mich leider oft zu spontan, sodass ich bestimmte Verhaltensweisen nicht nachvollziehen konnte, oder zu festgefahren, sodass keine wirkliche Dynamik in den Kapiteln steckte. Entsprechend blieben auch viele Figuren und ihre Beziehungen zueinander für mich eher auf der Strecke, auch wenn ich sie als Konzept wirklich spannend fand.
Der Schreibstil war zu großen teilen flüssig, aber leider gab es für mich doch etwas zu häufig Momente, die mich aus dem Lesen sehr rausgerissen haben. Sei es durch Wortwahl, Beschreibungen oder merkwürdige Wiederholungen. Gerade die Wiederholungen sind dabei auch inhaltlich ein Problem für mich gewesen, da bestimmte Fehler einfach immer und immer wieder von Figuren gemacht werden, ohne je daraus zu lernen, was ich ein oder zwei Mal akzeptieren kann, aber ab dem dritten Mal muss sich für mich etwas ändern, sonst wirkt es als wären die Figuren einfach lernresistent.
Am Ende des Buches blieben mir persönlich zu viele Fragen offen, sodass ich unsicher bin, ob ich darauf vertraue, dass wirklich alles aufgeklärt wirkt. Das Buch wirkt an der Stelle ein wenig, als wäre eine Geschichte einfach in der Mitte geteilt worden, und während ich wirklich nichts gegen offene Fragen habe, denn natürlich sehe ich komplett ein, dass am Ende von Band 1 nicht alles geklärt sein kann, sonst bräuchte es ja keinen Band 2, hätte ich mir wenigstens ein paar Antworten gewünscht, einfach um zu sehen, dass Dinge nicht vergessen werden. Und aktuell habe ich die Sorge, dass es einfach zu viele Handlungsstränge sind, als dass alles in einem zweiten Band geklärt werden könnte, da habe ich einfach nicht genug Vertrauen in die Autorin nach diesem Band 1, fürchte ich.
Insgesamt hat das Buch mir durchaus Spaß gemacht, und ich habe es nicht ungerne gelesen, denn gerade die ganzen Rätsel und Geheimnisse sagen mir durchaus zu, ich sehe aber auch so einige Schwächen und Dinge, die mir eher weniger gefallen haben (besonders, wenn die etwas schwächeren Beziehungssituationen von den Geheimnissen und der Handlung abgelenkt haben), sodass ich nach dem Lesen zwar nicht komplett unzufrieden war, wirklich zufrieden war ich aber leider auch nicht.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 11.11.2024

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Insel der Sturmpferde 1: Eine Freundschaft aus Wind und Magie
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Ein ziemlich süßes Kinderbuch, das mein Herz für Kinderbücher aber leider nicht ganz gewinnen konnte, weil es an manchen Stellen dann doch zu einfach oder zu gezwungen war. So gibt es zwar Figuren, die ...

Ein ziemlich süßes Kinderbuch, das mein Herz für Kinderbücher aber leider nicht ganz gewinnen konnte, weil es an manchen Stellen dann doch zu einfach oder zu gezwungen war. So gibt es zwar Figuren, die durchaus auch manchmal Tiefe zeigen, großteils sind sie aber leider recht flach, und ich persönlich war recht unzufrieden mit der Kommunikation zwischen einzelnen Figuren. So will Nillas Ziehvater von ihr ununterbrochen, dass sie aus Luna aufpasst und sich nicht von der entfernt, erklärt aber nichts, und als Nilla dann irgendwann seine Aufgabe übernimmt, damit sie endlich das Haus verlassen kann, kommt von ihm die Frage, wer dann auf Luna aufpassen soll. Antwort: Luna kann inzwischen auch alleine bleiben. Ich hätte mir da echt gewünscht, dass Nilla ihm sagt, er könnte ja bleiben, selbst wenn er's am Ende nicht tut, immerhin hatte er ja durch Nillas Übernehmen der Aufgaben selbst eigentlich nichts vor und hätte die Zeit gehabt. In solchen Momenten wirkte das Buch leider sehr linear auf mich, und als hätte es nicht wirklich Gründe dafür, warum Nilla und Luna ununterbrochen beisammen sein müssten, immerhin brauchte Luna ja scheinbar doch niemanden um sich herum?
Aber schön geschrieben ist das Buch dennoch, und ich kann mir vorstellen, dass Kinder sich vielleicht nicht so sehr daran stören würden wie ich, also trotzdem ein recht solides Kinderbuch, denke ich, auch wenn es an so einige andere Kinderbücher in meinen Augen nicht herankommt.