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Veröffentlicht am 12.11.2024

Zeitreise zwischen Realität und Fiktion

Telegramm aus der Zukunft
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Zurück zu führen auf seine Faszination für die Künstlerbiographien der Klassischen Moderne, erzählt der Autor Till Breitung in seinem Debütroman „Telegramm aus der Zukunft“, eine interessante Geschichte ...

Zurück zu führen auf seine Faszination für die Künstlerbiographien der Klassischen Moderne, erzählt der Autor Till Breitung in seinem Debütroman „Telegramm aus der Zukunft“, eine interessante Geschichte aus dem Leben der Schauspiel-Ikone Tilla Durieux.

Inhalt:

Telegramm aus der Zukunft Tila Durieux - zwischen damals und heute Ein einzigartiges Leben 'Nimm mein Herz in deine Hände...', so beginnt Julia Lange, junge und vielversprechende Schauspielerin am Deutschen Theater, ihren Brief an Tilla Durieux. die einstige Bühnen - Ikone ist da schon fünfzig jähre tot, aber Julia Lange wurde gerade für ihre darstellerische Leistung mit dem Tilla-Durieux-Schmuck geehrt, einer Halskette mit 34 in Platin gefassten Zirkonen, den die Schauspielerin vor Jahrzehnten gestiftet hat. Der Brief ist Auftakt zu einer spektakulären reise in die Vergangenheit, die den Leser teilhaben lässt am intellektuell-künstlerischen Leben der jungen Reichshaptstadt Berin, deren Protagonisten - unter ihnen Max Reinhardt und Franz Wedekind, Else Lasker-Schüler, Ernst Barlach und Max Liebermann - im Haus des Ehepaars Paul Cassirer und Tilla Durieux aus und ein gehen, bis die großen Kriege des 20.Jahrhunderts dieser Welt ein ende setzen. Und es ist eine Reise, die auf verschlungenen Wegen zurück führt in das Berlin von heute.

Meine Meinung:

Dem Autor gelingt es durchaus eine interessante Zeitreise zwischen Realität und Fiktion über die Schauspiel-Ikone Tilla Durieux, gewagt und Ideenreich auf zwei Zeitebenen und in zwei Handlungssträngen von damals und heute, zu erzählen.

Begeistern konnte ich mich auf jeden Fall für die Vergangenheit, die Zeit des intellektuell-künstlerischen Lebens der jungen Reichshauptstadt Berin. Tilla Durieux, begegnet dem deutschen Verleger, Kunsthändler und Galeristen Paul Cassirer, und verlässt für ihn, ihren ersten Ehemann. Selbst Paul Cassirer war eine schillernde Persönlichkeit, der in den Künstlerkreisen, hoch angesehen war. Für den Ersten Weltkrieg meldet er sich freiwillig und kommt als verstörter Mensch zurück, was Außenstehenden verborgen bleibt aber nicht für Tilla und die Ehe beginnt zu brökeln. Ein schreckliches Ende folgt …

Im Jahr 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlässt Tilla Durieux Deutschland und gastiert erstmals 1952 wieder an Theatern in Berlin. Sie pendelte zwischen Zagreb und Berlin und kehrte 1955 endgültig nach Berlin zurück.

Im Jahr 2016 wird die Schauspielerin Julia Lange, mit dem Tilla-Durieux-Preis für ihre Schauspielkunst ausgezeichnet und da reift in ihr der Plan, ein Telegramm an Tilla Durieux in die Vergangenheit zu schicken und ahnt nicht dessen Folgen.

Zum Ende der Geschichte, stellt der Autor geschickt und ausgeklügelt, die fiktive Verbindung zwischen Tilla Durieux und Julia Lange, her.

Fazit:

Mit seinem Debütroman hat der Autor einen gut recherchierten Roman geschrieben, der von Anfang bis zum Ende neugierig macht, da Realität und Fiktion Interessant miteinander verwoben sind. Sprachlich und informativ ist die Darstellung der Protagonisten gut in Szene gesetzt. Eine lesenswerte Geschichte, die ich gerne gelesen habe.

Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Leben im Münsterland, im 16. Jahrhundert

Am Fluss der Zeiten
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Mit ihrem Auftakt „Am Fluss der Zeiten“ erzählt die Autorin Ulrike Renk, die Geschichte über Elze, die mit ihren Geschwistern als Eigenbehörige auf dem großen Hof Kalmule vor dem Hintergrund des Spanisch-Niederländischen ...

Mit ihrem Auftakt „Am Fluss der Zeiten“ erzählt die Autorin Ulrike Renk, die Geschichte über Elze, die mit ihren Geschwistern als Eigenbehörige auf dem großen Hof Kalmule vor dem Hintergrund des Spanisch-Niederländischen und des Dreißigjährigen Krieges, aufwächst.

Inhalt:
1551: Elze wächst mit ihren Geschwistern als Eigenbehörige auf dem großen Hof Kalmule auf. Die harte Arbeit auf den Feldern ist ihr Alltag. Doch ihr Leben wandelt sich von Grund auf, als sie ihre Familie verlassen muss und ihren Pflichtdienst als Küchenmagd in der Stadt Münster antritt. Eines Tages wird sie jedoch mit einer Magd der Herren von Oer getauscht und muss künftig auf der Wasserburg Kakesbeck leben, auf der ein Fluch liegt. Dort trifft sie auch Jacob wieder. Aber um den Müllerssohn ranken sich geheimnisvolle Gerüchte. Soll sie diesen Glauben schenken? Und wird Elze nun Teil der alten Prophezeiung werden, um den Fluch der Familie von Oer zu brechen?

Meine Meinung:
Um gleich in die Geschichte eintauchen zu können, war für mich im Anhang, die Personenliste und das Glossar, erst einmal sehr hilfreich.

Der Einstieg mit dem Prolog zeigt klar, wie hart das damalige Leben im Münsterland war und unter welchen strengen Bedingungen die Pächter der Höfe, leben mussten.

Bauer Heinrich bewirtschaftet mit seiner Frau und seinen Kindern den Hof Kamule und sie arbeiten so hart, als wäre der Hof tatsächlich ihr Eigentum, doch letztendlich mussten sie leisten was der Amtmann fordert und anordnet. Erstaunlich, wie Bauern und Bedienstete zu dieser Zeit lebten, wohnten und arbeiteten, wie ihr Alltag aussah, was ihre Sorgen und Nöte waren und wie sie ihr Leben gestalten konnten oder auch durften.

Stine, die Schwester von Bauer Heinrich, redet immer wieder vom Weltuntergang aber jeder winkt ab, da sie scheinbar wirr daher redet. Langsam sickert Stines Vergangenheit bruchstückhaft durch, denn da gab es die Zeit der Widertäufer und König Jan, während sie ihren Pflichtdienst als Magd, ablegen musste. Die Geschichte um Stines, scheint sich noch weiter zu entwickeln …

Das Auftreten von Elze finde ich schon sehr interessant, denn sie wirkt zum Teil viel älter, als sie ist. Elze packt schon mit ihren jungen Jahren an wie ein Mann, hinterfragt vieles und hat dann doch das Herz auf dem rechten Fleck. Selbst für jedes Unrecht, dass man ihr zufügt, findet sie noch eine Entschuldigung.

Elze und Jacob begegnen sich endlich wieder und Gerüchte die um beide gesponnen wurden, sind schnell aufgeklärt. Ob es für sie beide ein gemeinsames Leben geben kann …

Fazit:
Der Autorin ist es wunderbar gelungen, mit ihrer Recherche das Leben auf dem Hof Kalmule ausführlich zu beschreiben und die Stellung der einzelnen Familienmitglieder auf dem Hof, genau zu schildern. Mir fehlte aber durch die ausführliche Schilderung der Protagonisten der Spannungsbogen. Der Auftakt dieser Trilogie war für mich interessant zu lesen und ich bin gespannt, auf die Fortsetzung.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Schicksalhafte Zeiten

Suche liebevollen Menschen
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Der Autor Julian Borger ist Leiter des Außenpolitik-Ressorts der britischen Tageszeitung »The Guardian« in Washington und hat jüdische Wiener Wurzeln. Bei seinen Recherchen, stößt er im Jahr 2021 durch ...

Der Autor Julian Borger ist Leiter des Außenpolitik-Ressorts der britischen Tageszeitung »The Guardian« in Washington und hat jüdische Wiener Wurzeln. Bei seinen Recherchen, stößt er im Jahr 2021 durch Zufall auf eine Kleinanzeige, mit der seine Wiener Großeltern das Leben seines Vaters zu retten suchten.

Inhalt:
Wien, 1938. Verzweifelt versuchen jüdische Eltern, ihre Kinder vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. In ihrer Not schalten sie Kleinanzeigen im »Manchester Guardian«, in denen sie ihre eigenen Kinder ausschreiben, um ihnen ein Überleben in der Fremde zu sichern – obwohl sie wissen, dass sie sich nie wiedersehen werden. Jahrzehnte später stößt der Journalist Julian Borger auf eine dieser Anzeigen und erkennt den Namen eines der Kinder: Robert Borger. Sein Vater. Es ist der Beginn einer Recherche, die Julian Borger mitten hinein führt in ein dunkles Familiengeheimnis. Und Anlass für ihn ist, die Spuren von sieben weiteren Kindern zu verfolgen, deren Schicksalsreise von Wien aus ins Exil nach Shanghai, in die Arme von niederländischen Schmugglern, an die Seite französischer Widerstandskämpfer – oder ins KZ Auschwitz führte.

Meine Meinung:
In seinem persönlichsten Buch erzählt der Autor Julian Borger, wie es seinem Vater Robert „Bobby“ Borger Anfang 1939 nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich und nach den Pogromen vom 9. November 1938 die Flucht nach Wales, gelang.

Traurig zu lesen, dass Eltern überhaupt gezwungen waren zu versuchen, ihren Kinder per Kleinanzeigen das Leben zu retten.

Robert Borger war offenbar traumatisiert und verdrängte alles, was seiner eigenen Familie, die viele Opfer zu beklagen hatte, widerfahren war. Über die Umstände der Flucht und das Leben danach wurde in der Familie nicht gesprochen und alles hüllte sich in Schweigen.
Im Jahr 1983 nahm sich Julians Vater Robert, das Leben. Julian war gerade erst 22 Jahre alt und konnte den Suizid seines Vaters, nicht verstehen.
Erst Jahrzehnte später erfährt Julian Borger, von der Flucht seines Vaters aus Wien und beginnt mit seinen Recherchen wobei er auf eine Kleinanzeige stößt und den Namen seines Vaters erkennt. Es ist der Beginn einer Recherche, die Julian Borger mitten hinein führt in ein dunkles Familiengeheimnis und in das Schicksal vieler Kinder, die hinter den von ihm gefundenen Kleinanzeigen stecken.

Besonders beeindruckt hat mich das Schicksal von Leo, Roberts Vater und Julians Großvater. Genauso das harte Leben und Schicksal von Malvine Schickler genannt „Malci“, geborene Borger, Roberts Tante und Julians Großtante.
Über das Leben und Schicksal von Robert „Bobby“ Borger, hätte ich gerne etwas mehr gelesen.

Fazit:
Die Schicksale sind zwar berührend und gut recherchiert ausgearbeitet, verlangen aber beim Lesen eine hohe Konzentration, da die vielen Erzählungen und Handlungen, nicht chronologisch dargestellt sind. Oft ergreift der Autor mitten in einer Erzählung plötzlich nach einer Person aus der Borger Familie und streut Fakten, aus deren Leben ein, die dann mehr als Verwirrung stiften.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Zwischenmenschliches in schwierigen Zeiten

Don't kiss Tommy. Eine Liebe in der Stunde Null
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Die Autorin Theresia Graw, erzählt in ihrem neuen Roman „Don't kiss Tommy. Eine Liebe in der Stunde Null“, die Geschichte über zwei ungleiche Freundinnen, die nach Kriegsende während der Besatzung der ...

Die Autorin Theresia Graw, erzählt in ihrem neuen Roman „Don't kiss Tommy. Eine Liebe in der Stunde Null“, die Geschichte über zwei ungleiche Freundinnen, die nach Kriegsende während der Besatzung der britischen Rheinarmee, für ihre Träume und gegen die Grenzen der Liebe kämpfen.

Inhalt:
Nach Kriegsende wird der mondäne Kurort Bad Oeynhausen zum Hauptquartier der britischen Rheinarmee. Durch die Innenstadt wird ein Zaun gezogen, tausende Einwohner müssen ihr Zuhause verlassen und Platz machen für die Besatzer. Auch Anne und ihre Familie sind gezwungen, ihr Kurhotel aufgeben und in eine Baracke außerhalb der Sperrzone zu ziehen. Während ihre Freundin Rosalie gewillt ist, sich die Briten zum Freund und das Leben dadurch ein bisschen einfacher zu machen, lehnt sich Anne auf und gerät immer wieder mit dem Colonel Michael Hunter aneinander. Erst ein verhängnisvolles Feuer lässt beide erkennen, dass sie auf derselben Seite stehen und sich viel näher sind, als sie jemals dachten …

Meine Meinung:
Der Krieg ist zu Ende und jeder Bewohner in Bad Oeynhausen hofft, dass das Leben besser wird, doch die britische Rheinarmee macht den einst mondänen Kurort Bad Oeynhausen, zu ihrem Hauptquartier. Tausende Einwohner müssen ihr Zuhause verlassen. Während Anna mit ihrer Familie in eine der Baracken außerhalb der Sperrzone umsiedelt, gelingt es Rosalie in Rehme auf dem Bauernhof von Helmut und dessen Vater unterzukommen.

Der Autorin gelingt es, das schwierige und unterschiedliche Leben von Anne und Rosalie während der Besatzung, fesselnd zu erzählen. Einst waren beide eng befreundet, wäre da nicht eine falsche Beschuldigung gegen Rosalie aufgetaucht, die einen Bruch zwischen beiden auslöste. Anne fällt es schwer sich mit der neuen Situation abzufinden, während Rosalie ganz darin aufgeht, als Kellnerin im „Victory Club“, dem Offizierskasino der Briten zu arbeiten, denn bald erkennt sie ihre Vorteile.

Anne wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich das geliebte Hotel Margarethenhof wieder eröffnen zu können und gerät dabei immer wieder mit Colonel Michael Hunter in Konflikt. Erst als Anne selbst für die Briten als Übersetzerin arbeitet, kommen sich beide näher und die Verbindung zu Rosalie, nimmt auch neue Formen, an.

Wie wird Annes und Rosalies Zukunft aussehen und werden sie ihre Freundschaft retten können …

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, eine lesenswerte fiktive Geschichte über Freundschaft, Vergebung und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten zu erzählen, der ich gerne gefolgt bin. Die Charaktereigenschaften und Entwicklung der Protagonisten, sind harmonisch und stimmig, ausgearbeitet.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Abschluss der Heimkehr-Trilogie

Vielleicht können wir glücklich sein
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Die Autorin Alexa Hennig, erzählt in ihrem dritten Band „Vielleicht können wir glücklich sein“ den Abschluss ihrer Heimkehr-Trilogie.

Inhalt:
Mitte der Vierzigerjahre rückt die Front immer näher an Deutschland ...

Die Autorin Alexa Hennig, erzählt in ihrem dritten Band „Vielleicht können wir glücklich sein“ den Abschluss ihrer Heimkehr-Trilogie.

Inhalt:
Mitte der Vierzigerjahre rückt die Front immer näher an Deutschland heran. Klara ist inzwischen Mutter von vier kleinen Kindern, während ihr Mann Gustav in Schlesien ums Überleben kämpft. Zwischen Bombennächten, Hunger, Terror und Angst versucht Klara, ihren Kindern eine halbwegs unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen – doch die Schuldgefühle, das jüdische Mädchen Tolla weggegeben zu haben, wüten in ihr. Als der Krieg vorbei ist und Europa in Trümmern liegt, muss sich Klara fragen, was sie retten konnte von ihren Träumen und Hoffnungen. Mehr als fünfzig Jahre später: Nach dem Tod ihrer Großmutter entdeckt Isabell einen Karton mit Tonbändern, auf die Klara ihre Lebenserinnerungen gesprochen hat. Mit ihrer Tochter auf dem Schoß lauscht Isabell der vertrauten Stimme und begibt sich auf eine Zeitreise. Zu spät erkennt sie, wer ihre oft unnahbar wirkende Großmutter wirklich war – und sie fragt sich: Was hätte ich getan, um die zu schützen, die ich liebe?

Meine Meinung:
Isabell lauscht mal wieder der vertrauten Stimme ihrer verstorbenen Großmutter, die ihre Lebenserinnerungen wegen ihrer Erblindung auf Tonbändern gesprochen hat und taucht tief in deren Vergangenheit ein. Je mehr Isabell sich mit Klaras Vergangenheit beschäftigt umso mehr erkennt sie, wer ihre oft unnahbar wirkende Großmutter wirklich war.

Mitte der 40er-Jahre gibt Klara die Leitung im Frauenbildungsheim auf, während ihr Mann Georg in Schlesien ums Überleben kämpft. Mit ihren vier Kindern hat Klara alle Hände voll zu tun um ihren Alltag und den ihrer Kinder zwischen Fliegeralarm und dem Überleben halbwegs erträglich zu machen. Klara wird immer wieder von Schuldgefühlen geplagt, denn selbst die noch so kurzen Lebenszeichen von dem jüdischen Mädchen Tolla, die sie zehn Jahre als ihre eigene Tochter ausgegeben und großgezogen hat, können sie beruhigen. Von ihrem Mann Gustav erhält Klara einen verstörenden Brief, denn er schreibt, ich habe Tolla auf einem der Todesmärsche gesehen …

Der schreckliche Krieg neigt sich dem Ende entgegen und es kommen die Alliierten. Klara fragt sich, ob es einen neuen Anfang geben kann!

In diesem Roman werden Isabells Gewissenskonflikte ihrer Großmutter gegenüber mehr als spürbar, denn sie bekommt der einen Seite ein positiveres Bild von ihr als Mensch aber auf der anderen Seite fällt es ihr schwer, sie nicht zu verurteilen.
Während Isabells Mutter Inge schwer an den Erinnerungen ihrer Mutter, aber auch an ihren eigenen Nachkriegserinnerungen zu tragen hat.

Erst nachdem ich das Nachwort der Autorin zu Fakten und Fiktion gelesen habe, wusste ich, warum für mich die Erzählungen über Tolla von Anfang an, nicht wirklich greifbar waren.

Fazit:
Der Autorin ist mit ihrem flüssigen Schreibstil ein lesenswerter Abschluss ihrer Heimkehr-Trilogie, gelungen. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin aus ihrer Sicht, ihre eigene Familiengeschichte mit fiktiven und biografischen Erlebnissen, erzählt. Eine lesenswerte Trilogie mit der ich viele schöne Lesestunden hatte.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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