Spannende und emotionale Geschichte
Im NordlichtHamburg 1914: Alice sucht mit Hilfe von John und Jaris ihre 5-jährige Tochter Rosa. Henk hat sie vor ihr versteckt. Gleichzeitig läuft der Prozess wegen ihrer Scheidung von Henk und dem Sorgerecht für ...
Hamburg 1914: Alice sucht mit Hilfe von John und Jaris ihre 5-jährige Tochter Rosa. Henk hat sie vor ihr versteckt. Gleichzeitig läuft der Prozess wegen ihrer Scheidung von Henk und dem Sorgerecht für Rosa. Alice arbeitet währenddessen als Dienstmädchen bei der Familie Reeven, jeden Tag mit der Anwesenheit von John konfrontiert und dem Wissen das er bald Evelyn heiraten wird.
Die Geschichte hat mich sehr berührt. Das Schicksal von Alice ist hart. Man erfährt in Rückblicken immer wieder kleine Abschnitte aus ihrer Kindheit und Jugendzeit.
Alle Familienmitglieder der Familie Reeven haben ihr Päckchen zu tragen. Sie sind alle irgendwie mit ihrem Leben unzufrieden. Das ganze Unglück welches in kürzester Zeit, alles im Jahr 1914, über die Familie Reeven hereinbricht wirkt auf mich nicht wirklich authentisch. Teilweise sind auch die Handlungen der Protagonisten schwer begreiflich.
Auch das Ende der Geschichte ist sehr offen gehalten, nicht wirklich zu Ende gebracht.
Das Frauenbild, welches in der hier beschrieben Zeit herrscht, wurde derweil sehr gut beschrieben. Frauen hatten keine Rechte, sie hatten Pflichten. Das Recht war auf den Seiten der Männer.
Wenngleich ich die Geschichte um die Familie Reeven auch für etwas überzogen halte, so hat mir der Roman insgesamt doch gut gefallen.
Der Schreibstil ist leicht und gut lesbar. Die Geschichte war spannend und emotional. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.