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Veröffentlicht am 17.02.2025

Spannende und emotionale Geschichte

Im Nordlicht
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Hamburg 1914: Alice sucht mit Hilfe von John und Jaris ihre 5-jährige Tochter Rosa. Henk hat sie vor ihr versteckt. Gleichzeitig läuft der Prozess wegen ihrer Scheidung von Henk und dem Sorgerecht für ...

Hamburg 1914: Alice sucht mit Hilfe von John und Jaris ihre 5-jährige Tochter Rosa. Henk hat sie vor ihr versteckt. Gleichzeitig läuft der Prozess wegen ihrer Scheidung von Henk und dem Sorgerecht für Rosa. Alice arbeitet währenddessen als Dienstmädchen bei der Familie Reeven, jeden Tag mit der Anwesenheit von John konfrontiert und dem Wissen das er bald Evelyn heiraten wird.
Die Geschichte hat mich sehr berührt. Das Schicksal von Alice ist hart. Man erfährt in Rückblicken immer wieder kleine Abschnitte aus ihrer Kindheit und Jugendzeit.
Alle Familienmitglieder der Familie Reeven haben ihr Päckchen zu tragen. Sie sind alle irgendwie mit ihrem Leben unzufrieden. Das ganze Unglück welches in kürzester Zeit, alles im Jahr 1914, über die Familie Reeven hereinbricht wirkt auf mich nicht wirklich authentisch. Teilweise sind auch die Handlungen der Protagonisten schwer begreiflich.
Auch das Ende der Geschichte ist sehr offen gehalten, nicht wirklich zu Ende gebracht.
Das Frauenbild, welches in der hier beschrieben Zeit herrscht, wurde derweil sehr gut beschrieben. Frauen hatten keine Rechte, sie hatten Pflichten. Das Recht war auf den Seiten der Männer.
Wenngleich ich die Geschichte um die Familie Reeven auch für etwas überzogen halte, so hat mir der Roman insgesamt doch gut gefallen.
Der Schreibstil ist leicht und gut lesbar. Die Geschichte war spannend und emotional. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Eine Tuberkulose-Klinik im zweiten Weltkrieg

Beelitz Heilstätten
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1938: Die zwanzigjährige Antonia wird mit einer Tuberkulose-Diagnose in die hochmodernen Beelitzer Heilstätten geschickt. Schnell geht es ihr besser, doch der strenge Tagesablauf und die ständigen Liegekuren ...

1938: Die zwanzigjährige Antonia wird mit einer Tuberkulose-Diagnose in die hochmodernen Beelitzer Heilstätten geschickt. Schnell geht es ihr besser, doch der strenge Tagesablauf und die ständigen Liegekuren sorgen dafür, dass die junge Frau sich alsbald langweilt. Nur die Gespräche mit dem jungen Assistenzarzt Henrik bieten Zerstreuung. Wenige Jahre später kehrt sie als angehende Ärztin für Lungenheilkunde nach Beelitz Heilstätten - und zu Henrik - zurück. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Schatten des Nationalsozialismus liegt über dem gesamten Komplex. Finden Antonia und Henrik dennoch ihr Glück?
Eine hervorragend recherchierte Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Man erfährt einiges über die abenteuerlichen Behandlungsmethoden der damaligen Zeit. Auch die Schrecken des Krieges werden in der Geschichte beschrieben. Insgesamt eine sehr schöne Geschichte.
Das Ende des Romans gefiel mir nicht so gut. Als der Krieg beendet ist, wird nur noch eine kurze Zusammenfassung über die jeweiligen Protagonisten geschrieben. Es bleiben am Ende schon einige Fragen offen. Da hätte ich mir doch eine ausführlichere Beschreibung gewünscht, entweder einen zweiten Teil oder aber einige Seiten mehr in diesem Buch.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Der dritte Band zur Geschichte der Familie Kölln

Das Haus Kölln. Wahres Glück
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In der dunkelsten Stunde der deutschen Geschichte stehen die Köllns zusammen
Elmshorn 1938: Geschäftlich sind die Köllns im Aufschwung. Als erste eingetragene Marke des Unternehmens setzen ihre blütenzarten ...

In der dunkelsten Stunde der deutschen Geschichte stehen die Köllns zusammen
Elmshorn 1938: Geschäftlich sind die Köllns im Aufschwung. Als erste eingetragene Marke des Unternehmens setzen ihre blütenzarten Haferflocken neue Standards, die Produktpalette wächst. Politisch zieht eine Bedrohung herauf, als die NSDAP mehr und mehr Zuspruch in der deutschen Bevölkerung findet. Die Gefahr rückt immer näher und als Deutschland in den Krieg zieht, bangt Else um ihren Mann und ihre Söhne. Doch gerade in Krisenzeiten steht die Familie besonders eng zusammen. (Klappentext)
Das Cover passt sich den ersten beiden Bänden an. Die Protagonisten sind authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Die Autorin hat gute und umfangreiche Recherche geleistet. Es handelt sich um eine bewegende Geschichte. Ich konnte mir alles bildhaft vorstellen.
Die ersten beiden Bände der Geschichte um das Haus Kölln haben mir gut gefallen. Der dritte konnte mich nicht so überzeugen. Die Erzählung handelt von den Kriegsjahren 1938 bis 1945. Das Familienleben gerät in den Hintergrund. Vordergründig wird die Kriegszeit und die Handlungen der NSDAP beschrieben. Dadurch wird die Geschichte stellenweise langatmig. Durch die Zeitsprünge zwischen den Bänden gehören auch immer mehr Personen zur Familie, so dass ich schnell mal den Überblick verloren habe, um wen es sich eigentlich handelt. Ein Personenregister hätte mir da sehr geholfen.
Auch in diesem Band hat die Autorin im hinteren Teil des Buches „Auf den Spuren der Realität“ beschrieben, wie sie bei ihren Recherchen vorgegangen ist. Sie beschreibt dort auch wie viel Wirklichkeit und wie viel Fiktion in ihrer Geschichte steckt.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Christlich-Historischer Liebes-Roman mit berührendem Hintergrund

Ein neuer Anfang für die Liebe
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1919: Allein und mittellos kämpft sich Julia Holloway in Toronto durchs Leben. Als sie in eine missliche Lage gerät, kommt ihr Quinten "Quinn" Aspinall zu Hilfe.
Der sanfte junge Mann ist eigentlich auf ...

1919: Allein und mittellos kämpft sich Julia Holloway in Toronto durchs Leben. Als sie in eine missliche Lage gerät, kommt ihr Quinten "Quinn" Aspinall zu Hilfe.
Der sanfte junge Mann ist eigentlich auf der Suche nach seinen Geschwistern, die als billige Arbeitskräfte nach Kanada verschifft wurden. Aus Dankbarkeit schließt sich Julia Quinn bei der Suche an, doch dann erfährt sie, dass Quinn auch ihretwegen nach Kanda gekommen ist - um ein Versprechen zu erfüllen!
Was hat es damit auf sich? Und wird Quinn bei seiner Suche erfolgreich sein? Die gestaltet sich nämlich schwieriger als gedacht… (Klappentext)
Im wesentlichen handelt die Geschichte von dem Thema „British Home Children“. In den Jahren zwischen 1860 bis 1948 wurden Jungen und Mädchen aus dem Vereinigten Königreich, in britische Kolonien und Gebiete in andere Teile der Welt umgesiedelt. Sie wurden nach Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika geschickt, weil man glaubte, dass diese Kinder dort bessere Chancen hätten. Die Kinder stammten aus Familien, die durch Krankheit oder versterben eines Elternteils in einer Notsituation waren. Die Unterbringung in den Heimen war als kurzfristige Lösung gedacht, bis die finanzielle Lage sich in den Familien gebessert hat. Die Eltern wussten selbst nicht Bescheid über die Mißstände in den Heimen und Verschiffung der Kinder in andere Länder.
Ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte und die Protagonisten sind authentisch dargestellt. Die Figuren entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Es handelt sich um einen historischen Roman, in den auch immer wieder mal christliche Momente zu Gott eingearbeitet sind, was aber keinesfalls kitschig wirkt. Die Autorin hat viele emotionale Momente eingebaut. Die Sichtweisen der Erzählung wechseln zwischen den Gedanken von Quinn und Julia.
Es handelt sich um eine fesselnde und berührende Erzählung.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Hoffnung für Mark & Isabelle

Heimat auf Umwegen
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Als die Eltern von Isabelle und Marissa Wardrop unerwartet kurz hintereinander versterben, stehen die Schwestern plötzlich ohne jegliches Vermögen da. Sie sind gewohnt ihr Leben ohne Einschränkungen zu ...

Als die Eltern von Isabelle und Marissa Wardrop unerwartet kurz hintereinander versterben, stehen die Schwestern plötzlich ohne jegliches Vermögen da. Sie sind gewohnt ihr Leben ohne Einschränkungen zu leben. Isabelle hat keine Ausbildung und keine Arbeit. Marissa geht noch zur Schule. Trotzdem müssen sie ihr Leben nun selbst in die Hand nehmen. Unerwartete Hilfe kommt ausgerechnet von Dr. Mark Henshaw, dem Arzt, den Isabelle für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht.
Auch Mark und sein Bruder Josh haben ihre Eltern früh verloren. Deshalb können sie sich auch gut in die Wardrop-Schwestern hineinversetzen. Marissa und Josh, haben ein Geheimnis, dass für viele Missverständnisse sorgt.
Das „Bennington Place“, eine Einrichtung für in Not geratene Frauen, wurde geschickt eingebaut. Die Figuren und die Einrichtung spielen schon in den ersten beiden Bänden eine große Rolle.
Im dritten Band der „Hoffnung in Toronto-Reihe“ steht Dr. Mark Henshaw im Mittelpunkt. Josh & Isabelle und Marissa Wardrop spielen dabei wichtige Nebenrollen.
Ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte und die Protagonisten sind authentisch dargestellt. Es geht um Liebe, Freundschaft, Vergebung und Verständnis. Die Autorin hat viele emotionale Momente eingebaut. Es handelt sich um eine fesselnde und berührende Erzählung.

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