Gutes Ende
Scythe & Sparrow - Die große Liebe erscheint manchmal im finstersten MomentNachdem ich eher enttäuscht war vom zweiten Teil der Reihe, habe ich mich dennoch auf den letzten Teil gefreut. Er war auf jeden Fall besser als Band 2, aber wieder weit entfernt von Band 1.
Wie auch ...
Nachdem ich eher enttäuscht war vom zweiten Teil der Reihe, habe ich mich dennoch auf den letzten Teil gefreut. Er war auf jeden Fall besser als Band 2, aber wieder weit entfernt von Band 1.
Wie auch bei den Vorgänger ist die Reihe für schwarzen Humor bekannt und auch dieser Band liefert wieder genau das. Im Mittelpunkt steht ein einsamer Arzt aus einer Kleinstadt und eine Zirkusartistin, die nebenbei Serienmörderin ist und die beiden verlieben sich ineinander.
Die Geschichte bedient einige beliebter Tropes: Friends with Benefits, Kleinstadt-Setting (mit einem Zirkus, der in der Stadt gastiert), forced proximity,und natürlich das klassische „Wer sie anrührt, stirbt“ (diesmal wortwörtlich).
Rose ist dem Zirkus mit 15 beigetreten. Nach einem Unfall wird sie gezwungen, eine Pause einzulegen und landet zur Erholung bei Fionn, dem örtlichen Arzt in Nebraska. Sie zieht sogar bei ihm ein. Was Fionn nicht weiß, Rose hat ein ungewöhnliches Hobby, sie bringt grausame Männer zur Strecke. Als sie seine Hilfe braucht, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihm ihr Geheimnis zu offenbaren.
Die Chemie zwischen den beiden ist fantastisch und Fans der Reihe können sich auch auf „Gastauftritte“ mit bekannten Figuren freuen, nämlich Fionns Brüder Rowan und Lachlan.
Was ich aber einfach nicht ausblenden konnte, war, dass – ähnlich wie bei L&L – die Geschichte kaum Handlung hatte. Ich hätte mir deutlich mehr von Fionns und Roses Charakterentwicklung gewünscht. Vielleicht bin ich mit höheren Erwartungen herangegangen, als mir bewusst war. Versteht mich nicht falsch, insgesamt war es eine unterhaltsame Lektüre. Aber Handlung und Auflösung wirkten zum Ende hin ziemlich überstürzt, fast so, als hätte man den eigentlichen Konflikt zwischendurch völlig vergessen, bis dann plötzlich die Parallelen zu L&L auftauchten. Ohne diesen Aspekt hätte es mir wahrscheinlich sogar besser gefallen. Ich verstehe, warum die Zeitsprünge nötig waren, aber das Erzähltempo wirkte dadurch sehr abrupt. ⭐️3.5/5⭐️