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Veröffentlicht am 13.01.2025

Eintauchen in die Brutalität des Makler-Geschäfts

To Die For
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Als ihre Immobilien-Agentur in Los Angeles den Auftrag bekommt eine Luxusvilla für 50 Millionen in Malibu zu verkaufen, beginnt zwischen den fünf Maklern ein brutaler Kampf um die Provision von einer Million ...

Als ihre Immobilien-Agentur in Los Angeles den Auftrag bekommt eine Luxusvilla für 50 Millionen in Malibu zu verkaufen, beginnt zwischen den fünf Maklern ein brutaler Kampf um die Provision von einer Million zu ergattern. Jeder hat einen guten Grund und braucht dringend das Geld! Dafür ist jedes Mittel recht, am Ende schwimmt sogar eine Leiche im Pool.

Der packende und rasante Thriller „To die for“, von Autorin Lisa Gray entführt den Leser in die schillernde Welt der Reichen und Schönen von LA. Auch ihre Hauptprotagonistin, die Top-Maklerin Andi Hart will ein Stück vom Kuchen und sich selbstständig machen. Allerdings nimmt der Konkurrenzkampf ihrer Kollegen dabei ausufernde Maßstäbe an.

Die ganze Handlung ist äußerst abwechslungsreich, mit vielen kleinen überraschenden Wendungen. Durch kluge Zeitsprünge, verteilt in ein Vorher und nachher, schafft es die Autorin die Aufmerksamkeit konzentriert auf ihre agierenden Charaktere zu richten, die allesamt recht interessant angelegt sind. Das ganze Ausmaß der Tragödie wird dadurch Stück für Stück aufgedeckt und die Spannung steigt. Wenn man meint, es kann nicht schlimmer kommen, wird man doch immer wieder aufs Neueste überrascht!
Die Gegend, in der das Szenario spielt, ist durch die gegenwärtigen Brände dort gerade in aller Munde und Immobilien werden sicherlich dort hart umkämpft sein, mehr denn je.
Mein Fazit:

Ein schnell zu lesender, temporeicher und absolut kurzweiliger Thriller in einem ungewöhnlichen Umfeld. Dessen Lektüre hat mir einige Überraschungen geboten und mich hervorragend unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Aufregendes Thriller-Szenario um den mysteriösen Tod Ludwig II.

Königsherz
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Im Juni 1886 waren die letzten Tage von König Ludwig II. angezählt. Ein Komplott, bestehend aus einer Zahl von ausgewählten Personen macht sich auf den Weg zum König, um ihn des Amtes zu entheben. Doch ...

Im Juni 1886 waren die letzten Tage von König Ludwig II. angezählt. Ein Komplott, bestehend aus einer Zahl von ausgewählten Personen macht sich auf den Weg zum König, um ihn des Amtes zu entheben. Doch auch die getreuen Anhänger Ludwig II. sind vor Ort um das Ungeheuerliche abzuwehren.
Zu Beginn des Geschehens findet ein grausamer Mord in der St. Anna-Kapelle in Füssen statt. Für Bernhard Sonntag, den Bezirksamtmann von Füssen und Ferdinand Boppeler seinen Polizeichef beginnt ein Alptraum von Ereignissen. Denn in dieser verhängnisvollen Nacht wird nicht nur dieser Mord, sondern auch die Ereignisse im neuen Schloss, in dem der König weilt, den ganzen Ort in Atem halten!

Autor Markus Richter setzt mit dem Teil „Königsherz“ den Schlusspunkt für seine Thriller-Trilogie um König Ludwig II. mit einem fulminanten Finale.
Neben vielen weiteren Charakteren spielen natürlich auch Lorenz Baumgartner und seine Frau die Kammerzofe Klara Baumgartner geb. Grünspan wieder eine tragende Rolle. Die Beiden sind mir noch aus dem ersten Band „Ins Herz“ in guter Erinnerung. Den zweiten Teil „Ohne Herz“, kenne ich leider noch nicht, doch die Serie ist ohne weiteres völlig unabhängig voneinander zu lesen.
In diesem finalen Band überschlagen sich jedenfalls die Ereignisse, die Handlung zieht sich ja nur über ein paar Tage und es geschieht alles Schlag auf Schlag. Das Ende des Königs wird bei Richter in einen großartigen atmosphärischen Thriller verpackt, der absolut fesselnd und aufregend ist.
Wer schon einmal in Füssen war und die Umgebung kennt, wird sicherlich noch eine Ecke mehr mitfiebern und kann auf den Spuren der Figuren wandeln. Als ehemaliger Kastellan von Neuschwanstein, kennt sich der Autor vorzüglich vor Ort aus und hat dazu glänzend recherchiert.
Auch das Cover ist ein absoluter Hingucker, es wirkt mysteriös und offenbart dennoch sofort worum es sich im Buch dreht.

Mein Fazit:
Auch wenn ich beim Lesen bedauert habe Band zwei nicht zu kennen und es ja eigentlich offensichtlich ist, wohin die Reise im Thriller geht, habe ich bis zum Ende mitgefiebert. Unheimlich packender und interessanter Thriller für bayrische Geschichtsfreunde, also eine absolute Empfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Gelungenes finales Ende der Serie

Die Töchter der Ärztin
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Das Jahr 1931 beginnt für die beiden Thomasius-Schwestern auf unterschiedlichen Kontinenten. Während Henny mit ihrem Mann Victor, Tochter Vicky und dem Baby Leo in Los Angeles inmitten des frühen Filmglanzes ...

Das Jahr 1931 beginnt für die beiden Thomasius-Schwestern auf unterschiedlichen Kontinenten. Während Henny mit ihrem Mann Victor, Tochter Vicky und dem Baby Leo in Los Angeles inmitten des frühen Filmglanzes von Hollywood feiert, wartet Antonia auf ihren Auserwählten Bertram, mit dem sie die Praxis ihrer Schwester weiterführt. Mutter Ricarda und ihr Mann Siegfried genießen ihren Ruhestand, kümmern sich um Großmutter Karla und reisen sogar zu Flora an die Côte d’Azur. Doch das Schicksal von Karla und eine Hochzeit, wird bald die ganze Familie wieder zusammen bringen.

Mit dem dritten Teil „Zeit des Vertrauens“ gehen nun „Die Töchter der Ärztin“ leider dem finalen Ende der Serie entgegen. Auch dieses Mal gelingt es dem Autorenduo unter dem Pseudonym Helene Sommerfeld mich mit ihren Geschichten voller Spannung, Liebe, Herzschmerz und Emotionen zu fesseln und zu berühren. Besonders eindrucksvoll wird die politisch aufgeladene und angespannte Stimmung der Zeit beschrieben, die fast greifbar wird. Natürlich sind auch wieder all die lieb gewonnenen Protagonisten dabei, es fühlt sich so schön familiär an.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Familien-Saga, ich liebe diese Serie, deren Finale nun knapp vor der Machtergreifung Hitlers endet. Finde ich perfekt so, ein stimmiger Abschluss, habe alle Bände nur so verschlungen:).

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Eintauchen in eine fesselnde historische Geschichte im Drei-Kaiser-Jahr 1888

Im Takt der Freiheit
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Berlin 1888 - Felicitas Louisburg, Tochter eines unermesslich reichen Eisenbahn-Fabrikanten lebt das unendliche langweilige Leben eines gut behüteten Mädchens. Als weibliches Wesen wird ihr rein gar nichts ...

Berlin 1888 - Felicitas Louisburg, Tochter eines unermesslich reichen Eisenbahn-Fabrikanten lebt das unendliche langweilige Leben eines gut behüteten Mädchens. Als weibliches Wesen wird ihr rein gar nichts erlaubt, jeder ihrer Schritte wird von der gestrengen Anstandsdame überwacht. Kein Wunder das ihr Intellekt, vom Vater völlig missachtet, rebelliert! Vor allem als sie durch Zufall beim Ausritt mit einem jungen Mann auf einem Velociped kollidiert, wird ihr Hang zur Freiheit und Selbstbestimmung geweckt.

In ihrem neuen historischen Roman „Im Takt der Freiheit“ führt uns Autorin Hanna Caspian in eine aufregende Zeit der Veränderung im preußischen Kaiserreich. Das Jahr 1888 in Berlin, war sowohl politisch, wirtschaftlich und sozial äußerst aufregend. Allein das drei deutsche Kaiser auf dem Thron kamen, die Menschen anfingen Elektrizität zu nutzen, an neuer Mobilität gewannen und an Erfindungen tüftelten. Auch die Kolonisierung und der langsame Wandel in der Gesellschaft mit Erstarkung von Menschen und Frauenrechten prägten diese Epoche. All diese Themen und noch viele mehr werden hier im Roman angesprochen und machen die Lektüre wieder zu einem packenden und lehrreichen historischen Erlebnis. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung des Fahrrads geworfen, allein schon eine fesselnde Thematik. Die Protagonisten wurden wieder ausgesprochen interessant besetzt. Neben Felicitas, dem beherzten Star der Handlung, gibt es noch viele weitere interessante Charaktere, sogar eine Zofe aus den deutschen Kolonien, auch ein Thema das damals bewegte. Wie gewohnt fühlt sich der Schreibstil der Autorin sehr lebhaft, äußerst authentisch und gut recherchiert an, ich bin absoluter Fan ihrer Bücher.

Mein Fazit:
Ein äußerst facettenreicher historischer Roman, dessen Lektüre mir großen Spaß bereitet hat und tolle Einblicke in die Zeit bietet. Von mir eine absolute Leseempfehlung:).

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Erschütternder 2. Teil der Nachkriegs-Krimiserie aus Essen

Alte Taten, neuer Zorn
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Essen 1949 - der ehrenwerte Richter Dr. Vahrendonk wird im Gerichtsgebäude das Opfer eines Giftattentats. Ein brisanter und ziemlich heikler Fall für Mordermittler Carl Bruns und seinen neuen Assistenten ...

Essen 1949 - der ehrenwerte Richter Dr. Vahrendonk wird im Gerichtsgebäude das Opfer eines Giftattentats. Ein brisanter und ziemlich heikler Fall für Mordermittler Carl Bruns und seinen neuen Assistenten Harry. Denn die Justiz will schnell Erfolge sehen. Es gibt dabei reichlich Verdächtige aus Gegenwart und Rächer aus dunkler Vergangenheit des Richters. Doch sobald Bruns, im Umfeld der Justiz ermitteln will, werden ihm Steine in den Weg geworfen. Der Fall ist äußerst verzwickt und auch Carls Privatleben ist Mords was los!

„Alte Taten, neuer Zorn“ ein treffender Titel für den zweiten Band von Eva Völlers Nachkriegs-Krimi. Es gibt zwar einen neuen Fall, aber ich fand es sehr hilfreich das vorangegangene Buch mit der Vorgeschichte aller Protagonisten zu kennen.
Die Handlung ist wieder absolut spannend gewählt und beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der deutschen Nazi-Vergangenheit im westlichen Teil Deutschlands. Das haarsträubende Unrecht des Nazi-Systems in seiner Brutalität wird sichtbar und von der Autorin gekonnt in die Geschichte einbezogen. Auch wenn die Story fiktiv angelegt ist, solche fürchterlichen Fälle gab es wohl zu tausenden, das ist wahrlich erschütternd.
Mit ihrem sympathischen Ermittler Carl Bruns und seinem bewegten Privatleben gibt es einen weiteren aufregenden Aspekt in der Handlung. Das Buch vermittelt zudem einen guten moralischen und eindrucksvollen Überblick über das damalige Leben der Menschen. Die Handlung ist an Spannung wirklich kaum zu überbieten und so grandios miteinander verknüpft, man glaubt es kaum. Glänzend kombiniert, recherchiert und geschrieben, fliegt man nur so durch die Seiten.

Mein Fazit:
Meiner Meinung nach eine äußerst spannende und gelungene Fortsetzung mit einem bewegenden Blick zurück. Klare Leseempfehlung gegen das Vergessen.

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